Um jeder Kriegsromantik vorzubeugen sei noch folgende Anekdote erwähnt
die sich im Tagebuch wiederfindet:
Einige der frisch eingezogenen Rekruten landeten beim Pz.Rgt.35
und verloren sich nie aus den Augen. So auch Heinz Goller der mit Fritz Schneider,
von Rosen und weiteren Kameraden später Offiziere und Feldwebel wurden.
Bei einem der letzten Treffen wurde ich Zeuge wie Heinz Goller (Fw.) zu Heinz Ludwig sprach: "Weisst Du noch Heinz, wie sie in Coburg gleich das Bauernbübchen, das Heimweh hatte,
erschossen haben? So lange marschierten wir an der Blutlache vorbei!"
Nach all den Kriegsjahren war das das Erste, wovon sie sprachen!
Das grausame Exempel, das statuiert wurde, um absoluten
Gehorsam zu errichen!
Mahnung zur Einsicht und zum Frieden!
Es war eines der letzten "Panzertreffen" wo ich Heinz Ludwig
noch treffen konnte und mich mit ihm unterhalten durfte:
Wir sprachen über die letzten Kriegstage in Italien, wo noch zu Ostern 1945
eine italienische Militärparade stattfand. Ein italienischer General sagte zu ihm:
"Ich habe noch sechzehn Panzer IV, die nehmen sie und fahren von Venedig
nach Triest und immer hin- und her. Dann werden die Amerikaner dort
keine Invasion versuchen!"
Lt. Ludwig wurde dann später weiter südlich abgeschossen und lag
verbrannt neben seinem Panzer. Ein englischer Offizier trat neben
den verbrannten Körper und stieß ihn mit dem Fuß an. Heinz Ludwig
lebte noch und kam in ein Lazarett. Der Leibarzt von der Queen
operierte ihn und rette sein Leben, sein Bein blieb in Italien.
Sein Vater verlor im ersten Weltkrieg das andere Bein!



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