Wichtig! - важно!

Jedes Foto vom Panzerregiment 35 ist ein wichtiges und seltenes Zeitdokument.
Viele Kinder haben ihren Vater nie kennengelernt, haben kein Fotos!
Viele russische Menschen haben kein Foto von ihrem Dorf während des Krieges.
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Каждая фотография Panzerregiment 35 является важным и редким современным документом.
Многие дети никогда не встречались с отцом, у них нет фотографий!
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Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017
immer noch unvergessen und unglaublich zu lesen, dass sich solch Grausames noch zu Kriegsende ereignete: https://andreas-stenglein.de/wp-content/uploads/2017/12/Zum-Teufel-bleiben-Sie-ruhig-stehen-Langhammer-.pdf
1943: Olt. Georgi, Chef 3. Kp.
zu dem von "Kameraden" denunzierten Benzinfahrer Otto Becker:
"Ich gebe Ihnen einen guten Rat,
DENKEN SIE NICHT ZU LAUT!"

Damit rettete er ihm das Leben...
Dieser Satz hat zu jeder Zeit
eine tiefe Bedeutung...

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"
(1943 Lgov) Mit dem Teddy lebt das Regiment weiter und wird seiner historischen Verantwortung gerecht - Das Panzerregiment 35 mit seinen Stabskompanien, 8 Kompanien in 2 Abteilungen, der Ersatzabteilung in Bamberg mit 6 Kompanien

Geburtstagsliste - Panzerregiment 35 1940

Panzernachrichten

Panzernachrichten
Speer: "Wir wussten, dass der T34 der bessere Panzer ist, aber wir durften ihn auf "seinen" Befehl nicht bauen! Er musste von Krupp und mit Mercedes Motor sein!" Foto: Erbeutete T34 mit dem Bären Logo des Pz.Rgt.35 nach der Eroberung in Orel 1942. Original Diapositiv! Keine Retusche, oder Kolorierung von Lt. (Olt. Hptm. Gerd Georgi, Chemnitz)!

Die "Bären" 1943

Die "Bären" 1943
Februar 1943 Llgov - Stabskompanie

Abteilungsbefehlspanzer März 1943

Abteilungsbefehlspanzer März 1943
Lt. Heinz Burkard (⚔ 8. Jan.1944) 1943 auf dem Befehlspanzer bei Kaljakorowsk

Montag, 30. November 2020

Anton Hüttel, 22 - Bericht einer Exekution in Bamberg -


Als ich „Militarismuss“ „studierte“

Von Rudolf Kaberka, aus 2008 - Rostock -

Er war in Bamberg in der Ausbildung, dann aber in Afrika, 
bei der Pz.Abt. 51 (Panther, Kursk) und dann Schule Wieschau, 
dort am Ende noch im Einsatz.


Vom Jahrgang 1923 – „Ich kam durch“!!!


Einige allgemeine Vorbemerkungen, sicher ist das den historisch Interessierten auch bekannt.
Die Panzertruppe sah sich in der „glorreichen“ Tradition der Husaren, Dragoner und kavallerierten Regimenter, auch Ulanen u.s.w.
Daher auch einige Ausstattungselemente der schwarzen Pz.-Uniform. (Totenkopf)

Die sogenannten Panzergrenadiere oder mit Kettenfahrzeugen ausgerüstete Artillerie gehörten nicht dazu.

Das Pz. Rgt. 35 hatte die verpflichtende Tradition des Bayerischen Kavallerie-Rgt. 17 übernommen, die Kasernen lagen im schönen Bamberg dicht nebeneinander.

Ein würdiger „Spross“ des Kav.-Rgt. 17 war der Oberst Graf v. Stauffenberg, welcher auch ehrenhalber als Angehöriger des Pz.-Rgt. 35 genannt wurde. (Bekannt: Hitlerattentat - Wolfsschanze  usw.)

Ich gehörte ab 3. Mai 1941 der 4. Kompanie des Pz.-Rgt. 35 an. 

Kp. Chef Oberleutnant Junge (sollte mir im Juni 1944 in der Genesungskompanie des Pz.-Rgt. 33 St.Pölten in Böheimkirchen, als schwerst verwundeter Hauptmann wieder begegnen, doch das ist eine andere Geschichte !!)

Da gab es noch den Oberfähnrich Glück (vom Opelhaus Glück in Leipzig, am Johannisplatz) Weitere Namen sind mir noch geläufig, wie Feldwebel Partheymüller, Unteroffizier Geisendörfer, Obergefreiter Zametzer, Oberfeldwebel Tischler als Fahrlehrer (besaß Autoreparatur und Tankstelle in Erfurt/Thür.), Schirrmeister Kluge, Funkmeister Richter.

Die harte Grundausbildungszeit (Rekrutenzeit) war vorüber und es war ein schöner Sommer. Wir atmeten auf. (Die Bayern sind doch die besseren „Preussen“, jedenfalls beim militärischen Drill.)

Bamberg, Ende Juli 1941
Wie gesagt, die Rekrutenzeit war vorbei und jetzt waren wir „richtige“ Soldaten. Noch keine brauchbaren „Panzerschützen“!

Uns bildeten damals DIE aus, welche 1939 bis 1940 überall dabei gewesen waren und zum Teil auch in Spanien in der „Legion Condor“ gekämpft hatten.

Es gab also zur Zeit keine aufregenden Fronten, von Norwegen, dem serbischen Raum und Nordafrika (davon später mehr) abgesehen.

„SIE“ waren also die heimgekehrten Helden und WIR die zu strapazierenden Rekruten. Auch ich wurde erstmalig zu der „Großen Kasernenwache“ eingeteilt, was eine besondere -Ehre- war. Der wichtigste Posten, der einzunehmen war, war der am großen Kasernenhaupteingang - vor der Kaserne, vor dem großen TOR, steht eine Laterne!
In der schwarzen Panzeruniform, mit Stahlhelm und dem Gewehr 98 ausgerüstet, musste vor jedem Offizier präsentiert und gemeldet werden! Der Gewehr-Präsentiergriff musste gut klappen. Wenn man nach der Meldung angesprochen wurde, war bei der gewünschten Antwort jeder Stabsoffizier (vom Major an aufwärts) in bzw. mit der "Dritten Person" anzusprechen! 1943 wurde dieser Ritus abgeschafft. Sicher passierten die meisten Offiziere dieses Ranges die Hauptwache im Auto. Aber einmal stieg dennoch ein solcher von der Luftwaffe aus und wollte von mir die genaue „Parole des Tages“ wissen, die ihm aber nur der Wachoffizier evtl. sagen durfte! Als er mich dazu „anschnarrte“, löste ich erst einmal die Präsentierhaltung, was ihm wohl zu lang dauerte, - und zu allem Unglück- sprach ich ihn nicht in der 3. Person an. Das sollte mir wenige Wochen später den Gefreitenwinkel kosten. Ich wurde nur Oberschütze! Von meiner Stube 13, belegt mit 6 Mann, wurden 4 Gefreite und 2 Oberschütze.

Später, in Böblingen, bei der Aufstellung der Panzerabteilung 202 des "Deutschen Afrikakorps" (DAK) unter Major v. Blomberg, unter org. Leitung des Panzerregimentes 8 (Rommel) wurde mir dennoch die Ehre zu Teil, den militärischen Dienstgrad meines Führers, den Weltkriegsgefreiten A.H. zu erreichen! Somit war ich mit “IHM“ gleichgestellt!

Nun zurück zur Hauptwache.
Es waren etwa 30 Mann, davon 8 Unteroffiziersdienstgrade und der wachhabende Offizier, welche an diesem Tag um einen Oblt. verstärkt wurden. Der Grund „entpuppte“ sich 2 Tage später - wie man sehen wird!

An der sogenannten „Vergatterung“ nahm auch ein sogenannter Fallschirmbekämpfungstrupp teil, der, wie schon erkennbar, zur Bekämpfung feindlicher Fallschirmjägertrupps eingesetzt werden sollte. Tag und Nacht musste diese Einheit einsatzbereit sein. (!) „Vergatterung“ bedeutete Erläuterung der Wachpflichten und -Rechte, Ausgabe der sogenannten Parole sowie Ausgabe von scharfen Waffen und Munition etc.

Nun hatte das Schicksal (Was ist das?) zum Beginn meines Soldatenlebens eine besondere „Ouvertüre“ vorgesehen. („Vorsehung“ gebrauchte mein Führer A.H. immer dann, wenn er Schicksal und Gott nicht nennen wollte.)

Zum sogenannten Wach-„Lokal“ gehörte auch ein Anbau zur Aufnahme von Gefangenen, z.B. für 3-, 14-, 21- Tage bis 4 Wochen "Karzer". Höhere Bestrafungen wurden im jeweils zuständigen Militärgefängnis vollzogen. Während meiner Wachtage (eine Vergatterungszeit dauerte meistens 4 bis 5 Tage), saß auch ein, vom Wehrmachtsgefängnis Nürnberg „überstellter“, 2x zum Tode (durch Erschießen) und 10 Jahren Festungshaft Verurteilter ein. In diesem Falle galten besondere Sicherheitsvorschriften und Wachmaßnahmen. 

Jetzt wurde uns klar, weshalb ein zusätzlicher Offz. dem Wachzug beigeordnet worden war. Er war der Oblt. XXXX  vom Stab des Pz.Rgt. 35, Offz. z.b.V., (zur besonderen Verwendung) er fungierte dann als Exekutionsoffizier. Er war ein unsympathischer und scheinbar auch sehr verbitterter Mensch, denn er hatte im Frankreichfeldzug den linken Arm verloren und die Sehkraft des rechten Auges eingebüßt. Er war Berufsoffizier und sah nun seine Laufbahn am Ende.

Der zugeführte Verurteilte (Delinquent) war der Gefreite (inzwischen degradiert!) Anton Hüttel, 22 Jahre, gebürtig aus Bamberg, katholisch und Elektroinstallateur von Beruf. Er gehörte einer Luftnachrichteneinheit an, war also kein Angehöriger der Pz-Truppe. Wir durften einen Teil der Gerichtsakten lesen. 
Sein "Vergehen" bestand in folgendem:
Als Angehöriger einer Ausbildungseinheit bei der rumänischen Armee, bei Bukarest stationiert, fuhr er, als Funkspezialist einen Funkwagen, sogen. Kfz.15, Mercedes „KÜBEL“ genannt.
Anton Hüttel hatte eine rumänische Freundin und er fuhr eines Tages mit dem vollausgerüsteten Funkwagen zu ihr. Da wurde ihm das Fahrzeug entführt, d.h. also gestohlen. 
Seine Bemühungen, es irgendwie wieder zu bekommen, schlugen nach 11-tägigen Entfernen von der Truppe fehl, und er wurde von der Feldpolizei verhaftet, wobei er noch bewaffneten Widerstand geleistet haben soll (Pistole 08). Obwohl Gespräche mit ihm streng verboten waren, hat er uns, die vor der Zelle stehenden, so manches erzählt. Schwere Fahnenflucht, Wehrsachbeschädigung in besonderem Fall mit Feindbegünstigung, Geheimnisverrat, bewaffneter Widerstand. 
Das reichte! zu diesem Urteil. 
Weshalb er in seiner Heimatstadt exekutiert werden sollte/musste, haben wir nie konkret erfahren, dazu waren wir Mannschaftsdienstgrade nicht kompetent genug. 
Sonderbare Bestimmungen und Gesetze bzw. Befehle.

Vor seiner Zelle musste ständig ein Posten stehen, mit Blick auf den Delinquenten, damit er sich nichts „antut“ (!). (Suizidgefahr) Der Posten war dafür verantwortlich und hatte im Fall, das „ER“ Hand an sich legt, (Suizid) mit einer Klingel sofort den Wachhabenden zu alarmieren. 
In die Zelle durften wir nicht gehen, da wir eine geladene Pistole 08 hatten und „ER“ selbige uns entreißen könnte.
Also, wir mussten unablässig durch das runde Loch in der Tür „IHN“ beobachten! Das wäre ein interessantes Praktikum für einen Psychologiestudenten oder einen katholischen Theologen gewesen.

Natürlich sprach der Mann von sich, seinem Leben, seinen seelischen Schmerzen und auch von seinem baldigen Tod in seiner Heimatstadt, wo er Kindheit und frühe Jugend erlebt hatte.

Jedem von uns, die „IHN“ stundenlang beobachten mussten, hat er dies erzählt. 
Die in den Nachbarzellen Einsitzenden kannten seine „Geschichten“ und riefen auch zuweilen etwas zu, was auch verboten war, aber wie wollte man dies verhindern? Nur, wenn die Verpflegungsausgabe stattfand, war eine gewisse Ruhe eingezogen.

Der Verurteilte bekam die normale Kasernenverpflegung zugeteilt, die er auch zu sich nahm.
Es kam der Tag der Exekution, es muss in der ersten Augustwoche 1941 gewesen sein.
„Ausgerechnet“ ich, (wieso ich?), hatte von 4 Uhr bis 6 Uhr morgens Gefangenenbeobachtungswache.

5 Uhr kam ein katholischer Geistlicher aus Bamberg, in Begleitung des schon einmal genannten Exekutions-Offz. Oblt. XXXX und eines Oberstabsrichters in das Wachlokal - in den Zellentrakt, auch eskortiert von 2 Feldgendarmen (Militär-Polizei auch „Kettenhunde“ genannt!)

Ich musste im engen Gang nur zur Seite treten. Die Pistole 08 am Koppel griffbereit, nach vorn schieben, der Geistliche wie der Oberstabsrichter traten in die Zelle. 
Nach wenigen Minuten war der Geistliche mit Hüttel allein, nur der Oblt. XXXXX schaute durch den Türspion.
Als der Geistliche gegangen war, wurde vom Oberstabsrichter Anton Hüttel nach einem letzten Wunsch befragt, welcher (schier unglaubwürdig) nach Leberwurstbrötchen und einem Weißbier verlangte. 
Er bekam dies auch von den Feldgendarmen und wurde dann von diesen eskortiert, dem Oblt. XXXX wie dem Oberstabsrichter, dem wachhabenden Offz. und mir zum Fahrzeug geleitet, welches zur Exekutionsstätte fuhr.

Das Fahrzeug war mit seitlich angeordneten Holzbänken umfunktioniert worden, so dass „WIR“ uns gegenüber saßen. 
Mir gegenüber war der Delinquent platziert! Ich höre noch seine Worte:
 „Das ist meine letzte Fahrt im schönen Bamberg“.   
Hinter uns fuhren noch 2 Pkw‘s mit der ganzen „Militärjuristerei“, den Kettenhunden, und dem Exekutionskommando in Stärke von 12 Mann, alles Unteroffiziersdienstgrade, Uffz. &  Fw., mit Frontbewährung und auch entsprechend dekoriert, diese saßen in einem Kleinbus.
Das Exekutionskommando war mit dem Karabiner K 98 ausgerüstet, wobei sie die Waffen geladen und gesichert ausgehändigt bekamen. Man sagt: 6 K 98 wären scharf und weitere 6 K 98 "nur" mit Platzpatronen geladen. Grund: Keiner vom Exekutionskommando sollte „gewissenentlastend!“ wissen, dass sein Schuss der tötende gewesen ist. (Unsinn, jeder Schütze merkt, oh er scharf oder mit Platzpatrone schießt!). Ein plausibler Grund ist eher der, dass 12 scharfe Infanteriegeschoße, aus dieser geringen Entfernung von ca. 15 bis 18 Metern, wenn alle in den Brustbereich eindringen, schlimme „Zerfetzungen“ auslösen würden.
Beim Erreichen des Exekutionsortes waren schon seitlich Abordnungen von allen Kompanien angetreten, insgesamt etwa 80 bis 90 Mann, denn man wollte dieses Geschehen als abschreckendes „Beispiel“ propagandistisch nutzten.

Und nun hatte man es plötzlich sehr eilig. Wir verließen alle die Fahrzeuge. In Begleitung des Oblt. XXXX wurde „ER“ an den Pfahl geführt und von den 2 Feldgendarmen angebunden, wobei ihm vorher noch die Augen verbunden wurden. Ab „nun“ gab es keine Kommandos mehr. Auf ein Zeichen des Exekutions-Offz. schwenkte das Exekutions-Peloton in Formation vor den Pfahl. Das Kriegsgericht waltete seins Amtes, d.h. es wurde nochmals das Urteil mit Begründung verlesen und danach, auf Handzeichen vom Oblt. XXXX wurden die 12 Gewehre angelegt und auf ein weiteres Zeichen „Feuer“ befohlen!!     

Ein Leben war ausgelöscht worden.

Aus! Vorbei! 
Viele von uns waren in einen psychischen Notstand versetzt worden. 
In uns war auch etwas zerstört worden.
Die „militärische“ Gründlichkeit und „Ordnung“ verlangte noch, dass ein Arzt den Tot (hier nicht mit -d-) feststellte, was er auch tat, indem er die Augenbinde abnahm und an den Augen den Tod - oder nicht, feststellte. 
Im Fall, dass er noch lebte, hätte der Exekutions-Offz. ihm noch mit seiner Pistole den „Gnadenschuss“ geben müssen.

Anton Hüttel wurde abgebunden und in einen bereitgehaltenen Sarg -- buchstäblich -- fallengelassen.

Nachdem alle weggetreten, abgefahren waren, wurde auch der Leichnam „verladen“. 
Ich und 2 andere Kameraden mussten wieder ins Wachlokal zurück, denn wir waren ja noch „vergattert“. Der Soldatenalltag ging „äußerlich“ weiter. In den 3 darauffolgenden Tage habe ich wenig gegessen und versucht, meine „Vaterlandsliebe“ etwas zu ordnen o.ä. damit zurechtzukommen.

Aber für lange Weile war kein Platz bei den „Preussen“, auch im bayerischen Franken nicht.
Dieses tiefgreifende „Schlüsselerlebnis“ ruht in mir, bis heute.

Es war für mich der „Erste Tote“ des 2 Weltkrieges, dem dann leider noch viele nachfolgen sollten.

Zwischenbemerkung:
Alle hier genannten Namen sind die echten Namen der Betroffenen der „Erschienenen“, so wird es auch bei weiteren Ausführungen und Berichten so sein.

Wie gesagt, das Leben (welches auch immer?) ging weiter und mit der öden Grund-Infanterieausbildung war endlich Schluss, die Spezialausbildungen hatten begonnen, die da waren: Richtschütze inkl. Ladeschütze, Funker und Panzerfahrer.
Mich „lockte“ die Fahrerausbildung, als ich sah, dass die Richt- u. Ladeschützenausbildung auch sehr viel mit Exerzieren, d.h. besonders mit Panzerexerzieren, Aufsitzen, Luken dicht, Türme drehen, noch mit Handantrieb, Absitzen, gefechtsmäßiges „Ausbooten“, mit Gasmaske und Übungshandgranaten sowie Handfeuerwaffen, dabei fleißiges herumrennen um die Fahrzeuge, die keinen Meter bewegt wurden!! Natürlich war da auch theoretischer Unterricht, Waffenkunde, Ballistik, Feindpanzer-Erkennung u.ä.m. (und Ähnliches mehr)

Die Fahrerausbildung begann mit Motorenkunde, speziellen Lenktechniken von Vollkettenfahrzeugen, auch Halbkettenfahrzeugen, Fahren im Gelände, besonders bei Steigungen und starkem Gefälle, beim Passieren von Wasserdurchfahrten (Watfähigkeit) und das Beheben von Schäden am Fahrwerk (Kette) sowie erkennbaren kleine Schäden am Motor (Zündung, Keilriemen, Ölstand). Mit der Fahrpraxis wurde gleich am 2. Tag begonnen. 
Wir traten, schon mit einem Kunstleder Overall bekleidet, von den 2 Schützenzügen beneidet, an. Das Schulfahrzeug war eine Wanne (Pz. ohne Aufbau) des kleinen Panzer I (wir nannten ihn auch „Krupp-Sport“ mit Ottomotor, Ausführung als Boxermotor! Übrigens waren alle unsere Panzer mit Ottomotoren ausgerüstet, leider! 
Diesel wäre besser gewesen.

Der Fahrlehrer, Ofw. Tischler, war Reservist und eigentlich ein „Zivilist in Uniform“, aller militärischer Kasernendrill und -Unfug war ihm fremd.
Wer noch nie ein Vollkettenfahrzeug damaliger Technik bewegt hat, kann sich kaum vorstellen, wie der große Rollwiderstand von Fahrzeugeigenlast, Kettenfahrwerk und der unterschiedlichsten Bodenhaftung so überwunden werden kann, dass man dann in den nächst höheren Gang kommt.
Die Motorstärke spielt dabei mit die wichtigste Rolle. Natürlich war alles noch Handschaltung (Kulissenschaltung), 2x kuppeln, Zwischengas geben, dabei das Lenken mit den Lenkknüppeln nicht vergessen usw. Es war viel Beinarbeit dabei und die Arme waren auch gefragt.
3 Kameraden aus meinem Fahrerzug mussten nach 2 Wochen aufhören, sie begriffen das Kunststück des Vollkettenfahrens nicht. Seltsamerweise hatte ich „den Bogen“ raus und ich war einer der Besten, auch bei der Prüfung.

Wir hatten dann auch noch einige Fahrstunden auf dem Lkw „Opel Blitz“ sowie dem Pkw „Mercedes-V 120“, dem BMW „Kettenkrad“ und einem französischen Beute-„Halbkettenfahrzeug Typ Renault“.

Meine Fahrerlaubnis (Wehrmacht/Heer) galt nun für alle Räderfahrzeuge, Kräder einschl. Kettenkrad, sowie Kettenfahrzeuge bis 60 Tonnen Eigengewicht, wir hatten ja auch noch auf die Pz. II (Skoda 38. tschech. Modell), Pz. III (5 cm und 7,5 cm) und Pz. IV ( 7,5 cm Langrohr) fahren müssen. Die letzten 2 fuhren wir nur in Grafenwöhr (Truppenübungsplatz).
Die zwei Großen, „Panther & Tiger“ kamen erst ca. 2 Jahre später in die Truppe.

Da ich diesen Führerschein (Fahrerlaubnis) bei einem Heimaturlaub 1944 daheim beliess, hatte ich ihn noch nach meiner Heimkehr und konnte diesen, nach einer einmaligen Fahrt mit einem Krad und einem Pkw „Opel P4“ bei der Verkehrspolizei, damals praktisch umtauschen.        Die Schreibkraft, die dieses Umtauschen vornahm und der Verantwortliche der Polizeidienststelle hatten wohl übersehen, dass noch darin stand: auch für Vollkettenfahrzeuge bis 60 t. Erst, als ich diese gegen die Fahrerlaubnis der BRD eintauschen musste, wurde ich von der „60 t Last“ befreit.
Schon J.W. v. Goethe sagte : „Es schleppen sich Gesetz und Recht wie eine ewige Krankheit fort“. (Hier nur im leicht übertragenen Sinn gemeint.)

Es sollte den ersten sogenannten Sonntagsurlaub geben. Vom Sonnabend 12 Uhr bis Montag bis zum Wecken 6 Uhr.
Nun war der Weg von Bamberg nach Leipzig für einen solchen Kurzurlaub sicher zu weit. Ein Kamerad in meiner Korporalschaft, Karl Bogner, aus Feucht bei Nürnberg, machte mir den Vorschlag, mit zu seiner Familie nach Feucht zu kommen. Ich musste ja auch eine Urlaubsbegründung haben, und die wäre, sagte Karl Bogner, ich würde meine „Verlobte“ besuchen, die doch seine Schwester Gerlinde sei. Seine Familie, besonders die liebe Schwester, war damit einverstanden. Der Hauptfeldwebel auch, so bekam ich meinen ersten Wochenendurlaub und war plötzlich verlobt. Die Gerlinde war 3 Jahre älter als ich und mit einem Fliegerunteroffizier verheiratet - selbiger war mit dem „Zeitverlobten“ seiner Frau einverstanden. Mein Kamerad Bogner kam nicht mit mir zum Afrikakorps und wir haben uns in den Wirren des Krieges 3 bis 4 x geschrieben. 1943 soll er in Russland gefallen sein. 
Sein Schwager wurde im Luftkampf über London abgeschossen.

Eine von mehreren Untersuchungen hatte ergeben, dass auch ich „Tropendiensttauglich“ war und damit wurde das „Deutsche Afrikakorps“ (DAK) für ca. 4 Monate mein militärisches Umfeld. Zunächst kam ich zu einem speziellen Lehrgang auf den Truppenübungsplatz Grafenwöhr (Franken). Das war einer von berüchtigten „Schindangern“. Man sagte auch bei den Landsern: 
„Der liebe Gott schuf in seinem Zorn Grafenwöhr und Paderborn!“

Hier wurden wir auf Nordafrikatauglich getrimmt, was auch eine Menge von Impfungen einschloss und schon damit begann, dass fast alles nach Chinin schmeckte und solche Tabletten uns ständig gereicht wurden. Es war die Standardmedizin gegen Malaria (tropica und tertiana ?) neben Aspirin usw.
Dann wurden wir mit der speziellen Uniform des „Afrikakorps“ versehen, die dann ab Neapel getragen werden musste.
Wir wurden dann von Neapel aus nach Tripoli (Große Syrte) mit dem Transporter Ju-52 ausgeflogen und dort erst, als sogenannte Wechselbesatzungen, den Kampfstaffeln zugeteilt. Nun folgte: Tobruk, El-Alamein, Siddi-El-Barrani, die Große Syrte war unser Tummelplatz! Wir sollten nach Alexandria und bald auch nach Kairo!

Ein Durchschuss in die rechte Wade und ein darauffolgendes „höllisches“ Fieber bewahrte mich vor weiteren afrikanischen „Erlebnissen“, und mit meinem „Heimatschuss“ (so nannte man damals das „Glück“ dieser Verwundung, kam ich, wieder per Ju-52, über Neapel in die Heimat. Doch diese Heimat war diesmal Frankreich!

Zu Afrika Weiteres in einem anderen Abschnitt!
Meine Verwundung war ein Durchschuss durch die rechte Wade und ein Granatwerfersplitter am Hals, mit starken Entzündungen, Vereiterungen, auch auf Gefahr von sich ausbreitender Malaria (tertiana ?).

So kam ich erst einmal in ein Lazarett in Pontoise bei Paris, wo auch der Stab des Pz.-Rgt. (oder Abteilung?) 202 präsent war. Dieses Rgt. war bis Rennes, Cherrbourg, Amiens und Coetwidane (Truppenübungsplatz an der Normannischen Küste ) „verzettelt“ aufgeteilt und meist mit französischen Beutepanzern ausgerüstet. Eine tolle Mischung von Technik und Begegnungen mit französischen Fachleuten. Wie sich herausstellte, sollten diese Panzer vom Typ Hotchkiss und Renault, wie einigen englischen Erzeugnissen der spanischen „Blauen Division“, die auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr ausgebildet wurde, um an dem „Kreuzzug gegen den Bolschewismus“ (wie sie es nannten), teilzunehmen.
Hier lernte ich einen spanischen Tenente (Leutnant) kennen, der wohl auch als Dolmetscher ob seiner mangelnden Deutschkenntnisse fungierte ?!?! (es war der Einzige, der etwas deutsch konnte).

Bei der Verabschiedung überreichte er mir ein aus Stoff angefertigtes „Amulett“ mit der schwarzen Madonna von Montserrat zum Inhalt, welches geweiht sei und er 2 Stück davon von seiner Mutter erhalten habe. Das war 1942, und ich besitze es heute noch und halte es in Ehren.
Er sagte, ich solle es immer bei mir/an mir tragen, es wird mich beschützen, und wenn die Situationen noch so hoffnungslos sein mögen. Ich tat dieses wertvolle Geschenk in meinen Brustbeutel, neben die Erkennungsmarke, und selbst als die „Stunde Null“ über mich kam, konnte ich das Amulett noch retten. Wie? davon später, im Bericht zu 1945.

Nun kam ich vom „DAK“, vom Wüstensand entlassen und bei Amiens (Nordfrankreich) in einem ehemaligen Kloster kaserniert untergebracht, denn hier erwartete mich ein 3-wöchiger „preußisch-zackiger Unteroffizierslehrgang“! Geleitet wurde dieser von einem Hauptmann Lemmer und dem Oberleutnant Faber v. Castell (Schreibwarenfabrikant in Stein bei Nürnberg) wie auch dem Leutnant Maximilian Paulus, (ein Sohn vom später legendären Generalfeldmarschall Paulus (Stalingrad). U.a. war auch ein Oberfähnrich mit dabei, welcher Hofrichter hieß.
Nach diesen 3 Wochen übelster „Kasernenschinderei“ („Gelobt sei, was hart macht!“) kamen wir zunächst, als Uffz. Anwärter, zu dem in Pontnise/Paris liegenden Rgt.-Stab zurück.
Hier überraschte uns am 25 August 1942 das sogenannte „Inferno von Dieppe“. Die Truppe wurde sofort verladen (Bahntransport.) und es ging eilends nach dem Landeort am Ärmelkanal. Der Anblick war furchtbar. Wir brauchten an keinen Kampfhandlungen mehr teilzunehmen. - Wir kamen zu spät!

Dienstag, 25. Februar 2020

Uffz. Paul Schote - Lohn der Mühe und Arbeit...

24. Februar 2020
Gestern hat mich jemand aus Thalheim/Erzgebirge angerufen.
Er war so froh, dass ich ans Telefon ging...
Es war der Enkelsohn - 50 Jahre alt...
Ging um Opa Uffz. Paul Schote... Vermisst, nichts mehr da, 
bis auf ein Besitzzeugnis vom 20.6.1944 unterschrieben von "Bubi" Schultz
Die Mutter von Paul Schote ließ ihn nie für tot erklären.
6/Pz.Rgt.35 - Er war Schmied von Beruf...
Am 18.12.43 hatte der "Paule" geheiratet und am 
14.9.1944 kam der Sohn zur Welt der ebenfalls den Vater niemals sah und umgekehrt auch!
Die Mutter starb sehr früh an Diphtherie.
Der Vater, ohne Eltern aufgewachsen, sitzt im Rollator, dement... Keine Überlieferungen,
nur vage Geschichten, einige alte Fotos.
Die DDR hatte für die Vergangenheit und das Schicksal der deutschen Soldaten wenig übrig.
Der Enkelsohn, mittlerweilen auch schon Vater, nahm die Suche nach dem Großvater auf.
Die "WAST" wollte Geld für Recherchen, hatte auch nichts.
Die "Kriegsgräber" wussten auch nichts!
Ich machte keinerlei Hoffnungen, die berühmte Stecknadel im Heuhaufen zu finden.
Später suchte ich alles mögliche durch, Gefallenenlisten, EK Listen - Nichts!
Auf einem Zettel von Hannemann fand ich ihn dann!
Untergegangen mit der Goya. Uffz. Schothe (falsch geschrieben)
Bekam das Eisernes Kreuz 2. Klasse am 27. Januar 1942,
Er wurde geboren am 9. Januar 1920 in Tannenberg.
Gehörte dann der 2. Kompanie an. (Danke Bart für die Recherche)

Die Freude vom Enkelsohn war unbeschreiblich!
Jetzt wurde mir wieder einmal klar, warum und weshalb wir diese Arbeit machen!
Das ist unsere Rehabilitation!
Wegen Paul! Wegen Uffz.Ludwig, Franz Weber, etc. 
Wegen all den Menschen, die ihren Angehörigen nie gesehen haben,
oder nur den Namen kennen und sonst so gut wie nichts haben!
Dafür ist es eine Ehre zu arbeiten, sich zu plagen...

Wenn sich Neuigkeiten ergeben, wird noch ergänzt...
Antwort ist promt erfolgt. Mirko heisst der gute Enkel und die Suche hat einige der Familie um die Nachtruhe gebracht und am nächsten Tage auch noch feuchte Augen dazu. Man mag es nicht glauben, dass ein bisschen suchen, solche Emotionen auslösen kann. Unsere Grüße gehen jedenfalls schon mal zu Frank Schote dem Sohn, der den Vater niemals sah, nach Burkhardtsdorf ins Erzgebirge. Ich bedanke mich für das herzliche "Glück Auf nach Franken!"

Damit hier mal ein Panzer der 6. Kompanie zu sehen ist, stelle ich ein par Bildchen von Hans Wehner ein, dem Überlebenden der Goya. Er wollte so gerne eingeäschert werden und an der Stelle seine Urne versenken lassen, wo die Goya liegt... Das war zu dieser Zeit nicht möglich, vielleicht vereint es dereinst den Sohn mit dem Vater wieder?



























Gefallenliste der GOYA -

Vorschau

Mitternacht 16./ 17. April 1945

Namensliste, (I-II ist die Abteilung) soweit bekannt:
FW. Amborn Ernst I Haindorf/Thüringen 13.2.1915
Uffz. Bausch Heinz Zschorlau/Sachsen 24.11.1923
OGfr. Beer Hans II
? Becker Walter - Saarland - 27.8.10
OFw. Beginen (Jupp) Josef II
Gefr. Benker Alfred 
OGfr. Böhm Eugen
Fw. Böttcher Herbert I Marktredwitz/Ofr. - 13.12.1914
OGfr. Brendel Erwin II
OGfr. Deiner Hans II
Uffz. Distler Johann 
Uffz. Donjacour Josef  II - Goch/Rheinland - 11.11.15
OGfr. Dürrschmidt Ernst II - CSR - 21.6.23
Pz. Fahrer Eder Imanuel II - Tachau/Sudetenland 31.12.23
Uffz Eggersberger Max II - Herrsching Obb. - 20.4.24
OGfr. Elsner Otto II
OFw. Faller Arthur II - 31.8.14
St.Gefr. Fath Rudolf II - Bamberg/Ofr. 15.11.05
Gefr. Felberbauer Josef - Österreich 8.3.25
OGfr. Franz Robert II - Rot am See/Württ. - 28.2.25
OFw. Fuhrmann Albert II
Gefr. Fuchs Rupert II
o.A. Gage Johann - Elsass-Lothringen 29.9.1924
OFw. Grieshaber Franz II - Dürrheim/Baden - 27.12.15
OGfr. Grimm Albrecht II - Bamberg/Ofr. 25.3.23
Uffz. Gruber Eugen II - 15.9.24
Fw. Heimann Hermann II - Bamberg - 6.4.18
O.Schirrm. Hufenreiter Otto II - Thüringen - 21.12.14
? Illig Alfons - Oberessfeld/Ufr. 8.7.16
Gefr. Kamm Kurt II - Nürnberg - 20.5.26
OGefr. Köhnlein Albert II - Crailsheim/Württ. - 24.9.24
Uffz. Kolb Willi II - Langenzenn - 5.2.16
OGefr. Keller Peter I Hohenfels/Opf. 22.7.22
Gefr. Krause Adolf I - Heilbronn/Württ. 22.2.25
Gefr. Keim Rudi Schney/Ofr. 30.5.25
Hptm. Küspert Karl II - Sichertsreuth - 14.9.19
Uffz. Küster Horst - Berlin 9.5.21
Pz. Sch. Langer Heinrich II - CSR - 26.10.25
Gefr. Maier Josef II - Rammersberg/Nbay. - 19.3.25
OGfr. Maier Pius 
OGfr. Mauer Rudi
Gefr. Michel Ernst II
San.OGfr. Münzengruber Hans II
Fw. Plessmann Werner I
Pz.Sch. Preuss Willi II
OGfr. Poths Artur II
Reisberg Martin
Fw. Rink Georg II
O.Schirrm. Rockstroh Gerhard II
Uffz. Rolshausen Otto II
Gefr. Rothe Hans II - Augsburg - 22.2.25
St.Gefr. Scharf Heinrich II Schweinfurt/Mfr. 11.3.14
Fw. Schlechter Hans II. Abteilung - Bamberg - 14.7.20
Gefr. Schmid Franz CSR 6.11.25
Uffz. Schmidt Karl II - Nürnberg - 10.8.12
Fw. Schmidt Kurt II
HFw. Schneider  (zackzack) Martin - Lauffen a/Neckar Gaswerk 25.3.14
Fw. Schöpplein Josef II - Ebelsbach/Ufr. - 12.3.17
Uffz. Schumacher Josef  Hamburg 27.2.12
Fw. Seibel Siegfried II - Düsseldorf - 23.1.15
O.Gefr. Seufferth Josef II Burggellern/Mfr. - 16.6.20
Fw. Sielmann H.Heinz II - Königsberg - 2.9.20
Uffz. Soldner Ernst II - Künzelsau/Württ. 19.5.21
? Teller Hans - Klingenthal/sachsen - 11.4.24
Uffz. Thoma Bernhard II - Unterfranken - 23.2.21
Gefr. Trauner Johann - Österreich - 27.8.26
? Voigt Emil - Nürnberg - 9.6.25
Uffz. Walter Julius II
Uffz. Wirsing Gregor - Würzburg - 21.2.21
Uffz. Wolf Erich - Österreich -14.4.23
St.Gefr. Werkmann Valentin II - 17.7.17
? Zwingel Georg - Nürnberg - 14.4.25

----------------------------------------------------------------------
Stab- Stabskompanie

Hptm. Küspert 14.9.19 - Sichertsreuth/Ofr.
OFw. Grieshaber Franz  - Bergkamen Westf. Talstrasse
OFw. Preuss Willy - Redwitz - Oberredwitz
San. Fw. Bayer Bruno
Uffz. Rollhausen
Uffz. Hummel

5. Kompanie alte 1.
OFw. Sauer Arno - Schlottenheim / Thüringen Herrenstr.29
Fw. Schmidt Kurt - Spalt b/Nürnberg
Fw. Mönch Alfred
Uffz. Thoma
Uffz. Lehmeier  - Amberg, Blechstr. 19
Uffz. Firnkäs
Uffz. Walter
Uffz. Seuferth
Uffz. Sonnauer
Uffz. Eggersberger
OGFr. Schattenkirchner
Gietl
Poths

6. Kompanie alte 2.
HFw. Kohne Otto - Hirschaid b. Bamberg
OFw. Faller Arthur - Villingen
Fw. Donjacour Jupp
StFw. Hungerland Otto - Berlin 
Fw. Schlechter Hans - Opladen Rhld.
Fw. Sielmann
Fw. Junge
Uffz. Schote Paul (Erzgebirge)
OGfr. Beer - Zirndorf b.Fürth/Bay. Wallensteinstr.
OGfr. Köhnlein Fritz
Gefr. Rothe

7. Kompanie Pz.Rgt.35 alte 3.
Fw. Schüpplein Sepp - Bamberg
Uffz. Katheder - Nürnberg Heilsbronnerstr. 51
Uffz. Teichmann
Uffz. Strauch
Uffz. Reissberg Martin 
Uffz. Riegler
Uffz. Katheder
OGfr. Brendel
OGfr. Meier
OGfr. Fuhrmann
Gfr. Kamm
Gfr.Langer
Gfr. Seeliger
Gfr. Fuchs
Gfr. Michael 

8. Kompanie (vermutlich) alte 4. Kp.
OFw. Beginen Josef (Jupp) - Waldenkirchen
OFw. Schönheit Ernst - Erfurt
OFw. Schieke Hubert - Nordhausen
OFw. Fuhrmann 
FW. Seibelt Siegfried - Mettmann
Fw. Heinemann
Fw. Rink Georg (I-Staffel)
Fw. Kruse Erich - Bernburg/Saale
Uffz. Gruber Eugen - Nürnberg
Uffz. Kolb Willi - Langenzenn
Uffz. Schmidt Karl - Bruck / Opf.
Uffz. Hermannsen Erich (Heide-Hochstein)
OGfr. Eder Emil
OGfr. Göttl
OGfr. Biastock
OGfr. Dürrschmidt
OGfr. Elsner Otto (Straubing)
STGfr. Stock

Versorgungskompanie
HFw. Schneider Martin (zackzack) 
OFw. Buck Julius Altheim bei Mannheim
OFw. Griesshaber
Fw. Beck Karl Lada Baden Robert Wagner Str. 56
Fw. Ruck Georg
Fw. Rink
Fw. Baier
OGfr. Münzengruber Georg - Nürnberg 
O.Schirrmeister Rockstroh
O.Schirrm. Hufenreiter
Uffz. Rollshausen
Hummel

Werkstattkompanie
O. Schirrmeister Hufenreuther
St.Gefr. Vath


Gerettet wurden:
I.Abteilung: Karmann Ernst - München 42, Maxstadtstr. 22
5. Kp. Uffz. Gross Heinz - Elmstein Pfalz ,Am Bahnof
6. Kp. Gefr. Burkhardt Richard - Würzburg Estenfeld, Irielweg 46
6. Kp. Uffz. Wehner Hans - Nürnberg, Fraunholzstr. 4
7. Kp. OFw. Moser Kurt - Memmelsdorf 78 bei Bamberg
           Jung Werner - Lützel Kreis Siegen
           Uffz Veit Franz - Früthen/Mainz, Bahnhofstr. 67
8. Kp. Uffz. Lomberg Ernst, Essen- Kupferdreh, Bahnstr. 3

Unsere Gefallenen mit Gedenkbildern, soweit vorhanden (noch nicht komplettiert):

Jupp Beginen


Karl Küspert






Rockstroh



Schlechter













Schneider Martin
25.3.14













Etliche der oben genannten sind im Bildarchiv vorhanden. Für weitere Fotos mit Namen sind wir sehr dankbar!






















Mittwoch, 5. Februar 2020

Tagebuch Franz Weber

Auszug aus meinem Kriegstagebuch

links Fahrer Franz Weber - rechts der einmalige Funker Robert Wern

( Ende und Nachruf auf die 4. "Pfister" Kompanie )

Obergefreiter Franz Weber, 
29. Mai 1925 - 22. Februar 1963

4. Kompanie bzw. 8./Panzerregiment 35
Feldpost Nummer: 37009
ab 1.1.45: 64157E


Am Ende meiner dreijährigen Lehrzeit als Maschinen-Schlosser, eingerückt als Freiwilliger für die Uffz.-Laufbahn mit 12-jähriger Dienstzeit, zur 2. Pz. Ers.Abtl.35 Bamberg am 20.5.1942 (Kp.-Chef Oblt. Stoff, Hfw. Schmitt, Zgf. 3.Zug Fw. Twardovski, 7. Korporalschaft Uffz. Schmieder.)

Die ersten 4 Monate unserer Ausbildung waren rein infanteristisch mit viel "Druck". Dann Ausbildung auf Panzer I-II-III und IV, anschließend Ausbildung zum Panzerfahrer (wurde aber draußen nicht dafür verwendet). Im Herbst Besichtigung durch Oberstleutnant Bach, anschließend Scharfschießen in Grafenwöhr (1 Woche). Darauf 3 Tage Urlaub mit den Kameraden Raum und Friedrich zum Ablegen der Facharbeiterprüfung, mußten uns anschließend bei Lt. Reckel melden, alle mit Erfolg abgelegt.

Die ersten Abteilungen begannen Ende November 1942 Soldaten, welche von den Ausbildern meistens als "Specker" benannt wurden, zu den Panzergrenadieren  darunter Starkgraf, Krätz, Dummprof, Gichl, Schneider usw.zu versetzen. ("Specker" ist nicht mehr gebräuchlich. Wahrscheinlich übergewichtig, oder träge)

Etwa im Januar und Februar 1943 wurden wieder eine Anzahl Soldaten abgestellt zum Pz.Rgt.35 (etwa 60 Mann) Transport 100 Mann und 3. Kp.

Im April und Mai 1943 wurden alle Kameraden abgestellt, der 2.Kompanie, größtenteils zur Neuaufstellung des Pz.Rgt.36, welches in Stalingrad zugrunde ging. Auch mein Freund Otto Kalb war dabei. 
Unsere Trennung überbrückt der Briefwechsel.

Mit 10 Mann verblieb ich in der 2.Kompanie als Stammpersonal. Man will mich als Hilfsausbilder heranziehen für die neuen Rekruten, alles Nürnberger. Bin dann froh, dass ich (unangenehm) "auffalle". Daraufhin kam ich zum Uffz. Stickling und Stabsgefreiter Fella (Verpflegung) Meine Aufgabe war Verpflegung, holen, Wäsche einsammeln, Spinde richten. Ich fühlte mich nur noch als halber Soldat. Doch lange mache ich das nicht. Melde mich mit 7 Mann freiwillig für Afrika, werden eingekleidet, bekommen 5 Tage Urlaub. Nach dem Urlaub wird die Sache abgeblasen. Grund: Wir sind zu jung. Melden uns beim Kompaniechef Hptm. Wolff (welcher verwundet aus Stalingrad Pz.Rgt.36 heraus kam), zum Rapport. Er erklärt uns froh zu sein, dass wir noch zu Hause wären. Ich habe mich während des Krieges noch oft an seine Worte erinnert. Er ist im Jahre 1944 an der Ostfront (Ritterkreuz) gefallen.

Doch vor Pfingsten geht unser Wunsch in Erfüllung, als unser Kommandeur Hauptmann Schultz nach Bamberg kommt und Nachersatz holt.

Am Pfingstdienstag, den 15.6.1943, verlassen wir Bamberg um 16 Uhr mit einem Güterzug. Transportführer ist Leutnant Graf v.Moldtke
Auch sind ältere Haudegen dabei.

Ofw. Beginnen, Ofw. Molkeday, Uffz. Oehlmann, Uffz. Wittmann
Bei schönem Wetter geht die Fahrt über Hof, Plauen, Zwickau, Chemnitz, Sagan, Lissa. 
Dort 2 Tage Aufenthalt, dann weiter Litzmannstadt, Warschau, Minsk, Gomel, Brjansk. 
Im Bahnhof Narischkino werden wir ausgeladen und mit Lkw der Abteilung abgeholt. 
Unsere Stimmung ist gut.

Ich und verschiedene andere kommen zur 4.Kp. nach Karjelkino. 
Ich finde gleich ein paar Kameraden aus der 2. in Bamberg. 
Barthels, Ritter, Biastock, Köstler, Lins usw.

Ich finde alles in Ordnung, 
nur der Spieß (Hauptfeldwebel) und sein Genosse Schirmer sind sehr rauh mit uns "Neuen". 
Einige werden am anderen Tag wieder weggeschickt, wieder zu den Schützen 12.

Ich werde eingeteilt im Pz. 443 Kommandant Fw. Marschall, Richtschütze Schwirtz
Fahrer Hofmockel, Funker Leonhardt, auch Ersatz. 
Dann verbringen wir die Zeit bis zum 3.7. 1943 mit ständiger Ausbildung.

Am 3.7. 1943 abends ist Abmarsch bis zum Morgen. 
Tagsüber wird geschlafen und repariert (Laufrollen usw.). 
Meine Ausbildung als Fahrer macht sich bezahlt, so kann ich Hofmockel nachts ablösen und helfen. 
Die letzte Nacht fahren wir durch bis zum nächsten Abend bis in den Bereitstellungsraum etwa 4 km hinter der Hauptkampflinie.

Panzerschlacht am Kursker Bogen

Am 8.7.1943 morgens Abmarsch in Bereitstellung Teploje. 
Um 5 Uhr Raum erreicht. Panzerschlacht Biejelgorod! 
6 Uhr gemeinsamer Angriff, 
links die 29. Panzerdivision 
Mitte die 4. Panzerdivision und 
rechts die 9.Panzerdivision.

Mit gewaltiger Artillerie-  und Stuka-(Sturzkampfbomber) Unterstützung auf einen im Bogen
vor uns liegenden, etwa 10 km breiten Höhenzug. 
Zuerst ist ein vollkommen flaches Gelände in einer Tiefe von 2 km zu überwinden. 
Der Russe hat hier alles mögliche für uns bereitgestellt. Verhältnis (30:5) 
Die 4. Kompanie bekommt den Auftrag Spitze zu fahren, (Keil-Form). 
Chef ist Leutnant Böckle
Ein banges Gefühl beschleicht mich, aber bin selbst froh, 
nach kurzer Zeit dies überwunden zu haben.
Zu Schwirtz und Hofmockel habe ich großes Vertrauen in diesem rauhen Handwerk. 
Nur zu Feldwebel Marschall nicht. 
Wir schießen 2 Pak ab und 1 Granatwerfer. 
Um 8 Uhr tritt eine kurze Pause im Angriff ein, 
um 8:15 Uhr werden wir nach einiger Umgruppierung wieder zum Angriff, 
aber noch toller angesetzt. 
Um 8:30 Uhr bleiben wir mit 3 Paktreffern liegen.

Der 1. Schuss  ist am Turmaufsatz, der 2. Schuss linke Kettenabdeckung, 
der 3. Schuss schießt die linke Kette ab. 
Wir setzen uns zurück aber wir gewinnen nichts, 
der Panzer fährt im Kreis mit einer Kette. 
Auf weiter Flur allein, steigen wir aus, keine Schützen, dafür aber Russen. 
Mit Pistolen und Handgranaten kriechen wir unter den Panzer und peilen die Lage. 
Wir beschließen, nach Funkspruch den Panzer zu sprengen. 
Ein Panzer der 20.Panzerdivision schleppt uns ab bis zur Artilleriestellung.

Am Nachmittag räume ich im Panzer auf, da trifft uns eine 17,2cm Artillerie Granate  vom Iwan (Russen) am Turm. 
Ich bekomme zum großen Glück nur 2 Splitter ab, den einen am Kopf, 
den anderen am Arm. Mit dem Taschenmesser entferne ich den Einen am Kopf, 
dem Anderen kam ich nicht bei. 
Nachts um 1 Uhr holt uns der Bergezug ab, zur I-Staffel. 
Dort suche ich den HVP (Hauptverbandsplatz) auf und bekomme zwei Spritzen, 
da mir der Arm schmerzt und ein roter Streifen sich bildet.

Am 8.7. 1943 fielen Stwf. Baumgartner, Uffz. Zimmermann, Gefr. Kreß, Gefr. Katzer
6 Mann sind verwundet: Fw. Händel, Fw. Paul Palm, Leutnant Glück, Obgfr. Schwegler, Schuh, Barthels usw.

Am 9.7. 1943 stehen wir in Reparatur. 
Am 10.7. nochmaliger Angriff in diesem Raum, aber weiter seitlich. 
Am 11. und 12.7. Angriffe kleineren Stils. 
Am 12.7. greifen im Morgengrauen russische Infanterie an, wir werden fast überrascht. 
Aber wir haben eine gute Stellung, das Rohr ragt gerade über den Erdboden in einer Schlucht.
Wir schätzen etwa 500 Russen, ca. 300 bleiben liegen.
Dort sichern wir etwa 1 Woche lang, bei furchtbarem Gestank der Leichen,die 50 - 100 Meter vor uns liegen.
Bei diesem Angriff werden Ltn. Böckle, Uffz. Alt, Gefr. Hochwirtz schwer verwundet. 
Ltn. Toni Müller übernimmt die 4.Kompanie
Lt. Toni Müller


Am Nachmittag des 12.7. geben wir einer Gruppe von den Schützen 12 Feuerschutz und holen 35 Russen aus einem Bombentrichter, wo sie sich nach dem nächtlichen Angriff verschanzt hatten 
und nehmen sie ohne Gegenwehr gefangen.
In der Nacht setzten wir uns aus unserer schönen Stellung ab, denn es bildete sich ein kleiner Kessel um uns und die Lage ist kritisch.

Im Morgengrauen des 19.7. 1943 wird während des Auftankens usw. Panzeralarm gegeben. 
Alle Panzer der Abteilung, welche schon rollen, können zum Gegenangriff übergehen.
Die Abteilung  schießt 28 Feindpanzer ab.
Noch am Nachmittag steht die Abteilung im Kampf bei Trossna.
Wir fallen wegen Motorschadens aus, denn er hatte seinen Null-Punkt erreicht.
Wir sind 2 Tage in der Werkstatt. Dort schickt uns Ofw. Schwarz, welcher den Spieß vertrat, 
Uffz. Pledl als Kommandant, da wir mit Marschall nicht zurecht kamen.
Aber wir tauschten keinen Besseren ein.

Am 20.7. 1943 nachts hatten wir Sicherung in einem Getreidefeld, im Raum Trossna,
da kamen 2 UVD, (Russische einmotorige, regelmässig nachtaktive Flugzeuge, auch "Rollbahnjodler") welche das ganze Feld durch Abwerfen von Phosphor anzündeten, 
daraufhin fuhren wir schleunigst zurück an einen Waldrand.

Am 21.7. 1943 werden wir mittags abgezogen, denn es wurde sehr ruhig in diesem Abschnitt.
Unser Rastplatz war ein herrlicher großer Obstgarten bei Gostomel. 
Wir alle sind bei guter Laune mal wieder richtig Toilette zu machen, 
Wäsche waschen und am Panzer einiges zu richten und dann ruhig schlafen.

Doch gleich morgens 3 Uhr hämmert der Iwan (Russen) ununterbrochen mit allen Einlagen auf das Hinterland, aber ohne Erfolg für ihn. (Russen)
Doch wir ahnten nichts Gutes und machten uns soweit marschbereit.
Um 10 Uhr morgens aber kommt ein plötzlicher Feuerüberfall mit der 17,2. cm 
Gefr. Pulanek fällt bei dem Überfall.
Wir sehen die ersten Infanteristen laufen, was sie nur laufen können.
 Lt. Müller Toni gibt sofort Gefechtsbereitschaft durch und Abmarsch nach vorne, 
unterdessen hören wir durch Funk: 120 russische Panzer greifen an.
Die ganze Abteilung geht zum Gegenangriff vor, nach etwa 2 - 3 km kommen wir an eine tolle Hinterhang Stellung, die 4. Kompanie ist ganz am linken Flügel. 
Wir schießen den 1. Panzer  ab auf 30 Meter, es sind auch Kw I dabei. 
Beim 2. Panzer, den wir nehmen wollen, haben wir einen Versager und fahren mit Volldampf zurück.
Um Haaresbreite pfeift einer (17,2cm) über uns weg. 
Nach 5 Minuten sind wir fertig. 
Als wir oben ankommen sehen wir wieder ein tolles Bild, 
überall brennende Panzer, alles Russen.
Wir schießen noch einen ab auf 400 Meter ab, 
den Rest besorgt die Tiger-Abt. 502, des Major Sowano, die links von uns liegt und den Iwan (Russen) zuerst vorbeirollen ließ. 
Am anderen Tag müssen wir dort bei schwerem Ari-Feuer des Iwan sichern.
Am Nachmittag schießen wir einen Lkw mit angehängter Pak (Panzerabwehrkanone) ab und rollen mit 2 Panzern von uns einen großen Graben auf.
Dort sind alle tot, wir schätzen 150 Mann. 
Wir haben Hunger und Durst bei der Hitze.

2 Tage war schon keine Küche mehr da, denn das ganze Hinterland wird vom Iwan schwer beschossen.
Doch noch in der Nacht fahren ein Panzer um dem anderen zurück zum aufrücken und tanken, sowie Verpflegung fassen.
Schwirtz holt Brunnenwasser und alle trinken wie Kühe.
Einige Tage darauf werde ich schwer krank an der Ruhr.

Bei Gostomel ist unser Kommandeur Major Detlef v. Cossel (Eichenlaubträger posthum) durch Artillerie Volltreffer gefallen. 
( Fahrer Bertl Cramer, UKW Funker Schuster tot, Uffz Seiler, MW Funker verwundet) Olt. Burkard ist zuvor ausgestiegen. Das wusste Franz Weber zu diesem Zeitpunkt nicht!) 

Mit 39,7 Fieber steige ich am 29.7. in der Bereitstellung bei Glinzy aus.
Dr. Schulz-Merkel gibt mit eine Handvoll Tabletten, die ich auf einmal schlucken muß und schickt mich sofort mit einem Kübelwagen weg ins Feldlazarett nach Gromny.
Dort wird geräumt und man schickt mich zum Hauptverbandsplatz.
Alle Augenblicke muss ich die Hose umkehren. (Diarrhö)  
Gegen Abend werde ich 30 km zurückgebracht nach Orel.
Dort werden wir ärztlich versorgt, denn in Orel wird auch schon geräumt.
Am Bahnhof Orel schießt der Iwan ab und zu mit Ferngeschützen herein, aber es ging glatt ab. (Ohne Verluste)
Nach 5 Tagen sind wir in Warschau.
Zuvor bei Brjansk wird der Zug bei Tage von Partisanen gesprengt.
Es sterben 3 Schwerverwundete in dem Zug.
Nach 4-stündigen Aufenthalt geht es weiter. 
An jedem Bahnhof gibt es übermäßig gute Verpflegung. 
In Warschau-Ost werfen wir alle Verpflegung in ein Juden-Lager.

Ich komme ins Reserve Lazarett II und wir werden sofort behandelt wie Aussätzige, denn es sind Leute dabei, welche am Typhus und Cholera erkrankt sind.
Nach einem wohltuenden Bad schlafe ich 24 Stunden ununterbrochen.
Meine Behandlung fängt an: 
1. Woche dreimal am Tage blanken Tee und dazu einen Löffel voll Kohle, 
die 2. Woche Milchsuppe mit Weißbrot, 
3. Woche Schonkost,
4. Woche Vollkost.
Dann werde ich mit 16 Tagen Genesungsurlaub als "gesund" entlassen. 
Allerdings abgemagert wie "Ghandi".

Nach 1 1/2 tägiger Fahrt erreiche ich Nürnberg mit 9 Stunden Verspätung, denn ein Luftangriff legte in Berlin alles lahm. (Die ersten Anzeichen des totalen Krieges). 
Zu Hause angekommen zweimal dieselben traurigen Eindrücke bei schweren Luftangriffen.

Verteidigung an der Desna/ Dnepr/ Pripjet-Sümpfe
Am 8.9. 1943 fahre ich wieder raus, nach langem Suchen und umherfahren treffe ich einen alten Obergefreiten. der 5 Kompanie welcher auch zur Abteilung will.
In Bachmatsch gehen wir zum General-Kommando der II.Armee.
Dort sprechen wir beide mit dem kommandierenden  General über die Lage.
Wir sind merklich erstaunt, als er uns auf seinen Auftrag hin, von den "Trossbullen" bestens verpflegen lässt und uns mit einem Fahrzeug zur 4. Panzerdivision fahren läßt.
Wir erreichen die Abteilung südöstlich von Gomel, die ganze Front wird gerade zurückgenommen über dem Dnjepr.
Alle verfügbaren Kräfte werden auf der Westseite des Dnjepr eingesetzt zum Stellungsbau. 
Daraufhin stieg ich in den Panzer Nummer 434 bei Uffz. Manschott ein.
Wir werden heraus gezogen als Eingreif Reserve und kommen in den Raum Kosje, dort erhalten wir 3 Wochen Druck. (Strenge Ausbildung)
In Kosje sitze ich 3 Tage Bau ab, die Ersten und auch die Letzten, welche ich im Juli bei Feldwebel Marschall gefasst habe, wegen angeblicher "Meuterei vor dem Feind!"

Anschließend wird die ganze 4.Panzerdivision  nach Neshin und Tschernobyl eingesetzt, dort wird der Russe über den Pripjet etwa 40 km zurückgeworfen. 
In diesem Raum werden wir rausgezogen als einziger Panzer.
Unser Auftrag ist eine wichtige Brücke für den Nachschub zwischen Pogonoje-Pronki in einem Waldrücken Partisanengebiet zu sichern. 
Unser Auftrag dauert 14 Tage.

Am 11.11. 1943 erfolgte der Angriff auf Tscherewatsch, 
noch mit Manschott, Jonny, Biastock, Robert Wern, 
anschließend sichern wir dort bis 17.11. 1943

14.11.1943 (Olt. Hans-Georg Müller fällt als Chef  I.Kp. in Maladusha bei Rheshitza
Nachfolger Lt. Helmut Staritz (29.1.25) fällt am 23.12.43 in Mamowitschi, nordöstlich Osaritschi, Nachfolger Olt. Heinrich Burkard (7.1.22) fällt am 12. Jan.44 bei Osaritschi) 

Am 18.11. 1943 greifen wir Korowatitschi von Süden an.
Der Angriff geht sehr zäh, am 19.11. greifen wir von Osten an, die Lage ist kritisch, da stoßen uns 22 Feindpanzer in den Rücken.
Eine 8,8cm Heeresflak-Batterie schießt alle ab.
Wir atmeten alle erleichtert auf. Uffz. Dorschheimer, Gefr. Bertsch verlieren jeder einen Fuß, Uffz. Deringer, Gefr. Weich waren gefallen.
Wir binden mit Hosenträgern Bertsch und Dorschheimer die Beine ab.
Nachts sichert die Abteilung die Rollbahn nach beiden Seiten, weiter südlich kesselt der Iwan größere Einheiten in Richtung Rheshitza (am Dnjepr) ein.
Unser Auftrag sollte Entlastung bringen.
Doch jetzt am 3. Tage sitzen wir in der gleichen Lage.
Morgens greift der Iwan beiderseits der Rollbahn an, 
die Abteilung tritt beiderseits der Rollbahn unter Führung von Dr. Schulz-Merkel zum Gegenstoß an.
Unter sehr hohen Verlusten der Russen konnten wir uns dabei Luft machen.
Doch die Lage ändert nichts mehr, wir, die 4.Panzerdivision ist eingeschlossen im Raum Sashebje-Slobodka.
Nach 30-stündigem warten in einem Dorf bei schweren Granatwerfern und Stalingradfeuer (Katjuscha) setzt sich die 4.Panzerdivison langsam ab.
Endlich bekommen wir Nachricht, daß die 5.Panzerdivision dabei ist, den Kessel zu öffnen.
In der Nacht, etwa um 3 Uhr, ist die Lage für uns in Ordnung und wir fahren nach Slobodka, dort treffen wir auf den Tross.
Nach einem Tag werden wir mit unseren alten Panzer 434 und 8 Panzern der Abteilung, 
Oberleutnant Petrelli dem Chef der 3.Kompanie 
als eine Kampfgruppe zur 5.Panzerdivision abgestellt.
In langem Marsch erreichen wir das Ziel.

Am 24.11.1943 um 8 Uhr treten wir mit Panzergrenadieren der 5.Panzerdivision zum Angriff auf eine größere Ortschaft an, in der der Iwan mit etwa 2 Regimentern sitzt.
Langsam pirschen wir uns durch unwegsames Waldgelände etwa 1/2 Stunde.
Uns begleitet ein Major mit etwa 30 Schützen.
Am Waldrand halten wir.
Der Major hatte zuvor eine ausreichende Erkundung gemacht.
Wir haben Vertrauen.
Er trägt das Ritterkreuz mit Eichenlaub.
Wir robben ziemlich an den Waldrand, als erstes sehen wir eine Pak auf 50 Meter.
Wir kehren zurück zum Panzer.
Gleich darauf erfolgt vom Kommandeur das Zeichen zum Angriff.
Die Pak schießen wir zuerst ab.
Mit Hurra und Schwung stoßen wir vor in diese große Ortschaft.
Nach 2 1/2 stündigem Kampf ist diese Ortschaft genommen.
Der Iwan ist völlig aufgerieben.
Obltn. Petrelli erhält ein großes Lob von diesem Major und außerdem viele Zigaretten für uns alle, denn wir waren "blank".
Nach zweitägiger Sicherung ist unser Auftrag beendet und wir kehren zur Abteilung ohne Ausfälle zurück.

Am 28.11. 1943 erfolgt der Angriff auf Lady, 
sowie gleich am 29.11. der Angriff auf Sabolotje. 
Alles eine glatte Sache, nach den vergangenen schweren Wochen.
Daraufhin sammelt sich die Abteilung und wir kommen in den Raum Kalinkowitschi-Osaritschi. 
Dort drückt der Iwan schwer bis zur Rollbahn.
Nach einigen Tagen ist die Lage wieder bereinigt.
Es wird dann dauernd gesichert.

Am 20.12. 1943 tritt der Iwan zum Großangriff an.
Wir fallen aus und müssen in die Werkstatt (Austauschmotor).
Am 23.12. kommen wir wieder nach Osaritschi.
Die Abteilung hatte Ausfälle, auch unser 4.Kp. Ltn. Heinemann, Fw. Abel., Obgfr. Schwirtz u. Pz.Sch. Klein sind gefallen.
Bei der Beerdigung unserer Kameraden in Osaritschi treffe ich einem Jugendfreund aus Nürnberg.
Er ist bei den Schützen 33.
Da die Front nun ruhig war und die Kampfstaffel über Weihnachten in Osaritschi verbleibt, 
feiern wir Weihnachten.
Für Ltn. Klose kommt Uffz. Most.
Robert Wern hat Urlaub und so erhalten wir Pz.Sch. Michael
bekannt als "ewige Schlafmütze" als Funker.
Am Abend besuche ich mit meinem Jugendfreund die Christmette.
Die Ruhe in Osaritschi tut jedem gut.
So feiern wir auch Silvester.
Zur Feier kommt auch kurze Zeit Hauptmann Schultz.

Dr. Schulz-Merkel erhält an Weihnachten als 2. Arzt der Wehrmacht das Ritterkreuz.
Unser neuer Chef Obltn. Reinhard Peters hält eine kurze Ansprache und ein stilles Gedenken für die gefallenen und verwundeten Kameraden. (seit 8.7.1943):

Gefallen                                                         Verwundete
Stfw. Baumgartner                                        Pzsch. Scharf
                                                                      Fw. Nändel
Fw. Abel                                                        Obgfr. Schwegler
Uffz. Zimmermann                                        Ltn. Glück
Uffz. Zubeck                                                 Gefr. Barthels Waldemar
Uffz. Manschott                                            Gefr. Richter
Uffz. Deringer                                               Gefr. Hochwirtz
Ofw. Kooste                                                  Uffz. Alt
Obgfr. Schwirtz                                             Ltn. Müller
Obgfr. Klopstech                                           Ltn. Schiller
Gefr. Weich                                                   Uffz. Dermeier
Gefr. Krukow                                                Pzsch. Winkler
Obgfr. Schneider                                           Pzsch. Leonhardt
Gefr. Pulanek                                                 Gefr. Dürrschmitt
Gefr. Beranek                                                Obgfr. Stirnweiss
Gefr. Kratzer                                                  Gefr. Bertech
Gefr. Graß                                                      Uffz. Dorschheimer
Obsch. Rohr                                                   Gefr. Michel
Obsch. Fuchs                                                 Gefr. Noltau
Pzsch. Klein                                                   Gefr. Pleiner
Pzsch. Eckhardt                                             OGfr. Pause
Fw. Domen                                                     OGfr. Stock
Ltn. Volt                                                        OSch. Pfeifer
Ltn. Heinemann                                             OSch. Fuchsberger
OGfr. Himmelskamp Bernh.Ritterkreuz        OFw. Beginnen

Am 6.1.1944 rückt die Abtleilung ab, nach Koslowitschi mit dem Auftrag, 
Bunkerbau für eine feste Winterstellung.
Bei steinhartgefrorenem Boden eine harte Arbeit.
Am 7.1. 1944 abends kam der Chef-Funker und meldete jeder Besatzung, sich jederzeit bereitzuhalten, denn durch Funksprüche des Iwan, welche ausgewertet wurden, 
wurde bekannt, daß der Iwan am 8.1. 1944 7:30 Uhr einen Großangriff plant.
Diese Meldung traf genau zu.
Um 7:30 Uhr fing der Russe mit allem was er hatte zu trommeln an.
Wir hatten Mühe unsere sieben Sachen (Ausrüstung) aus der Feuerzone herauszubringen.
Uffz. Freitag vom Nachersatz ist beim Fertigmachen gefallen.
Wir konnten von Glück sagen, dass bei diesem Zauber nicht mehr passierte.
Durch diesen Zauber hindurch müssen wir Richtung Rollbahn und kommen dem Iwan zuvor.
Uffz. Michel Lorenz fällt durch Kopfschuss.
Wir erhalten aufs linke Seitenvorgelege einen überschweren Granatwerfer und bleiben den ganzen Tag bei diesem Feuerzauber dort liegen.
Zu dritt bergen wir einige Verwundete von der Infanterie.
In der Nacht werden wir abgeschleppt von dem Pz.Uffz. Lorenz.

Am 9.1. 1944 abends ist unser Schaden behoben und wir fahren zur Kampfstaffel.
Vorne ist noch Olt.Peters, Fw. Jupp Beginnen, Pötsch und wir.
General Gaudeker kommt vor und fragt sich durch nach dem II.Batl. der Schützen 33.
Da meldet sich ein Obergefreiter mit 19 Mann als Rest. (Foto auf der Seite von Franz Weber)
Es war, kein angenehmes Gefühl.
Es kam eine eiskalte, klare Mondnacht, so konnte man doch besser sehen.
Ein Hauptmann mit 60 Pionieren kommt von hinten und bittet Olt. Peters um einen Panzer zur Unterstützung zum Aufrollen eines Waldstückes, das vor uns liegt.
Trotz vieler Bedenken von Fw. Beginnen schickt Peters den Panzer von Uffz. Pötsch mit.
Dieser wird abgeschossen, Gefr. Reinze ist tot, alle Anderen kommen durch, 
auch der Hauptmann mit 25 Mann.
Am anderen Morgen steigt Olt.Peters bei uns im Panzer ein,
denn Most muss mit dem Panzer von Peters zur I-Staffel.
Um 8 Uhr fängt der Iwan wieder zu trommeln an (Artilleriefeuer).
Gleichzeitig kommen aus dem Wald, etwa in 400 Meter Entfernung,
in Querfahrt 14 Russenpanzer.
Fw. Beginnen und wir schießen 13 ab.
Einer kommt durch.
Den Pz. von Uffz. Pötsch schießen wir in Brand.

Am Nachmittag setzen wir uns ab durch ewigen Wald, ohne Infanterie.
In einer Ortschaft wird gesammelt.
Es kommen noch 5 Panzer aus der I-Staffel dazu und die Abtlg. hat eine Kampfstärke von 12 Panzern.
In diese Ortschaft kommt nachts der Iwan von allen Seiten mit "Urrä".
Nach 1/2 Stunde sind viele Russen tot.
Eine grausame Ernte.

Den Rest der Nacht schieben wir uns langsam vor die Ortschaft.
Als es hell ist, fährt Fw. Sprenger auf einem Baumstumpf fest.
Ich gehe raus und hänge an zum runterschleppen. Kaum fertig, sehe ich vor mir 2 T 34.
Mit Glück gehörte der erste uns, der zweite FW.Beginnen.
Den ganzen Tag erhalten wir schweres Pak Feuer auf Schritt und Tritt.
Auf einmal ist alles ruhig, wir sehen keine Panzer mehr vor uns.
Funker Michael döst vor sich hin und war nicht zu seiner Zeit auf Funk.

Biastoch bearbeitet ihn mit dem Montiereisen.
Später erfuhren wir, dass die Abteilung schon über 1 Stunde nach uns gefunkt hat.
Wir standen mitten in der Ortschaft, da kommen von überall die Russen.
Noch kommt ein T 34 an uns heran, ein Schuss und ein Turm steht schief.
Aber dann geht’s ab mit Turm 6:00 in Hinterhang.

Die Abteilung funkt nochmals, das ganze Dorf in Brand zu schießen, soweit die Munition reicht. Nach einer 1/2 Stunde treffen wir auf den Rest der Abtlg. Die Freude war groß.
Zum Abschluss wird alles mit Schnaps begossen.

Die ganze 4.Pz.Div. ist stark angeschlagen durch die Winterschlacht um Kalinkawitschi.
In Slobodka II. wird gesammelt.

Wir werden in der anderen Nacht abgestellt an den Brückenkopf Kapitscho zu den Schützen 33.
Dies dauert 14 Tage.

Alle Tage kamen T34 etwa 1000 Meter heran, manchmal auch zu zweit.
In dieser Zeit schießen wir 9 T34 ab, sowie ein Sturmgeschütz lahm.
Wir mussten uns selbst wundern, dass sonst alles ruhig blieb.
Uffz. Hammer und Most bekamen dafür das EK I. Jonny und ich werden fürs EK II eingereicht.
Wir glaubten, nun wird einmal eine Schnaufpause kommen.

Am 27.1. fahren wir nochmal einem Angriff und nehmen Sawin-Rog,
28.1. nehmen wir Teil beim Angriff bei Kriuscha und müssen dort noch einige Tage sichern.
Zum Andenken setzt uns der Iwan links und rechts vor unseren braven 434 eine 17,2 cm hin.
Die I-Staffel braucht 2 Tage um ihn wieder "gesellschaftsfähig" (Einsatzfähig) zu machen.

Die Front wird ruhig, das tat allen wohl, nach den letzten schweren Wochen.
In dieser Zeit ging das Gerücht herum, die 4.P.D. würde raus gezogen.
Das stimmte zwar, der Weg geht aber nicht nach Westen, 
sondern über Nowo-Belitschki nach Norden.
Dort wurde mit uns wieder einige Wochen Dienst gemacht, 
stur HDV (Heeresdienstvorschrift).
Ich selbst kam mit einem blauen Auge davon, 
denn ich durfte am 2.3. in Urlaub fahren, und alles einmal vergessen.
Am 26.3. verließ ich wieder Nürnberg.
Außer den fast täglichen Fliegerangriffen war es doch schön.

In dieser Zeit erhielt der Div.Kdr. General Dietrich v.Saucken das Eichenlaub mit Schwertern.
Außerdem erhielt 
Obltn. Petrelli 3. Kp.
Ltn. Gsell 2.Kp.
Ltn. Peters 4.Kp. 
und Ofw. Beginnen 4.Kp. 
das Ritterkreuz.

Am 27.3. kam ich im Brest-Litowsk an.
Dort sah ich lauter Fahrzeuge der 4.P.D. und wieder ein Gerücht, 
wir kämen nach Hause ins Reich.
Doch bald wussten wir es, auf nach Kowel, 
denn dort stank es auch! (Kritische Lage)
Ich treffe Jonny, Freiwang und Boy
welche auch vom Urlaub kommen, unter Führung von Boy machen wir 
3 Tage "Sonderurlaub" drauf in Brest.
Beim Tross angekommen, 
muß ich nach 2 Tagen in Pz.432 einsteigen 
Kdt. Uffz. Witter, Richtsch. Ritter, Fahrer Göttl
Funker Mattias (am 4.4. Nachmittag gefallen).
Wir waren 2. Spitzenpanzer, als Ltn. Haase auf eine Mine fuhr.
Er wollte bei uns umsteigen, dabei wurde er schwer verwundet.
Ich holte ihn und schleppte ihn hinter den Panzer von Uffz. Pötsch, dort erwischte es mich, ebenso Uffz. Witter.
Ich bekam zwei Splitter ins rechte Gesäßteil. (Wir luden Barthels um, sowie Ltn. Haase und fuhren zum HVP.
Dort war ein Massenbetrieb an Schreienden und Sterbenden.
Ein Anblick, den man nicht schildern kann.
Der Sanka unserer Abtlg. brachte uns zurück nach Maicejow.
Dort begleitete ich beide zum Operations Arzt. Ich ging zum HVP.
Mittags bekamen wir erst unsere Spritzen.
Ein Splitter wurde entfernt, der andere ist heute noch drin.
Am Abend kamen Knetsch, Ritter und Göttl, nachdem sie am Nachmittag mit den 432 abgeschossen waren, ebenfalls.
Ltn. Schneider und Küchenchef Mergenthaler beschenkten uns mit einigen feinen Sachen. Am anderen Morgen ging es mit dem Lazarettzug nach Cholm ins Kriegslazarett 3/527.
Dort wurde ich nach 4 Wochen wieder entlassen.
Nur Witter und Stgfr. Walther wurden ins Reich verlegt.
Walther kam nicht mehr an die Front. Ihn traf es schwer.

Meine Rückreise zum Tross machte ich mit einem Fieseler-Storch bis Maicejow.
Zwei Tage darauf stieg ich wieder in unseren alten 434 ein.
Die Kampfstaffel ist wie in Erholung.
Es gibt alle Tage Sonderzuteilung an Schnaps, Bier, Wein, Zigaretten und Schokolade.
Unseren Panzer 434 tauften wir "Barcelona".

Anfang Juni 1944 verlässt die Abtl. und die ganze 4.P.D. diesen Raum.
Nach einigen Tagen, nur in Nachtmärschen, sind wir in Galizien, südöstlich Lembergs.
Eine herrliche Landschaft und die älteren Leute alle deutsch-sprachig, aus der Zeit Österreich-Ungarn, vor allem für die deutschen Soldaten das Letzte gebend.
Denn weiter südlich sollte eine weiträumige Offensive gestartet werden, bis in den rumänischen Raum.
Als plötzlich der Iwan im Mittelabschnitt durchbricht, werden wir im Blitztransport über Brest, Baranowice gebracht.
Etwa 30 km östlich von Baranowice wird unser Zug auf eingleisiger Strecke von Partisanen gesprengt.
Das Ausladen verzögerte sich um 8 Stunden.
Der 1. Panzer von Fw. Sprenger stürzt die Böschung hinab und ist werkstattreif.
Übrigens war jede Kp. in Kampfstärke wieder mit 22 Pz.
Außerdem war die I. Abtlg. mit Panthern, kommend aus Frankreich, unterwegs.

Wir werden daraufhin als I.Abtg. 4. Kompanie, II. Abtlg. 8 Kompanie!

Sofort nach dem Ausladen gehts zum Einsatz.
Wir werden mit 14 Pz. und einer Kp. der Schützen 12 mit Spähwagen Obltn. Petrelli als Kampfgruppe unterstellt und fahren gewaltsame Aufklärung in den Raum gegen Sluzk, 
etwa 70 km tief ohne Feindberührung, 
nachts wird eingeigelt und am Morgen erreichen wir die ersten brennenden Ortschaften, 
zum Teil sind schon die roten Fahnen heraus.

Gegen Mittag haben wir Feindberührung.
Wir schießen 1 Granatwerfer und 1 Lkw ab.
Fw. Harry Stach erhält einen Treffer an die Kanone und fährt zurück.

Wir treffen einen Leutnant und 10 Mann, zum Teil ohne Ausrüstung, welche uns die Lage schildern. Bei Bobruisk hat der Iwan 3 Infanterie-Divisionen ohne Kampf gefangen.
Die Front ist vollkommen aufgerissen.

Am Nachmittag kommt ein Spritwagen.
Jeder erhält 100 Liter.
Der Fahrer berichtet, daß er etwa 30 km hinter uns, auf der Rollbahn beschossen wurde.

Wir sind schon den dritten Tag ohne Verpflegung.
Wir essen Spiegeleier und Milch.
Am Abend erhalten wir von der I. Abteilung ein Fass voll Sprit.
Wir sind nun einer großen Sorge enthoben.

In der Nacht sichern wir den Ort Timkowitschi.
Es ist alles ruhig.
 Am Mittag und Nachmittag greift der Iwan mit Panzern an.
1 Kw I und 2 Sherman brennen.
Dazwischen kommen immer wieder Landser, vollkommen fertig.
Ein Spähwagen der Schützen, 
der links der Straße operiert, schnappt einen russischen Jeep mit Fahrer und einen Major, 
ausserdem die größte Überraschung, 
es sind etwa 40 000 deutsche Zigaretten drin, 
welche unter der Kampfgruppe verteilt werten.

Am Abend, um 18 Uhr, kommt ein Funkspruch durch der lautet:
Sofort absetzen, wir sind an der östlichsten Seite eines etwa 150 km großen Kessels.
Mit Hurra gehts ab nach Westen, nach allen Seiten sichernd.
Wir sind letzter Panzer mit Turm 6:00.

Unterwegs nimmt jeder noch versprengte Landser auf.
In der Dämmerung stoßen wir auf den Tross.
Dort erhalten wir in Windeseile Verpflegung und alles.

Alle machen betrübte Gesichter wegen der Lage.
In der Nacht sehen wir die Lage, überall ringsherum ist der Himmel feuerrot, bis weit nach Westen. Zuvor, bei Tageslicht erhalten einige Panzer den Auftrag in einen Wald zu schießen, in dem etwa 25 000 Fässer Sprit lagern, und wir brauchten denselben so dringend.

Die ganze Nacht rollt das Regiment.
Im Morgengrauen erreichen wir eine Rollbahn.
Diese führt nach der Stadt Nishwice.
Die linke Seite ist mit russischen 7,5 cm Pak (Panzerabwehrkanonen) gesichert.
Plötzlich wird das Zeichen Funkbereitschaft gegeben gleich folgt im Funk "Regiment klar zum Gefecht".
Gleich darauf sind wir am Stadtrand.
Nach kurzem schwungvollem Kampf hat das Regiment die Stadt überrollt.
28 Feindpanzer bleiben liegen, ohne eigenen Ausfall.
Wir müssen auf die I-Staffel warten, wegen linkem Seitenvorgelege.

Nun rollte Tag und Nacht ein ewiger Strom von Einheiten nach Westen.
Den ganzen Tag kommen die Stukas und werfen laufend etwa 5 km südlich der Stadt ihre Bomben. Hier hat der Iwan unübersehbares Material zur Schließung des Kessels zusammengezogen, denn die Detonationen und das Aufsteigen von Rauchwolken nimmt kein Ende.
Wir bleiben mit zusammen 3 Panzern der Abteilung zurück.

In der Nacht um 3 Uhr werden wir durch Panzerfeuer geweckt.
Ein Melder kommt uns schon entgegen.

Von einem Gefechtsstand aus greift der Iwan die Stadt mit Panzern und Sturmgeschützen an.
Wir fahren zu dritt, Haus um Haus als Deckung nehmend, vor.
Da sehen wir sie, 2 Sturmgeschütze am laufenden Band feuernd.
2 Sturmgeschütze schießen wir mit unserem Kommandanten Uffz. Tiercht ab.
Einen Kw I u. 3 T34 schießen die beiden anderen ab.
Wir fahren noch bis 2 km vor die Stadt und schießen unseren Segen nach.

Als wir zurückkommen, erhalten wir von einem General Schnaps und Zigaretten mit den Worten "Trinken wir, Jungs".
Am Nachmittag erhalten wir über Funk die Abtlg.
Wir erhalten den Auftrag zu sichern bis 23 Uhr, dann wird die Stadt aufgegeben.

So ging es fast den ganzen Monat Juli bis in den Raum Bialystok. Rollbahn freikämpfen, sichern und absetzen.
Als weiter südlich der Front, der Russe in Richtung Warschau drückt, 
wurde die 4.P.D. in diesen Raum verlegt.
In viertägigen harten Kämpfen schoss das Regiment 195 Russenpanzer ab, 
sie alle gehörten dem III. sowjetischen Panzer Korps an.

Aber auch die 8 Kp. erlebte hier den schwärzesten Tag.
9 Pz. Totalausfall.


Es waren gefallen:                 Verwundete (alle schwer):
Uffz. Tiercht                          Lt. Baek (Chef)
Uffz. Most                             Uffz. Freiwang
Fw. Stach                               Uffz. Lorenz
Gefr. Klaas                             Gefr. Schmidt
Gefr. Weggesser
Gefr. Wiedemann
Fw. Sprenger

Wir waren zum Glück nicht dabei, denn wir waren in der Werkstatt und erhielten wieder einen neuen Motor.
Wir fuhren nur noch zur Sicherung der Städte Radzymin und Wolomin.
Nach 2 Tagen war unser Auftrag erfüllt.
Warschau lag 30 km hinter uns, wo dieser furchtbare Aufstand gerade stattfand, in der Meinung der Polen, der Russe kann durchstoßen und Warschau entsetzen.
Doch dieser Plan gelang nicht und die vollständige Zerstörung Warschaus war das Endergebnis.

Kurland August 1944 – Januar 1945
Am 18.8. wurden wir in Ostrolenka auf die Bahn verladen.
Unser Auftrag war Litauen und Lettland und die Nord-Armee vor ihrer Vernichtung zu bewahren, denn durch die Kapitulation Finnlands war diese Lage entstanden.
Wir fuhren über Allenstein, Königsberg, Tilsit, Memel, 
in 3 Tagen waren wir im unserem neuen Einsatzraum.
Wir mußten im sofortigen Angriff Autz nehmen.
Einige Tage Doblen usw.
Hier waren wir nur noch "Feuerwehr".
Es folgten auch Angriffe größeren Stils.

Diese Erfolge brachten jedem von uns neuen Auftrieb und Hoffnung, 
doch nur von kurzer Dauer. 
Ende September fing der Iwan an, den Brückenkopf "Kurland" an allen Seiten einzudrücken.
Unsere Einsätze wechselten von Autz, Schrunden, Doblen, Moscheiken, Frauenburg.
Es hielten nur noch die eisernen Durchhaltebefehle zusammen, 
außer der Kameradschaft, die man immer noch groß schreibt.

General Schörner ist eiserner Dirigent.
Er ist viel bei der kämpfenden Truppe.
 Dieser Mann war es, der ein Chaos für tausende vor Soldaten verhinderte, 
indem er sämtliche Trosse und Verwaltungskräfte für die Front mobilisierte.
So konnte der Brückenkopf "Kurland" bis zum 8.3.1945 gehalten werden.

Unser Auftrag war nach Weihnachten nach der 4. Kurlandschlacht zu Ende.
Unser letzter Einsatz waren die schweren Abwehrkämpfe südostwärts Frauenburgs.
Mit dem Ärmelstreifen "Kurland" wurde jeder von uns "bestickt".

Westpreußen, Danzig Jan. – Mai 1945
Am 24.1.1945 verließen wir per Schiff Kurland und fuhren von Libau aus mit dem 
8000 to Frachtschiff "Bukarest" Richtung Gotenhafen.
Unser Geleit waren 13 Frachtschiffe mit einem U-Boot als Geleitsicherung.
In Gotenhafen verblieben wir 3 Tage.

Am 29.1.1945 fuhren wir nach Danzig.
Dort trafen wir am Bahnhof tausende von Flüchtlingen.
Ein unbeschreibliches Bild.
Durch diese Eindrücke sanken vielen von uns die Ideale auf den Nullpunkt.
Unsere Panzer ließen wir in Kurland zurück, diese übernahm die 14.Pz.Div.

Unsere Fahrt ging von Danzig weiter per Eisenbahn in den Raum Bromberg, 
Thorn, Scheidemühl.
In Tuchel erhielten wir 14 Sturmgeschütze und einige Pz.IV. jede Kompanie.
Von hier aus wurden wir ständig an den Feind gebracht.

Doch der Russe konnte dort wieder eine "Mausefalle" bauen, 
als er bei Stolp Ende Februar an die Ostsee durchstößt.
In dieser Zeit war die 8.Kp. die erste, welche keine Panzer mehr hatte.
So werden alle verfügbaren zur "Panzerbegleitkompanie" umbenannt.

Aus dem Kampfraum Danzig kamen wir mit 7 Mann als Rest der 8.Kompanie  
auf der frischen Nehrung beim Tross an.
Mit der stoischen Ruhe nahm ich die Worte vom Spieß auf: 
"Nun kommt das dicke Ende".
Ich erwiderte ihm, wir müssen alles auf uns nehmen, ganz gleich, was da kommt.
Manchmal trauerten wir Kameraden nach, 
welche einen sogenannten „Heimatschuss“ hatten.

Auf der frischen Nehrung waren Teile der 2., 4. und 6. Armee. 
Die Mausefalle war perfekt.

Am 12.4. 1945 sollte ich mit 150 Mann per Schiff nach Deutschland gebracht werden.
Ich blieb mit Otto Elsner bis zum 15.4. dort, da ein schwerer Sturm über der Ostsee herrschte.
Ofw. Beginnen gab sich die größte Mühe mich mitzunehmen, 
doch im letzten Moment kam Uffz. Hermannsen, der mich ausstach.
Ich verabschiedete mich von den Kameraden und der sollte der Letzte sein, 
denn schon in der Nacht um 23:55 Uhr wurde dieser Transport südlich Bornholm auf der 7000 t Goya, auf der sich im Ganzen etwa 7000 Soldaten befanden, 
im Verein mit zwei weiteren Schiffen, von einem sowjetischen U-Boot heraus geschossen.
Von den 7000 Mann wurden 200 Mann gerettet, 
von den 150 Mann unseres Regiments wurden 8 Mann gerettet.
Darunter Uffz. Lomberg von unserer 8. Kompanie.

Das Schiff ist innerhalb von 5 Minuten gesunken.

Vom 26.4.-6.5. 1945 versuchte der Iwan, uns fertig zu machen.
In dieser Zeit hatten wir beträchtliche Ausfälle.
Viele kannte ich nicht, 
da auch Werkstatt- und Versorgungskompanie zum ersten Male mit vorkamen.
Am 5.5. lagen wir in Alarmbereitschaft, 
als um 5 Uhr früh der Iwan mit einem nie gekannten Trommelfeuer uns begrüßte.
Die Panzerbegleitkompanien waren auf 2 Zugstärken zusammengeschmolzen.
Als wir auch zu unserem letzten Opfergang antraten, 
sagte keiner mehr ein Wort.

Kurz vor unserer neuen Stellung erblickte uns Hptm. Kästner
der die Reste des Pz.Rgt.35 führte. 
Seine Worte waren: 
Meine Leute gehen sofort zurück, 
Ich habe schon viele ins Gras beißen sehen, 
jetzt reicht es.

Nach Stunden bangem Warten hatten wir Gewißheit, 
dass wir aus dieser Mausefalle herauskamen.
Am 8.5.45 morgens 4 Uhr wurden wir in Schiewenhorst, 
die Reste des Pz.Rgt.35 etwa 300 Mann, auf Kampf Fähren verladen.
Wir tragen an Essbarem und an Rauchwaren, was wir tragen können.
Ich bereute dies nicht, 
denn es war eine gute Überbrückung in den ersten Tagen der Gefangenschaft.

So kamen wir um 8 Uhr in Hela an, 
dort funkte der Russe auch schon mit seiner 17,2 cm hinein.
Ein Offizier beorderte uns wieder hinaus auf die offene See.
Dort standen 5 Zerstörer und 3 Frachtschiffe voll Verwundeter.
Uns lud man auf die Zerstörer um.
Hier erst hörten wir nach Wochen die ersten wahren Meldungen, 
wie es in der Heimat aussieht von den Matrosen.
Dort hörten wir auch, daß noch am selben Tage der Krieg zu Ende ginge.
Um 12 Uhr kamen eine Anzahl Schlachtflieger und setzten auf den Geleitzug zum Angriff an.
3 flogen brennend ins Wasser, 
einer zog mit einer starken Rauchfahne ab.
Verluste traten keine ein.
Das sollten die letzten Schüsse sein, die ich in dem Krieg gehört habe.

Am Abend um 22 Uhr kamen über den Bordlautsprecher die Kapitulation (bedingungslos) 
und die sonstigen Anweisungen durch.

Nun wurde jegliche Munition in die Ostsee versenkt.
Morgens um 2 Uhr fing der Funker einen Funkspruch auf, der lautete: 
sofort den Hafen Rostock oder Swinemünde anlaufen.
Aber diesen Gefallen tat der Kaleu (Kapitänleutnant) dem Iwan nicht.
Dieser erklärte, er fahre seit 2.5.1945 an dem Tage, 
als er in Hamburg beim Engländer kapitulierte, in dessen Auftrag.
Am 10.5. erreichten wir Kiel und wurden am Abend ausgeladen.
Von dort aus marschierten wir unter sehr humaner Behandlung des Engländers an der Ostseeküste nach Osten bis nach Heiligenhafen.
Da wir ohne Bewachung uns dort frei bewegen konnten, 
war diese Zeit von 14 Wochen die reinste Erholung, 
nur die Ungewißheit über zu Hause quälte mich ständig, 
wie viele andere Kameraden auch, 
denn ich bekam seit Weihnachten 1944 keine Post mehr.

So fuhr ich am 31.7.1945 aller Dinge beraubt, 
Ideale verloren, nur des Glaubens und der Kraft nicht beraubt, 
meiner Heimatstadt Nürnberg entgegen, 
vielleicht doch wieder von vorne anfangen zu können.

Ich konnte nicht verhindern, dass ich meine Mutter, 
sowie Geschwister und Brüder nach 1 1/2 Jahren langem Bangen und Hoffen 
mit Tränen in den Augen, in die Arme schloß.

Auszüge aus dem Soldbuch

Abwehrschlachten im Osten: 4.7. - 27.12.1943

5.7.-12-7-43                Angriffsschlacht im Raume Kursk
13.7.-26.8.43              Abwehrschlacht um Orel und Brjansk
26.8.-16.9.43              Abwehrschlacht bei Sewsk und absetzen auf die Desna
17.9.-29.9.43              Abwehrkämpfe an der Desna und absetzen auf den Dnjepr
30.9.-14.10.43                        Abwehrkämpfe am Dnjepr und Schash
15.10.-27.12.43          Abwehrschlacht im Raume Gomel, Reschitza

Schlacht und Gefechtsbezeichnung der 4.Pz.Div in der Zeit von 28.12.43 - 30.6.1944

Heeresgruppe Mitte
a) 28.12.43-7.1.44      Abwehrkämpfe zwischen Pripjet und Beresina
b) 8.1.-29.1.44            Abwehrschlacht um Kalinkowitschi
c) 30.1.-9.3.44                        Abwehrkämpfe zwischen Pripjet und Beresina
d) l0.3.-6.3.44             Verwendung im rückwärtigen Gebiet der H.Gruppe Mitte
während der Abwehrschlacht in Weissrußland
e) 27.3.-19.4.44          Schlacht um Kowel
f) 20.4.-30.5.44          Stellungskämpfe im Bereich d.H.Gr.Mitte

Heeresgruppe Nordukraine:
a) 31.5.-13.6.44          Stellungskämpfe i.Ber.d.H.Gr. Nordukraine
b) 9.6.-13.6.44            Verwendung im rückwärtigen Gebiet d.H.Gr. Nordukraine
c) 14.6.-16.6.44          Kämpfe mit Banden im Raume Hrubieszow

Heeresgruppe Mitte:
17.6.-5.8.44                Abwehr und Rückzugkämpfe in den Räumen Baranowice,
Byalistock, Warschau

Heeresgruppe Nord:
9.8.-11.9.44                Entlastungsangriffe im Raume Moscheiken, Autz und Doblen
23.9.-20.1.45              Abwehrkämpfe und Schlachten im Brückenkopf "Kurland"
29.1.-9.2.45                Abwehrkampf im Raum Bromberg, Thorn
10.2.-20.3.45              Winterschlacht um Westpreußen u. Pommern
21.3.-30.3.45              Schlacht in der Tucheler Heide sowie um Danzig u. Gotenhafen
1.4.-8.5.45                  Abwehrkämpfe im Bereich des A.O.K. "Ostpreußen" auf
der frischen Nehrung


Gefallene der 8.Kp. in der Zeit vom 1.1.44 - 8.5.45
4.4.44              Ltn. Quast                  5.1.45              Uffz. Peters
4.4.44              Pzsch. Matthias          5.1.45              Obgfr. Harrer
17.7.44            Gefr. Machatscheck   17.2.45            Uffz. Feiertag
23.7.44            Fw. Sprenger              17.2.45            Gefr. Schuck
23.7.44            Gefr. Hagen               19.2.45            Uffz. Wittmann (verm.)
23.7.44            Obsch. Nothelfer        19.2.45            Fw. Oehler
5.8.44              Uffz. Most                 2.3.45              Uffz. Weber
5.8.44              Uffz. Tiehret              2.3.45              Uffz. Schneider
5.8.44              Gefr. Teiß                   2.3.45              Obgfr. Porschelt
5.8.44              Gefr. Klaas                 15.3.45            Obsch. Wildgruber
5.8.44              Gefr. Weggesser         15.3.45            Gefr. Schwarzmüller
5.8.44              Obsch. Wiedemann    15.3.45            Uffz. Kienzel
17.9.44            Obgfr. Werner             19.3.45            Obgfr. Holzhey
18.9.44            Fw. Stach                    20.3.45            Gefr. Krobusch
1.10.44            Obgfr. Dörfler             28.3.45            Pzsch. Ludwig
14.10.44          Gefr. Roth
24.10.44          Ltn. Nietsche             
24.10.44          Gefr. Winkler            

Am 15.4.45 in der Ostsee ertrunken (8.Kp.) (Goya)
Ofw. Beginnen                      Fw. Seibelt                             Uffz. Gruber
Ofw. Schönheit                      Fw. Heinemann                      Uffz. Kolb W.
Ofw. Schicke                         Fw. Rink (I-Staffel)               Uffz. Schmidt Karl (Küche)
Ofw. Fuhrmann                     Fw. Kruse                              Uffz. Herrmansen
Obgfr. Eder                            Obgfr. Bimstock                    Obgfr. Elsner
Obgfr. Göttl                           Obgfr. Dürrschmidt               Obgfr. Stock (Franz) Kübelfahrer

Verwundete der 8.Kp. vom 1.1.44 - 8.5.45
Oblt. (Toni) Müller                 Oblt. Peters
Ltn. Rück                                Ltn. Stein

Fw. Keßler                 Fw. Heinemann          Fw. Wolf                    Fw. Brunner
Fw. Oehler                 Fw. Marschal
Uffz. Witter               Uffz. Barthels            Uffz. Lorenz              Uffz. Freiwang
Uffz. Boden               Uffz. Reutter              Uffz. Kolb Leo          Uffz. Kolb Willi
Uffz. Wittmann          Uffz. Pledl                 Uffz. Geiger

Stgfr. Weber               Stgfr. Walter              Stgfr. Jäckel
Obgfr. Hofmockel      Obgfr. Dietl                Obgfr. Friedrich         Obgfr. Eder
Obgfr. Wern               Obgfr. Dürr                Obgfr. Mohr               Obgfr. Knetsch
Obgfr. Amesberger    Obgfr. Liedtke           Obgfr. Stirnweiß        Obgfr. Ritter
Obgfr. Hesting           Obgfr. Zirm                Obgfr. Peranek           Obgfr. Pleiner
Obgfr. Seeg                Obgfr. ?oorl                Obgfr. Wieland          Obgfr. Steinbrecht

Gefr. Weber               Gefr. Ritter                 Gefr. Rohr                  Gefr. Kulanek
Gefr. Hagen               Gefr. Kopalent           Gefr. Becker               Gefr. Scharf
Gefr. Königer             Gefr. Hartmann          Gefr. Reinhardt          Gefr. Zschunk
Gefr. Först                  Gefr. Prell                   Gefr. Pruth                 Gefr. Pohl
Gefr. Dohl                  Gefr. Knederawitsch  Gefr. Hunger              Sch. Fuchsel        

Die 4. Kompanie 
war einst die "schwere" Kompanie und wurde die "Pfisterkompanie" nach dem gefallenen Olt. Pfister genannt. Das Tagebuch ist gleichsam der Nachruf auf diese, einst legendäre Kompanie. Zwischen den Zeilen lässt sich sehr Vieles herauslesen! Man muss nur langsam jede Bemerkung wirken lassen. Soldaten wie Franz Weber waren das Fundament der Wehrmacht und gingen am Ende ziemlich leer aus. Karl Schneider, der I-Staffel Führer der 3. Kompanie, war 13 1/2 Jahre weg, reparierte im grössten Feuer die Panzer - und bekam nicht einmal das Panzerkampfabzeichen! 
Vorgesetzte wie ein Fw. Marschall hatten frühzeitig alle Aussichten auf militärische Ehren zerstört, was am Ende natürlich auch nicht mehr zählte, sondern nur das eigene Leben! 


Als mit der Arbeit begonnen wurde, diesen Blog zu machen, hat niemand daran gedacht, dass so viele Menschen Interesse an diesem Blog hätten. 
Auch an eine Übersetzungsfunktion dachte niemand. Das konnte man sich zu dieser Zeit nicht vorstellen. 
Lange Jahre lag das Original Manuskript bei den Nachkommen der Familie Weber. 

Peter Weber, der Sohn vom Franz Weber hat uns das Manuskript überlassen und Dank der großen Arbeit von Lutz Auerswald ist es nun möglich, diesen wichtigen und letzten Abschnitt der 4. Kompanie und des Panzerregiment 35, der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. 
Jede Kompanie hatte ähnliche Erlebnisse in anderen Räumen der weit auseinander gezogenen Frontlinie, doch finden sich Menschen wie Franz Weber selten, welche sich eine solche Mühe auferlegen das alles aufzuschreiben. 
Zu all dem gesellte sich oft Aberglauben, bei Aufzeichnung von Erlebnissen, den Tod geradezu herbeizulocken. 
Es bedurfte einer aussergewöhnlichen Psyche, wirklich starker Nerven (die Franz Weber hatte!) solche traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten und aufzuschreiben. 

Mir war es vergönnt, den Sohn Peter Weber bei der Suche nach Begebenheiten zu seinem Vater und Erinnerungen an ihn, der bereits früh verstorben war, zu helfen, da ich ausgerechnet Olt.Fritz Schneider 4./8. Kompanie in Nürnberg gefunden hatte, der seinerseits mich mit Robert Wern zusammenbrachte. 
Zusammen mit Robert Wern und Fritz Schneider und Peter Weber hatte ich noch Gelegenheiten, viele Erinnerungen "live" zu hören und auch mit meinem Telefon aufzunehmen. 
So ist dieser Post auch eine Erinnerung und Würdigung an die Gefallenen und an die mittlerweilen verstorbenen Veteranen, die uns noch so lebendig in Erinnerung sind und manche noch auf "Youtube" noch zu sehen sind. 

Vieles gäbe es noch zu ergänzen, sind doch von den genannten Soldaten teilweise ganze Fotoalben erhalten geblieben. Vieles dagegen wird von Angehörigen weggeworfen, oder an Händler verkauft. Oft werden dann bei "EBAY" Panzer mit dem Bären am Turm entdeckt. Die notwendigen Informationen fehlen meist leider, denn nur selten wurde beschriftet. 
In manche Fotos sind "copyright" Schriften einkopiert, die lächerlich sind, denn alle Bilder des Regimentes sind allgemeines Eigentum und unterliegen keinem "copyright" Schutz. 

Das war der erklärte Wille aller Soldaten und Veteranen des Regimentes!

Sollten sich neue Erkenntnisse ergeben, wird weiter an diesem Post gearbeitet.
Die Schreibweise von Ortsnamen wird manchem unser Historiker in Russland erschaudern lassen. Wir werden korrigieren und nachbessern, sobald wir Informationen erhalten.

Bilder und weitere Dokumente finden sich als Seite unter Franz Weber.


Dieser Blog wurde zu einer Zeit begonnen, als es noch keine "Smartphones" gab! Im Design wurde deshalb noch keine Rücksicht auf die Darstellung genommen. Also bitte den PC einschalten, dann bekomme ich weniger Vorwürfe! 


Nachwort zu den mündlich überlieferten Ereignissen...

OGfr. Robert Wern - OGefr. Franz Weber - Lt.Fritz Schneider
Es ist dem Glück zu verdanken, dass ich Fritz Schneider in meiner Nähe hatte und mich mit ihm sehr oft traf, um die Sache des Regimentes zu pflegen und Informationen zu sammeln. Dank dieser Nähe und des Kontaktes zu Robert Wern können verschiedene Ereignisse zur Panzerbesatzung und zu Franz Weber bewertet und erläutert werden. 

Letzten Samstag unterhielt ich mich mit Peter Weber über die "Obergefreiten" Franz und Robert. Peter pflichtete mir bei, es seltsam zu finden, dass der Vater nach all den Kampfeinsätzen als OGfr. seine militärische Laufbahn vollendete...

Ich erwiderte ihm, dass ich mir sehr wohl die Lösung vorstellen kann, denn darüber habe ich in all den Unterredungen mit Leutnant Fritz Schneider viel erfahren.

Man muss voraus schicken, dass die Mannschaft des Panzers dem Kommandanten auf Gedeih und Verderb in Gefechtslagen ausgeliefert war!

Die Fehler des Kommandanten bezahlte die ganze Mannschaft mit Leib und Leben, oder der Gesundheit! 
Ich springe mal in das Jahr 43/44 als Fritz nach Verwundung und Genesung wieder zurück in den Panzer klettern musste.

Fritz als Zugführer und Kommandant befahl seinem Fahrer in eine gewisse Richtung zu fahren! Antwort Franz Weber: " Da fahre ich nicht rein! Da kommen wir nie wieder raus!"
Das war schon mal eine komplette Befehlsverweigerung! (Todesstrafe!) 

Robert Wern Originalton: " Der da oben (Lt. Schneider) konnte in sein Mikrofon reinbrüllen, so viel er mochte, - ich habe einfach die Stöpsel rausgezogen, dann bewegte sich nur sein Mund lautlos!" ( Meuterei! - Todesstrafe) 

Robert Wern: "Der Fritz kam "frisch von Zuhause" - Der hatte doch keine Ahnung und keinen Instinkt mehr! Der hätte uns doch schon in der ersten Zeit alle zum Russen gefahren und in den Tod!
Fitz Schneider: " Diese Beiden hätte ich mindesten einmal in der Woche erschießen lassen können! - Aber mal ganz ehrlich! Sie haben mir oft das Leben gerettet!

Fritz Schneider: "Der Franz hatte Nerven aus Stahl! Im grössten Panzergefecht schmierte er sich auf seinem Oberschenkel mit ölig verschmierten Händen ein Marmeladenbrot, kaute darauf herum und fuhr den Panzer mit nachtwandlerischer Sicherheit!

Fritz Schneider: "Ich wollte mal im Kurland aus dem Panzer, da hat mich der Robert an der Jacke festgehalten! Er hat geschrien: "Nicht Chef! Da draussen ist alles vermint!" - So war es auch! Ich habe es zum Glück eingesehen - Ich wäre wieder schwer verletzt, oder tot gewesen! Eigentlich waren diese beiden die Kommandanten, bis ich wieder so viel an "Gespür" und Intuition für die Gefahr bekommen habe wie früher!"

Wenn Fritz keine Ruhe in seinem Panzerturm gab, hatte jeder der Beiden, ein Hosenbein vom Fritz gepackt und den ganzen Fritz mit einem Ruck herunter befördert!

Nicht jeder hatte das so locker gesehen wie der hochintelligente Fritz Schneider. Franz und Robert hatten deshalb einige brisante Einträge in ihrer Personalakte von anders denkenden Vorgesetzten! 
Solche Einträge und "Bau" (Arrest) hatten automatisch Sperren bei Beförderungen zur Folge. Davon hatte besonders Robert Wern genügend an der Zahl gesammelt! - 
Diese Soldaten hatten keinen "Bonus". Ihnen wurde nichts verziehen! Ihr einziger Bonus bestand darin, vielleicht den Krieg zu überleben. 
Angesicht der Unfähigkeit, oder Sturheit mancher Panzer Kommandanten, war das ein großes Glück! Mancher junger Offizier, oder Panzerkommandant überlebte die ersten Wochen an der Front nicht! Der Krieg zeigte vieles an Fähigkeiten und Charaktereigenschaften auf, welche im Frieden vollkommen verborgen bleiben.

Gerade beim Abendessen fällt mir wieder eine Story ein, die mir Robert Wern berichtete: er klärte mich darüber auf, wie es Franz und ihm gelang, manchmal die spärliche Verpflegung aufzubessern. Mit eng befreundeten Panzerkameraden wurde vereinbart im nächsten Gefecht den "Rucksack" des jeweils anderen Panzer mit dem MG zu zersieben. So gelang des die "Eiserne Ration" wieder zu beantragen und diverse andere Ausrüstungen wieder zu bekommen.


Robert Wern wurde eine späte Ehre zuteil: Sein Chef und Vorgesetzter kümmerte sich rührend um ihn im in vielen Belangen. Als er im Rollstuhlsaß, ließ Fritz in zu sich bringen, er besuchte ihn oft und regelmässig, machte ihn mit dem Sohn vom Franz bekannt und wir hatten eine unvergessliche Zeit zusammen! Einige Videos konnte ich aus der Not heraus konservieren und bei Youtube einstellen. (Post dazu: Neues von Robert Wern) - (Der "Reitausflug" des Robert Wern und das bekannteste russische Gedicht im Krieg)

Link zu entsprechendem Kartenmaterial