Wichtig! - важно!

Jedes Foto vom Panzerregiment 35 ist ein wichtiges und seltenes Zeitdokument.
Viele Kinder haben ihren Vater nie kennengelernt, haben kein Fotos!
Viele russische Menschen haben kein Foto von ihrem Dorf während des Krieges.
Jedes Foto kann bei der Identifizierung von Ort, Zeit und Personen helfen!
Bevor Sie die Fotos, oder Album verkaufen geben Sie uns wenigstens ein Duplikat!
Scan von Vorderseite und Rückseite, wenn Text vorhanden.
Jeder Besitzer eines Fotos hat die Verantwortung für die Vergangenheit in seinen Händen! Helfen Sie uns, damit wir anderen Menschen helfen können!

Каждая фотография Panzerregiment 35 является важным и редким современным документом.
Многие дети никогда не встречались с отцом, у них нет фотографий!
Во время войны у многих русских людей нет фотографии их деревни.
Любая фотография может помочь определить место, время и людей!
Прежде чем продавать фотографии или альбом, дайте нам хотя бы дубликат!
Сканирование спереди и сзади, если текст существует.
Каждый владелец фотографии несет ответственность за прошлое в своих руках! Помогите нам, чтобы мы могли помочь другим людям!

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017
immer noch unvergessen und unglaublich zu lesen, dass sich solch Grausames noch zu Kriegsende ereignete: https://andreas-stenglein.de/wp-content/uploads/2017/12/Zum-Teufel-bleiben-Sie-ruhig-stehen-Langhammer-.pdf
1943: Olt. Georgi, Chef 3. Kp.
zu dem von "Kameraden" denunzierten Benzinfahrer Otto Becker:
"Ich gebe Ihnen einen guten Rat,
DENKEN SIE NICHT ZU LAUT!"

Damit rettete er ihm das Leben...
Dieser Satz hat zu jeder Zeit
eine tiefe Bedeutung...

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"
(1943 Lgov) Mit dem Teddy lebt das Regiment weiter und wird seiner historischen Verantwortung gerecht - Das Panzerregiment 35 mit seinen Stabskompanien, 8 Kompanien in 2 Abteilungen, der Ersatzabteilung in Bamberg mit 6 Kompanien

Geburtstagsliste - Panzerregiment 35 1940

Panzernachrichten

Panzernachrichten
Speer: "Wir wussten, dass der T34 der bessere Panzer ist, aber wir durften ihn auf "seinen" Befehl nicht bauen! Er musste von Krupp und mit Mercedes Motor sein!" Foto: Erbeutete T34 mit dem Bären Logo des Pz.Rgt.35 nach der Eroberung in Orel 1942. Original Diapositiv! Keine Retusche, oder Kolorierung von Lt. (Olt. Hptm. Gerd Georgi, Chemnitz)!

Die "Bären" 1943

Die "Bären" 1943
Februar 1943 Llgov - Stabskompanie

Abteilungsbefehlspanzer März 1943

Abteilungsbefehlspanzer März 1943
Lt. Heinz Burkard (⚔ 8. Jan.1944) 1943 auf dem Befehlspanzer bei Kaljakorowsk

Sonntag, 23. August 2015

Prinz Ernst Heinrich von Sachsen in Stary Bychow

Prinz Ernst Heinrich von Sachsen in Stary Bychow
Chef der 1. Schwadron beim Garde-Reiterregiment
Mai 1918 - Stary Bychow am Dnjepr


Sehr interessante Biographie.
Der wichtigste Geschichtsabschnitt des Panzerregimentes 35 im Osten, beginnt mit den Ereignissen in Stary Bychow und danach. Ernst Heinrich von Sachsen wohnte 1918 in einem Gutshof von ca. 40.000 Hektar! Nur ein Zehntel war davon forstlich genutzt. Das übrige war völlig undurchdringlicher Urwald. Er hatte noch niemals einen Urwald dergleichen gesehen. Das will etwas heißen!
(Dieser Urwald wird das Versteck und Rückzugsgebiet für den kommenden Partisanenkrieg dreiundzwanzig Jahre später. Die Deutschen stoßen auf den bestehenden Strassen sehr schnell vor, lassen ganze Truppenteile links und rechts in den Wäldern liegen. Mit viel Glück geraten sie nicht in den ersten großen Kessel. Sie wollen den schnellen Sieg, können aber erst nach Stillstand der Front im Winter 1941 sich mühsam in die Wälder einarbeiten. Ganz gelingen wird es nie! Inzwischen entstehen in den Urwäldern Waffenfabriken, Hospitäler und kasernenähnliche Lager mit Bunkeranlagen, wie es noch kein Miltitär zuvor jemals sah. Dieser Urwald ist die Basis für den grausamsten Partisanenkrieg der Geschichte nach Varus. Die Deutschen reagieren ohnmächtig mit äußerst brutalen Methoden und töten Geiseln und jeden, den sie im Verdacht haben, mit den Partisanen zusammenzuarbeiten. Ganze Ortschaften werden ausradiert.)
Erhängte an der Brücke von St.Bychow.
KoRück machte grausame Geschichte
vom Regiment 35 sprach niemals jemand darüber.

Der Förster des Gutes schätzte 1918 den Wildbestand auf einige Stück Elchwild, 50 Stück Rehwild, sowie reichlich Birk- und Auer- und Haselwild. Zwei bis drei Bären und eine unbestimmte Anzahl von Wölfen. In diesem Urwald gab es Pilzmengen die er noch nie wieder woanders sah. Seine Erfahrungen im KZ Hohenstein, als Hauptmann z.V. mit den höchsten Offizieren im Widerstand und der "Führung" sind hochinteressant und weitgehend unbekannt. Er wurde auf Ansuchen Heydrichs aus dem Wehrdienst entlassen und verstrab leider noch vor der Wende.

Ich möchte verschiedene Details, die in einem Zusammenhang mit der Geschichte stehen, nicht unerwähnt lassen, vielleicht will jemand darauf zurückgreifen. Sicher hat man die Erfahrungen des passionierten Jägers, Offiziers und Soldaten Ernst Heinrich, wie die so vieler anderer kundiger Menschen völlig ignoriert und arrogant übergangen. (Gerade den Jägern und Forstleuten fiel eine ganz besondere Rolle im Kriege zu. Einer der herausragenden Soldaten des Pz.Rgt.35 war von Beruf Tannenzapfenpflücker. Es waren Menschen mit natürlichen Instinkten und einem ausgeprägten Sinn für den Wald - Urwald und Natur. Abele nannte man "das Auge der Division" - Er erkannte auf 600 Meter eine getarnte Pak.)

Weitere Schnittstelle ist die unglaubliche Biographie, welche jedem amerikanischen Action Thriller zur Vorlage gereicht hätte von unserem "Pampas" Ernst Freiherr von Jungenfeld der mit den Prinzen in Sachsen eine Jugendzeit verbracht hat, aber auf mysteriöse Weise nie mehr darüber erzählt, geschweige veröffentlicht wurde. Sollte jemand weitere Informationen über diese Zeit von Pampas bei den Prinzen haben, so will ich dies gerne ergänzen.
Erwähnt:
Bei meinem Besuch in Stary Bychow und der "Cossel-Brücke" erzählte mir unser Fahrer von seinem Freund einem Bagger Fahrer, dass dieser bei Bauarbeiten mit dem Bagger in Stary Bychow auf Gräber gestoßen sei. Es war auch ein Zinksarg dabei. Die Soldaten hatten alle die Militär-Mäntel über dem Gesicht liegen und auf der Brust blaue Glasflaschen (sog.Grabflaschen) mit dem Inhalt von Zetteln. Man hat alles in eine Baracke verbracht - und vermutlich ohne weitere Beachtung entsorgt.

Sollte hierzu jemand etwas wissen, so bitte ich ebenfalls um Nachricht.


Weiteres folgt....( August 2018 - Bis jetzt keine neuen Erkenntnisse)

Dienstag, 18. August 2015

Der Kampf um Orel - Mzensk...

Untrennbar verbunden: Das Panzerregiment 35 und Orel...
Link zu einem Auszug des Bildbandes:
Der Kampf um Orel - Mzensk

160 seitiger Bildband über den dramatischen und verlustreichen Kampf um Orel-Mzensk

Es ist für mich der wichtigste Sieg über diesen schrecklichen Krieg, diese furchtbare Zeit, dieses entsetzliche Unglück, wenn es möglich ist, mit unseren Fotos der damals beteiligten Soldaten des Panzerregiment 35, solch einen Bildband zu erweitern und vielleicht ein klein wenig zu helfen, Verständnis zu vermitteln.
Vielleicht hilft dieser Bildband den Frieden zu erhalten, so fragwürdig es auch erscheinen mag.
Wir haben unsere Soldaten noch nicht umfassend befragen können. Unzählige Dokumente müssten noch ausgewertet werden. Viele Interviews sind noch nicht transkribiert.

Da überholt uns schon wieder die Zeit und Geschichte.
Die noch lebenden Veteranen sind fassungslos, sprachlos! Kinder und Enkelkinder suchen noch nach den toten Vätern und Großvätern, da donnernd bereits wieder die Kanonen. Holen Raketen MH17 vom Himmel mit unbeteiligten Zivilisten.
Unsere Veteranen wissen was Krieg bedeutet! Sie wenden sich stumm ab, denn niemand will sie erhören, niemand kann sie verstehen!
Im Namen des Panzerregimentes 35 danke ich Stanislav Sopov für den Bildband!

Es sind noch 10 Exemplare bei verfügbar. 
Bei Interesse leite ich die Bestellung  an Stanislav Sopov weiter
Per Stück 10€ plus Versand! Bezahlung per PayPal möglich
Versand ca. 4-10 Euro
Mzensk-Nürnberg= 350 рублей( 4,5 €)



Donnerstag, 28. Mai 2015

"Spieß" Kurt Gätzschmann - fast die 100 geschafft...

Kurt Gätzschmann





Gespräch am 20.8. 2014 mit Herrn Kurt Gätzschmann 
Franz Ludwig Heim - Franz Ludwig Strasse 7c - Zimmer 43 I.Stock

Ich notierte: Vom versteckten Reiter Regiment 12 in Dresden zu Pz. 3 - zu Pz.35 - 
zu Pz. Abtlg. 51+52 dann zu Pz.33

Oliver: Er war Bamberger, aber bei Pz.Rgt. 3, also bei den "ersten" dort, dann nach Österreich, kam dann zu Pz.Rgt. 33, St. Pölten. Dort dann in der Panzerabteilung 51, daraus wurde wieder die II./Panzer-Regiment 33 (Panther), als Oberfeldwebel Zugführer, ab 1944 bis zum Ende Spieß.
Kurt Gätzschmann war ein sehr wichtiger Zeitzeuge und äusserst hilfsbereit, wenn Fragen zu der "Panzerei" auftauchten. Er war der einzige Zeitzeuge, der die beiden Georgi Brüder Werner und Gerd Georgi noch in Kamenz erlebte. Werner starb in Mödling an einer Blinddarmentzündung und wurde dort begraben. Gerd fiel am 8.Juli als Chef der 3. Kp. in Ssamodurovka. 

Als "Andenken" an seine Zeit bei Panzer 3, einige Bilder der Georgi Brüder aus ihrer Zeit bei Panzer 3






Panzerregiment 3 - Kamenz - 2 Units, one in the old Barracks, one Unit in the new Barracks of Kamenz. The Georgi Brothers Werner und Gerhard Georgi on this picture. Werner Georgi died in Mödling /Austria appendicitis. Werner Georgi was the driver of captain Merker 3. Pz.Rgt. Gerhard Georgi was later a famous officer and head of the 3rd Company at Panzer Regiment 35. He died on July 8, 1943 in Ssamodurovka by the tank battle of Kursk. His body was not found. 8 soldiers died in the search for his body. In Memory of the Georgi Brothers and his Comrads. The Pz.Rgt.35 say many Thanks for this wonderful work!  Colorisation: Rui Manuel Candeias













Freitag, 23. Januar 2015

- Das Regiment hat sich zur Ruhe begeben -

Ich hatte diese Woche eine der tiefgehendsten Berührungen, im Namen des Regimentes, dessen Repräsentanz ich auf mich genommen hatte.

Das Kamerateam von tele aviv productions ltd. am Hauptmarkt
Einem aus Israel angereistem Kamerateam musste ich Rede und Antwort stehen. Aus Pietätsgründen habe ich während dieser Zeit meine geführten Blog abgeschaltet,
habe aber wieder die Webseite www.panzerregiment35.de mit einer kurzen Schilderung der bewegenden Momente aktiviert. Das Team -  tele aviv productions ltd. - das für ARD, Arte, 3SAT,  etc. tätig ist, begleitet Dr. Bernd Wollschlaeger auf seiner ersten in deutsch gehaltenen Vortragsreihe durch unser Land.

Ich musste auch zur Kenntnis nehmen, dass Menschen in Israel mit dem Hintergrund der "Shoa" meine Aktivitäten, meinen Blog, die Seite des Panzerregimentes 35 vollkommen anders wahrnehmen, als ich es mir bisher vorgestellt hatte.

Ich muss zugeben, dass ich entsetzt und erschüttert war.
Ich arbeitete die ganzen vergangenen Jahre immer im guten Glauben, nur der Wahrheit verpflichtet zu sein und meine Einstellung zu der Zeit des Nationalsozialismus genügend zum Ausdruck gebracht zu haben. Dass es ein Ritt auf der sprichwörtlichen Rasierklinge war, wusste ich immer. Meine Motivation waren die Schicksale der Gefallenen und Vermissten. Die teilweise dramatischen Erlebnisse mit Hilmar Ludwig und das Schicksal seines Vaters und die Suche mit Gerd Georgi, Peter Weber, um nur einige zu nennen, bestätigten mich auf meinem Weg und machten mein Vertrauen in die objektive Wahrnehmungsfähigkeit anderer Menschen unerschütterlich. Als gewissermassen als Schlüssel- und Endpunkt auch noch die Reste der Thora auftauchten, um deren Bestand und Weiterleitung ich Jahre gerungen hatte war ich mir sicher, eine Aufgabe erfüllen zu müssen, die schicksalshaft und einmalig in der Geschichte zumindest für dieses "unser" Panzerregiment 35 war.

Der Leiter des Kamerateams sagte zu mir, dass ich es nicht genügend zum Ausdruck gebracht hätte, was ich mit dem Blog ausdrücken wollte. Ich war hilflos, denn sich überhaupt mit dem Thema zu befassen ist ein Widerspruch an sich und vorsichtige Menschen lassen die Finger von diesem Thema und begeben sich nicht einmal in die Nähe dieser, so oft fehlinterpretierten Geschichte.

Nachdem ich in all den Jahren nie eine negative Zuschrift erhalten hatte, sondern im Gegenteil oft aus allen Ländern der einstigen Gegner ermutigt wurde, das aufzuschreiben, was nicht in den Panzernachrichten stand, den Menschen einen Teil ihrer Geschichte zurückzugeben, dachte ich mit dem dubiosen Amt auch das feine Gespür für den richtigen Weg bekommen zu haben.

Ich fuhr Mittwoch abend nach Bamberg und besuchte den ersten in Deutschland gehaltenen Vortrag von Dr. Bernd Wollschlaeger. Die Blogseiten hatte ich zwei Tage zuvor abgeschaltet, nachdem ich das israelische Kamerateam durch Nürnberg und über die Propagandastätten des Rechsparteitagsgeländes geführt hatte.

Dr. Bernd Wollschlaeger mit Kamerateam tele aviv productions ltd.
Bernd Wollschlaeger ist ein begnadeter Redner und schilderte seine Lebensgeschichte mit all den Zerwürfnissen auf eindrucksvolle Weise. Die Verflechtungen und Berührungspunkte erschienen gespentisch, denn es handelte sich nicht um irgendeinen Vater. Es war Major Artur Wollschlaeger. Welch ein Name! Kein Veteraneninterview, wo nicht sein Name genannt wurde. Beinahe ehrfürchtig, einem Kriegsgott gleich. Kampfgruppe Wollschlaeger, Winter 41, Ritterkreuzträger, Briansk, jüngster Abteilungskommandeur, einer der geliebten "Jungs" von General Heinrich Eberbach.

Es war geradezu abstrakt und undenkbar, dass uns unsere Wege zueinanderführen sollten. Uns trennten alle nur denkbaren Welten. Nicht nur geographisch. Israel, Florida, die Thorareste in Hellmitzheim beim I-Staffelführer der 3. Kompanie.

Nicht nur die Reste der als heilig angesehenen Thora sind aber hier mein Thema, sondern die Notwendigkeit alles aufzuschreiben, was das Regiment betrifft. Die Auffindung der Thora sind eben dieser Arbeit zu verdanken und ohne diese Arbeit wären auch nicht die Reste der Thora gefunden worden! Ohne diese gemeinsame Arbeit, die sich mit so vielen anderen Begebenheiten und Menschen zu einem Ereignis verflechtet, wäre das Eine nicht ohne das Andere möglich.

Es geht mir jetzt um die Beziehung von Vater und Sohn.
Gerd Georgi suchte mit großer Mühe und Hingabe die Spuren seines Vaters, der in Ssamodurowka/ Teploje 1943 gefallen war, als der kleine Gerd drei Jahre alt war. Olt.Gerhard Georgi, Chef 3. Kp. Er brachte mich im Zuge seiner Nachforschungen zu Karl Schneider, letztlich auf die Spur der Thora...
Hilmar Ludwig vermisste Zeit seines Lebens den Vater, den er nie hatte sehen können.
Peter Weber suchte die Spuren seines verstorbenen Vaters...
Bernd Haase suchte den Großvater Friedrich Haase ...
Axel Schröder den Mann mit der Gitarre... Günter Schröder
und viele andere mehr...

Nun sass ich an diesem Mittwoch in Bamberg in der ersten Reihe und hörte wie ein Sohn den Vater wahrnahm und wie er sich durch den Vater und dessen Geschichte und dessen Verhältnis zum Dritten Reich radikal veränderte und zum Judentum konvertierte. Artur Wollschlaeger veränderte seinen Sohn durch seine Persönlichkeit, während einige Reihen weiter hinten Hilmar Ludwig sass und froh gewesen wäre, hätte er seinen Vater jemals gesehen, oder einen Vater als Partner, Helfer und Stütze im Leben gehabt. Friedrich Ludwig starb 1943 auf dem Marsch nach Sseredina Buda, als sein Sohn Hilmar gerade geboren war. Für Hilmar brach eine sehr schwere Zeit an, da er vom neuen Vater nicht in der Weise angenommen wurde, wie es notwendig gewesen wäre. Er durchlebte auch eine Zeit des Martyriums.

Über all diese so nahe gehenden Geschichten habe ich in der Vergangenheit nicht wahrgenommen, dass in Israel Menschen, Nachkommen leben, die ganz ähnliche Schicksale und noch weit, weit Schlimmeres erlebt hatten. Für diese Menschen gibt es hauptsächlich Täter und Opfer. Sie haben nicht getrennt, sondern verwalten schweren Herzens ihr eigenes Grauen, in dem Ritterkreuzträger, Panzerregimenter, pflichttreue Soldaten, Befehlsnotstand, unsere Art mit der Vergangenheit zu leben, nur schwerlich mit dem eigenen Schicksal zu vereinbaren sind. Die Lösung werden wir nicht durch Historiker erfahren und schon gar nicht von Politikern. Neurowissenschaftler dringen in unsere Psyche ein und erforschen Dinge, an die wir höchstens im Traume dachten. Eines Tages werden sie uns sagen, warum wir so sind wie wir sind. Diese gespaltenen Wesen, die Schiller und Goethe, Kant und Mozart hervorbrachten und auch den Bürokraten, der zum Massenmörder avancierte und einen Moment später, treusorgender Familienvater war.

Bernd Wollschlaeger bleibt unglaublich weise und verständnisvoll, wie ich es nie zu erhoffen geglaubt hätte und weist einen Weg aus diesem, so unlösbar scheinendem Dilemma auf:

                           - Verzeihen und Vergeben - Aussöhnung -

Ich kann nur hoffen, dass uns ein Rest an Würde und bleibt und gestattet wird. Ein Rest an Würde und Militärgeschichte auch für unsere Soldaten, die ohne Historie, ohne Geschichte sich wie entwurzelte Söldner fühlen müssen. Was bleibt einem einfachen Soldaten, dem die Beine weggeschossen wurden, oder der als Invalide überleben muss? Mancher General ließ sich in Zivilklamotten ausfliegen, während sich der einfache Soldat einer langer Gefangenschaft beugen musste, oder die letzte Patrone für sich reservierte...

Aus diesem Grunde werde ich den Blog des Panzerregimentes nur noch einmal aktivieren - und dann trotzdem beenden. Ich werde mich bemühen nur zu wichtigen familiären Nachforschungen, oder zur offensichtlichen Friedensarbeit hier tätig zu werden.

                         - Das Regiment hat sich zur Ruhe begeben -

Montag, 15. Dezember 2014

Wenew ( Weneff - Wenjow - Венев - Venyov ) 1941 von Harald Neles ✠ -

Der Marschweg des Panzerregimentes 35
Auf die Soldaten des Panzerregimentes 35 wartet der schlimmste Kriegswinter mit den tiefsten Minusgraden des ganzen Krieges. "General Winter" greift in das Kriegsgeschehen ein.
Die deutsche Führung der Wehrmacht macht es Napoleon gleich...
Um Zeit auf dem folgenden Rückzug zu gewinnen, werden die möglichen Quartiere vernichtet- die Zivilisten, alte Männer, Frauen und Kinder bei minus 40° in die Wälder getrieben!
Eines der schlimmsten Kapitel  der Militärgeschichte. Noch lange Jahre werden diese Handlungen die Psyche der Soldaten belasten.
Ausschnitt aus dem Originaldokument der 4. Panzerdivision

"Wenn die Angehörigen der Division während des Rückzuges im Dezember viele hunderte von russischen Gefangenen an der Strasse elend verrecken sahen, oder wenn sie auf höheren Befehl zahlreiche Dörfer zwischen den Fronten oder im Partisanengebiet niederbrennen und dabei die den Brand zu verhindern suchende Bevölkerung umlegen, die übrige Bevölkerung bei 40 Grad Kälte in die Wälder, also in den sicheren Tod treiben mussten, so war es notwendig, den Soldaten klar zu machen, warum dies alles sein musste. Hätte man es nicht getan, so wären die Leute innerlich zerbrochen."

" Freylich ist die Wahrheit beleidigend für die, die sie nicht hören wollen, soll man sie darum verschweigen?"

Simon Rottmanner, Pseudonyme: Theobald Fröhlich, Johann T. zu Schollenberg und Reutha sowie Theophilus Neumann (* 2. Februar 1740 auf dem Rottmann-Hof bei Erding; † 6. September 1813 in Ast) war ein deutscher Kameralist, Agrarreformer, Jurist, Gutsbesitzer und Autor.

Soldat Peipp ✠ aus Krottenbach b./Nbg.: "Wir mussten eine sehr große Scheune niederbrennen. Plötzlich tönten Schreie aus der brennenden Scheune! Wir wussten nicht, dass sich Menschen in einer doppelten Wand versteckten. Wir dachten immer daran, dass wir eines Tages für diese Massaker büßen würden. Was würden wohl die Russen mit uns machen?"

Wir besinnen uns leider viel zu wenig auf unsere Verantwortung zur Vergangenheit. Wer denkt jetzt in diesen Zeiten an Leningrad? Die letzten Veteranen sterben jetzt weg und mit ihnen wird die Verantwortung zu Grabe getragen.

Ernst Hamm ✠, Sommerhausen/Main vom (auf dem Bild unten noch mit Arm) Panzerregiment 35:
Als wir Häuser niederbrennen mussten, habe ich öfters ermordete Zivilistenfrauen und Mädchen in das brennende Haus geschleppt, um die Spuren zu verwischen, damit die Russen nicht sehen sollten, was "unsere*" angerichtet hatten!
* vorangegangene Einheiten, nicht zwangsläufig Pz.Rgt.35. Dazu gibt es aber auch verschiedene Unterlagen aus Feldgerichtsurteilen, wo deutsche Soldaten der 4. Pz. Div. zum Tode verurteilt wurden, wegen Kriegsverbrechen. Es wurden dann Kommentare verfasst, wo auf die allgemeinen Ereignisse verwiesen wurden und die Verbrechen der einzelnen Soldaten relativiert wurden. Es ergibt sich auch kein logischer Schluss über allerhöchst verordnete Kriegsverbrechen und Verbrechen einzelner Soldaten, welche drakonisch bestraft wurden.





Bei allem Unglück und Leid, den der unselige Krieg mit sich brachte, haben gerade das Panzerregiment 35 und seine Soldaten einen hohen Blutzoll für die Freiheit der Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten von Ostpreussen, Westpreussen und Pommern bezahlt. Sie haben mit ihrem jungen Leben die Flucht von Tausenden Frauen und Kindern aus dem Kessel ermöglicht und niemend weiss, wer alles seine Freiheit dem Regiment und seinen Soldaten zu verdanken hat. Es soll nicht aufgewogen werden mit dem Leid anderer Menschen, und trotzdem verdient es genannt zu werden, denn es war in dieser Zeit eine der schlimmsten Aufgaben, ohne Hoffnung für sich selbst, nur noch für die Rettung anderer Menschen sein einziges, oft blutjunges Leben zu opfern. Viele Soldaten dieses Regimentes haben die Schuld der obersten Nazis mit ihrem jungen Leben abbezahlt und gesühnt. Dessen müssen wir gewahr sein, wenn wir am Gedenkstein des Regimentes in Bamberg stehen. Diese Tatsache ist einfach zu wichtig, um übergangen zu werden, denn das Regiment hat sich in diesen Monaten endgültig rehabilitiert und ist nicht mit anderen Einheiten gleichzustellen. Es wäre auch für manchen Flüchtling Grund genug am Gedenkstein in Bamberg zu stehen, oder wenigstens einen guten Gedanken an die Soldaten des Regimentes zu verwenden! Wenn wir in der Verantwortung stehen und zur Verantwortung stehen, so ist das ein Zeichen unserer Motivation, aufrecht am Gedenkstein zu stehen und die Soldatenehre dieses so ganz besonderen Regimentes zu würdigen.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Soldat Heinlein mit Grammophon

Wer kennt den Soldaten mit dem Grammophon, der vom Pz.Rgt.35 sein soll?
Florian war so nett, sein bei EBAY gesteigertes Bild aus einem Soldatenalbum, uns zur Verfügung zu stellen!
Was für eine tolle Einstellung! So sollte es öfter sein!


Einzige Neuigkeit: Der Name ist Heinlein und er wäre heute 92 Jahre alt. Er ist aber schon verstorben.
Dienstgrad:
Kompanie:

Donnerstag, 13. November 2014

Unsere "Cosselin" ist eingeschlafen - Die letzte aus dieser Linie ist bei ihrer Familie ...

geboren 1.Juli 1916 im Prinzessin Ruprecht Heim in  Swakopmund als Zwillingsschwester von Hans-Detloff und Kind von Elisabeth von Cossel (geb. von Eberhardt) und Hptm. Hans-Detloff von Cossel der kaiserlichen Schutztruppe in Südwestafrika
Stark und kämpferisch, dem Adel seine gelebte Bedeutung gegeben, so verabschiedet sich "unsere Cosselin".
Sie ist friedlich eingeschlafen. Als letzte ihrer Familienlinie ist sie nun mit dem unvergessenen Major und ihrem Bruder Eberhardt in den Kreis ihrer Familie zurückgekehrt. Wir werden sie sehr vermissen. Sie war wirklich "edel und fein" Stark und unbeugsam.
Wir haben sie geliebt und sie hat uns geliebt. Das Bewusstsein, noch Ansprechpartner zu der Historie ihrer Familie und Kameraden ihres Bruders Hans-Detloff gefunden zu haben, hat sie immer tief berührt und gestärkt. Jede Zusammenkunft war ein ganz besonderes Ereignis.

Oberleutnant Fritz Schneider - Kp.Chef der 8.Kp. und Kamerad und Feund ihres Bruders in der 1.Kp.
Dr. Gerd Georgi - Chemnitz - für die 3. Kp.
Armin Fischermeier für die Panzerkameradschaft Nürnberg
Hans-Jürgen Zeis für das Panzerregiment 35


Samstag, 25. Oktober 2014

Heinrich Nolte,Rudolf Lezius, Simon, Hans-Detloff von Cossel und Hans G. Müller

Heinrich "August" Nolte
Unscheinbar lag das Bild immer im Archiv...

Einsatzbesprechung mit den 33ern, und dem Adjudanten von der Division 1943?
Natürlich kannte man von Cossel, Müller. Lezius wurde von Eberbach ebenfalls als hervorragender Panzermann erwähnt. Es waren ja "seine Jungs". Doch Nolte drehte den Rücken zu und ich wusste so gut wie nichts von ihm... Simon ist noch unbekannt. Bis vor kurzem! Jetzt ändert sich das! Der Enkel hat Kontakt zu uns aufgenommen und Dank seiner Initiative weiss ich jetzt, dass Nolte von den 33ern war! Jetzt fügt sich wieder ein Puzzleteil zum Ganzen, denn es geht weiter- auch mit den 33ern. Jahrelang war Schweigen. Hptm. Härtl ließ auch nichts von sich hören, so arbeiteten wir an unserer Regimentsgeschichte herum... Lasst Euch überraschen, was sich alles tut. Das Regiment lebt... Die folgenden Bilder sind für unser Archiv wieder eine kleine Sensation...
Sie passen von der Art, Farbe zusammen und gehören wahrscheinlich zu einer Aktion, welche gemeinsam mit den 33ern und den Panzern der 1. Kompanie durchgeführt wurde.
Der Kp.Chef der 2. Kp. ist auch zu sehen...


1941

Panzer 115 von der 1. Kompanie

33er mit Panzerunterstützung des 115 im Einsatz ..



Der Panzer 115 feuert ...

Die anhängenden Benzinfässer lassen auf den Vormarsch im Jahre 1941 schließen... Demnach könnte noch der anschließend gefallene Lt. Rachfalt zu sehen sein.


Grab von Lt. Rudolf Lezius
Das Panzergrenadierregiment 33 hat erstmals einen eigenen Blog!



Montag, 13. Oktober 2014

Eine Kerze für Fw. Willi Schneider - OGfr.Alfred Hilbert - Uffz.Hubert Düll


Dank Florian Schneiders, können wir den weiteren Soldaten der 2. Kp. gedenken.
Obergefreiter Alfred Hilbert - 22.3.1923, Unteroffizier Hubert Düll - 24.5.1921
 (Wahrscheinlich Panzerbesatzung Schneider)
Recherche Oliver Lörscher:  Fw. Willi Schneider ist bei Ukri / Litauen gefallen.
(Gutsfdh. Medemrode, li.Seite, 2. Grab von rechts)
Nach schweren Kämpfen um Bialystok und dem russischen III. sowjetischen Panzerkorps wurde das Regiment am 18.August in Ostrolenka verladen,  Ziel Litauen und Lettland. Durch die Kapitulation Finnlands war die Front zusammengebrochen. Nach drei Tagen war das Regiment vor Ort und griff in die Kämpfe um Auce, Schrunden, Doblen, Moscheiken, Frauenburg... ein.

Fw. Willi Schneider hat nicht nur sein Leben, seine Kameraden verloren, sondern auch seine Zukunft, ein Leben mit seiner Familie. Wenn wir die irrsinnigen "Verluste" an Soldaten ansehen, so gedenken wir ebenfalls dem Schicksal der Hinterbliebenen. Wie ist es ihnen ergangen in den nächsten Jahrzehnten? Das Band zum Regiment war zerrissen. Keine Kameradenhilfe, sicher eine sehr schwere Zeit für Johanna Schneider mit zwei kleinen Kindern.

"Verluste" an der Ostfront August 1944:


Erfurt, April 1940- Hochzeit
14. Jan.1915 - 18. August 1944
Keine schmucken Birkenkreuze -  nur noch Bretter, das Regiment zieht sich zurück und wird Ende des Jahres in Klaipeda nach Danzig verladen. Es werden noch viele Menschen sterben.



Mit freundlicher Unterstützung von Florian Schneider