Wichtig! - важно!

Jedes Foto vom Panzerregiment 35 ist ein wichtiges und seltenes Zeitdokument.
Viele Kinder haben ihren Vater nie kennengelernt, haben kein Fotos!
Viele russische Menschen haben kein Foto von ihrem Dorf während des Krieges.
Jedes Foto kann bei der Identifizierung von Ort, Zeit und Personen helfen!
Bevor Sie die Fotos, oder Album verkaufen geben Sie uns wenigstens ein Duplikat!
Scan von Vorderseite und Rückseite, wenn Text vorhanden.
Jeder Besitzer eines Fotos hat die Verantwortung für die Vergangenheit in seinen Händen! Helfen Sie uns, damit wir anderen Menschen helfen können!

Каждая фотография Panzerregiment 35 является важным и редким современным документом.
Многие дети никогда не встречались с отцом, у них нет фотографий!
Во время войны у многих русских людей нет фотографии их деревни.
Любая фотография может помочь определить место, время и людей!
Прежде чем продавать фотографии или альбом, дайте нам хотя бы дубликат!
Сканирование спереди и сзади, если текст существует.
Каждый владелец фотографии несет ответственность за прошлое в своих руках! Помогите нам, чтобы мы могли помочь другим людям!

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017
immer noch unvergessen und unglaublich zu lesen, dass sich solch Grausames noch zu Kriegsende ereignete: https://andreas-stenglein.de/wp-content/uploads/2017/12/Zum-Teufel-bleiben-Sie-ruhig-stehen-Langhammer-.pdf
1943: Olt. Georgi, Chef 3. Kp.
zu dem von "Kameraden" denunzierten Benzinfahrer Otto Becker:
"Ich gebe Ihnen einen guten Rat,
DENKEN SIE NICHT ZU LAUT!"

Damit rettete er ihm das Leben...
Dieser Satz hat zu jeder Zeit
eine tiefe Bedeutung...

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"
(1943 Lgov) Mit dem Teddy lebt das Regiment weiter und wird seiner historischen Verantwortung gerecht - Das Panzerregiment 35 mit seinen Stabskompanien, 8 Kompanien in 2 Abteilungen, der Ersatzabteilung in Bamberg mit 6 Kompanien

Geburtstagsliste - Panzerregiment 35 1940

Panzernachrichten

Panzernachrichten
Speer: "Wir wussten, dass der T34 der bessere Panzer ist, aber wir durften ihn auf "seinen" Befehl nicht bauen! Er musste von Krupp und mit Mercedes Motor sein!" Foto: Erbeutete T34 mit dem Bären Logo des Pz.Rgt.35 nach der Eroberung in Orel 1942. Original Diapositiv! Keine Retusche, oder Kolorierung von Lt. (Olt. Hptm. Gerd Georgi, Chemnitz)!

Die "Bären" 1943

Die "Bären" 1943
Februar 1943 Llgov - Stabskompanie

Abteilungsbefehlspanzer März 1943

Abteilungsbefehlspanzer März 1943
Lt. Heinz Burkard (⚔ 8. Jan.1944) 1943 auf dem Befehlspanzer bei Kaljakorowsk

Dienstag, 3. August 2010

Letzte Meldungen...


Otto hat mich gestern abend angerufen und sich dreimalentschuldigt, dass ihm der Keislauf zu schaffen macht und er deshalb nicht kommen kann. Ein Mann in seinem Alter braucht sich nicht entschuldigen, sagte ich zu ihm. Jedenfalls richtet er die herzlichsten Grüße aus und hofft bald wieder in seinen Benz steigen zu können, um wieder dabei zu sein. Früh traf er beim Bäcker einen Panzermann der 3. Kp. War auch verpflichtet und bei der Post. Es stecken also noch welche vom Regiment irgendwo, nur wissen sie nichts von uns und wir nichts von Ihnen. Die Möglichkeiten der Kommunikation per Internet existieren auch nicht und Autos fahren sie auch nicht mehr.

Kleine Anekdote von ihm:
Er wollte in seiner Jugend Boxer werden. Groß und stark war er und so ging er zu den Boxern. Er traf ausgerechnet auf den Bamberger Stadtmeister, der ihn fürchterlich polierte. Zuhause bekam er gleich nochmals eine Tracht Prügel vom Vater, weil er dort hinging.

Mit Fritz war ich gestern beim Blinden und Sehbehindertenbund. Wertvolle Hilfsmittel, Beratung kann man dort erfahren. Eine elektronische Zeitansage als Schlüsselanhänger hat Fritz begeistert. Auf die Frage wo er geboren sei, antwortete der Schlaumeier: " In Tafelhof als Hausgeburt". Dr. Schwab hat dort alle Hausgeburten betreut und nur Rechnungen an Besserverdienende gestellt. Für die Arbeiter und Armen hat er umsonst gearbeitet. Dreimal darf man raten, wie es ihm gedankt wurde... - Er war Jude.

Anschließend fuhren wir noch zu Heinz Goller. Fritz kommt nicht mehr in den 3. Stock hoch und so schaute der Heinz Goller zum Fenster herunter, der Fritz von der anderen Strassenseite hinauf. Jedesmal wenn der Fritz was hinaufschrie, verstand der Heinz Goller das nicht, denn er hört sehr schlecht. Es war ein verzweifeltes Unterfangen, die Beiden zusammenzubringen. Der pötzliche Regen beendete das Romeo und Julia Treffen und ich fuhr Fritz nach Hause. Wenn die Jugend nicht dem Veter oder Opa hilft, dann ist alle Liebesmüh vergebens.
Heinz Goller Mitte, li.Fw.Möller, re. Karl Schneider
















Pz.Besatzung von Dr. Rudi Hautmann - li.Heinz Goller - Fw. Schlechter ist mit der Goya untergegangen. - Heinz Goller mit Fritz Schneider auf der PRETORIA 1945 von Gotenhafen, verwundet nach Kopenhagen gekommen.



Heinz Goller

Montag, 2. August 2010

Bemerkenswerte Kommentare aus Polen!

Zum Tode von Arno Seiler aus Zoppot bei Danzig:

I'm very so sorry to hear about loss of Arno Seiler.
My warmest condolences to his familiy and friends.
May he rest in peace.
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Zu dem Bild von Karl Schneider aus Zoppot bei Danzig:
nice photo-I think it's very interesting and pleasant experience for you to listen stories of Karl :)
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Zum Geburtstag von Karl Schneider aus Zoppot bei Danzig:

Ich komme gerade zurück von meinem Urlaub.Interessante Erinnerungen an Karl!.Ich mag sehr, wie Geschichten, die sind nicht geschrieben, es typische Geschichte Bücher und sind sehr persönlich.Gratulation und beste Wünsche für Karl!
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Nürnberg, Montag, der 2.August
Heute war ich mit Fritz Schneider zu einer Beratung für Sehbehinderte...
Auf dem Rückweg sind wir bei Heinz Goller vorbeigefahren und haben ihn die Grüße von Karl Schneider ausgerichtet. Heinz Goller lässt auch alle recht herzlich grüßen und hat sich sehr gefreut, wieder einmal Fritz sehen zu können. 
Mittwoch bringt Fritz wieder das dreistöckige Essgeschirr  vom Onkel Fritz vom Regiment List aus dem WKI mit! Sauerkraut, Blut- und Leberwürste, mit Kesselfleisch! Was sagt unser "Ami" zu den Würsten, die aus Schweineblut mit Speckwürfeln gemacht werden? 



Das ist das gute Stück vom Onkel Fritz sen. dem immer eine gewisser Gefreiter Adolf den Wehrsold mit dem Fahrrad in die vorderste Linie brachte. Dieser Onkel Fritz war bei der Einweihung des Kaiserlichen Denkmals auf dem Egidienplatz zugegen. Da hatte er sich verabredet mit einem Freund, der ihn allerdings versetzte. Als er laut rief: " Der kann mich jetzt mal am A...lecken!" wurde er wegen Majestätsbeleidigung verhaftet und musste auf der Polizeidienststelle er einmal das Gegenteil beweisen.

Sonntag, 1. August 2010

Besuch bei Karl Schneider in Hellmitzheim

Karl Schneider lässt Euch alle recht herzlich grüßen und hat sich sehr gefreut, dass ich die Glückwünsche nochmals persönlich überbracht habe. Er leidet natürlich sehr unter den Beschwernissen des Alters. Wieder gestürzt, ist ihm wieder nicht viel passiert. Er stand gerade im Hof und werkelte herum, als ich zu ihm kam. In der Küche brannte der Holzherd und nach wenigen Minuten des Erzählens von meiner Fahrrad - Reise und meinem Besuch in Meiningen (SR 12) ... "jaja der Palm... Der kam mal gefahren mit einem Panzer zu uns, der sah aus wie ein Fahrschulpanzer. Vollständig ohne Turm. Während wir uns nach der Besatzung erkundigten, die gefallen war, war für ihn die Hauptsache, dass der Panzer noch fahrbereit war. Das war im Kurland". Solche und ähnliche Anekdoten höre ich immer wieder, oft auch neue Geschichten. Das Land wird für wenig verpachtet. Keine Erträge, aber hohe Kosten. " Dass es mir im Alter einmal so dreckig geht, habe ich auch nicht gedacht!" Wer keinen Weinbau, oder andere lukrative Einnahmen hat, der leidet unter der strukturellen Situation sehr. Die Partnergemeinde Antau war gerade mit einer Delegation zu Besuch und am Dorfplatz wurde mit Blumen geschmückt, das Zelt aufgebaut und ein Grillabend vorbereitet. Dass Karl der Initiator mit Pz.3 war, werden die wenigsten noch wissen. Karl wird zuhause bleiben, denn er mag den Rummel nicht mehr. Wir fuhren mit den Mountainbikes auf den Schwanberg und Karl freute es sehr, dass ich ein Familiengrab für 10 Urnen auf dem Schwanberg mir gekauft habe. Irgendwann werden wir sozusagen Nachbarn mit "Blickkontakt". Das kann lustig werden. Ein Grab für das Panzerregiment 35 am Schwanberg wäre auch was Tolles gewesen.

Mittwoch, 28. Juli 2010

Ort des Panzertreffens: Gasthof Schwarzmann

Hallerndorfer Str. 13 
91352 Trailsdorf 
Gemeinde Hallerndorf
09545-7117 
Bitte Zimmer reservieren!

Panzertreffen 4. August Trailsdorf ( Forchheim )

( Auszug aus Mail )
Hallo Hans-Jürgen!
Ich habe heute unseren Edi gefragt, wie es mit Bamberg wäre.
Antwort: "Wenn es für mich nicht zu viel wäre, er schafft das."
Also Achatz 1x Erwachsener und 1x Begleitperson.
So jetzt muss ich den Edi rein holen.
Der sitzt schon vor lauter Vorfreude im Auto und übt Beifahrer.




Grüße vom Sozialwerk Achatz.

(Wenn schon so großartiger Besuch sich ankündigt, dann gleich mal die Bilder dazu! Es war eine tolle Leistung das letzte Mal zu kommen und war für Fritz und alle ein unvergessliches Erlebnis. Um so schöner, wenn es wieder klappen sollte! Edi war der Panzerfahrer von Lt. König und ein Teil des Dramas auf der Brücke von Stary Bychow. Einer der noch ganz wenigen der Panzerbesatzungen.) Gute Fahrt und gute Reise!

Dienstag, 27. Juli 2010

Panzertreffen am 4. August in Trailsdorf...

Wir bleiben bei diesem Namen, obwohl es eigentlich Sozialarbeit und Dienst am Nächsten ist...
Wer weiss wie lange noch dies möglich ist. Lore und Armin Fischermeier fraglich. Heinz Goller mehr als fraglich. Heinz Ludwig eher nicht.Von Rosen lässt grüßen, Matthäus Meixner kann nicht mehr so weit fahren. Karl Schneider auch nicht. Für unseren Edi wird es auch zu weit sein? Georgis Frau ist so schwer gestürzt. Also wird sich der Kreis auf wenige beschränken, aber trotzdem ein wichtiges Zeichen setzen und die Abwesenden in Gedanken mit einschließen. Wir werden sehen, wer kommen kann. Jeder der es schafft, sich oder einen Angehörigen mitzubringen, soll herzlich willkommen sein! Wir werden sehen.... Herzlichen Gruss an Alle von allen angesprochenen Veteranen. Euer Hans-Jürgen Zeis

Grüße nach langen Jahren...

Immer wieder erzählt mir Karl Schneider von Mödling und Juliane Migsich...
Ich habe einen Brief und Bilder gesendet. Familie Migsich hat sich sehr gefreut und leitet den bebilderten Brief an die "Oma" weiter. Es wird ihr sicher neuen Auftrieb geben. Karl Schneider hat es auch sehr gefreut, dass dieser brief geschrieben wurde. Dieses Wochenende ist die Antauer Delegation in Hellmitzheim... Auch das ist Teil unserer Arbeit. Also richte ich Grüße an Alle von Hellmitzheim bis Antau im Burgenland aus!

Sonntag, 11. Juli 2010

Glückwunsch Karl Schneider am 10.Juli zum 96. Geburtstag!

Ein wunderbarer Erzähler, menschlich, mitfühlend, intelligent.
Viele Aufzeichnungen seiner Erzählungen haben die Geschichte des Regimentes bereichert.
Sein harter Lebensweg haben ihn zu einer bedeutenden Persönlichkeit reifen lassen. Es sind oft die Menschen, welche nicht in den vordertsten Reihen stehen, die unsere besondere Aufmerksamkeit verdienen. Er hat in den Lagern Sibiriens die Schuld abgetragen, die andere ihm eingebrockt haben. 13 1/2 Jahre in Uniform, weg von Zuhause. Weg von seiner Heimat und vom Bauernhof, der ihn so dringend brauchte. Und immer noch humorvoll und lustig! Alles Gute und noch viele gute Jahre wünschen wir ihm!

Donnerstag, 1. Juli 2010

Grüße von Karl Schneider an Alle!

Gerade habe ich Karl angerufen. Er hat sich sehr gefreut. Er wird am 10.Juli 96 Jahre! Ich habe ihn gefragt, was er heute vor 67 Jahren gemacht hat. Er hat sich dann gleich erinnert: "Ja der "Gummi" ist mit einer Panzermine unterm Arm gekommen und gefragt, wie wir das Ding zum krachen bringen können" Gleich daruf habe ich Geburtstag gehabt in Teploje. Ich musste zu Gummi´s (G.Georgi) Panzer vor und sehen, was zu machen wäre. Zuvor brachte man einen zerfetzten Leutnent und meinte, dass das Gummi wäre - aber aufgrund der Auszeichnungen erkannte man, dass es nicht der Gummi war. Immer zu meinem Geburtstag war die Hölle los. Das war in Polen, in Frankreich, in Russland und auch beim Rückzug in Radzinim-Wolonim so... Mein Enkel ( K.Schneider) will auch nach Afghanistan... - Krieg wäre schon schon, wenn die Anderen nicht zurückschiessen würden) lacht ein wenig...Na ja, er wird es schon noch lernen. Bei mir wird es nicht mehr lange dauern, ich bin nicht gut beisammen. Laufe mit zwei Krücken. Lebt der Heinz Goller noch? Sag einen schönen Gruss an die Anderen, es war schön, dass Ihr wieder Euch bei mir gemeldet habt!" ( Ich sage zu ihm, dass ich bald vorbei komme und dass der Georgi jr. nach Teploje gefahren ist, um den Ort zu besuchen, wo sein Vater gefallen ist!)

Wir gratulieren Ingeborg von Cossel zum 93.Geburtstag!

Herzlichen Glückwunsch vom "Regiment" Zum letzten Geburtstag Ihres Zwillingsbruders 1943 fragte Olt. Georgi den Karl Schneider wegen dessen Pionierausbildung. Da dieser bei den Pi.79 war, musste er eine deutsche Panzermine mit einer Taschenlampenbatterie zünden. Er warf Bedenken ein... " Ach was, sagte Olt.Georgi, früh um vier schlafen doch alle noch!" In diesem Monat starben Olt. Georgi, Major von Cossel und so viele... Ich werde heute deswegen auch Karl Schneider anrufen und ihn daran erinnern.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Zum Tode von Arno Seiler schreibt die Nichte vom "Bertl" Cramer...

( Auszug) Hallo Herr Zeis,
vielen Dank für Ihre traurige Mitteilung.
Leider ist auch meine Cousine Anfang Mai verstorben. Sie hätte gern Herrn Seiler besucht. Wenn ihre Erkrankung ihr noch Zeit gelassen hätte, wollte sie Herrn Seiler besuchen.
Wie man sieht, sterben die Kriegsgenerationen aus - es sind ja zwei. Umso wertvoller ist es, die Erinnerung zu pflegen. Allerdings kostet es doch Zeit und Überwindung, in dieses Thema einzutauchen. Mir gelingt das nicht immer, besonders wenn man in zwei Ländern unterwegs ist. Ausserdem kommt immer eine gewisse Traurigkeit auf, wenn man sich mit der Vergangenheit beschäftigt, doch je älter man wird, desto häufiger passiert das.
Ich habe nun, da das Thema nicht mehr von meiner Cousine weitergetragen werden kann, meinem Cousin, der noch in der Gärtnerei in Gotha wohnt, soeben eine Mail zukommen lassen und Ihre Mail weitergeleitet. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten.
Ich wünsche Ihnen und Ihrer Frau einen sonnigen Sommer und alles Gute
Brigitte H.

Ein wichtiger Grund unserer Arbeit und ein Ergebnis:

Nach scannen der kompletten Panzernachrichten, konnten wir Peter die Berichte seines Vaters senden.
Er schreibt:
vielen herzlichen Dank für die Berichte meines Vaters. Es ist unbeschreiblich mit fast 47 Jahren zum ersten mal vom eignen Vater zu "hören" , den ich nur von wenigen Fotos und subjektiven Erzählungen kannte.
Viele Güße Peter
So verstehen wir unsere Arbeit.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Erfolgreiche Suche...

Bei der "Entsorgung" der Altlasten wie Fotos und Unterlagen, werden auch immer
die Identitäten der Personen mit vernichtet. Umso wichtiger dokumentiert sich unsere Arbeit in dieser Form. Es zeigt wie ein sinnvoller Umgang mit der Geschichte erfolgen kann, bei aller Sensibilität der Beteiligten. Wir entdecken auch unbequeme und grausame Wahrheiten, wie sich in den Dokumenten der Archive zeigen lässt. Auch das gehört zu historischer Arbeit. Der Wahrheit und Objektivität sind wir verpflichtet. ----------------------------------------------------------------------------
Fritz hat mit Peter Weber gesprochen - Sie wollen sich treffen -
Fritz war sehr bewegt und hat uns für unsere Arbeit gedankt.
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Hallo Peter Weber!
Unser Veteran Olt.Fritz Schneider glaubt wieder an die Vorsehung!
Er konnte es nicht fassen, als ich so nebenbei erwähnte,
wieder einen ehemaligen Kameraden seines Regimentes zu suchen!
Er hat sich sofort an Deinen Vater erinnert!
Kann man das glauben?
Waldemars Barthels Witwe lebt. Vor zwei Tagen hat er ihr gratuliert!
Adresse hat er! Da dürften auch noch Bilder Deines Vaters zu finden sein!
Waldemar Barthels verlor vor Kowel beide Beine. Er ist verstorben.
Dein Vater war Panzerfahrer in der 4.Kompanie
Fritz Schneider kannte ihn gut, er konnte sich sofort an Deinen Vater erinnern - welch ein Wunder!
Es gab ja Hunderte die im Regiment dienten!
Normalerweise findet man nur Offiziere.
Nach Friedrich Haase ist dies der zweite Erfolg heuer.
Er habe eine Berufskrankheit gehabt, bei der Bahn auf der Lok mit dem Qualm und Rauch, wäre er sehr krank gewordenwußte Fritz zu berichten...
Dein Vater muss aber auch öfter bei den Panzertreffen gewesen sein!
Fritz Schneider wird sich freuen, mit Dir zu sprechen!
Am 9.Okt. ist Panzertreffen!
herzliche Grüße,
HJ Zeis
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An uns gerichtete Anfrage:
Sehr geehrter Herr Zeis,
mein Vater Franz Weber diente von 1942 - 1945 beim Pz. Rgt. 35
Dienstgrad OGefr. Leider verstarb mein Vater im Februar 1963 fünf Monate vor meiner Geburt.
Leider verstarb auch meine Mutter vor kurzem und nun quält mich die Frage umso mehr, was war mein Vater für ein Mensch.
Da meine Mutter der Kriegszeit gegenüber sehr negativ eingestellt war entsorgte sie Fotos und Orden meines Vaters schon vor vielen Jahren.
Mein Anliegen ist, gibt es Fotos aus der Kriegszeit auf denen mein Vater zu sehen ist bzw.
Schriftliche Berichte über meinen Vater oder Kameraden die Ihn persönlich kannten ?
Aus Erzählungen meiner Mutter weiss ich das mein Vater mit einem Waldemar Barthels befreundet war.
Ich habe auch das Buch "So lebten und so starben sie" mit einer Widmung von Waldemar Barthels.
Lebt er noch und wo? Wenn Sie mir in dieser Sache weiterhelfen könnten wäre ich Ihnen sehr dankbar.

mit freundlichen Grüßen

Peter Weber

19.12.93 Brief Panzerwart Peter Oberhuber an I-Staffel Führer 3. Kp.Karl Schneider - "Gerne würde ich noch Petrelli finden"

 
Marktl, den 19.12. 1993
Lieber Karl,
Das Weihnachtsfest sowie das Neue Jahr stehen vor der Tür.
Anlass und Grund dafür guten Kameraden und Freunden Wünsche zu übermitteln.
Lieber Karl mit Frau, ich wünsche Euch ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest für das Neue Jahr 1994 alles Gute, viel Glück, vor allem aber bessere Gesundheit.
Lieber Karl, da das Jahr sich dem Ende zuneigt, möchte ich auf diese diese Zeit heuer noch ein wenig zurückgreifen.
Dabei denke ich auch Deine Hinweise über diese Tage, wo noch Teile des Regiments 35 durch Bombardierung ihr Leben lassen mussten. Leider habe ich noch nicht den genauen Friedhofplatz gefunden, was ich aber noch lösen möchte. Gerne würde ich noch Petrelli finden, kannst Du mir da helfen?
Von Heymer habe ich auch erfahren, dass er von der Bombardierung weiss. Blos meint er, es wären russische Piloten mit erbeuteten deutschen Flugzeugen gewesen, die dieses Unheil vollbrachten. In diesem Bereich haben Polen 2 Kisten ausgegraben vom Panzerregiment 35. Habe ich Dir davon geschrieben? Nun ich glaubte nach 3 Fahrten nach Danzig wäre nun Schluss. Aber es scheint nicht so zu sein. Jedenfalls es haben sich schon wieder 4 Kameraden angeboten, ich solle sie nach Danzig begleiten. ( Dr. Schiller, Hans Wehner) Nun mal sehen, was daraus wird. Somit möchte ich Dir nochmals alles Gute wünschen.
Mit herzlichen Grüßen Dir lieber Karl mit Frau,
Dein Peter Oberhuber...

Lt. Peters - Lt. Nieder-Schaberhard (Spitznam Schlabberhut) - Lt. Rudolf Petrelli.
Rudolf Petrelli besuchte Karl Schneider in Hellmitzheim, als er dienstlich als Bundeswehroffizier in der Gegend war. Lt. Karl Schneider lebte er in Hamburg

Montag, 15. Juni 2009

Eine Kerze für die Gefallenen und Vermissten...

Holzkirche in Stary Bychow...
Für die Gefallenen und Vermissten der Kämpfe um Stary Bychow in den ersten Tagen des Juli 1941 an der Stalin-Linie. Versprechen an Fritz, an seine engen Kameraden der ersten Kompanie, Lt.Richard König (King) aus Vaihingen, Fw. Martin Göhrle und Sigi Breu aus Nürnberg zu denken. Wir denken an alle Mütter aller Soldaten. Was hätten sie gegeben, um an dieser Stelle stehen zu können?

Schicksalsbrücke der Männer um Hans Detloff - von - Cossel am 4.Juli 41 - Stary Bychow

Traditionspflege und Öffentlichkeitarbeit?

Beides lässt sich verbinden.
Eckpfeiler war die Reise nach Stary Bychow und die Suche nach der "Cosselbrücke"
Sie steht immer noch!
Die regionale Redaktion der Zeitung "Majak" befindet sich im ehemaligen Pferdestall des Schlossteils des polnischen Fürsten, dessen Schloss zwar noch steht, aber in einem bedenklichen Zustand sich befindet.
Die Redakteurin war sprachlos, als sie erfuhr, dass das Regiment eine Bilddatenbank besitzt und sehr gute Bilder von Stary Bychow versenden kann. Von der ehemaligen Kirche ist nur ein sehr kleines Bild erhalten.
Es wurden Bild - Kopien von Stary Bychow im Juli 41 überreicht. Die Redakteure sind über jedes Bild heilfroh, denn bedingt durch den damaligen Lebensstandard existieren praktisch keine Bilder. Von Kirchen sind diese dann für die Menschen besonders wichtig.

Teil 1 - Minsk - Museen
Teil 2 - Svetlagorsk an der Beresina...
Teil 3 - Stary Bychow - Drut, Dnjepr, die Cossel-Brücke...
Teil 4 - Reschitza am Dnjepr, Andrejevka, Maladusha,
Ermittlungen zu Hans G.Müller...
( Neumann,S.223 Gegenangriff und Abwehr westlich Retschiza.
"Ein unglückliches Panzergefecht" )
Habe am Kampfplatz zwischen Maladusha und Andrejevka ein Birkenkreuz für Hans Müller aufgestellt.

Freitag, 17. Oktober 2008

1.8.93 "Gut Kronenhof" Brief von Panzerwart Peter Oberhuber an I-Staffel Führer 3. Kp.Karl Schneider

Lieber Karl
Heute möchte ich dir wieder schreiben, da ich nun schon fast zwei Wochen wieder zuhause bin. Dabei möchte ich gleich auf jenes Gräberfeld zu sprechen kommen, welches du mir eingezeichnet hast. Ein großes Kompliment muss ich dir aussprechen, Du hast nach über 48 Jahren noch alles so gut in Erinnerung, dass ich mich nur so wundern kann. Deine Eintragung trifft genau zu. Wir haben viele Grabplätze gesucht, nur möglich wenn man Zeugen dazu findet. Die Toten vom Hauptverbandplatz Kronenhof liegen rückseitig vom Hauptgebäude in einer Parkanlage welche total verbuscht ist. Ein Hühnerstall ist auch darüber gebaut. Zeugin ist eine alte deutsche Frau, deren Mann im Kronenhof als Landarbeiter gearbeitet hat und mit seiner Frau in einem kleinen Nebengebäude wohnte. Nach Angaben von der Deutschen Dienststelle sollen dort ungefähr 250 Soldaten verstorben sein. Die Grablage war ihnen unbekannt. Als weiteres suchten wir die drei Einzelgräber, wo auch schon gegraben wurde. Alles eingezeichnet in beiliegender Meßtischkarte. Der Grabplatz eingezeichnet mit O. ist mir auch bekannt wo auch die 100 Soldaten begraben liegen. Am Platz wo General Betzel begraben liegt, ruhen an die 80 Soldaten meist aber Offiziere. Der Zeuge beschrieb mir die Lage meist zweireihig. Dann ging es den Waldweg zurück 500 m westwärts, wo der Waldweg von der Straße herkommt. Ich hab alles in den Blatt eingezeichnet. Hier hat sich nichts verändert. Man kann alles sehr deutlich erkennen wo die Fahrzeuge eingegraben waren. Man erkennt die Deckungslöcher und Gräben sowie die Bombentrichter. Ein Foto liegt bei. Es ist nur Sand nachgelaufen und etwas bewachsen. Anbei eine Skizze von mir, welche du auf die Karte übertragen kannst. Das Feld mit dem Terrain, habe ich rot eingezeichnet. Nur die genaue Grablage konnte ich nicht festlegen. Dieses Terrain, wo vor die Fahrzeuge standen liegt in einem Hochwald mit dicken Bäumen. Etwa 10 bis 20 m hinter den Waldweg, parallel zur Ostsee beginnt der leicht ansteigende Berghang (vielleicht sechs bis acht Meter hoch). Nach der Nordseite hin fällt der steil ab. Und auch tiefer. Vor der Ostsee wieder eine höhere Dammkrone. Ich versuche es bildlich etwas darzustellen. Nur wo liegt der Friedhof? Bitte beachte, wo der Waldweg von der Straße her auf den Waldweg stößt. Das wäre für mich der Ausgangspunkt. Vielleicht kannst du mir dabei helfen. Der leicht ansteigende Südhang ist mit jüngerem Wald bepflanzt. Zwischen Hang und Dammkrone ist ein älterer Waldbestand. Ich bin natürlich noch dabei durch meine Helfer Zeugen zu finden, welche die Grablage beschreiben könnten. Alle meine Aufzeichnungen gebe ich mit dem Messtischblättern, Fotos und die Anschriften dieser Zeugen an die deutsche Dienststelle und den Kriegsgräberbund weiter. Vielleicht kann es einmal möglich werden, wenn auch nur die Gebeine, wie im Westen dort auch mal auf einen Kriegsgräberfriedhof umzubetten. Dies wäre nun meine Bitten an Dich, mir zu helfen. Ansonsten ist alles gut verlaufen. Von der Nehrung und Niederung bis Karthaus und bis Hela waren unsere Fahrten.
Ich bitte Dich lieber Karl um einen Brief von Dir.
Mit guten Wünschen und herzlichen und kameradschaftlichen Grüßen Dir und Deiner Familie Dein Freund und Kamerad

Bildunterschrift hinzufügen
 Hätte Karl Schneider und Peter Oberhuber diese Karte gehabt, dann hätten wir viele genaue Angaben...

12.6.93 "Gräbersuche" Der dritte Brief von Panzerwart Peter Oberhuber an I-Staffel Führer 3. Kp.Karl Schneider

Lieber Karl

Heute möchte ich Dich wieder um Deine Mithilfe bitten.
Wie vor einem Jahr, werde ich heuer wieder anfangs Juli wieder nach Danzig und auf die Nehrung fahren.
Dabei möchte ich wieder auf Suche gehen. Insbesondere möchte ich den Grabplatz wo Uffz. Martin Dietz mit mehreren Kameraden vom Panzerregiment 35 begraben liegen, suchen. Ich will natürlich Leute finden welche mir vielleicht helfen können. Ist natürlich ein Problem nach über 48 Jahren. Lieber Karl, ich habe Dir eine Meßtischkarte beigelegt Maßstab 1: 25.000 ein Original 1938 Aufnahme. Ich habe Dir eingezeichnet das Gut Kronenof, wo ja irgendwo 52 verstorbene Soldaten begraben liegen sollen. Weiters drei bekannte Einzelgräber dann ein größerer Grab Platz wo mehr als 50 Soldaten begraben liegen sollen. Dann mit einem Kreuz der Grab Platz wo General Betzel und noch weitere 10 Offiziere begraben liegen. Nun im vergangenen Jahr hast du mir schon einmal eine Beschreibung gegeben. Du schriebst nördlich Kronenhof bis 200 m vor die Ostsee, dann zwei bis 3 km westwärts soll Dietz mit Kameraden begraben liegen.
Das wäre schon nahe an Bohnsack.
Ich bitte dich lieber Karl studierte die Karte nach Deinem Wissen, damit ich ungefähr mich richten kann. Du kannst mit Farbstift einzeichnen. Ich glaube aber nicht, dass da die Toten vom Hauptverbandsplatz eingegraben sind, denn daß man diese zwei bis 3 km fortgeschafft hat. Auch da glaube ich nicht dass man sich hierher geschafft hat.
Auch da, mit (Kreis) glaube ich nicht, daß man sie hierer geschafft hat, denn das wäre mir auch noch 1,5 km. Im übrigen sind da die Gräben und eingefallenen Bunker noch vorhanden. Eine weitere Frage noch, warst du beim eingegraben von Dietz dabei?
Und ungefähr wie tief?
Also lieber Karl ich bitte dich nochmal zu mir behilflich zu sein.
Alle Unterlagen gebe ich an die deutsche Dienststelle und den Kriegsgräberbund weiter.
Eine weitere Aufgabe fällt mir zu.
Polen haben wieder eine Kiste ausgegraben, wahrscheinlich vom Stab Panzerregiment 35, mit einer Menge Auszeichnungen usw.
Der Pole will dies verkaufen.
Eine weitere Kiste vom Pionierbataillon der 7. Infantriedivision muss sich auch begutachten und eventuell kaufen.

Von der 4. Panzerdivision dem Kriegsbilderstatter Schlesener haben die Polen eine Kiste ausgegraben mit über 1000 Fotos von der Division.

Auch nach Kahlberg auf die Nehrung, sowie nach Hela werden wir auch fahren. Vielleicht auch noch nach Tuchel, wo der Franzose Renault einen im Sumpf gesprengten Panzer IV, oder Sturmgeschütze, das Oberteil ist weg ausgegraben haben. Nun wir werden wieder alle Tage unterwegs sein.
So möchte ich für heute schließen mit der Bitte mir bald zu schreiben mit guten Wünschen für gute Gesundheit und herzlichen Grüßen Dein Peter Oberhofer
Gibt es außer Dir und Mangelberger noch Lebende der I-Staffeln der dritten bis siebten Kompanien?
Sind welche mit Dir in Gefangenschaft gegangen?
Wo war Palm noch im Einsatz?
Er hatte mir einmal gesagt, er hätte zum Schluss noch einen Königstiger befehligt?

19.7.92 Der zweite Brief von Panzerwart Peter Oberhuber an I-Staffel Führer 3. Kp.Karl Schneider


Lieber Karl!
Wenn ich Dir erst heute schreibe, so deshalb, weil ich erst auf die Fotos gewartet habe. Ich habe Dir drei Bilder vom Kronenhof beigelegt.
Vielleicht kannst Du Dich noch darauf entsinnen, oder hat sich was geändert?
Nun lieber Karl meine Reise nach Danzig habe ich wieder hinter mir. Zuerst bin ich zwei Tage nach Posen gefahren.
Dort habe ich die Stadt besichtigt wie auch die ehemalige Zitadelle.
Dann mit der Bahn weiter nach Danzig.
Am Donnerstag ging es auf die Nehrung zu dem Franzosen der ja ein kleines Museum mit Kriegs Überbleibsel wie auch Auszeichnungen usw.hat.
Dann ging es zum Kronenhof. Da konnten wir nichts in Erfahrung bringen, wo die 250 Soldaten begraben liegen. Weiter ging es in den Wald zur Ostsee hin. Man konnte deutlich die Splittergräben erkennen. Auch zeigte uns ein Pole einen Grabplatz gut circa 40 bis 50 Soldaten begraben liegen. Wurde alles umgegraben und das brauchbare geraubt und wieder zugeschüttet. Dies ist aber nicht der Platz wo Du mir beschrieben hast. Dies ist ungefähr 300 m vom Kronenhof Richtung Bohnsack und von da circa 250 m nördlich zur Ostsee zu .Wir gingen von hier den Weg entlang (ist geteert) bis Bohnsack genau wie Du beschrieben hast. Doch konnten wir beim besten hinsehen diesen von Dir beschriebene Platz nicht finden. Es deutet nichts daraufhin, dass ein Gräberfeld vorhanden wäre. Selbst der Pole aus Bohnsack wusste davon nichts. Deine Aufzeichnung war sehr gut, mit dem Wall zur Ostsee hin, dem Waldrand, dem Weg, aber die Natur hat alles überwuchert. Trotzdem werde ich die von Dir bezeichnete Stelle im Auge behalten. Abends ging es zum NOVOTEL - Hotel in Danzig, um die Familie Betzel zu begrüßen und um uns vorzustellen. Es stand unter einem schlechten Zeichen, nämlich der Familie wurde bei einem kurzen Halt in Stettin das Auto gestohlen. Am Freitag dann die Fahrt mit der Familie Betzel nach Schiewenhorst zu der Grabstelle von General Betzel. Anbei auch mein Danziger Betreuer und der Mann, der 31 Jahre in dem in der Nähe liegendem Gauleiter Forster Haus wohnte. Abends flog die Familie mit dem Flugzeug nach Hamburg zurück, denn sie besaßen ja nur, was sie am Leibe trugen. Am Samstag ging es mit dem Auto nach Tuchel bis Blondmin. In einem tiefen Wald fanden wir eine Grabstelle, wo 31 Soldaten begraben liegen, allerdings von 1939. In Tuchel den russischen Friedhof, wo auch jene Soldaten von den fünf Pak-Bedienungen begraben liegen, denen wir den vorzeitigen Einmarsch nach Tuchel verwehrten. Dann eine Fahrt nach Liebenau, nach Heiderode* und zurück. Überall suchten wir nach deutschen Soldaten Gräbern doch alles wurde eingeebnet. Auch in Karthaus suchten wir. Weitere Fahrten unternahmen wir noch, ohne Erfolg und nach neun Tagen ging es wieder heimwärts.
Lieber Karl, wenn Du weitere Fragen hast, gerne möchte ich Dir Antwort geben. Würde mich freuen, wenn wir weiterhin in Briefkontakt bleiben würden.
Dies für heute.
Mit guten Wünschen für gute Gesundheit und herzlichen Grüßen Dir und Deiner lieben Frau im kameradschaftlichen Verbundenheit

Dein Kamerad Peter Oberhuber

* Heiderode Long - Hier fiel Lt. K.H. Gsell und wurde nach Fritz Schneiders Angaben im Garten des   Krankenhauses begraben

7.6.1992 Der erste veröffentlichte Brief von Panzerwart Peter Oberhuber an I-Staffel Führer 3. Kp.Karl Schneider

Lieber Karl

Gerne denke ich an den Besuch zurück bei dir. Waren es doch nun schon 49 Jahre her, als wir bei der dritten Kompanie beisammen waren. Ich freute mich sehe Dich noch einmal wieder gesehen zu haben. Das Treffen in Bamberg haben wir gut überstanden. Nun lieber Karl, ich denke daran, wie du mir von den Gräbern unserer Kameraden, insbesondere von Dietz Martin (aus Staffelstein) *erzählt hast. Ich fahre am 22. Juni wieder nach Danzig und die Nehrung. Wie ich dir schon erzählt habe, suche ich dort Gräber und von unseren Kameraden. Ich weiß, dass alles eingeebnet wurde. Doch hoffe ich noch Zeugen finden zu können, die mir vielleicht Hinweise geben könnten. Ich habe dir nun zwei Karten beigelegt vom Raum der letzten Kämpfe. Ich würde dich lieber Karl bitten, so weit Du Dich noch erinnern kannst, die Stelle einzuzeichnen wo die Gräber liegen. Insbesondere von Dietz Martin. Vielleicht kannst Du mir auch Anhaltspunkte beschreiben. Ich will mir Mühe geben, genaue Lage zu erkunden um es dem deutschen Kriegsgräberdienst zu melden. Ab 1.4.1945 gibt es keine Aufzeichnungen mehr. Vielleicht kannst Du auch eine ungefähre Zahl nennen, wie viele Gräber es geben soll. Zeichne also bitte dem Platz ein wie Du es eben glaubst und schicke mir die Karten umgehend zurück. Was mich noch interessieren würde, Du hast gesprochen dass Ihr als Küstenschutz** eingesetzt war. Bitte schildere mir Eueren Einsatz, ab wann und wer beteiligt war, ebenso warum Ihr nicht mehr weggekommen seid. Wie du vielleicht auch weißt, ist Paul Palm vor zwei Jahren verstorben. Er war zwei Jahre früher bei mir zu Besuch. Also lieber Karl, ich interessiere mich sehr dafür. Vielleicht will es der Zufall, dass wir uns doch einmal wieder sehen.
Die Zeit bei Dir war leider viel zu kurz.
Ich wünsche Dir noch gute Gesundheit und grüße Dich mit Deiner Familie sehr herzlich

Dein ehemaliger Panzerwart
Peter Oberhuber
von rechts: De Lorenzo, oder Tolerenzo aus Südtirol, Peter Oberhuber und Martin Dietz...
*Martin Dietz aus Staffelstein
** Man hatte Olt. Petrelli zum "Küstenkommendanten" ernannt.

1. Februar 2014,
ich sitze wieder vor der "Klopapierolle"  des Panzerregiments. Wer hätte das jemals gedacht, dass dieser Blog soviel Interesse und 101.671 Zugriffe auslösen würde...
Nachdem es nicht möglich ist (was auch gut ist) zwischen den geschriebenen Post, neue Seiten einzufügen, kann ich aber nach 527 Post (und zwei Entwürfen) zu meinem ersten Post etwas dazu schreiben.
Nämlich wie es begann...
Als ich 1969 meine Frau kennenlernte und in die Familie Spengler/Müller eintrat, wuchs mir schnell die "Thea" Oma ans Herz. Sie war damals schon krank und es sollte ein langsamer, beschwerlicher Tod werden. Doch genug Zeit, mich über viele Familieninternas zu unterrichten und mir viele Erinnerungen an ihren Sohn Hans mitzugeben. Ausser ihren Erzählungen existierte nur ein kleines Gästebuch mit einigen Fotoabzügen und der Skizze, welche in Bamberg 1952 von den Kameraden angefertigt wurde und die Lage am 14. November 1943 zeigte, als der Olt. Hans Müller nach verlassen (ausbooten) seines Panzers fiel. Einige Jahre später verschlechterte sich der Gesundheitszustand der "Thea Oma" und der Krebs siegte über den Körper. Neben dem Bett stand auf dem Nachttischchen die Flasche mit dem Morphium, um die schlimmsten Schmerzen zu lindern. Wir hatten ein solch nahes Verhältnis gefunden, dass ich sie fragen konnte, warum sie nicht das Fläschchen auf einmal leerte um den Dauerschmerzen und der Pein des Leidens ein Ende zu bereiten. Sie sagte mir, dass sie wachen Geistes und wachen Auges dem Tode begegnen möchte und dass sie ihr Ende sich nicht leichter machen möchte, als es ihr Sohn Hans erfahren habe. Sie bewahrte sich also die gleiche Tapferkeit, den gleichen Mut wie ihr Sohn bis zum letzten Moment ihres Lebens auf. Sie sagte mir auch, dass sie seit dem bewussten Tag im November, jeden Tag ihres Lebens, ihres Sohnes gedachte... Des Morgens das erste Mal und des Abends das letzte Mal... Das ist Mutterliebe...
So erfülle ich hiermit eigentlich nichts anderes als die Fortsetzung des Gedenkens und die Einhaltung eines Versprechens der lange verstorbenen Thea Oma...
Bereits in den siebziger Jahren erfuhr ich, dass sich aus der Kompanie von Hans ein Mann gemeldet habe, der in Nürnberg ein Baugeschäft, in der Bruneckerstrasse betreibe. "Schneider" sei sein Name.
Doch die wichtigsten Jahre als "selbst und ständiger" Unternehmer brachen für mich an und die Jahre flossen an mir vorbei.
Eines Tages ergriff ich spontan den Hörer des Telefones  und wählte die Nummer des Herrn Schneider. Ich bekam ihn an den Apparat und... wurde abgewimmelt! "Morgen fahre er mit seinem Spieß nach Bamberg zu einem Kameradentreffen und man werde weitersehen"...- Jahre vergingen -
Die Digitalisierung und das PC Zeitalter eroberten das Land und ich hatte meinen ersten Panasonic Laptop mit digitalisierten Bildern aus dem Gästebuch der Familie.
Irgendwann nach dem Millenium 2000 packte ich den Laptop ein, fuhr in die Bruneckerstrasse, fand den Baustoffgroßhandel Schneider und verlangte von der bewachenden Bürolöwin den "Chef" zu sprechen. Wirklich tauchte aus den hinteren Gefilden ein etwas kleiner, aber wacher Mann auf und fragte mich mit einer satten Baritonstimme nach meinem Begehr... Ich klappte den Laptop auf und zeigte ihm stumm das Bild auf dem Schirm. "Das ist der Hans!" rief er. So begann des "Remake" Panzerregiment 35...
Ich wurde zum Kameradschaftstreffen ins "Delsenbach" Café eingeladen. Meine Frau und ich wurden herzlich aufgenommen, senkten wir doch den Altersdurchschnitt erheblich!
Peinlich genau wurde eine Anwesenheitsliste in das aufliegende Gästebuch von Armin Fischermeier eingetragen. Jeder Geburtstag, jede Krankheit, jeder Todesfall fand seine Würdigung. Herr Schneider wurde zu "Fritz". Er kam noch selbst im BMW gefahren und allmählich fand ich mich im Kreise der Veteranen und noch zahlreicheren Witwen zurecht. Bamberg wurde angefahren, meine Kreise erweiterten sich explosionsartig und ich wurde Zeuge wie mit entsprechender Motivation aus scheinbar "alten" Männern noch trinkfeste, stimmgewaltige Exkrieger wurden.
Eines Tages sprach ich meinen Freund "Fritz" auf mein Telefongespräch von einst an! Ich war sehr überrascht, dass er sich sofort an dieses Gespräch erinnern konnte. Noch mehr überrascht war ich, als er mir beim nächsten Kameradentreffen einen Notizzettel auf den Tisch legte. Es war der Notizzettel von damals! Er hatte sich darauf mit Stenoschrift notiert dass "Zeis" angerufen habe. Er sagte mir dann, dass es ihm sehr leid täte, dass er mich damals "abgewimmelt" hätte. Ich tröstete ihn mit den Worten, dass es damals einfach noch nicht an der Zeit gewesen wäre, zusammen zu kommen um einen Schlußstein zu setzen. Er hatte also alle seine Gespräche stenographiert und abgelegt! So etwas hatte ich noch sie gesehen!
( Seine Mutter war eine ausgezeichnete Sekretärin und hatte seine gesamten Feldpostbriefe, einschließlich der numerierten Feldpost- Päckchenbelege von 1941 bis 1945 in einer gesonderten Mappe abgelegt)
Penibel hatte auch er seine gesamte Feldpost und seine Briefe mit Eberbach abgelegt und gesammelt!

Gerade in diesen wenigen Jahren hätte man unglaublich viel erreichen können. Noch lebten so viele der alten Kämpfer verstreut über das Land! Keiner hatte Internet, keiner verfasste Memoiren. Wie auch! Nur die kinderlosen sprachen mit mir in einer wahrheitsgetreuen Weise, ohne Rücksicht auf Ansehen, Reputation. Wer "scheisst sich schon ins eigene Nest" in dem die eigene Familie, Nachfahren, oder die Verwandschaft lebt?
Mit jedem neuen Jahr lichteten sich die Reihen und die Überlebenden fristeten, oder fristen ihr Dasein in Altersheimen, mehr oder weniger komfortabel.
"Alt werden ist nichts für Feiglinge!" heisst es, aber letztlich ist man für jeden weiteren erlebten Tag dankbar.
So versuchte ich wie ein Archäologe mit "Notgrabungen" wenigstens das machbare zu erreichen.
Gerhard Georgi half mir unendlich viel und war hoch motiviert. Die Grenze war gefallen und er konnte gefahrlos seines Vaters gedenken und wertvolle Spuren suchen. Er war ja erst drei Jahre alt, als sein Vater in Teploje fiel. Er war unermüdlich auf Spurensuche und fuhr Tausende von Kilometern kreuz und quer, um Zeitzeugen zu finden. Er brachte mich auch zu Arno Debus und zu Karl Schneider, dem I-Staffel Führer der 3. Kp. einem der wissensten und gescheitesten Menschen welche mir in diesem hohen Alter jemals begegneten.

Es wurde eine lange Reise mit vielen Erkenntnissen, welche auch mein Leben veränderten. Es war eine sehr intensive Auseinandersetzung mit der Psyche der Menschen. Es war nichts anderes als eine lange Reise in die Erinnerung dieser Menschen. So viele unterschiedliche Fingerabdrücke es auf dieser Erde gibt, so viele unterschiedliche Psychen gibt es. Alles ist ähnlich, doch nichts ist gleich!
Keine Regel, ohne Ausnahme, keine Ausnahme, ohne die dahinter stehende Regel...

Wieder sieht man sich als Archäologe der die gesammelte Erde oben in das erste Sieb kippt...
Zuerst taucht man in die Geisteswelt seine Gegenübers ein, -
erst dann erscheint die Geschichte, die Historie, verändert, persönlich wahrgenommen mit den Eigenschaften des Zeitzeugen.
Was ist Fakt, was ist persönliche Wahrnehmung?
Was ist Selbsttäuschung? - Es kommt auf das Thema an!
Es kommt auf den Zusammenhang des Geschehens und er psychischen Eigenschaften des Zeitzeugen an...
Belasten, oder entlasten sie den Erzählenden?
Wie groß ist das Vertrauensverhältnis?
Das letzte Sieb ist eng, sehr eng...
Eines habe ich aber gelernt;
auch nach Jahrzehnten konnten sich Veteranen an kleinste Gesten, an minimalste Kleinigkeiten erinnern!
- wenn sie nur wollten -
und wenn ihnen die geistigen Voraussetzungen dafür erhalten blieben...