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| Für deutsche Offiziere selbstverständlich - russische Frauen waschen die Wäsche... |
Über jeden Soldaten liesse sich ein Buch schreiben...
- General Eberbach - Kriegshandwerker -
- General Eberbach - Betrachtungen...
- Major d.R. "Bubi" Schultz
- Major (Gen.) Meinrad v. Lauchert
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- Archiv Fritz Schneider - Feldpost
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- Lt. Conrad Badekow - Abt. Adjudant II./I. Panzerregiment 35 14.11.44 - 4.4.45
- Lt. Karl-Heinz Ludwig (Prof. Dr.jur.) Tagebücher und Photos 1941
- Lt. Karl Ketterer
- Lt. Heinrich Schnappauf - Lt. Friedrich Graf Castell-Rüdenhausen, Lt. Karl-Heinz Gsell, Lt. Rüdiger von Moltke, Lt. Heinz Geissler, Lt. Manfred Kurze, etc.
- Erinnerungen von Lt. Schnappauf
- Photoalbum Dr.W.Grigat
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- Ofw. Walter Wolf - Fw. Georg Körner - Uffz. Carl P...
- OFw. Otto Eidloth
- OFw. Eduard Ender vermisst 18.01.1945 in Ostpreußen
- Fw. Karl Kunzmann
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- Fw. Erwin Wagner
- Uffz. Hermann Ott 19.12.21 - 5.Januar 1945 Džūkste - Lettland
- Uffz. Gitter
- Tagebuch OGfr. Franz Weber
- Sigurd Hutschenreuther
- OREL-MZENSK Bildband
- Korrekturen zum Archiv Band 1
- Archiv- Ruth Kutzner Halver 1940
- Der Gedenkstein des Panzerregiment 35
Freitag, 9. Dezember 2011
Donnerstag, 8. Dezember 2011
Mittwoch, 7. Dezember 2011
Mzensk 1941 special... Olt Krause Chef. 3. Kp. (gelber Bär)
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Mzensk 1941 special... Ferdinand Porsche inspiziert russ. Panzer
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| Die besseren Panzer |
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| Major von Lauchert führt die Delegation |
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| Bericht vor Ort |
Mzensk 1941 special...
Wegen dem grossen Echo, das Mzensk hervorgerufen hat, wollen wir den Historiker Kollegen ein "special" bieten...
Okt. 1942 - Pz.Rgt.35 gräbt sich in "Mütterchen Russlands Erde" ein!
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| Die Pistole auf dem Schreibtisch, alles geordnet und sauber! |
Dienstag, 6. Dezember 2011
Mzensk 1941 im Oktober
9 russische "Hilfswillige" in Charkov - 1943 -
Vater und die neun russischen Hiwi...(http://de.wikipedia.org/wiki/Hilfswilliger)
Mein Vater hatte als Schirrmeister in Charkow neun Hiwi. Das waren russische "Hilfswillige". Diese waren ausserordentlich tüchtige Mechaniker. Auf freiem Felde unter Artilleriebeschuss wurden Fahrzeuge repariert. Mit Baumstämmen wurde das Fahrzeug gehoben. Mitten auf der Wiese wurden die Motoren zerlegt und die Kurbelwellen ausgezinnt. Über die technischen Fähigkeiten war mein Vater immer des Lobes voll.
Eines Tages kam ein Anruf, dass er sofort einen Grund finden müsse, um mit seinen Hiwis nach Charkow zur Polizei zu fahren. Er solle dies unbemerkt machen, damit niemand Verdacht schöpfen könne. Es muss sofort geschehen. Vater sagte daraufhin seinen Hiwis, dass KFZ Teile in Charkow geholt werden müssen. Das kam öfter vor und war plausibel.
Iwan, der "Capo" der Hilfswilligen, war in der relativ langen Zeit der Zusammenarbeit wie sein Freund geworden und genoss viele Privilegien und sie alle hatte ein gutes Leben bei meinem Vater. Er und noch ein Hiwi nahm neben ihm Platz und die anderen sieben Hiwis kletterten auf die Ladefläche. Vater verzurrte die Plane fest und fuhr in flotten Tempo nach Charkow. Er fuhr forsch die Strasse entlang und bog plötzlich in das Gelände der Feldgendarmerie ein. Man hatte ihn bereits erwartet. Sofort wurde hinter ihm das Tor geschlossen und Posten zogen auf. Sein LKW wurde von bewaffneten Posten umstellt und alle Russen wurden abgeführt.
Vater sagte mir, dass die Hiwi sofort wussten was los war, als er das Lenkrad einschlug und eine Kurve fuhr...
Vater kam ins Büro, dort wurde ihm die Sachlage erklärt:
Bei einem "Verhör" kam hatte jemand gestanden, dass die Hiwis des Schirrmeisters Zeis bereits Nachschlüssel zu den Fahrzeugen gemacht hätten und ihm in dieser Nacht die Kehle durchschneiden wollten und dann im Konvoi zu den russischen Truppen überlaufen wollten!
Mein Vater war fertig mit den Nerven und wollte es nicht glauben!
Niemals! Nicht seine Hiwis! Mit Iwan war er mittlerweilen gut befreundet, sie verstanden und sprachen jeweils die Sprache des Anderen....
Vater bat inständig den Wachhabenden Offizier, wenigstens mit Iwan noch einmal sprechen zu dürfen!
Diese Bitte wurde ihm gewährt. Iwan wurde herein geführt - Vater fragte ihn ungläubig zu dem ungeheuerlichen Vorwurf...
Iwan sank weinend auf die Knie und umarmte die Beine meines Vaters. Unter Tränen gestand er den mörderischen Plan...
Verzeihung Pan! Verzeihung Pan!
Vater war wie betäubt - Niemals hätte er dies für möglich gehalten.
Iwan gestand meinem Vater, dass sie genau in dieser Nacht ihm die Kehle im Schlafe durchschneiden wollten und mit den erbeuteten Fahrzeugen zum Russen überlaufen wollten!
Traurig und stumm musste mein Vater mit ansehen, wie Iwan wieder abgeführt wurde -
Alle neun Hiwi wurden noch am gleichen Tag erschossen....
Mein Vater hatte als Schirrmeister in Charkow neun Hiwi. Das waren russische "Hilfswillige". Diese waren ausserordentlich tüchtige Mechaniker. Auf freiem Felde unter Artilleriebeschuss wurden Fahrzeuge repariert. Mit Baumstämmen wurde das Fahrzeug gehoben. Mitten auf der Wiese wurden die Motoren zerlegt und die Kurbelwellen ausgezinnt. Über die technischen Fähigkeiten war mein Vater immer des Lobes voll.
Eines Tages kam ein Anruf, dass er sofort einen Grund finden müsse, um mit seinen Hiwis nach Charkow zur Polizei zu fahren. Er solle dies unbemerkt machen, damit niemand Verdacht schöpfen könne. Es muss sofort geschehen. Vater sagte daraufhin seinen Hiwis, dass KFZ Teile in Charkow geholt werden müssen. Das kam öfter vor und war plausibel.
Iwan, der "Capo" der Hilfswilligen, war in der relativ langen Zeit der Zusammenarbeit wie sein Freund geworden und genoss viele Privilegien und sie alle hatte ein gutes Leben bei meinem Vater. Er und noch ein Hiwi nahm neben ihm Platz und die anderen sieben Hiwis kletterten auf die Ladefläche. Vater verzurrte die Plane fest und fuhr in flotten Tempo nach Charkow. Er fuhr forsch die Strasse entlang und bog plötzlich in das Gelände der Feldgendarmerie ein. Man hatte ihn bereits erwartet. Sofort wurde hinter ihm das Tor geschlossen und Posten zogen auf. Sein LKW wurde von bewaffneten Posten umstellt und alle Russen wurden abgeführt.
Vater sagte mir, dass die Hiwi sofort wussten was los war, als er das Lenkrad einschlug und eine Kurve fuhr...
Vater kam ins Büro, dort wurde ihm die Sachlage erklärt:
Bei einem "Verhör" kam hatte jemand gestanden, dass die Hiwis des Schirrmeisters Zeis bereits Nachschlüssel zu den Fahrzeugen gemacht hätten und ihm in dieser Nacht die Kehle durchschneiden wollten und dann im Konvoi zu den russischen Truppen überlaufen wollten!
Mein Vater war fertig mit den Nerven und wollte es nicht glauben!
Niemals! Nicht seine Hiwis! Mit Iwan war er mittlerweilen gut befreundet, sie verstanden und sprachen jeweils die Sprache des Anderen....
Vater bat inständig den Wachhabenden Offizier, wenigstens mit Iwan noch einmal sprechen zu dürfen!
Diese Bitte wurde ihm gewährt. Iwan wurde herein geführt - Vater fragte ihn ungläubig zu dem ungeheuerlichen Vorwurf...
Iwan sank weinend auf die Knie und umarmte die Beine meines Vaters. Unter Tränen gestand er den mörderischen Plan...
Verzeihung Pan! Verzeihung Pan!
Vater war wie betäubt - Niemals hätte er dies für möglich gehalten.
Iwan gestand meinem Vater, dass sie genau in dieser Nacht ihm die Kehle im Schlafe durchschneiden wollten und mit den erbeuteten Fahrzeugen zum Russen überlaufen wollten!
Traurig und stumm musste mein Vater mit ansehen, wie Iwan wieder abgeführt wurde -
Alle neun Hiwi wurden noch am gleichen Tag erschossen....
Offizierstellenbesetzung 1942 - Bekannte Namen -
| "Unser" Hans Müller ist auch Zugführer - Lt. Helmut Blank aus D´dorf besucht die Mutter von Hans Müller, sie ist ganz hin- und hergerissen: "So einen schönen Leutnant hat sie noch nie gesehen!" |
| Der Vater unseres "Doc" ist Zugführer und wird bald nach Afrika versetzt |
| Lt. Grigat kommt vom Pz. Rgt.6 - Olt. Königsfeld fällt als Hauptmann, indem er sich vor Gefangennahme erschießt. |
Oktober 1942 Swoboda - Scheino - Tisch am Erdbunkerfenster des Lt. W. Grigat
Montag, 5. Dezember 2011
Oktober 1942 Swoboda - Scheino - Mzensk - Ofen
Oktober 1942 Swoboda - Scheino - Mzensk
Wir gehen mit dem Film Nr. 34 im Oktober 1942 in die Stellungen des Pz. Rgt. 35 am Ufer der Ssuscha. Darüber gibt es viel zu lesen. In den erschienenen Panzernachrichten, im Buch des Regimentes.
Samstag, 3. Dezember 2011
aktueller Zwischenbericht...
Hello Hans-Juergen,
I just wanted to let you know that yesterday I received a very nice letter in the post from Mr. Werner Gallenz on the behalf of his father-in-law, Otto Eidloth. Werner wrote to me to let me know that he read my posted letter to Otto and that Otto enjoyed hearing my words. Joey and I also included in Otto's letter, a photo of the two of us so he can see what his new friends in the USA look like. I'm happy that we now have even more new friends in Germany, thanks to Pzr Rgt 35 Blog!
Danke Werner Gallenz, Danke Wayne Gsell. Ich danke für Euer Engagement!
Putzt alle Euere Fahrräder, denn unsere Gisi Weiss vom Leonora Projekt hat schon Pläne für USA- Bike Trip! - "Das I.Panzerregiment 35 auf USA Tour ? - General Patton würde sich vor Freude auf die Schenkel hauen! Ich pinkel dann in den Missisippi!
I just wanted to let you know that yesterday I received a very nice letter in the post from Mr. Werner Gallenz on the behalf of his father-in-law, Otto Eidloth. Werner wrote to me to let me know that he read my posted letter to Otto and that Otto enjoyed hearing my words. Joey and I also included in Otto's letter, a photo of the two of us so he can see what his new friends in the USA look like. I'm happy that we now have even more new friends in Germany, thanks to Pzr Rgt 35 Blog!
Danke Werner Gallenz, Danke Wayne Gsell. Ich danke für Euer Engagement!
Putzt alle Euere Fahrräder, denn unsere Gisi Weiss vom Leonora Projekt hat schon Pläne für USA- Bike Trip! - "Das I.Panzerregiment 35 auf USA Tour ? - General Patton würde sich vor Freude auf die Schenkel hauen! Ich pinkel dann in den Missisippi!
Freitag, 2. Dezember 2011
Neuer Film Nr. 34 - Oktober 1942
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| kurzer Erfolg... |
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| Komp.Grigat und die Bunker am Ufer der Ssuscha bei Mzensk |
Mittwoch, 30. November 2011
Januar 1943 - Die Störche nehmen die Verwundeten auf ...
Zum gestrigen Tag...Am 29. November 1941 ging vom Bahnhof Märzfeld auf dem damaligen Reichsparteitagsgelände der erste Deportationszug mit über 1000 Juden aus Franken Richtung Osten in das Lager Jungfernhof bei Riga
Gestern abend war ich mit meiner Frau und einer Jugendfreundin anwesend. Deren Grossvater wurde von den braunen Horden wie ein Hund in Nürnberg erschlagen. Seine Frau wurde nach Izbika verschleppt und dort umgebracht. Die Mutter unserer Freundin hatte das Glück zu überleben, weil ihr Mann Frontsoldat war und seine Frau nicht den Nazischergen übergab.
Meine Mutter war überzeugte Nazianhängerin und wachte erst allmählich auf. Ausgerechnet die Holocaust Überlebende Lotte wurde jahrzehntelang eine ihrer besten und engsten Freundinnen. Durch sie erfuhr sie die Leiden und die Todesangst die diese Menschen in diesen unseligen Jahren durchstehen mussten. Meine Mutter verleugnete nie ihre Einstellung und Liebe zu Deutschland. Trotzdem fanden sie sich, weil ihre Werte, Zuneigung, Mitgefühl, Treue sich ergänzten und sie sich in gegenseitigem Respekt fanden.Die beiden schafften den Spagat, sich zu finden trotz der gegensätzlichsten Erlebnisse, die nur vorstellbar waren.
Während der Gedenkveranstaltung und den bewegend vorgetragenden Erlebnissen der Zeitzeugen liefen auf der Projektionswand Bilder von verschleppten und ermordeten Menschen aus Nürnberg ab. Es waren Menschen wie Du und Ich! Menschen wie aus unserer Nachbarschaft. Nur durch die Brandmarkung und Abstempelung wurden sie aus unserer Gesellschaft ausgegrenzt, allem - wirklich allem beraubt und ermordet. Sie hatten viele willige Helfer!
Meine Eltern heirateten im Mai 1941- Mein Vater bekam als Soldat einen Wermachts LKW gestellt und sie konnten in der Hirtengasse in Nürnberg Hausrat abholen. Es war die Wohnung von Juden, die weinend in der Ecke standen, während ein SA Mann in der Asche des Ofens nach versteckten Reichtümern suchte. Jeder wusste, dass erst durch Vertreibung und Deportation, sich das gesamte Vermögen dieser Menschen beschlagnahmen liess. Junge Ehepaare wurden so zu Nutznießern und Teilhabern an Vertreibung und Mord gemacht.
Meine Mutter hatte in der Firma Friedmann - Wäschefabrik gearbeitet am Tage der Reichsprogromnacht. SA Leute schütteten Säure auf die wertvollen Teppiche und zerschlugen das Büro.
Familie Friedmann hatte zwei kleine süße blonde Kinder! Herr Friedmann war Frontkämpfer im I.WK und sie glaubten dadurch geschützt zu sein. Sie wurden alle ermordet. Auch WK I Veteranen mit dem EK I wurden ohne Rücksicht verschleppt und ermordet.
Wir machen hier keinen Spagat zwischen Hakenkreuz und Davidstern. Wir versuchen wahrhaftig zu sein, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Wir haben eine Geschichte, wir haben eine Historie, wir haben eine militärische Vergangenheit, wir haben die Tradition des Pz. Rgt.35.
Würden wir alles ignorieren würden wir uns nur verstellen und unglaubwürdig werden. Ohne Historie, ohne Geschichte, ohne Würde kann kein Mensch leben und auch keine Nation.
Dummheit, Brutalität und Grausamkeit lassen sich nicht verbieten, sondern verbergen sich geschickt und tarnen sich vortrefflich. Wir müssen erkennen, lernen und daraus unser Wertesystem immer und immer wieder auf den Prüfstand stellen. Nur dann arbeiten wir mit Messlatte und Richtschnur.
Menschen ohne Respekt für Werte, ohne Gefühl, Nächstenliebe, Mitgefühl wurden früher aus der menschlichen Gemeinschaft ausgeschlossen. Wir sollten das gleiche tun und sie nicht noch füttern.
Das Leid der Menschen die wir Juden nannten ist unaussprechlich. Die oft lächerliche Bestrafung der Täter war ein Hohn für die Opfer.
Für einen Holocaust Überlebenden wird dieser Blog eine Zumutung sein. Wir brauchen ihn trotzdem, Ohne Historie sind wir wie Blätter im Wind. Ich hoffe inständig, dass wir immer wieder unsere Werte glaubhaft vermitteln und Verständnis für unsere Arbeit finden.
Videointerview: Ernest Haas, Überlebender
Persönlicher Bericht: Arno Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde
Gespräch: Peter und Samual Stern (Überlebende), Rudi Ceslanski (Sohn Deportierter), Hans-Christian Täubrich (Leiter Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände)
Hans- Jürgen Zeis
aus Nürnberg, der Stadt der Reichspareitage, der Nürnberger Rasse - Gesetze ...
und jetzt Stadt der Menschenrechte...
Diesen neuen Titel gilt es zu beweisen.
Immer wieder höre ich die Entschuldigung, dass der Eine, oder Andere noch nicht zu dem Zeitpunkt geboren war. Ich auch nicht! Trotzdem überdauerte der Schrank der Familie aus der Hirtengasse Jahrzehnte und zog dreimal mit unserer Familie um! Immer als stummer Zeuge und Erinnerung, dass auch unbeteiligte Menschen irgendwie in die Sache verwickelt waren. Auch ich hatte meine Kleider und Spielsachen viele Jahre darin verwahrt. Lange stand er noch auf dem Dachboden und immer wenn ich dorthinkam, war der erste Gedanke an die Familie aus der Hirtengasse und dass der Schrank eigentlich kein Glück bringen kann. Vor einigen Jahren habe ich ihn unter Mühen entsorgt. Er war sehr massiv und schwer gebaut. Solide Handwerksarbeit.
Wieviele Firmen, Betriebe entstanden in den Nachkriegsjahren aus dem Beutezug der Habgier. Viele sind wieder verschwunden, waren letztlich "unrecht Gut" das nicht gedeihet. Scheinheilig arisiert, ohne den Segen, den ein "rechtes Gut" begleiten soll. Also sollten wir uns es nicht so leicht mit der "Nichtbeteiligung" machen.
Meine Mutter war überzeugte Nazianhängerin und wachte erst allmählich auf. Ausgerechnet die Holocaust Überlebende Lotte wurde jahrzehntelang eine ihrer besten und engsten Freundinnen. Durch sie erfuhr sie die Leiden und die Todesangst die diese Menschen in diesen unseligen Jahren durchstehen mussten. Meine Mutter verleugnete nie ihre Einstellung und Liebe zu Deutschland. Trotzdem fanden sie sich, weil ihre Werte, Zuneigung, Mitgefühl, Treue sich ergänzten und sie sich in gegenseitigem Respekt fanden.Die beiden schafften den Spagat, sich zu finden trotz der gegensätzlichsten Erlebnisse, die nur vorstellbar waren.
Während der Gedenkveranstaltung und den bewegend vorgetragenden Erlebnissen der Zeitzeugen liefen auf der Projektionswand Bilder von verschleppten und ermordeten Menschen aus Nürnberg ab. Es waren Menschen wie Du und Ich! Menschen wie aus unserer Nachbarschaft. Nur durch die Brandmarkung und Abstempelung wurden sie aus unserer Gesellschaft ausgegrenzt, allem - wirklich allem beraubt und ermordet. Sie hatten viele willige Helfer!
Meine Eltern heirateten im Mai 1941- Mein Vater bekam als Soldat einen Wermachts LKW gestellt und sie konnten in der Hirtengasse in Nürnberg Hausrat abholen. Es war die Wohnung von Juden, die weinend in der Ecke standen, während ein SA Mann in der Asche des Ofens nach versteckten Reichtümern suchte. Jeder wusste, dass erst durch Vertreibung und Deportation, sich das gesamte Vermögen dieser Menschen beschlagnahmen liess. Junge Ehepaare wurden so zu Nutznießern und Teilhabern an Vertreibung und Mord gemacht.
Meine Mutter hatte in der Firma Friedmann - Wäschefabrik gearbeitet am Tage der Reichsprogromnacht. SA Leute schütteten Säure auf die wertvollen Teppiche und zerschlugen das Büro.
Familie Friedmann hatte zwei kleine süße blonde Kinder! Herr Friedmann war Frontkämpfer im I.WK und sie glaubten dadurch geschützt zu sein. Sie wurden alle ermordet. Auch WK I Veteranen mit dem EK I wurden ohne Rücksicht verschleppt und ermordet.
Wir machen hier keinen Spagat zwischen Hakenkreuz und Davidstern. Wir versuchen wahrhaftig zu sein, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Wir haben eine Geschichte, wir haben eine Historie, wir haben eine militärische Vergangenheit, wir haben die Tradition des Pz. Rgt.35.
Würden wir alles ignorieren würden wir uns nur verstellen und unglaubwürdig werden. Ohne Historie, ohne Geschichte, ohne Würde kann kein Mensch leben und auch keine Nation.
Dummheit, Brutalität und Grausamkeit lassen sich nicht verbieten, sondern verbergen sich geschickt und tarnen sich vortrefflich. Wir müssen erkennen, lernen und daraus unser Wertesystem immer und immer wieder auf den Prüfstand stellen. Nur dann arbeiten wir mit Messlatte und Richtschnur.
Menschen ohne Respekt für Werte, ohne Gefühl, Nächstenliebe, Mitgefühl wurden früher aus der menschlichen Gemeinschaft ausgeschlossen. Wir sollten das gleiche tun und sie nicht noch füttern.
Das Leid der Menschen die wir Juden nannten ist unaussprechlich. Die oft lächerliche Bestrafung der Täter war ein Hohn für die Opfer.
Für einen Holocaust Überlebenden wird dieser Blog eine Zumutung sein. Wir brauchen ihn trotzdem, Ohne Historie sind wir wie Blätter im Wind. Ich hoffe inständig, dass wir immer wieder unsere Werte glaubhaft vermitteln und Verständnis für unsere Arbeit finden.
Videointerview: Ernest Haas, Überlebender
Persönlicher Bericht: Arno Hamburger, Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde
Gespräch: Peter und Samual Stern (Überlebende), Rudi Ceslanski (Sohn Deportierter), Hans-Christian Täubrich (Leiter Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände)
Hans- Jürgen Zeis
aus Nürnberg, der Stadt der Reichspareitage, der Nürnberger Rasse - Gesetze ...
und jetzt Stadt der Menschenrechte...
Diesen neuen Titel gilt es zu beweisen.
Immer wieder höre ich die Entschuldigung, dass der Eine, oder Andere noch nicht zu dem Zeitpunkt geboren war. Ich auch nicht! Trotzdem überdauerte der Schrank der Familie aus der Hirtengasse Jahrzehnte und zog dreimal mit unserer Familie um! Immer als stummer Zeuge und Erinnerung, dass auch unbeteiligte Menschen irgendwie in die Sache verwickelt waren. Auch ich hatte meine Kleider und Spielsachen viele Jahre darin verwahrt. Lange stand er noch auf dem Dachboden und immer wenn ich dorthinkam, war der erste Gedanke an die Familie aus der Hirtengasse und dass der Schrank eigentlich kein Glück bringen kann. Vor einigen Jahren habe ich ihn unter Mühen entsorgt. Er war sehr massiv und schwer gebaut. Solide Handwerksarbeit.
Wieviele Firmen, Betriebe entstanden in den Nachkriegsjahren aus dem Beutezug der Habgier. Viele sind wieder verschwunden, waren letztlich "unrecht Gut" das nicht gedeihet. Scheinheilig arisiert, ohne den Segen, den ein "rechtes Gut" begleiten soll. Also sollten wir uns es nicht so leicht mit der "Nichtbeteiligung" machen.
Dienstag, 29. November 2011
Januar 1943 - Die Störche kommen...
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| Bild 14 - Gelandet - Muss etwas Besonderes sein. Auch Kinder vom Dorf sehen zu. Kann man sich erinnern? |
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| Bild 13 - Der Fieseler Storch landet |
Montag, 28. November 2011
1943 Zwei verwundete Offiziere werden mit Fieseler Störchen ausgeflogen ( Olt. Burger - Lt. Rauh )
Jeweils mit einem Verwundeten starten die zwei Fieseler Störche... Um den ganzen Ablauf dieser Aktion nicht zu zerreissen, fange ich bei den nächsten Bildern mit dem Anfang des Filmes an. Beim nächsten Film mache ich es dann auch so. Ein kompletter Film fängt dann mit Bild 1 an...Es wird dann etwas übersichtlicher und logischer.
Mittwoch 30. November - Otto Eidloth 91
Otto Eidloth - SeniVita Seniorenhaus St. Mauritius GmbH
Pfarrer-Berger-Straße 2 - 96114 Hirschaid
Tel. 09543 - 41 82 173
Station 1 - 09543 8454 - (4) 16
Fax: 09543/8454-44
Otto lässt alle herzlich grüßen und hat sich sehr gefreut, dass er und "sein Regiment" noch nicht vergessen sind.
Otto ist immer humorvoll und hat auch jetzt noch immer etwas Lustiges zu sagen. Vielen herzlichen Dank richtet er aus, an alle die sich um das Regiment bemühen. Auch heute wieder hatte er sofort eine Anekdote auf Lager. Wie so oft spielte auch hier wieder ein Mädchen eine Rolle. Dazu später einmal mehr...
Herzlichen Dank auch an Werner Gallenz, der sich sehr eingebracht hat und Vieles ermöglicht hat.
Samstag, 26. November 2011
Kleine Weihnachtsgeschichte..."Der deutsche Offizier strickt nicht!"
| Quelle Wikipedia, siehe Link |
So fangen normalerweise alle Märchen an. So erzählt es in unserem Falle der Regimentsteddy: Ist aber garantiert die reine Wahrheit; erzählt von Fritz Schneider, als wir uns mit dem "Entenzieher"*
Hilmar, dem Sohn vom Fw. Ludwig in Trailsdorf beim Schwarzmann trafen.
Früher gab es ja noch keinen FS, oder TV, keine Soaps, keine DsdS, oder den ganzen Mist. Keine Playstation wievielwas. Da sass die Oma noch auf dem Kanapee, Chaiselonge, oder Sofa, oder sonstwo und... strickte und strickte und strickte! Meist wunderbare Socken, denn die wurden immer gebraucht. Keine doofen Klorollen fürs Auto, oder Verzweiflungstopflappen. Fritzchen sah zu - und machte es nach! Oma war eine sehr gute Lehrmeisterin. Mit der Zeit wurde aus Fritzchen ein guter Stricker, aus Fritz ein noch besserer Stricker!
Fritzchen machte das Abitur, Fritz kam zum Arbeitsdienst und Fritz kam zum Militär.
Friedrich wurde deutscher Offizier im Pz.Rgt. 35 und fuhr als junger Leutnant vom Urlaub zurück nach Russland. Ihm gegenüber sass eine Frau und strickte. Irgendwann musste sie ihren Platz verlassen und sie bat Fritz, doch auf ihre Sachen aufzupassen. Fritz nahm sich des Strickzeuges an - und fing an weiter zu stricken! 2 links- 2 rechts, eine fallen lassen. Munter klapperten die Nadeln, denn Fritz hatte nichts verlernt und war immer ein fleissiger Stricker. Plötzlich wurde die Türe von der Feldgendarmerie aufgerissen und er wurde sofort von den "Kettenhunden" * verhaftet. Die schlauen Beamten identifizierten ihn sofort als Agenten einer feindlichen Macht! Die verblüffende Erkenntnis wurde ihm entgegengebrüllt*: "Der deutsche Offizier strickt nicht!" Das hatte also genügt, den Funken der genialen Intelligenz überspringen zu lassen an den Ort wo das Hirn vermutet wird! Alles bitten und betteln half nichts. In den leuchtenden Augen der Häscher funkelte bereits der zu erwartende Erfolg. Beförderung, Auszeichnung schienen in Reichweite. Verhör und Erschiessungskommando würden das Ende des feindlichen Agenten besiegeln. Fritz blieb nichts anderes übrig, als zu warten, bis eine Fernsprechverbindung zu Eberbach hergestellt wurde! Fritz kam frei. Wurde von Eberbach empfangen, der ihn herzlich umarmte! Und der ihm einen Cognak einschenkte! ( schwäbisch: Schneyderleyn, Schneyderleyn, was machet Sie fier Sache!)
* - "Entenzieher" deshalb, weil der kleine Hilmar mit seiner Holzente, die er hinter sich herzog, zum Bamberger Bahnhof lief "um auf seinen Papa zu warten".
* - "Kettenhunde" Abwertiger Ausdruck in der Sprache der Landser für die Militärpolizei. Ein Hund, der an der Kette hängend, oft sehr böse wurde und gefährlich. Die Kette mit dem Schild (Ringkragen) auf der Brust zeichnete sie als Militärpolizei aus.
* - Heute nochmals mit Fritz gesprochen. Er hat laut gelacht, als ich ihm von der Veröffentlichung erzählt habe. Dabei sagte er mir, dass ihn der Kettenhund angebrüllt hat... ( Fritz freut sich sehr, dass er und seine Erlebnisse ihn noch lange überdauern werden. Er und seine Veteranenkameraden wissen genau, dass die Blumen auf den Gräbern schnell verwelken. Aus diesem Grunde fragt er auch immer wieder, wie lange das hier im Internet zu lesen ist. Mit dem Begriff Internet kann er allerdings nichts genaues anfangen. Es erscheint sehr mysteriös, aber es muss etwas Tolles sein.)
Adventszeit - Spendenzeit - Kleinvieh macht auch Mist!
Unser Doc Hautmann ist auf vielen Gebieten aktiv: "Man ist da auch schon mit anderen organisationen verbandelt wie "lachen und helfen". Ausserdem engagiert man sich sehr bei der soldaten- tumor- hilfe und natuerlich bei der unterstuetzung unserer eigenen kriegsopfer bzw. -versehrten und deren angehoerigen. Das ist natuerlich auch eine ganz tolle sache. By the way - ich habe zuletzt fuer die verwundeten unseres pzgrenbtl 112 aus regen ueber einen privaten kontakt 20 freikarten von herrn roger waters von pink floyd fuer ein konzert bekommen".(vom Handy gesendet)
Immer wenn ein bewegendes Foto aus dem Archiv veröffentlicht wird, müsst Ihr bedenken, wieviele Jahrzehnte der Film gehütet wurde und mit welcher Mühe und mit welchem Aufwand aus dem Negativfilm, diese Bilder erstellt wurden. Dazu benötigt man modernste Trommelscanner, sonst hätte man nie diese Qualität erreicht. Wer kann, soll bitte einen kleinen Betrag an Doc Hautmann spenden und kann dann die Spendenquittung zur einmaligen Nutzung eines Bildes hernehmen.
Immer wenn ein bewegendes Foto aus dem Archiv veröffentlicht wird, müsst Ihr bedenken, wieviele Jahrzehnte der Film gehütet wurde und mit welcher Mühe und mit welchem Aufwand aus dem Negativfilm, diese Bilder erstellt wurden. Dazu benötigt man modernste Trommelscanner, sonst hätte man nie diese Qualität erreicht. Wer kann, soll bitte einen kleinen Betrag an Doc Hautmann spenden und kann dann die Spendenquittung zur einmaligen Nutzung eines Bildes hernehmen.
1943 Jagdkommando Hptm. Huzel - Marsch durch Trojanowo - "Ein Verwaltungsakt"
Mit zwei Handgranaten im Gürtel auf Schiefahren... Da rückt bei uns heute ein Spezialkommando mit fünfzig Mann aus...
Ganze Volksgemeinschaften werden durch "Verwaltungsakte" liquidiert.
Millionen von Soldaten sterben durch "Verwaltungsakte". Es regiert nicht mehr der Verstand. Es regiert nur eine kleine Gemeinschaft von Bürokraten, Technokraten, die keine Schie an den Füssen haben, keine Handgranate im Gürtel, die noch nicht jeden Tag um ihr Leben fürchten müssen.
Eva Braun: " Beim Sekt dachte niemand an die Zukunft"
Freitag, 25. November 2011
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