Wichtig! - важно!

Jedes Foto vom Panzerregiment 35 ist ein wichtiges und seltenes Zeitdokument.
Viele Kinder haben ihren Vater nie kennengelernt, haben kein Fotos!
Viele russische Menschen haben kein Foto von ihrem Dorf während des Krieges.
Jedes Foto kann bei der Identifizierung von Ort, Zeit und Personen helfen!
Bevor Sie die Fotos, oder Album verkaufen geben Sie uns wenigstens ein Duplikat!
Scan von Vorderseite und Rückseite, wenn Text vorhanden.
Jeder Besitzer eines Fotos hat die Verantwortung für die Vergangenheit in seinen Händen! Helfen Sie uns, damit wir anderen Menschen helfen können!

Каждая фотография Panzerregiment 35 является важным и редким современным документом.
Многие дети никогда не встречались с отцом, у них нет фотографий!
Во время войны у многих русских людей нет фотографии их деревни.
Любая фотография может помочь определить место, время и людей!
Прежде чем продавать фотографии или альбом, дайте нам хотя бы дубликат!
Сканирование спереди и сзади, если текст существует.
Каждый владелец фотографии несет ответственность за прошлое в своих руках! Помогите нам, чтобы мы могли помочь другим людям!

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017
immer noch unvergessen und unglaublich zu lesen, dass sich solch Grausames noch zu Kriegsende ereignete: https://andreas-stenglein.de/wp-content/uploads/2017/12/Zum-Teufel-bleiben-Sie-ruhig-stehen-Langhammer-.pdf
1943: Olt. Georgi, Chef 3. Kp.
zu dem von "Kameraden" denunzierten Benzinfahrer Otto Becker:
"Ich gebe Ihnen einen guten Rat,
DENKEN SIE NICHT ZU LAUT!"

Damit rettete er ihm das Leben...
Dieser Satz hat zu jeder Zeit
eine tiefe Bedeutung...

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"
(1943 Lgov) Mit dem Teddy lebt das Regiment weiter und wird seiner historischen Verantwortung gerecht - Das Panzerregiment 35 mit seinen Stabskompanien, 8 Kompanien in 2 Abteilungen, der Ersatzabteilung in Bamberg mit 6 Kompanien

Geburtstagsliste - Panzerregiment 35 1940

Panzernachrichten

Panzernachrichten
Speer: "Wir wussten, dass der T34 der bessere Panzer ist, aber wir durften ihn auf "seinen" Befehl nicht bauen! Er musste von Krupp und mit Mercedes Motor sein!" Foto: Erbeutete T34 mit dem Bären Logo des Pz.Rgt.35 nach der Eroberung in Orel 1942. Original Diapositiv! Keine Retusche, oder Kolorierung von Lt. (Olt. Hptm. Gerd Georgi, Chemnitz)!

Die "Bären" 1943

Die "Bären" 1943
Februar 1943 Llgov - Stabskompanie

Abteilungsbefehlspanzer März 1943

Abteilungsbefehlspanzer März 1943
Lt. Heinz Burkard (⚔ 8. Jan.1944) 1943 auf dem Befehlspanzer bei Kaljakorowsk

Montag, 13. Oktober 2014

Eine Kerze für Fw. Willi Schneider - OGfr.Alfred Hilbert - Uffz.Hubert Düll


Dank Florian Schneiders, können wir den weiteren Soldaten der 2. Kp. gedenken.
Obergefreiter Alfred Hilbert - 22.3.1923, Unteroffizier Hubert Düll - 24.5.1921
 (Wahrscheinlich Panzerbesatzung Schneider)
Recherche Oliver Lörscher:  Fw. Willi Schneider ist bei Ukri / Litauen gefallen.
(Gutsfdh. Medemrode, li.Seite, 2. Grab von rechts)
Nach schweren Kämpfen um Bialystok und dem russischen III. sowjetischen Panzerkorps wurde das Regiment am 18.August in Ostrolenka verladen,  Ziel Litauen und Lettland. Durch die Kapitulation Finnlands war die Front zusammengebrochen. Nach drei Tagen war das Regiment vor Ort und griff in die Kämpfe um Auce, Schrunden, Doblen, Moscheiken, Frauenburg... ein.

Fw. Willi Schneider hat nicht nur sein Leben, seine Kameraden verloren, sondern auch seine Zukunft, ein Leben mit seiner Familie. Wenn wir die irrsinnigen "Verluste" an Soldaten ansehen, so gedenken wir ebenfalls dem Schicksal der Hinterbliebenen. Wie ist es ihnen ergangen in den nächsten Jahrzehnten? Das Band zum Regiment war zerrissen. Keine Kameradenhilfe, sicher eine sehr schwere Zeit für Johanna Schneider mit zwei kleinen Kindern.

"Verluste" an der Ostfront August 1944:


Erfurt, April 1940- Hochzeit
14. Jan.1915 - 18. August 1944
Keine schmucken Birkenkreuze -  nur noch Bretter, das Regiment zieht sich zurück und wird Ende des Jahres in Klaipeda nach Danzig verladen. Es werden noch viele Menschen sterben.



Mit freundlicher Unterstützung von Florian Schneider


Samstag, 4. Oktober 2014

Dr. Holzwarth, Hptm. Ernst Schaeffer, Lt. Mayer

namenlos aus einem zerrissenem Album...
kümmerliches Bildchen in einer zerissenen EBAY Auktion - falsch geschrieben, Hptm. statt Olt. ohne Biographie...Hallo Leute! Hier geht es nicht um fünf Euro! Hier geht es um einen Menschen! Einen Soldaten! Eine menschliche Geschichte! Natürlich könnt Ihr die Bilder verkaufen - aber es sind unsere Kameraden. Die Gefallenen und die Vermissten haben hier eine Heimat und wir verbitten uns, sie zu "markieren", zu "branden" mit einem Kopierschutz quer über die Gesichter und Körper zu versehen! Sie gehören für immer zu diesem Regiment, und dieses Regiment ist nicht tot! Es wurde weitergetragen und wird immer noch sehr lebendig in Ehren gehalten.



So sollte es aussehen: In Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern ergibt sich ein umfangreiches Bild, das einen Zusammenhang erkennen lässt und Platz für weitere Recherchen bietet:



zu Schaeffer habe ich folgendes
(hatte Deutsches Kreuz in Gold 1942 als Oblt. in der III./Pz.Rgt. 15 erhalten)
vom Volksbund:

Schaeffer, Ernst-Otto
geboren 01.01.1915 in Sorau, Brandenburg
verstorben/gefallen 26.03.1945

Ernst-Otto Schaeffer ruht auf der Kriegsgräberstätte in Montabaur (Bundesrepublik Deutschland) .
Endgrablage: Grab 424

Ernst-Otto - woher dann seine Spitzname "Ulli"?

Auch zu Schaeffer - als Lauchert als Kommandeur des Panzer-Regiments
Grafenwoehr (mit Panther Abt 51 & 52; auch PR von Lauchert) in Russland
ankam (etwa 4.Juli 43) blieb PA 52 Abt Kdr Karl von Sivers erkrankt in
Deutschland zurueck. Lauchert schrieb an seine Frau: "Ich habe Schaeffer
angefordert." (vermutlich wollte er Schaeffer als Kdr PA 52 einstellen.
Ist nicht so gelaufen, Sivers kam spaeter zurueck und inzwischen gab es
ein paar andere stellv. Kdre.) Recherche: Oliver Lörscher



Donnerstag, 25. September 2014

Leutnant (unbekannt) Sigmund Reichenberger Januar 2017 gefunden!

Lt. Sigmund Reichenberger aus Fichtelberg
Drei Jahre Suche nach einem Phantom...

Jahre ist es her , das ich von S. G. Fotos eines Leutnants unseres Regiments zur Bestimmung per Mail erhielt. Stütze und Ursprung des Anstoßes war unser Blog da dieser in der Welt der Sammler keineswegs unbekannt ist.
Gemeinsam suchten und recherchierten wir.
Und tatsächlich brachten wir Licht ins Dunkel des bis dahin Unbekannten...
Leutnant Reichenberger ... bisher nur ein Name auf Besetzungslisten  bekam ein Gesicht.

Besonders verwirrend war die Tatsache, dass sowohl im Album des noch unbekannten Leutnants, als auch in den Alben, von noch lebenden Veteranen die gleichen Bilder sich fanden!
Er musste also unmittelbar in der Umgebung der 1. Kp. oder im gleichen Zug gewesen sein. Er war wie verflixt, wir kamen ihm nicht näher!
Immer wieder befragte ich auch Heinrich Schnappauf. Seine Bilder fanden sich ebenso im Album. Er konnte sich nicht erinnern.
Er wusste genau die Kameraden im Panzer, doch ein Zugführer fiel ihm nicht ein. Kp.Chef Hans Müller war ihm wohl bekannt.
Bis zum letzten Moment blieb der Lt. ein Geheimnis, das sich erst lichtete, als auf der "Autogrammkarte" von Heinrich Eberbach ganz schwach der Name "Reichenberger" zu entziffern war!

Es war die Bleistiftnotiz, für welchen Offizier diese Karte gedacht war, welche anscheinend an viele Offiziere im Regiment 35 verteilt wurde, da "Papa Eberbach" über ganz besondere Fähigkeiten verfügte, seine Offiziere sehr eng an sich zu binden.

Lt. Reichenberger war Zugführer, aber so ein ruhiger und unauffälliger Offizier, dass die Erinnerung an ihn, selbst von seinen, ihm unmittelbar untergebenen Panzerbesatzungen vollständig verblasst ist.
Da hatte mein Vater andere Erinnerungen an seinen Chef! Eingebrannt: Hauptmann Stange aus Köln... der Soldaten sinnlos opferte und ins Verderben schickte.
Siehe auch: Link H.Schnappauf

Wenn ein Sammler ein Foto aus dieser Zeit erwirbt, dann gilt es als „verbrannt!" wenn es veröffentlicht wurde. Das war vollkommen neu für mich und ich war sehr überrascht und ungläubig. Es gilt also abzuwägen, was wichtiger ist, und auch im Sinne eines Sammlers sein kann, eine lose Bildfolge, oder eine überaus spannende Geschichte welches sich aus akribischer Kleinarbeit, aufwändiger Suche und am Ende in einer spannenden Biografie ergibt.
Es bedarf also einer aufwändigen Erklärung, um am Ende dem geneigten Sammler begreiflich zu machen dass seine losen Bilder in einer spannenden Handlung eine Aufwertung erfahren und im Kontext der Ereignisse deutlich an Wert gewinnen können. Neben dem monetären Aspekt gibt es auch noch einen wichtigen menschlichen. Nicht nur dass wir durch unsere Arbeit einem Menschen der in dieser grausamen Zeit sein junges Leben verlor wieder ein Gesicht, eine Biografie geben, wir geben auch den Menschen in Russland, oder sonst wo einen Teil ihrer Geschichte zurück.

Ich werde nie vergessen wie bei einem Besuch in Stary Bychow am Ufer des Dnepr in Weissrussland mir die Redakteurin der ortsansässigen Zeitung sagte: "Ihr, die Deutschen habt unsere Geschichte dokumentiert. Wir Russen hatten keine Fotoapparate, wir hatten andere Probleme. Nur die Deutschen hatten Fotoapparate. Durch eure Bilder die wir jetzt von euch bekommen, bekommen wir einen Teil unserer Geschichte zurück. Das ist sehr wichtig für uns und wir brauchen eure Bilder, eure Schilderungen und eure historische Arbeit. Gebt uns wenigstens diesem Teil unserer Geschichte zurück, nach allem was ich an Schrecklichem ereignet hat!"

Wir erfüllen also mehrfach einen historischen Auftrag, und eine Art kleiner "Wiedergutmachung" wenn wir uns die Mühe machen Sammler-Leidenschaft mit historischer Arbeit zu kombinieren und zu einem guten und wichtigen Gesamtwerk zusammenzufügen. Zumindest für eine gewisse Zeit sind lose Bilder, verklungene Geschichten archiviert und in einen Zusammenhang gebracht, um nachfolgenden Generationen vielleicht einen Denkanstoß zu geben. Die wichtigste Aufgabe wird sein, Sammler in unsere Arbeit einzubinden und das unmögliche zerreißen von Alben und den Verkauf von einzelnen Bilddokumenten zu verhindern. Im gemeinsamen Wirken um die Vergänglichkeit der Zeit können wir auf die segensreiche Arbeit im Internet und mit Vernetzung bauen.
Neben allen möglichen Museen sollte am Aufbau eines Bildarchivs gearbeitet werden denn alle Sammler ereilt früher oder später das gleiche Schicksal. Eines Tages werden sie vor der Frage stehen was mit ihr sorgsam gehüteten Sammlung geschehen soll. Nur in einem überregionalen Bildarchiv kann einer erneuten Zerstörung von Sammlungen wirksam begegnet werden. Die Gegenstände in einem Museum sind nur stumme Zeugen einer vergangenen Zeit. Ohne Aussagekraft und ohne die erklärende Bedeutung der Worte sind sie nur ein einseitiges Zeugnis. Erst in einem Zusammenspiel von Bild, Ton und Wort vermitteln sie ein wirklichkeitsnahes Bild und dringen in das Bewusstsein des geneigten Besucher sein.

Mit Schrecken erinnere ich mich, als wir als Kinder durch Museen geführt wurden. Langweilig starrten wir in die Vitrinen und die Gegenstände glitten an unseren Blicken vorbei und drangen zum Ärgernis unserer Lehrer kaum in unser Bewusstsein. Vollkommen stumpfsinnig schlurften wir durch die Gänge und hofften möglichst schnell wieder in Freiheit zu gelangen. Wir hatten einfach keinen Zugang zu Tonscherben irgendwelchen Siegeln und Dokumenten. Geschichte lässt sich nur lebendig vermitteln. Ohne des Zusammenspiel aller Komponenten handelt es sich meistens nur um eine Anhäufung und Ansammlung von toten Gegenständen.

Bei unserer Arbeit muss man einen langen Atem haben, viel Geduld und Hartnäckigkeit...
Bis jetzt haben alle Nachforschungen noch nichts gebracht und ich gehe einmal anders vor. Dumm nur, dass ich dem Spender der Bilder versprochen habe, diese nicht zu "verbrennen" also durch Veröffentlichung quasi wertlos zu machen. Fest steht, dass dieser Leutnant in der ersten Kompanie diente.
Alle meine Bilder enden ca. 1943
Die Panzerbesatzungen suche ich in den Verleihungslisten.
Panzerbesatzungen:
Grun - Glott mein Fahrer

Erwähnte Namen auf Bildrückseiten:
Olt. Müller (Hans Müller Chef 1.Kp.)
Lt. Schreiber (Zugführer)
Pflaum
Heinz Wolf (gefallen)
Olt. Krause (41)
Kaljewka Heldengedenkstag 43:
Geissler
Heinrich Schnappauf
Harry Stach
Mein Fahrer und Funker: Obg. Thoma, Obg. Wagner
Bild: Sonnige Rast in Kaljewka:
Werner Berlin (aus Berlin)
Köhnlein
Prandl


Nachforschungen zu Ogf. Thoma:


Bernhard Thoma wurde Unteroffizier und fiel Februar 1945



Uffz. Berhard Thoma im Panzer von Lt. Reichenberger


Donnerstag, 11. September 2014

Eine Kerze für den Cousin von Fritz - Unterscharführer Gerhard Maier














Als Gerhard sich freiwillig zur SS meldete, brach sein Bruder Benno mit ihm...
Er starb zweimal... Einmal an der Brücke in Lyck (Ełk)  und zuvor im Herzen seiner Familie.
Der Bruder ging nach Amerika und ist jetzt auch verstorben. Eine Aussöhnung konnte nie stattfinden.
Um wenigstens eine Kerze des Andenkens und des Zeugnisses seiner Existenz abzulegen werden die Unterlagen gezeigt. Fritz war als Soldat genau an der Stelle in Lyck, wo Gerhard fiel und hat sein Grab besucht. So gibt es durchaus einen kleinen Zusammenhang mit dem Regiment. Es soll wenigstens einmal sein Name noch genannte werden.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch ein Wort zur allseits gefürchtete SS niederschreiben.
Viktor Frankl sagte einmal:  nicht alle waren Verbrecher! Auch wir hatten Falotten in unseren Reihen.

Aufgrund der historischen Ereignisse haben diese zwei Buchstaben Angst und Schrecken verbreitet und sind auch heute noch das Synonym für das Böse.
Ich kann immer nur für das sprechen, dass sich persönlich erlebte, das ich persönlich gehört habe. Demzufolge muss ich wahrheitsgetreu schreiben, dass viele Angehörige der Waffen SS wie in einer Eliteeinheit gekämpft haben und nicht zu Massakern herangezogen wurden. Fritz Schneider berichtete mir dass er am Jelna Bogen viele Schützenlöcher gesehen hat in denen tote Soldaten der Waffen SS gelegen sind. Rings um die Schützenlöcher lagen Dutzende von Toten Russen. Es wurde also bis zur letzten Patrone gekämpft.

Der Mann der jüngsten Schwester meiner Großmutter war Belgier und hieß Joseph de Leeuw. Er war Freiwilliger in der Waffen SS und überlebte den Krieg. Nach dem Krieg besuchte er meinen Vater in Altenmuhr, wo wir evakuiert waren. Er sagte er ginge wieder nach Belgien zurück. Man Vater drängte ihn doch in Franken zu bleiben. Er entgegnete, dass er als Angehöriger der Waffen SS nur an Brennpunkten eingesetzt gewesen sei. An Kriegsverbrechen war er nie beteiligt. So fühlte er sich seiner Meinung nach unschuldig und ging nach Belgien zurück. Dort wurde er zum Tode verurteilt und später begnadigt. Nach 20 Jahren Haft verließ er als gebrochener alter Mann das Gefängnis in Brüssel (St.Gilles)

Der Mann der jüngeren Schwester meiner Mutter war unehelich geboren und jeder wusste im insgeheimen, dass sein leiblicher Vater ein angesehener jüdischer Geschäftsmann war. Unter diesem Makel litt er sehr und meldete sich im Alter von 16 Jahren freiwillig zur Waffen SS. Als ich noch ein junger Bursche war, erzählte er mir relativ viel aus seinem Leben. Er erzählte mir einiges über jüdische Gewohnheiten, so zum Beispiel, dass ein Jude nie die Frau seines sexuellen Abenteuers heiratete. Als angesehener Jude musste er eine Jüdin heiraten. Auch wenn er verheiratet war bedeuteten seine sexuellen Abenteuer seiner Ehefrau nichts, sofern sie keine Jüdin war.
Seine militärische Ausbildung begann in Goslar später in Sterzing und er wurde dann zur Partisanenbekämpfung in Jugoslawien eingesetzt. Bei einem Kampfeinsatz tötete er eine Frau. Das war für ihn Grund genug, nie mehr in seinem ganzen (relativ kurzen) Leben eine Waffe in die Hand zu nehmen.
Gerhard Binderberger

Der junge Gerhard Binderberger




Hauptmann Walter Grohe und seine Besatzung ...

Funker Rudolf Völk oben und Hptm. Walter Grohe unten...
Sie starben zur gleichen Zeit... 18. September 1944 im Kurland. Wer hat Informationen zu Grohes Tod? Zu Rudolf Völk?

Freitag, 29. August 2014

Leutnant Richard "King" König - Panzer 111

Leutnant Richard (King) König 11.8.15 - ⚔ 4.7.41
 Der "King" ist aufgetaucht!

umgebettet auf den Sammelfriedhof in Mogilew


Wie aus dem Nichts ist heute der "King" wieder zu uns gekommen, Dank der Fürsorge des Nachkommen seines guten Freundes Helmut (PiKra) Krause, Joachim Krause. 
Ich habe sofort Fritz Schneider angerufen, der sich zuerst mit schwacher Stimme meldete, aber als er die große Neuigkeit vernahm, dass ganz unerwartet ein ausgezeichnetes Bild vom "King" aufgetaucht ist, sofort an Lautstärke zunahm und sich äusserst lebendig und kräftig gab. Fritz: "von Cossel rauchte die blaue Nil und der King die Attika!" Davon rauchte er an einem Vormittag bereits 50 Stück! 
Fritz war zeitweise Richtschütze bei Lt. König und musste ihm immer die angezündeten Zigaretten reichen.
 In Frankreich musste Fritz als junger ROB immer Lt. King bei seinen strategischen "Spielen" im Sandkasten assistieren. 
In Frankreich leitete Helmut (PiKra) Krause mit Lt. Richard "King" König den Lehrgang in einem vornehmen Chateau, der frisch gebackenen ROB´s - Dort waren sie alle, die späteren Offiziere und Kompaniechefs versammelt als noch Gefreiten: Richard v. Rosen, Fritz Schneider, Richard Solf, Sigi Breu, Karl-Heinz Ludwig und (?) Eisenhut...  
Mal sehen ob der Fahrer dieses rabenschwarzen Tages hinter der Brücke von Stary Bychow, Edi Achatz noch etwas dazu sagen kann...

Anekdote von Fritz Schneider, damals ROB Lehrgang in Frankreich:
Lt. König verstand es meisterlich mittels eines leeren Bierkruges die Stimme des Führers täuschend echt nachzuahmen. Das machte er auch inmitten eines Cafés, inmitten lauter Franzosen. Mit harter Stimme und rollendem R rief er die Volksgenossen im Deutschen Reich auf, mehr Soldaten zu zeugen. Er habe nun die Schwangerschaft kraft seines Amtes von neun Monaten auf sechs Monate reduziert! Die Franzosen bogen sich vor Lachen und spendierten Wein und Getränke dem mutigen Conférencier in Uniform und seinen Begleitern. Wie überhaupt zwischen Franzosen und Deutschen eine große Herzlichkeit bestand und man sich seiner gemeinsamen Wurzeln erinnerte.  
Fw. Wallowski ließ die Lehrgangsteilnehmer auf einen Baum klettern und befahl: "Ein Lied!"
Sigi Breu sang darauf hin: "Im tiefen Keller sitz ich hier!"
Fw. Wallowski muss zu den Lehrgangsteilnehmern sehr streng gewesen sein, und das wurde nicht vergessen! Aus den kleinen Gefreiten wurden Offiziere und als Fritz Schneider Olt. und Kp.Chef war erinnerte er sich noch sehr genau an den Lehrgang in Frankreich und hatte Zeit seines Lebens keine sehr gute Meinung vom Fw. Wallowski. Erniedrigungen und Demütigungen wurden nie vergessen! Das konnte ich oft feststellen und das hat mich sehr verwundert. Es ist dennoch eine Tatsache und man sollte sehr vorsichtig sein, andere Menschen zu erniedrigen - man sieht sich vielleicht öfter!

Fritz Schneider hat so oft den "King" erwähnt und beklagte dessen frühen Tod. Angesichts der so spärlichen Erinnerungen an diesen Offizier kratze ich alles zusammen, was Lt. Richard König wieder in den Fokus der noch Lebenden rückt. Tagebucheintrag von Christian Krause, der seinen Bruder Helmut (PiKra) in Frankreich besucht, also auch dessen Freund Lt.Richard König:

Christian Krause besuchte im November 1940 seinen Bruder Helmut Krause in Frankreich.
8.11.40: "... Helmut am Bahnhof, Fahrt nach Villefranche ... Unterkunft im Schloss, Abendessen mit Gans, Abend am Kamin"
9.11.40: "Vorführung der Panzer, nachmittags des Pioniergeräts und der alten Wohnung im Sommerhaus. Dann Fußballniederlage, Kaffee, Trigny???, am Kamin Führerrede*"
10.11.40: "Jagd, Abschiedsessen, Abfahrt von Mintargis (Montargis?) ..."
 * mit Sicherheit eine von Lt. Königs berühmten "Führerreden"

Das Grab von Richard "King" König an der Brücke von Stary Bychow
Die Story von Fritz, abgeschrieben von seiner Original Notiz:
Originaltext von Fritz zu seinen Erlebnissen Pattscheid und Frankreich:

….. Überraschend war die Versetzung zur neu aufzustellenden ersten Kompanie nach Pattscheid.
Dort lagen wir im Privatquartier. Es gab laufend „Dicke Bohnen". (Besonders harter Drill)
Ein Zug (2 Gruppen) unter Feldwebel Schneider (zack Zack) stieß zur ersten Kompanie.
Faszinierend war die erste Vorstellung ihres Chefs, Oberleutnant Hans - Detloff von Cossel mit seiner Ausstrahlung und einem einmaligen Lächeln und seinen vielen Ideen.
Ich weiß es jetzt nicht mehr, ob damals Oberleutnant Krause, genannt "Pikra" (von Pionier-Krause) unser Ausbildungsoffizier beim zweiten Aufenthalt in Frankreich oder schon vorher war.
Er hatte ein Auge auf den kleinen Schützen Schneider geworfen und stellte mich besonders heraus beim anschleichen im Drillich (grober Stoff)
im tiefsten Dreck mit dem Gewehr in der Vorhalte. Ich war der schnellere unerledigte den Gegner. Die Frage: "haben Sie auch eine Schwester? Überraschte mich sehr.
Oberleutnant Krause fiel im Oktober 1941 vor Mzensk im Vormarsch auf Tula.
Im Schloss war der Kompaniestab untergebracht und wir, die Mannschaft in der "Marie" dem Rathaus im Dorf.
Der unbeliebte Spieß (Kompaniefeldwebel) Klepzig veranstaltete einen so genannten Maskenball (Schikane mit dauerndem Kleiderwechsel) und antreten im Hof des Chateau.
Das wurde mir und dem Stabsgefreiten Gsänger zu bunt und wir schleppten unseren Kleiderspind (Jargon für Kleiderschrank) mit Schubkarren auf die Hälfte des Weges in den Weinberg.
Jedes Mal fragten wir die vorbei rennenden Kameraden nach der neuen Kleiderordnung und zogen uns gemütlich an, um dann als beinahe die ersten einzupassieren.
Da geschah unsere Entdeckung, denn man hatte uns falsch informiert, so dass wir beide mit den verkehrten Klamotten vor dem Spieß erschienen.
Da war der Teufel los; das hat der Feldwebel Klepzig uns beiden nie verziehen! Gsänger landete bei einer Strafkompanie und als ich 1943 als Offizier in Russland erschien,
ließ sich der Spieß Klepzig sofort versetzen!
Die lang ersehnte Panzerausbildung begann zu unserer Freude.
Wir wurden zur Kampfstaffel versetzt erhielten die schwarze Uniform mit Binder (Krawatte).
Ich landete im ersten Zug unter Leutnant König genannt der "King" im Panzer 114 als zweiter Gruppenführer.
Immerhin als Richtschütze unter Kommandant Unteroffizier Pröbster, einem Hannoveraner.
Fahrer war der Unteroffizier Krug als Nachhut.

Spieß Klepzig links, auf dem Motorrad Olt.H.D.v. Cossel, rechts Lt. Gerhard Georgi
Unteroffizier Pröbster 1941 - Kommandant des Pz. 114


Freitag, 25. Juli 2014

Die Reihen lichten sich ...

(1952 Bamberg) Bei den Kameraden des Bruders vereint ... Otto Eidloth und Kameraden zeichnen die Skizze der Gefechtslage, welche uns bei der Suche nach Hans Müller in Maladusha hilft.
Ruth Irene Spengler, geb. Müller, 18.3.1923 - 25.7.2014 Schwester des Kp.Chef I.Kp. Pz.Rgt. 35 Hptm. Hans Georg Müller ist verstorben.

Montag, 30. Juni 2014

Herzlichen Glückwunsch! Herr Major ... von Cossel feiert und meldet sich ...

Ich bin nicht abergläubisch und kein Esoteriker ...
Aber heute morgen erreichte mich eine e-Mail, dass diese Bilder aufgetaucht sind und der neue Besitzer, Nachforschungen anstellte und bei mir landete...
Heute Nacht um 12:oo weckte damals die I.Kompanie und gratulierte ihren Chef, Olt. Hans-Detloff von Cossel zum Geburtstag. In einem der früheren Post habe ich das beschrieben. Genau zu diesem Zeitpunkt tauchen die Bilder auf, die wohl die dramatischten und geschichtsträchtigsten der I.Kp. und des ganzen Regimentes sind. Bei jedem Feld mit Kornblumen musste ich an den Major denken, als wir die 700 km Elbe vor 14 Tagen mit dem Rad befuhren. Gratulieren möchte ich vor allem der Zwillingsschwester Ingeborg, welche sich so einigermaßen durchkämpft und an den nun 96 Jahren schwer zu tragen hat!
Bei jedem Anruf ist "ihr" Panzerregiment ein wichtiger Bestandteil ihres mittlerweilen getrübten Bewusstseins geworden. Hoffen und wünschen wir das Beste! Eine Postkarte mit einem Gruss wäre sicher eine große Freude für sie und Aufmunterung bei ihren schweren, letzten Gang, denn es steht nicht gut um sie und immer beklagte sie die Einsamkeit. Die besten Grüße wurden ihr von "Ihren Panzerleuten" übermittelt.

Lt. Hans Müller - Major Meinrad v. Lauchert - Olt. H.D.v. Cossel - Olt. Bodo v. Gerdtell - KVw.R. Rudi Mayer im Hintergrund der wagen vom Rgt.Kdr. H.Eberbach


Rudi Mayer hat wichtige und gute Verbindungen und der verwundete Cossel wird von Mölders in die Charitè nach Berlin geflogen. Kurze Zeit später ist er wieder an der Front und bekommt im Herbst 41 einen Bauchschuss durch eine MP in Unetscha. Zu seiner Schwester: " Nur gut, dass ich bereits mein Morgen Ei gelegt hatte!" Fritz Schneider besucht ihn dort im Lazarett und sein Begleiter fällt gleich in Onmacht, als er das Chlotoform riecht! (Mein Vater konnte das auch nicht riechen, ohne umzufallen) - Dort sagte v. Cossel dem Fritz Schneider, dass "sie" Infantrie werden würden, da keine Panzer mehr da seien. (Genau beschrieben in - PiKra´s - Olt. Helmut Krauses Aufzeichnungen) siehe Bild PiKra links..
an dieser Stelle, das einzige Bild, wo sich nochmals die drei Geschwister lebend sahen... Hans-Detloff, Eberhard und Ingeborg, unser morgiges Geburtstagskind


Samstag, 21. Juni 2014

Alles Gute zum 95. "Edi" Achatz

 
"Edi" Achatz - Veteran der ersten Stunde
...


Totgeglaubte leben länger!
Die Sterbekarte war bereits ausgefüllt, doch "Edi" blieb uns noch viele Jahrzehnte erhalten!

Alles Gute zum 95.

Eduard Achatz, von seinen Kameraden und Kollegen auch  „Edi“ genannt, kann heute auf 95 Lebensjahre zurückblicken.
Mit ihm feiert auch sein Schutzengel, er hat 95 Jahre harter Arbeit hinter sich, denn Eduard hat es seinem Beschützer
nie leicht gemacht. Getreu dem Motto: „Vorwärts und durch!“
Edis Kampf gegen die Gefahren des Lebens begann am 22.06.1919 im beschaulichen Schönwald in Oberfranken.
Als Kleinkind fiel er rückwärts in einen großen Topf mit Kloßbrühe (heißes Wasser).
Ein paar Jahre später traf ihn ein Brikett am Kopf, den große Jungens über das Hausdach geschmissen hatten.
Im Polen-Feldzug wurde er durch ein Geschoss, das durch die Seitenwand seines Panzers geschlagen war, am Arm verwundet.
Das Geschoss wurde im Inneren des Panzers durch drei Rucksäcke gebremst!

Während des Russland-Feldzuges war Unteroffizier Achatz bei der Brückenmannschaft von Stary Bychow.

Als Fahrer des Panzers „111“ war er an diesem Tag am weitesten nach Osten vorgestoßen.

Kameraden aus seinem Panzer fielen, er konnte sich an den Dnjepr retten.
Dort stand er mehrere Stunden lang bis zur Brust im Wasser. Er überlebte, weil er „Nichtschwimmer“ war.

Andere Kameraden ertranken bei dem Versuch, den Fluss zu durchschwimmen.

Von den Russen aufgegriffen, kam er als Kriegsgefangener in ein Gefängnis nach Smolensk.

Bei dem Beschuss durch die nachrückenden Deutschen explodierte eine Granate in seiner Zelle und verletzte ihn am Hals.
Wegen Munitionsmangel hatte man nur noch Nebelgranaten verschossen!

Die gnadenlose Sonne Süd-Italiens durfte er zum Kriegsende in Amerikanischer Kriegsgefangenschaft genießen.
Die Abschattung durch das T-Shirt  kann man heute noch erkennen.
Auch von den 70 Jahren nach dem Krieg sind mehrere Großeinsätze des Engels bekannt.
Bei der Fahrt mit einem Moped mit dem Fuß an einem Grenzstein hängen geblieben. Meniskus ade, 1 Jahr Bein steif.
Nach dem Umzug ins Rheinland hat sich Eduard bei einer Explosion eines Behälters in der Chemischen-Industrie
mit einem Hechtsprung durchs Fenster gerettet. Nur einen Finger gebrochen!

Bei der Pflege einer Sonnenmarkise beide Schläfen durch den Scherenmechanismus aufgeschlagen.
Der Mechanismus ging zum Glück nicht weiter zusammen.

Im höheren Alter schon mehrfach gestürzt. Prellungen, Blutergüsse, Nasenbruch und Platzwunden.
Das waren nur die überlieferten Großereignisse, über Kleinigkeiten redet man im Hause Achatz nicht.
Durch verstärkten Einsatz des Kopfes hat Edi die meisten schweren Dinger von seinem Körper abhalten können.
Der Kopf eines Oberfranken ist halt sein stärkstes Körperteil, man sagt, sie seinen Dickschädel.
So, jetzt wissen wir was wir tun müssen, um 95 Jahre zu werden. Ein XXL–Engel muss her!
Ach, ja! Krank darf man auch nicht werden, höchstens mal was Nasenlaufen.
Lieber Herr Achatz – Eduard – Edi – Papi - Opa, alles Gute zu Ihrem (Deinem) 95. Geburtstag,
Unfallfreiheit und Gesundheit für den Rest Deines Weges.
                                                                                                      Dein Jürgen 
Fritz Schneider: "Edi" war einer unserer ganz guten Fahrer und als sehr zuverlässig bekannt. Die besten Panzerkommandanten, die besten Offiziere holten sich nur die besten Fahrer in ihre Panzer. Dazu gehörte Edi. Ich futterte oft Edis Reserven, dann Edi hatte immer etwas Gutes zum essen in "seiner Kiste!". Die besten Grüße an dieser Stelle von seinen, noch lebenden Kameraden.
Aus Weissrussland: 
Der Mann, der wie ein langes Leben gelebt hat, gibt es immer etwas für die Nachwelt zu erzählen. Lassen Sie solche Menschen praktische Weisheit an nachfolgende Generationen weitergegeben. Für Ruhe und gut für unseren Planeten .. Mit feierlichen Datum! Alles Gute aus Belarus!
Danke Oleg! - Edi hat uns viel erzählt und mitgegeben, wie alle Veteranen: Niemals wieder Krieg!  

Montag, 26. Mai 2014

Oberfeldwebel Otto Eidloth (Bamberg) gestorben ...

Oberfeldwebel Otto Eidloth 30.11.1920 - 18.5.2014 - 1.Kp. I.Abt. Pz.Rgt.35
Otto - Einer der offenherzigsten Feldwebel, die von Anbeginn des Russlandfeldzuges in der I. Abteilung, in der 1. Kompanie, im Panzer von Hans Detloff v. Cossel sassen. Neben "unserem" Hans Müller im Nachbar Panzer, als dieser in seinem letzten Gefecht fiel, ist nun am 18. Mai 2014 in Sassanfahrt verstorben. Neben Otto Eidloth fielen 4 Kompaniechefs des Pz.Rgt.35: v.Cossel, Königstein, Müller, Burkhard. Seine Erlebnisse werden lange weiterleben, denn seine "Geschichten" waren wohl nicht einmalig, aber er war der Einzige, welcher sie uns offen und ohne Scheu erzählte. Das war und ist uns in diesem Blog besonders wichtig. Wir wollen den Menschen sehen und erkennen, mag er noch so viele Eigenschaften gehabt haben, wie er mag, ob sie toleriert werden, wurden, oder wie auch immer. Wir erkennen uns nur dann wieder, wenn wir hinter die Kulissen schauen dürfen. Otto hat uns tiefe Einblicke in sein Leben gewährt. Er hat uns gezeigt, dass Tapferkeit alleine nicht den Menschen ausmacht. Seine Kraft, seine männlichen Eigenschaften haben ihn über die Massen der Durchschnittlichen, der Verklemmten hinaus gehoben. Er war ein Urgestein, das nicht immer Beifall fand. Er hatte viele Neider, ob seiner Männlichkeit, seines Charmes bei Frauen, seiner Art durchs Leben zu gehen. In einem hat er mir nicht die Treue gehalten! - Er hatte mir versprochen 100 Jahre alt zu werden! Die Urne von Otto wurde am 27. Mai im Beisein seiner Familie und Ulrich Pohl in Pettstadt beigesetzt.
Ulrich Pohl: Eine kurze ergriffene Rede hat Werner gehalten. Als dann von einem der anwesenden Frauen  der Satz fiel: 'Ich werde 100 Jahre' Orginalton Otto, wurden von Ulrich Pohl noch einige Worte an die Trauernden gerichtet. Auf unsere Home-Page verwiesen und den dortigen Nachruf bekannt gemacht. Damit haben wir 35er dem Verstorbenen die letzte Ehre zuteil werden lassen.

Wir gedenken Otto an dieser Stelle und danken seinem Schwiegersohn Werner für alle Unterstützung!
An dieser Stelle sei nachgereicht: Ottos gefährlichster Auftrag während des Krieges...
Otto sagte einmal dass während seiner ganzen Zeit als Soldat im Panzerregiment sein gefährlichster  Auftrag gewesen sei, als er von Olt, oder Hptm. Gerhard Lange den Auftrag erhielt, alleine mit seinem Panzer in einer Nacht- und Nebelfahrt den Anschluss zu einer SS Division zu suchen. Lange erklärte ihm vage den Weg und Otto führte diesen gefährlichen Auftrag mit gutem Ende aus. Die nervliche Anspannung alleine mit dem Panzer sich auf einen langen Weg in unbekanntes feindliches Gebiet zu machen und auch durchzuhalten, war ungeheuerlich. Es gelang ihm tatsächlich die Divison (das Reich?) zu erreichen und seinen Auftrag vollkommen auszuführen. Es ist natürlich nicht mehr nachzuvollziehen, wie die Sinne und die eigene Verfassung so reagieren würden, aber Otto hatte schon viele Feindfahrten erlebt und überlebt, aber dieses Fahrt überstieg alles bisher dagewesene und erlebte. Übereinstimmend sagten alle Soldaten, dass Nachtfahrten mindestens mit der doppelt gerechneten  Zeit des Tages anzusetzen seien. Gefühlt kann man den Zeitbegriff nur ahnen. Für diesen Erfolg bekam Gerhard Lange unter anderem das Ritterkreuz. Für Otto war das "sein" Ritterkreuz, das er in seiner Vorstellung immer für sich beanspruchte.
16. Juni 2014 -  Wenn Otto erzählte, dann kam immer wieder vor, dass er sehr stolz von seiner "Hamburg-Reise" erzählte. Otto fuhr als 16 Jähriger mit dem Fahrrad, ohne Gangschaltung, oder moderne Sachen, mit einfachsten Mitteln und 50 Mark in der Tasche über die holprigen Straßen und Wege, über Berg und Tal nach Hamburg. Um Geld zu sparen übernachtete er in den damals noch zur Trocknung aufgestellten üblichen Kleeböcken (Heugeigen) und aufgestellten Getreidegarben. Auf freiem Feld unter freiem Himmel. Ganz alleine auf sich gestellt bewältigte er dieses einschneidende Abenteuer und zu seiner großen Freude wurden ihm von wohlhabenden Verwandten in Hamburg 50 Mark als Anerkennung und Zuschuss zu seiner Reisekasse geschenkt. Als er wieder nach dieser abenteuerlichen Reise in Bamberg ankam, hatte er genau wieder 50 Mark wie bei seiner Abfahrt in der Tasche, so wie er fortgefahren war, ein großes Abenteuer erlebt und sich für seine Entwicklung sicher einen wichtigen Baustein erarbeitet. Dass er wieder mit dem gleichen Betrag ankommen war, so wie er abfuhr erheiterte ihn ungemein. Diese Reise war unvergesslich für ihn, und als ich dieser Tage mit dem Rad von Dresden nach Hamburg, die Elbe entlang fuhr erinnerte ich mich wieder dieser Geschichte und dachte mir, dass dies ein wichtiger Teil meines Nachrufes auf Otto sein sollte. 


Cossels 100er Panzer mit Otto, stehend.. 1941

Was wären diese Bilder mit Kopierschutz? Was wären sie in irgendeinem Sammelalbum? So zeugen sie von Ottos Panzer und der 1. Kompanie und seinen Kameraden im Jahre 1941. Ross und Reiter sind benannt und das Bild hat eine Geschichte und lässt sich historisch einordnen.
Dem in vielen hundert Panzergefechten bewährten 
Feldwebel Otto Eidloth, 
dem treuen Vorstands-Mitglied 
unseres Traditions-Verbandes 
Panzer-Regiment 35 
in herzlicher Dankbarkeit und 
Verbundenheit zum 50.Geburtstag30.XI.1970
Eberbach 
General der Panzertruppen

Otto mit seinem General und den Offizieren des Regimentes in Bamberg nach dem Kriege...