Wichtig! - важно!

Jedes Foto vom Panzerregiment 35 ist ein wichtiges und seltenes Zeitdokument.
Viele Kinder haben ihren Vater nie kennengelernt, haben kein Fotos!
Viele russische Menschen haben kein Foto von ihrem Dorf während des Krieges.
Jedes Foto kann bei der Identifizierung von Ort, Zeit und Personen helfen!
Bevor Sie die Fotos, oder Album verkaufen geben Sie uns wenigstens ein Duplikat!
Scan von Vorderseite und Rückseite, wenn Text vorhanden.
Jeder Besitzer eines Fotos hat die Verantwortung für die Vergangenheit in seinen Händen! Helfen Sie uns, damit wir anderen Menschen helfen können!

Каждая фотография Panzerregiment 35 является важным и редким современным документом.
Многие дети никогда не встречались с отцом, у них нет фотографий!
Во время войны у многих русских людей нет фотографии их деревни.
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Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017
immer noch unvergessen...
1943: Olt. Georgi, Chef 3. Kp.
zu dem von "Kameraden" denunzierten Benzinfahrer Otto Becker:
"Ich gebe Ihnen einen guten Rat,
DENKEN SIE NICHT ZU LAUT!"

Damit rettete er ihm das Leben...
Dieser Satz hat zu jeder Zeit
eine tiefe Bedeutung...

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"
(1943 Lgov) Mit dem Teddy lebt das Regiment weiter und wird seiner historischen Verantwortung gerecht - Das Panzerregiment 35 mit seinen Stabskompanien, 8 Kompanien in 2 Abteilungen, der Ersatzabteilung in Bamberg mit 6 Kompanien

Geburtstagsliste - Panzerregiment 35 1940

Die "Bären" 1943

Die "Bären" 1943
Februar 1943 Llgov - Stabskompanie

Abteilungsbefehlspanzer März 1943

Abteilungsbefehlspanzer März 1943
Lt. Heinz Burkard (⚔ 8. Jan.1944) 1943 auf dem Befehlspanzer bei Kaljakorowsk

Mittwoch, 12. September 2018

Der letzte und jüngste Offizier des Regimentes ist tot...

Heinrich Schnappauf
Leutnant 1./5./8. Kompanie Panzerregiment 35

Eliteschüler und gewünschter Adjudant von Feldmarschall Schörner

in Bearbeitung...

Lt. Schnappaufs Begegung mit Feldmarschall Schörner.

"Wo kommen Sie her?"
"Aus Penzberg Herr Feldmarschall!"

 "Sie können mit mir fliegen!"
Der Flug nach Libau im Fieseler Storch...

Die ganze Uniform vollgekotzt im Flieger.
Lt. Schnappauf sollte Adjudant werden. Er lehnte ab.

"Ich fühle mich der Aufgabe nicht gewachsen!
Ich möchte wieder zu meinem Regiment zurück!"

"In Ordnung, aber ich will von Ihnen jeden Monat einen Bericht!"

Beim Regiment:
Der Kommandeur: "Den können Sie schreiben, aber zuvor wollen wir ihn lesen!"

Freitag, 7. September 2018

Erich Hammon Otl. ...die Freude wird nur kurz sein, es ist mein letzter Brief...


Oberstleutnant Erich Hammon
im Hofe des Zuchthauses von Rendsburg
eine Stunde vor der Erschießung


Abschrift

Rendsburg, den 30.6.1945

Meine liebe gute Mama!


Die Freude über einen Brief von mir wird nur kurz sein,
es ist mein letzter!

Am 9.5.1945 bin ich als einer der letzten von der Halbinsel Hela abgesprungen und habe, nach einer abenteuerlichen Fahrt auf einem kleinen Fischkutter der Kriegsmarine, glücklich Flensburg erreicht, wo das OKH saß.
Mein Regiment, das ich nur teilweise herausbrachte, habe ich unterwegs verloren, so dass ich mutterseelenallein war. Auf dem Weg zu General Scheffler, dem General der Artillerie beim OKH, den ich von früher her kannte, und den ich um eine neue Verwendung bitten wollte, wurde ich von einer deutschen Frau um Hilfe gebeten.

Ein russischer Kriegsgefangener war in die Wohnung einer 80-jährigen Frau eingebrochen und hatte ihr 2 goldene Uhren geraubt. Ich stellte den Täter, nahm ihn fest und erschoss ihn, als er auf dem Wege zu einem deutschen Marineposten flüchten wollte.

Nach deutschem Recht habe ich recht gehandelt und war geradezu zu meiner Handlungsweise verpflichtet. Die Engländer, deren Gesetze ich noch nicht kannte - ich war erst am Nachmittag auf dem deutschen Territorium angekommen -, stellten sich auf einen anderen Standpunkt und verurteilten mich am 29.5.1945 in öffentlicher Verhandlung im Schwurgerichtssaal des Landgerichtsgefängnisses in Flensburg zum Tode. Das Urteil wird heute Morgen in 4 Stunden (um 8.00 Uhr) in Rendsburg, wo ich seit dem 1.6.1945 im Zuchthaus als Untersuchungsgefangener sitze, nach Verwerfung der Revision durch General Montgomery durch Erschießen vollstreckt.

In Zelle 103 - meine letzte Regiments Nummer - hatte ich nun 4 Wochen Zeit, mein Leben zu überschlagen.

Meine Gedanken gehörten neben unserer unglücklichen Heimat und meiner Familie in besonders herzlicher Liebe meiner elterlichen Familie, Dir, meiner lieben Mutter! Wie ich zu Dir meine liebe Mama, unserem unvergesslichen Vater und meinem vorausgegangenen Bruder gestanden bin, weißt Du. Es war mir wohl nicht gegeben, das immer mit Worten zu zeigen, aber dein teures Mutterherz hat immer gewusst, wie es in meinem Innern ausgesehen hat. Was ich geworden bin, habe ich ausschließlich Eurer elterlichen Erziehung und dem leuchtenden Vorbild Eures echten deutschen, verinnerlichten Familienlebens zu verdanken. Glücklich der Sohn, der getragen von der tiefen Liebe von Vater und Mutter in den letzten Stunden seines Lebens das sagen kann. Ich habe in Dir eine Mutter besessen, die einmalig - auch von anderen anerkannt - mir alles an Herzensgüte, Herzenstakt und Erziehung gegeben hat, um anständig durchs Leben zu kommen. Deine Liebe hat mich immer geführt und ich habe sie ehrfurchtsvoll in Empfang genommen. Dafür, meine liebe Mama, meinen tiefen und heißen Dank! Du magst nun wohl sagen, Du hast, nachdem Du nun alle 3 Söhne verloren hast, umsonst gelebt.

Nein, ohne Dein Vorbild und Deine Erziehung wäre ich nicht das geworden, was ich meiner Familie sein konnte. Ich sterbe in der Gewissheit, dass ich anständig und treu durch das Leben gegangen bin, das wird auch Dein und mein Gott anerkennen.

Ich gehe in ganz kurzer Zeit ganz ruhig und gefasst vor die Gewehre der englischen Soldaten. Ich werde so sterben wie ich gelebt habe, tapfer und treu. Sicher, auch ich sterbe für unser unsterbliches Deutschland. Wohl zu Unrecht verurteilt, aber für meine Kinder als Vorbild. Sie werden in dem so schweren Leben nicht von der rechten Bahn abkommen können.

Ich habe ein glückliches Leben hinter mir. Die Gnade des Schicksals hat mir ein glückliches, unvergleichliches Elternhaus, eine Frau, die ich mehr als mein Leben geliebt habe, und gute Kinder geschenkt. Außerdem hatte ich eine tiefe Befriedigung in meinem stolzen Beruf gehabt. Ich habe immer Menschen führen dürfen, die mir Liebe und Verehrung gezeigt haben. Meine liebe Mama, wie viele Menschen gibt es, die so viel Glück und Gnade erlebt haben. Sieh, ich sterbe in der Blüte der Jahre ganz leicht, ja sogar stolz. Ihr, die ich zurücklassen muss, habt es in dieser so unglücklichen Zeit so viel schwerer als ich. Meine liebe Mama, Du warst von jeher in Deinem Gottvertrauen stark, Du wirst Deinen Sohn genau so stolz von dieser Erde ziehen lassen, wie ich gehe. Wie leicht ist es, den Germanentod zu sterben. Glaube mir, ich hätte ein Leben als Unfreier nach all den harten Kriegsjahren nur schwer ertragen.

Eine Sorge bedrückt mich natürlich tief, was wird aus meiner geliebten Familie? Meine liebe Mama, Du musst weiterleben und meinem armen „Peterle" weiterhelfen. Ich lege es Dir wärmstens ans Herz. Schenke ihr Deine Liebe weiterhin, sie hat Deinen Sohn durch ihre tiefe Liebe zum glücklichsten Menschen gemacht. Liebe ist das Höchste, was wir auf dieser Erde erwerben können! Ich habe sie von meiner Frau in der denkbarsten verinnerlichten Form genossen. Sie erst hat mich zu einem annähernd ausgeglichenen Menschen gemacht. Wie habe ich sie geliebt!

Bitte sorge dafür, dass Onkel Alfred, Onkel Franz oder die Stadt Bayreuth für meine Kinder sorgen, das habe ich verdient. Alles andere an Kleinigkeiten erfährst Du aus dem Brief an „Peterle". Die Stunden schwinden dahin.

Lass Dir noch einmal, meine liebe Mama, meine unaussprechliche Dankbarkeit und meine tiefe Sohnesliebe zum Ausdruck bringen. Wenn es ein Jenseits gibt, dann werde ich bald mit meinem geliebten Vater, dessen Tod ich niemals habe verwinden können, und meinem lieben Bruder vereint sein.

Du aber musst leben für meine Frau und meine Kinder. So muss ich Dir nun wieder das Mutterlos aufbürden, nämlich die Pflicht im Leben, das Schwerste was es gibt zu tragen.

Nochmals von Herzen tausend Dank und auf Wiedersehen!

Ich sterbe in der unverrückbaren Gewissheit, dass unsere Opfer für Deutschland nicht umsonst gewesen sind, denn Deutschland ist ewig.

Es lebe unsere geliebte Heimat, für die ich im Gedenken an beide Familien bis zuletzt 5 1/2 Jahre gekämpft habe. Gott schenke unserer Heimat bald die Freiheit.

Es wird Dich wohl beruhigen, meine liebe Mama, dass ich wohl nicht mit der Kirche, aber mit meinem Herrgott ins Reine gekommen bin. Er wird mich als deutschen Soldaten, wenn ich stolz und aufrecht vor ihn hintrete, annehmen, denn ich habe für eine gerechte Sache gekämpft.

In inniger Liebe grüße und küsse ich Dich, meine liebe Mama, zum letzten Mal als Dein immer treuer und dankbarer Sohn

Erich

Lebe wohl! Meine geliebte Mutter und trage stolz Dein Los. Auch Du hast in der Liebe ein glückliches, wenn auch schweres Leben hinter und vor Dir.


(Anmerkung: Die Mutter hat diesen Brief nicht mehr erholten, sie ist bei einem Bombenangriff 1945 in der Wohnung verbrannt)




Gericht beim Wehrmachtkommandanten im                      Flensburg, den
Bereiche Nord - Schleswig-Holstein                         15.7.1945
und im Kreise Flensburg
- Der Kreisrichter –

An den
Armeerichter
beim Armeestab Müller

Hutzfeld

Bezug: Anfrage vom 10.7.1945
Betr.: Oberstleutnant Hammon

Bericht

Durch Nachfrage beim Verteidiger des Oberstleutnants Hammon, Marineoberstabsrichter Franke, habe ich über den Fall Hammon Folgendes in Erfahrung gebracht:
Oberstleutnant Erich Hammon, Ritterkreuzträger, zuletzt Kdr. Pz.Art.Rgt. 103 (4. Pz.Div.), wurde am 29.5.1945 durch das Gericht der Militärregierung in Flensburg (General Court),

a) wegen unbefugten Waffengebrauchs,
b) wegen Tötung eines Angehörigen der alliierten Streitkräfte,

zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 30.6.1945 um 8.00 Uhr in der Haftanstalt Rendsburg durch Erschießen vollstreckt, nachdem die eingelegte Revision und das eingereichte Gnadengesuch durch Feldmarschall Montgomery verworfen worden waren.
Oberstleutnant Hammon hatte im Hafengelände Flensburg einen ehemaligen russischen Kriegsgefangenen, der des Diebstahls an einer Uhr verdächtigt war und anscheinend flüchten wollte, nachdem er von Oberstleutnant Hammon auf Ansuchen der Frau gestellt worden war, mit dem Gewehr eines in der Nähe stehenden Wachpostens der deutschen Ordnungstruppe aus etwa 10 Schritt Entfernung niedergeschossen und dabei tödlich getroffen.
Oberstleutnant Hammon war zur Zeit des Vorfalls, erst etwa 2 Tage zuvor aus Hela kommend, in Flensburg angekommen und hatte sich auf dem Wege zum OKW in Mürwick zur Stadt befunden.
Die Bestätigung des Urteils und die Ablehnung des Gnadengesuches wurde Oberstleutnant Hammon am 28.6.1945 um 17.00 Uhr durch den englischen Gefängnisdirektor, einen Major, mündlich bekannt gegeben. Eine schriftliche Bekanntgabe - auch des Urteils selbst - erfolgte nicht.
Vom Zeitpunkt der Bekanntgabe der Bestätigung und Anordnung der Vollstreckung an, waren zwei englische Offiziere und der deutsche Verteidiger ständig bei dem Verurteilten.
Der Verteidiger teilte mit, dass dem Verurteilten durch den englischen Gefängnis-Direktor gestattet wurde, dass er von der Bekanntgabe an, alle seine Orden und Ehrenzeichen wieder hat anlegen dürfen, dass ihm von den englischen Offizieren freiwillig Likör, Wein und gute Zigarren in reichlicher Menge zur Verfügung gestellt wurden und er essen konnte, was er wollte. Ferner wurde ihm ein Plattenspieler mit guten Platten zur Verfügung gestellt, so dass er viel klassische Musik (Beethoven und Wagner) gehört habe. Auch hat er an die Angehörigen und Bekannten schreiben dürfen.
Die Exekution wurde im Gefängnishof durch ein englisches Peleton in Stärke von 8 Mann durchgeführt.
Es wurde gestattet, dass der Verurteilte die Augen unverbunden und die Hände ungefesselt behielt. So fiel er mit dem Deutschen Gruß und einem „Heil Deutschland!".
Er hatte 8 Volltreffer, davon 2 Kopf und 2 Brustschüsse und war sofort tot. Der Verteidiger war zugegen.
Die Ehefrau konnte noch nicht benachrichtigt werden.

Vorschau Art.Rgt.103

Anmerkung: Bilder von Erich Hammon werden gesucht.
Der Blogeintrag ist in Bearbeitung.
Es war im Sinne unserer Veteranen und eine Bitte, Erich Hammon nicht zu vergessen.
Ein Photo, kurz vor der Hinrichtung, ist nur in sehr schlechtem Zustand als Kopie erhalten.
Das Gefängnis stand bis in die 60er Jahre

Montag, 16. Juli 2018

Unser letzter Oberleutnant und Kompaniechef ist gestorben... Olt. Werner Baeck

Ein brillanter Geist mit riesigem Potential...









Eine große Liebe vollendet sich:
"Jeden Tag denke ich an meine geliebte Frau
und hoffe, wieder mit ihr vereint zu sein!"
Im Lazarett gepflegt und aus Russland
kam über die Feldvermittlung
sein Heiratsantrag...






7.6.2018 - Werner Baeck :
Ja, bin wieder Zuhause. Man meinte, wer krank ist, gehört ins Krankenhaus!! Da war ich machtlos. Was dann folgte, war abenteuerlich, bis sich mir die Chance bot,  aus diesem System auszubrechen und wieder Herr meiner selbst zu werden. Und das alles unter Schmerzen ohne Gehhilfe, eigentlich bettlägerig! (Bitte Kopie an Stefanie.) Ihr werdet verstehen, wie froh ich bin, wieder in meiner Bude zu sein!

11.7.2018 - Letzte Whattsapp von Werner Baeck am : Überlegung abbrechen. Klären wirklich.      B  O9mündlich! Schwebt mir anders vor. Bis baldigute! Liebe,i 7 iu8b


16.7.2018 - Oliver Lörscher Trier: 

ach je..., Werner Baeck..., so ein großartiger MENSCH.

Ich bin wirklich froh, so jemanden kennengelernt zu haben, ganz ehrlich, und Du kannst es ja auch nachvollziehen. Ende Mai hatte er mir noch eine Email geschickt.
Gestern gestorben, hat nicht ganz die 99 Jahre geschafft, aber ein stolzes Alter!


16.7.2018 - Falko Gitter Schweden:

Hallo Hans Juergen, gerade habe den Beitrag bei Google gelesen. Meine aufrichtiges Beileid fuer seine Familie und fuer Alle die ihn auf seiner Lebensreise begleiteten. Schade 😪



Gute Reise! 



Mittwoch, 2. Mai 2018

Zürich, 29.12.1933 - Lesen! -

Walter Angst an Christian Krause
Zürich, 29.12.33

Sehr geehrter Herr Krause!
Schade, dass Sie Ihren Brief nicht einige Tage früher an mich schickten. Sie hätten
dann nicht so lange auf eine Antwort warten müssen. Ihr Schreiben kam nämlich
gerade in meine Hände, als ich von einer Reise nach Leipzig-Berlin nach Hause
zurückkehrte. Ich hatte einen Transport deutscher Kinder, die zu einem
achtwöchigen Aufenthalt in die Schweiz reisten, in Berlin abgeholt und stattete bei
der Hinreise Leipzig einen kurzen halbtägigen Besuch ab. Sicherlich hätte sich bei
dieser Gelegenheit eine Zusammenkunft einrichten lassen.
Sie sehen schon aus meiner Einleitung, dass ich mit Deutschland und deutschen
Freunden immer noch rege Beziehungen unterhalte. Ich war im vergangenen
Sommer schon zum vierten Male in Süderoog und habe es schöner denn je
getroffen. Dies Jahr waren auch zwei deutsche Knaben je acht Wochen in meinem
neuerbauten Heim zu Gaste. Der eine Junge, den ich bei meiner letzten Reise selbst
abholte, stammt aus der Gegend von Halle und erinnerte mich durch seine Mundart
sofort sehr lebhaft an Sie und Ihre Süderooger Gefährten aus dem Sachsenlande.

Sie fragen mich um meine Meinung über das neue Deutschland. Ich setze mich zwar
der Gefahr aus, von Ihnen als minderwertig eingeschätzt zu werden, denn Sie
schreiben, dass nur minderwertige Elemente fremder Völker anderer Meinung als Sie
sein könnten. Aber ich wage es trotzdem, Ihnen in einigen Punkten meine Meinung
kund zu tun.
Über den Nationalsozialismus will ich mich nur ganz knapp äußern. Es wäre eine
Kühnheit, nach der kurzen Zeit diese gewaltige Bewegung beurteilen zu wollen und
darüber voreilig zu schwatzen. Vorerst nehme ich die Rolle eines stillen Beobachters
ein. Irgend eine umfassende Kritik könnte höchsten Ihnen und mir
Unannehmlichkeiten bringen und jeden Einwand könnten Sie mit der Einrede
entkräften, dass ich eben nicht in den Verhältnissen drinnen stecke.
Wir kennen ja die deutschen Verhältnisse nur aus den wenigen Mitteilungen unserer
Tageszeitungen und aus den Lob-Artikeln der deutschen Blätter. Wie objektiv die
Presse Verhältnisse schildern kann, habe ich zur Genüge in der Kriegszeit erfahren
und bin für mein ganzes Leben vom Glauben geheilt, dass alles so sei, wie die
Druckerschwärze es schildert. Damals konnten wir aus den Meldungen der
feindlichen Agenturen tagtäglich den Widerspruch der Berichte erkennen und
ersehen, dass die Zeitungen in Kriegs- und Revolutionszeiten eben der Vermittlung
wahrer Tatsachen nicht mehr dienen, sondern in erster Linie ihre Leser suggestiv
bearbeiten und sie für irgendetwas zu begeistern haben.

Mein Urteil wird also noch auf sich warten lassen. Ich richte mich nicht nach Worten,
sondern nach Taten. Entscheidend für mein Urteil ist, wie das neue Deutschland mit
dem Elend der Arbeitslosigkeit fertig wird!
Nur zu einer Einzelfrage, die ich etwas näher zu kennen glaube, will ich mich äußern.
Ich kann Ihre Einstellung zu den Juden nicht ganz verstehen. Den Judenhass, der
sich auch in Ihrem Briefe zeigt, kann ich nicht mit christlichem Glauben in Einklang
bringen. Ihr Deutschen müsst doch ein eigenartiges Christentum haben, wenn Ihr die
Gebote der Nächstenliebe und das „Liebet Eure Feinde, segnet, die Euch fluchen,
auf dass Ihr Kinder Eures Vaters seid“ derart missachtet. Diese beiden Gebote habe
ich immer für die Perlen des Christentums angesehen. Ich bin kein Kirchengänger
und zweifle an vielem, was die Religion anbetrifft, aber ich zähle mich doch noch zu
den Christen, weil ich mich bestrebe, Nächstenliebe zu üben. Mir scheint, dass der
Jude nun als Sündenbock für all das Üble herhalten muss. Sie schreiben von den
Warenhäusern, die den Mittelstand vernichten. Haben denn die Fabriken, deren
Besitzer Christen sind, nicht auch den gewerblichen Mittelstand vernichtet? Die
Warenhäuser spielen doch im Handel dieselbe Rolle wie die Fabriken in der
Industrie.
Mir scheint auch, dass mit der Unterdrückung der Juden die Hauptschuldigen am
deutschen Volke am wenigsten getroffen werden, denn diese Helden haben ihr Geld
schon längst über die Grenze gebracht und fühlen sich in ausländischen Kurorten
sehr wohl. Aber diejenigen Juden, die sich schlecht und recht, wie ihre arischen
Mitbürger, durchs Leben gekämpft haben und auch keine Ersparnisse zur Seite
legen konnten, werden nun von der ganzen Härte der neuen Gesetze bedrückt.
Übrigens seien wir doch so ehrlich: Auch unter den Christen gibt es gemeine
selbstsüchtige Leute genug!!
Ich will Ihnen nicht verhehlen, dass uns Schweizer natürlich die Umwälzung in
Deutschland ziemlich schmerzlich berührt hat und zwar aus einem psychologischen
Grund. Sie können es einem Demokraten aus Überzeugung nicht verargen, dass er
sich dem deutschen Demokraten näher fühlt als dem deutschen Nationalsozialisten.
Vielleicht haben Sie es schon erlebt, dass aus Ihrem Bekanntenkreis jemand vom
Protestantismus zum Katholizismus übergetreten ist. Sicher hat Ihnen dieser
Gesinnungswechsel bittern Schmerz ausgelöst, auch wenn diese Umstellung zum
Vorteil des Beteiligten geschah. Sie werden sich sicher nachher dem Betreffenden
ferner gefühlt haben. Ähnliche Gefühle hat in mir der politische Wechsel in
Deutschland meinen deutschen Freunden gegenüber bewirkt.
Nun zur zweiten Frage, die unser eigenes Haus betrifft: „Sind die Schweizer noch
Deutsche oder sind sie nur! Schweizer, die sich in ihren vier Wänden wohl fühlen und
nicht darüber hinaus wollen?“
Da muss ich Ihnen denn schon mit dem Brustton tiefster Überzeugung sagen, dass
wir in erster Linie Schweizer sind. Wir fühlen uns als ein Volk, das sich nicht trennen
lässt. Wir Deutsch-Schweizer haben uns in Not und Gefahr mit unsern welschen
Brüdern französischer und italienischer Zunge zusammengefunden und keine
wissenschaftliche Rassenkunde wird uns von ihnen entfernen können. Da redet nicht
die Wissenschaft, da spricht das Herz mit seiner allgewaltigen Sprache. Vor zwei
Jahren noch wusste man wenig vom Rassenfimmel! Man halte dieses trennende Gift
von uns fern! Wir wollen gerne ein minderwertiges Gemisch verschiedenen Blutes
sein, aber frei und einig miteinander leben. Wir brauchen diese ins Kraut
geschossenen Theorien nicht um uns zu finden, wir sind schon lange kräftig
beisammen und haben unsere Verbindung in harten Tagen bewährt!
Wir freuen uns, Deutschland zu unsern Freunden zu zählen!
Aber Freundschaft ist noch keine Heirat!
Und jeder Versuch Deutschlands, uns von unsern welschen Volksgenossen entfernen zu wollen,
käme mir ebenso niederträchtig vor, wie das
Bestreben eines Menschen, in die Ehe seines Freundes Zwietracht zu säen, um die
Scheidung herbeizuführen!
Sie müssen mich entschuldigen, wenn ich etwas warm werde und kräftiger als in der
Einleitung auf die Tasten hämmere, aber hier rede ich von meinen höchsten Werten
und Idealen, und das greift ans Herz.
Bei uns denkt kein Mensch je an Anschluss; trotzdem bei uns die Gedanken und
Worte noch ganz frei sind, wird es niemandem einfallen, je ein Wort darüber zu
verlieren!
Selbstverständlich ist in den letzten Zeiten durch die Vorgänge in Ihrem Lande
bedingt sehr viel von der Staatsform gesprochen worden. Doch wie sich die
Vorgänge auch gestalten, wir Schweizer bleiben der Demokratie treu. Wir sind mit
dieser Form der Regierung gut gefahren. Unser Parlamentarismus hat nie versagt
wie der deutsche. Unsere Landesväter und Volksvertreter haben uns vor Krieg und
Hunger zu bewahren gewusst, und es wäre von uns in höchstem Maße töricht,
wollten wir erprobte Einrichtungen über Bord werfen! Unsere Demokratie ist nicht erst
vierzehn, sondern schon über hundert Jahre alt, erprobt und gefestigt. Doch was sich
bei uns bewährt hat, konnte sich bei Ihnen in allerdings merklich anderer Form nicht
durchsetzen und führte zum Zerfall!
Gewiss gibt es auch bei uns Leute, die mit der Regierung unzufrieden sind, aber
Unzufriedene wird es immer geben! Diese Sorte, die eben nur im
Konzentrationslager zu bessern wäre, gründet bei uns neue Parteien. Wir lassen sie
ruhig gewähren und reden. Diese Leute haben keine hoch gesteckten Ziele, sie
warten nur darauf, Führer spielen zu können, endlose Streitereien und Zwiste
beweisen zur Genüge, welche Erwartungen diese Leute hegen!
Wenn Ihre Zeitungen das Gebaren dieser Leute aufbauschen und den Anschein
erwecken, als würden wir Schweizer nur darauf warten, gleichgeschaltet zu werden,
so sind solche Berichte den Gräuelnachrichten schlimmster ausländischer Zeitungen
gleichzusetzen!
Ich fasse zusammen: Ich hoffe sehnlichst, dass Ihr deutsches Volk bessern Zeiten
entgegengeht, über den Weg zu seinem Glück muss es sich selbst am besten
auskennen. Wir Schweizer haben allen Grund, mit unseren Einrichtungen zufrieden
zu sein und sie zu unserm Wohlergehen zu verteidigen. Wir wollen mit dem
deutschen Volke in Freundschaft leben und in friedlicher Zusammenarbeit uns
gegenseitig fördern.
Achte jeden Mannes Vaterland, das deinige aber liebe.

Mit frohen Neujahrsgrüßen
Walter Angst
(Leider kein Bild von Walter Angst)

Christian Krause
Christian Krause hatte als Schüler Anfang der 1930er Jahre zwei Mal – gemeinsam
mit seinem Bruder Helmut 
(später "PiKra" Olt. Krause Chef 3. Kp.Pz.Rgt. 35) 
– an einem internationalen Ferienlager auf der Hallig
Süderoog bei Pellworm (Nordsee) teilgenommen. 
Dieses Lager war von dem
Schweizer Sekundar-Lehrer (Gymnasial-Lehrer) 
Walter Angst geleitet worden. 
Der19-jährige Christian Krause hatte 1933 einen Brief an den väterlichen Freund in die Schweiz geschrieben, auf den er die im Folgenden wiedergegebene Antwort erhielt.


Info zu Joachim Krause und dem erschienenen Buch "Fremde Eltern"








Joachim Krause
Die gefundenen Briefe führten u.a. zum Buch und noch zu viel mehr...


https://www.halligsuederoog.de/geschichte-der-hallig/

Mittwoch, 11. April 2018

gemeinsame Suche nach "Troyanowo" und "Mala Bobrowo"

17.März 2018
Hi there. My name is Alexander Fomin, I'm from Russia. My wife Irina is working at Zheleznogorsk Local History Museum.
During the prepare of a museum's War Hall for 75th anniversary of Zheleznogorsk Region's Release (dating back to World War II), she found some photos related to those days and things that had happened. While she was looking for the origin of that photos, she found the blog dedicated to Panzer Regiment 35, and there were that photos for the origin of she was looking for.
So she would like to make an info exchange without any purpose but historical accuracy. She may share the info about the populated localities named in your messages as "Trojanowo" and "Mala Bobrowo" because these populated localities mentioned above are located in and near Zheleznogorsk Region and they are near to the city of Zheleznogorsk where we live. Some questions she would like you to answer, may fulfill the puzzle of that historical times.
If my offer is interesting to you, reply to this message please.
Our conversation/interested info may be in English (desirable) or in Russian language. Neither I, nor my wife do not know German, online translators may cause misunderstandings in some cases.
Desirely waiting for the reply.

Hallo. Mein Name ist Alexander Fomin, ich komme aus Russland. Meine Frau Irina arbeitet im Schelesnogorsker Heimatmuseum.Während der Vorbereitung der Kriegshalle eines Museums zum 75. Jahrestag der Befreiung der Region Zheleznogorsk (aus dem Zweiten Weltkrieg) fand sie einige Fotos, die sich auf diese Tage und Dinge bezogen, die sich ereignet hatten. Während sie nach dem Ursprung dieser Fotos suchte, fand sie den dem Panzerregiment 35 gewidmeten Blog, und da waren die Fotos für die Herkunft, nach der sie gesucht hatte.Sie würde also gerne einen Informationsaustausch ohne irgendeinen Zweck, aber historische Genauigkeit machen. Sie kann die Informationen über die bevölkerten Ortschaften, die in Ihren Nachrichten genannt werden, als "Trojanowo" und "Mala Bobrowo" teilen, da diese oben erwähnten Orte in und in der Nähe der Zheleznogorsk Region liegen und in der Nähe der Stadt Zheleznogorsk, wo wir leben. Einige Fragen, die sie gerne beantworten würde, können das Puzzle dieser historischen Zeiten erfüllen.
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Dear Alexander!I read everything very well!I understood everything!You may believe me that I will do anything to help you!It is an honor for me and my work to look for the traces of the past together with them.Where can I find "Trojanowo" and "Mala Bobrowo"
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18. März 2018 Die Dörfer Troyanovo, Deryugino und Malo Bobrovo befinden sich an der Grenze zwischen der Region Orlovskaya und der Kurskaya Region in 10-15 km Entfernung. Heute befindet sich in der Nähe des Dorfes Troyanovo, in dem wir leben, eine junge Stadt Schelesnogorsk. Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs existierte die Stadt Zheleznogorsk nicht und das Territorium Zentrum war Mikhailovka sloboda. Vom 3. Oktober 1941 bis zum 3. März 1943 wurde dieses Gebiet von deutschen Truppen besetzt. Die Partizan-Bewegung war sehr aktiv - am 31. Dezember 1942, kurz vor dem deutschen "Jäger-Trupp" -Marsch-Wurf, wurde der Bahn-Bahnhof Deryugino zerstört (vielleicht war die Herleitung der "Jäger-Truppe" daran gebunden).

Die Operation "Eisbär" wurde vom Sonderkommissar General Adolph Heusinger vorbereitet und wurde 1942-1943 auf dem Territorium von Belarus und Russland durchgeführt. Hauptzweck dieser Operation war die Bekämpfung der Partisanen- und Intimitätsdelikte der Urbevölkerung mit dem Abbrennen der Dörfer und ihrer Bewohner, die in der Nähe der Wälder lagen. Im Oktober 1942 wurden auf dem Territorium der heutigen Region Zheleznogorsk mehr als 10 Dörfer auf diese Weise zerstört, mehr als 600 Zivilisten wurden niedergeschossen, aufgehängt oder lebendig verbrannt. Die Operation der Züchter wurde von Gestapo-Chef Zonderführer Paul Lawe, Gendarmerie Chiefs von Dmitriev Town und Mikhailovka Sloboda Schiffer bzw. Schprengel geführt. Die auf den Fotos abgebildeten Dörfer blieben unverbrannt.Die Fotos in Ihrem Blog wurden zu einer großen Überraschung. Es würde wahrscheinlich die maximale Information über sie bekommen: wer hat sie gemacht, welche Rolle hat der Fotograf gespielt, wie hast du diese Fotos angewendet, als die erklärende Botschaft gemacht wurde - während des Zweiten Weltkriegs oder danach? Irgendwelche zusätzlichen Informationen wären wahrscheinlich.

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Ich habe diese Fotos als Original-Negative vom ehemaligen Leutnant Grigat erhalten. Diese Bilder waren wichtiger Bestandteil der Suche nach unserem gefallenen Familienmitglied Hans Müller. Lt. Grigat war zu dieser Zeit bei der Stabskompanie Pz.Rgt.35 - Er hat die Bilder in seinem Archiv beschriftet. Sie sind lückenlos nummeriert und deshalb historisch wichtig. Teile des Panzerregiment 35 wurden immer wieder anderen militärischen Verbänden unterstellt und abkommandiert. So wird es auch beim "Jagdkommando Huzel" gewesen sein. 1943 bestand das I.Panzerregiment 35 aus 4 Kompanien und Stabskompanie. Die II.Abteilung war bereits seit 1942 in Frankreich. Die einzelnen Kompanien waren oft weit verstreut: Briansk, Karatscheff, Narischkino, Trosna, Llgov, etc. und wurden oft verlegt. 
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Mala Bobrowo - Trojanowo - Bahnhof Derjugino ist jetzt nicht mehr zu finden. Teil von Sheleznogorsk


Übersichtskarte



Oberst (Bw) Hans Huzel 
* 14.02.1912   Ludwigsburg
+ 24.06.1981   Erfstadt-Lechenich
01.04.1937 Leutnant 
01.09.1939 Oberleutnant
01.04.1942 Hauptmann, Major, Oberstleutnant, Oberst
Führer SturmRgt 215
12.10.1937 in der 5. / Infanterieregiment 119 (Schwäbisch Gmünd)
10.11.1938 Adjutant des II. / Infanterieregiment 119 (Schwäbisch Gmünd)
RK: 18.02.45 


#45 im Archiv Hptm. Huzel und Lt. Burkard
Immer wieder wurden Teile des Panzerregiment 35 zur "Bandenbekämpfung" anderen Einheiten unterstellt. Das hatte auch den Tod unseres Familienmitgliedes Olt. Hans Müller verursacht. Selbst ein Divisionskommandeur konnte nichts gegen diese Strategie unternehmen. Die Einheit wurde ständig zerrissen und zu Brennpunkten verlegt, da Infanteristen nicht gerne ohne Panzerbeteiligung kämpften und durch ihre Anwesenheit ein Gefühl der Sicherheit erhielten.

Wer wissen will, was sich hinter der Front ereignete möge dies lesen:


Lt. Schnappauf war 1943 einmal in der Gegend um Minsk, als er eine ungarische Schlittenkolonne mit achtzehn Panjepferd Schlitten antraf. Einer der ungarischen Soldaten unterhielt sich mit ihm. Er sagte zu ihm: "Uns gehören nur zwei Schlitten! Die anderen sechzehn gehören alle dem Kommandeur! Stell Dir vor, er hat sogar seine Paradeuniform dabei!" 

Huzel erteilt den Offizieren des Panzerregimentes 35 Befehle. Man beachte die Körpersprache. Cossel war RK Träger und Kp.Chef! Huzel muss eine mächtige Dienststellung innegehabt haben. Die Elite des Pz.Rgt.35 steht wie Rekruten da... 
Hauptmann Huzel Mai/ Juli Raum Oserskaja 1942





Several months ago two photos were explored by Zheleznogorsk local history museum. They were signed "German Jagd-Commando passes through Troyanovo village". The photos and their signatures called out many questions to them from museum's co-workers. The big issue work was expected, and it brought surprising results 
Signings on the photos: upper - "German soldiers are loading their sledges and equipment on the platforms at Deryugino station. 25th of January,1943"; at the bottom - "Germans making a march-throw via Troyanovo" (left one), "Places of the march-throw via Troyanovo nowadays" (right), "Alexandra Egorovna Rodina (one of the oldest inhabitants of Troyanovo) helped us to determine the place where the films had been made" (common, at the very bottom of the page).
Photos will tell about the history It seemed that about the Great Patriotic War was known very well but the new documents and evidences being discovered. 
So it hadhappenned to this photos. While looking into german soldiers' smiling faces, it was hard to believe that they didn't take part in a jollycountry-skiing over Russian snowy vastnesses. 
Each of them was a man hunt participator, which was held in 1941-1943 at the Mikhailovka region's territory.
From the historical course we know that in times of the Great Patriotic War in the north of Kursk Region arose Dmitrovsk-Mikhailovka zone, where Dmitrovsk, Dmitriev, Mikhailovka, Trosna and other partizan squads had been acting. 
Partizans kept german occupants on guard all the time through, restraining the invaders every time of the day or the night. Partizans did their best to destabilize the situation at 2nd German Tank Army's rearward, which was responsible for the support of "new order" at the territories of Oryol, Bryansk and Kursk Regions.
Until the end of 1941, german headquarters didn't pay proper attention to "forest bandits". But, as partizan movement was getting stronger, guard troops were actively forming. Here are some data, in the evidence of previous words: german sources said that in 1941 78 guard troops acted against Soviet partizans, in 1942 there were 140 of them, in a first half of 1943 - already 270 guard troops. Despite of all invaders efforts, by 1943 the situation in the occupied regions of USSR began to get out of hand. The 2nd German Tank Army commandment began to pay a special attention to anti-partizan missions, the purpose of which was destruction of rebellion's outbreaks. Periodically sanctionned demonstrative punitive expeditions with forefront unions' assistance. In so-called 'patrizan clear-outs' of occupied territories also the Jagd- Commando were actively used. Most times they were used for battle explores or searching for the partizans in forests. Mainly, such destroyers' mobile groups were formed with penals which had got hunting instinct and survival skills. Good war skills wasn't desired to them.
Since December of 1942, united partizan troops of north-west regions of Kursk Region began to attack german garrisons more frequently. 
That time polce departments at Alyoshino, Malo-Bobrovo, Ostapovo, Pogodino and some others were destroyed. By 2nd of January,1943 partizan raid over Deryugino station took place. After two hours of the assault, railroad, switches, water tower, semaphores, freight train were blown up and all of communication lines were destroyed. The station was inactive for 3 days. As the result of the events mentioned above, the real threat of seizure and destruction of important transport node, through which Wehrmacht military echelons were moving to the forefront, had arisen. In addition to the policemen and forefront unions, the Jagd-Commando of 35th Panzer Regiment of 2nd Wehrmacht Tank army also took
part in the mission. All of 1942 the regiment took part in defensive combats in Oryol Region, and after that it took part in unsuccessful - for the germans - Kursk Battle. Movement of that exact JagdCommando was imprinted on the photos acquired by the museum. As it became known during the issue work, these photos were not the only ones. In a private archive of a little german town there is a film roll with photos of that days. During intensive correspondence with film negative's owner we discovered an amazing story of these photos. A few dozens of photos are telling us about soldiers and officers of Captain Huzel's Jagd-Commando's weekdays. The photos were made on January of 1943 by another participant of march-throw and the member of JagdCommando - nonpro photographer, Leutenant Wilfred Grigat. He saved original
negatives and shared them for the issue works to its present owner - Hans-Juergen Zeis. The detailed, film-by-film register was attached to it. Thanks to german pedantism and accuracy affection, we can exactly say that photos were made at Malo-Bobrovo, Troyanovo,
Deryugino localities during the days of ending of the 2nd "White Bear" mission (took place during 11-24 of January, 1943). Our german colleague-researcher Zeis helped us with the decipher of the register written in German as well as naming each of the filmed officers.
Film maker shared us the memories about those days: "At the very beginning of the "partizan hunt" we couldn't get any result. Therefore, policemen had been sent and they began to interrogate locals". On the last films of the roll german soldiers are loading their sledges and equipment on the platforms at Deryugino station. On 25th of January,1943 after mission's completion, mobile anti-partizan group had moved for the rest.
"White Bear" mission didn't bring the expected success, though partizans incurred big losses. More than one month later the territory of Mikhailovka region would be free from occupants. Meanwhile, calm and relax "hunters" on the film were sure that situation was under
control. Fom the history of the Great Patriotic War we know that, despite of occupants' efforts, partizan movement haven't been crushed.
Jagdcommands, due to their better skills, received tactical results and overcome partizans, but it didnt't work in total. German commandment couldn't restrain partizan movement only with military means. For effective struggle against partizan squads the locals' support on the occupied territory was strongly required. But, after punitive missions during which whole localities were destroyed, germans hardened more against themselves the inhabitants of the occupied regions.
During the research, we received the answer on the another question that had not been asked: What memories about that war do the citizens of nowadays Germany keep in mind?
Hans-Juergen Zeis: "I have never heard that russians were called evil or bad. All the veterans said that russians sufferred silently and they deserved our respect".
The Great Patriotic War ended 73 years ago. Each Russian knows about the great price paid for the Great Victory, about that fact that the war is fearsome any way. Today, our common goals are to keep the memories about that war and to make our best for not occur this again.

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Wir gedenken zur Zeit des dreissig jährigen Krieges, der vor 400 Jahren begann und bis heute nicht genügend aufgearbeitet wurde. (Forscher sprechen vom "schlimmsten Krieg der Weltgeschichte" wenn es denn solche Vergleiche überhaupt gibt)
Alle Grausamkeiten, alle Verwüstungen begannen damals in gleicher Weise und gipfelten in der Auslöschung großer Teile der Bevölkerung. In manchen Gegenden 50 -60% 

In Tagebüchern von damals erkennen wir, dass die Grausamkeiten und Kriegspraktiken sich gleichen. "Der Krieg ernährt den Krieg!" Napoleon griff auf alte Erfahrungen zurück. 

Die alten Soldaten erinnerten sich an "Verdun"* als sie an den Brücken der Pronja das russische Artilleriefeuer durchlebten! 
Alles beginnt harmlos. Mit einem Nichtangriffspakt, mit Diplomatie, manchmal mit einem Fenstersturz wie in Prag. 

"Die Dinge sind soweit gekommen, dass alle Kriege, die in Europa geführt werden, sich miteinander vermischt und zu einem einzigen geworden sind"
König Gustav Adolf 1627

https://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Verdun ( Frühe Jahrgänge hatten an der Schlacht, als Soldaten im 1.WK teilgenommen) 






Sonntag, 25. Februar 2018

Fw. August Rühland meldet sich...

Stand Februar 2018:
Mein guter Freund aus Moskau schreibt mir, dass Fotos aufgetaucht sind...
Der Sammler hat ein Herz und übermittelt mir Bilder.
Es gelingen verschiedene Identifizierungen der Fotos:





















Feldwebel August Rühland im 221 - 2. Kompanie, 2.Zug, Zugführer im Pz.Nr.1

Samstag, 3. Februar 2018

Die Litzendorfer Panzer - von Albert Knoblach

Die Litzendorfer Panzer

Kriegsende in der Gemeinde Litzendorf
Autor:  Albert Knoblach
überarbeitete Auflage 2018


45 Seiten Heimatforschung
copyright auch auszugsweise bei Albert Knoblach
                       

Dienstag, 19. Dezember 2017

Der Russlandfeldzug des Fritz Schneider als Feldpostbriefe


Ich begebe mich wieder an die Arbeit, denn es noch viel zu tun... Ich mache den Versuch, das vorliegende Material abzuschreiben und unseren interessierten Lesern zur Verfügung zu stellen. 
Es wird schwer werden, denn der eigene Vater hasst die Schreibschrift seines Sohnes und kann die Briefe nicht lesen. 
Die Mutter, zu der Fritz ein sehr enges Verhältnis hat, wird sie dem Vater vorlesen.

Als Fritz nach dem Kriege heimkehrt bemerkt sein Vater nur: "Mit Dir hat keiner mehr gerechnet!"
Er hatte andere berufliche Pläne und muss seinen Wunsch, als Baumeister zu arbeiten wieder aufgeben. Er befiehlt seiner Frau, das Zeichenbrett wieder auf den Dachboden zu stellen. Das bedeutet das Ende seiner Architektentätigkeit. 

Zum Verständnis dieser Zeit: Die Mutter von Fritz brät einmal eine Gans... Schweigen.. Alle essen. Die Mutter fragt ihren Mann: "schmeckt es ?" - keine Antwort... Sie fragt wieder: "schmeckt es ?" -
Antwort des Herrn Schneider senior: " Merk Dir einmal - wenn ich nichts sage, dann schmeckt es! Und wenn Du nochmals fragst, - dann werfe ich den ganzen Gänsebraten zum Fenster hinaus!"

Fritz Schneider junior...

Junger Mann aus gutem Hause, einziger Sohn wohlhabender Eltern zieht in den Krieg...
Pimpfenzeit, Abitur, Studium der Chemie in Erlangen, (Abbruch wegen Krieg) Arbeitsdienst liegen hinter ihm. Er ist ein Kind seiner Zeit und durch und durch geprägt.
Wir begleiten ihn, soweit möglich von seinem ersten Kriegstag bis ins Jahr 2014...



5. Kriegstag Krieg in Russland - 1. Brief (Panzerschütze ROB)
Panzerkommandant: Uffz.Pröbster
Kompaniechef: 1. Kompanie (Olt. v. Cossel) 

Regimentskommandeur:  Oberst Eberbach
Divisionsgeneral: von Langermann und Erlencamp
Armeegruppe:  Guderian

Meine Lieben!
folgt...