Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017
immer noch unvergessen...
1943: Olt. Georgi, Chef 3. Kp.
zu dem von "Kameraden" denunziertem Benzinfahrer Becker:
"Ich gebe Ihnen einen guten Rat!
DENKEN SIE NICHT ZU LAUT!"

Damit rettete er ihm das Leben...
Dieser Satz hat zu jeder Zeit
eine tiefe Bedeutung...

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"
(1943 Lgov) Mit dem Teddy lebt das Regiment weiter und wird seiner historischen Verantwortung gerecht - Das Panzerregiment 35 mit seinen Stabskompanien, 8 Kompanien in 2 Abteilungen, der Ersatzabteilung in Bamberg mit 6 Kompanien

Geburtstagsliste - Panzerregiment 35 1940

Die "Bären" 1943

Die "Bären" 1943
Februar 1943 Llgov - Stabskompanie

Abteilungsbefehlspanzer März 1943

Abteilungsbefehlspanzer März 1943
Lt. Heinz Burkard (⚔ 8. Jan.1944) 1943 auf dem Befehlspanzer bei Kaljakorowsk

Sonntag, 23. Oktober 2011

erfolgreiche Suche nach Fw. (Uffz.) Friedrich Ludwig - "Ich warte auf meinen Papa!"

Kleine Wunder gibt es immer wieder!
Hallo liebe Mitglieder dieses Blogs,nach langem Suchen bin ich in den letzten Monaten auf verwertbare Spuren meines Großvaters gestoßen. Sein Name war Friedrich Ludwig, geb. 10.11.1915 in Hagen, Feldwebel in Stbs./Pz.Rgt 35. Er fiel am 26.08.1943 in der Ukraine in Lokot. Wer kann mir helfen, mehr über ihn zu erfahren? Meine Großmutter verstarb leider 2007 und konnte mir keine genauen Auskünfte mehr geben.
Vielen Dank für ihre Hilfe,Frank Pfeil
Email: frank.pfeil@yahoo.de
Telefon:             0951/9176293       (abends)
Handy:             0151/11703305     

Für mich heute früh eine kleine Sensation, als ich in den Kommentaren über den Namen Ludwig stolperte. Ich klopfte bei Frank Pfeil an, der sagte, dass ich in drei Stunden wieder anrufen solle! Nachdem ich sagte, dass Fw. Ludwig gefunden wurde war er schlagartig hellwach und es wurde eine Stunde geplaudert! Mein Kaffee wurde kalt, das Frühstück abgetragen. Wir beschlossen das Gespräch mit der Gewissheit, dass heute der "Opa Ludwig Tag" sei- Strahlender Sonnenschein, ein kleiner Sensationsfund, was kann es schöneres für unsere Arbeit geben?

Fritz Schneider konnte sich heute sofort an Friedrich Ludwig erinnern, denn er führte als junger Leutnant den leichten Zug genau in der Nacht, als Uffz.Fw. Ludwig ums Leben kam. es war der Tag seiner Beförderung zum Feldwebel. 

Der Sohn war gerade geboren und sollte seinen Vater nie mehr wiedersehen. 
Als Dreijähriger zog er seine Holzente zum Bahnof... Als man ihn fragte, was er hier macht, antwortete er: "Ich warte auf meinen Papa!"

spätes Wiedersehen... li. der Sohn, der Enkel, Fritz Schneider...
 Für Sohn und Sohn des Sohnes ein großer und wichtiger Moment...
Sie treffen den ersten Menschen, der ihren Vater noch als Soldat kennengelernt hat...
Noch dazu als unmittelbaren Vorgesetzten und Begleiter in den letzten Lebenstunden.
Endlich erfahren sie zum ersten Male die Wahrheit über den Tod des Vaters, bzw. Großvaters.
Fritz Schneider:" Ich musste als junger Leutnant vor dem Angriff aus Ssewsk den leichten Zug übernehmen. Die 4. Panzer Division marschierte auf. Sie hatte mit den Trossen eine Länge von 42 km... Wir waren fünf Panzer neben einander, dann Kolonne... Fritz ermahnte seine Leute im Turm zu bleiben und wenn nötig beim Funker zu schlafen. Es war eine Nachtfahrt angesagt und Ziel war es noch in der Dunkelheit rechtzeitig die Bereitstellung zu erreichen. Fritz war mit seinem leichten Zug die Spitze zu fahren und hatte einen Russen mit ca. 40 Jahren als Lotsen dabei. Fritz hatte seine Pistole schussbereit und hatte grosse Angst, nicht den richtigen Weg zu finden. Fw. Ludwig hatte sich aber irgendwann in der Nacht hinter dem Turm schlafen gelegt. Er hatte sich nicht gesichert, oder wenigstens mit einem Gurt angebunden und das Ende in die Turmluke geklemmt. Er fiel schlafend vom Panzer und brach sich das Genick, war wohl sofort tot. Der Unfall wurde nicht sofort bemerkt. Am nächsten Tag suchte Fritz mit zwei Feldwebeln Friedrich Ludwig. Als man ihn  fand hatte er die Augen offen. Man schloss sie ihm wickelte ihn ihn Zeltbahn und transportierte ihn auf der Kettenabdeckung, um ihn später zu begraben. Das Grabfoto ist nicht erhalten geblieben, weil ein Denunziant die Wohnung nach dem Kriege beziehen wollte und bei den Amerikanern sagte, dass dort eine SS Wohnung sei. - Es waren die Kragenabzeichen der Panzer mit dem Totenkopf der Husaren aus dem Napoleonischen Kriegen... Diese wurden vielen Soldaten zum Verhängnis. Alle Uniformteile, alles was Teil der Erinnerung an Fw. Ludwig war, wurde zusammengerafft und in die Regnitz geworfen... Die Frau von Fw. Ludwig hatte in der Todesnacht einen Traum, dass ein Reiter ohne Kopf ihr erschienen sei... 
Es war heute ein bewegender und ein wichtiger Moment. 
Wir hoffen alle, dass es dazu beiträgt, dass sich ein grosser Kreis schliesst und Trauerarbeit einen wichtigen Beitrag erfährt.
 

Kommentare:

Frank Pfeil hat gesagt…

Wo soll ich anfangen, was soll ich schreiben? Ich weiß es nicht genau, was wohl daran liegt das ich heute einen der wunderbarsten Tage meines Lebens erlebe. Soeben telefonierte ich mit OLt. Friedrich Schneider, dem ehem. Zugführer meines Großvaters. In seinem Alter ein recht fideler Mann, ich war total begeistert. Er bot mit sofort ein Treffen an, was ich sogleich annahm. Den allergößten Dank dafür an H.J. Zeiß, der mir damit das frühe Aufstehen an diesem sonnigen, irgendwie einem Wunder gleichenden Sonntag versüßt. Ich hoffe das sich niemand über meine Begeisterung wundert, denn heute wurde mir die Möglichkeit eröffnet ein Stück Familiengeschichte aufzuklären, die über 68 Jahre im Dunkel der Geschichte lag!

Mit kameradschaftlichem Gruß, Frank Pfeil (Bamberg)

Hans-Jürgen Zeis hat gesagt…

Heute war in der Tat ein bewegender Tag. Als Frank mir das mit der Holzente sagte, blieben mir die Spahetti im Halse stecken, so hat es mich gewürgt. Dann noch die zu erwartende Reaktion des mittlerweilen gross gewordenen Holzentenziehers! Wow! Mir gings an die Gurgel... Heute hat sich so richtig die ganze Plackerei gelohnt. Dr. Grigat hat sich wahrscheinlich einen Bonus dort verdient, wo er sich gerade aufhält. Den hat er wahrscheinlich bitter nötig, trotz Wasserkühlung in der Ostsee...

Wayne Gsell hat gesagt…

I am very happy for you, Frank, as well as your family. It is a great day for you to 'find' your grandfather, Friedrich Ludwig. I'm sure you thoroughly enjoyed your visit with Fritz Schneider and I'm sure he did as well. many thanks to you, Hans-Juergen, for all the hard work you put into maintaining the PzRgt35 blog and preserving the memory of its men for all.

Best Regards to all,
Wayne Gsell

Frank Pfeil hat gesagt…

Thanks a lot wayne. Some miracle take their time but they can still grow! It's great to put the mosaic of a life together.