Wichtig! - важно!

Jedes Foto vom Panzerregiment 35 ist ein wichtiges und seltenes Zeitdokument.
Viele Kinder haben ihren Vater nie kennengelernt, haben kein Fotos!
Viele russische Menschen haben kein Foto von ihrem Dorf während des Krieges.
Jedes Foto kann bei der Identifizierung von Ort, Zeit und Personen helfen!
Bevor Sie die Fotos, oder Album verkaufen geben Sie uns wenigstens ein Duplikat!
Scan von Vorderseite und Rückseite, wenn Text vorhanden.
Jeder Besitzer eines Fotos hat die Verantwortung für die Vergangenheit in seinen Händen! Helfen Sie uns, damit wir anderen Menschen helfen können!

Каждая фотография Panzerregiment 35 является важным и редким современным документом.
Многие дети никогда не встречались с отцом, у них нет фотографий!
Во время войны у многих русских людей нет фотографии их деревни.
Любая фотография может помочь определить место, время и людей!
Прежде чем продавать фотографии или альбом, дайте нам хотя бы дубликат!
Сканирование спереди и сзади, если текст существует.
Каждый владелец фотографии несет ответственность за прошлое в своих руках! Помогите нам, чтобы мы могли помочь другим людям!

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017
immer noch unvergessen und unglaublich zu lesen, dass sich solch Grausames noch zu Kriegsende ereignete: https://andreas-stenglein.de/wp-content/uploads/2017/12/Zum-Teufel-bleiben-Sie-ruhig-stehen-Langhammer-.pdf
1943: Olt. Georgi, Chef 3. Kp.
zu dem von "Kameraden" denunzierten Benzinfahrer Otto Becker:
"Ich gebe Ihnen einen guten Rat,
DENKEN SIE NICHT ZU LAUT!"

Damit rettete er ihm das Leben...
Dieser Satz hat zu jeder Zeit
eine tiefe Bedeutung...

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"
(1943 Lgov) Mit dem Teddy lebt das Regiment weiter und wird seiner historischen Verantwortung gerecht - Das Panzerregiment 35 mit seinen Stabskompanien, 8 Kompanien in 2 Abteilungen, der Ersatzabteilung in Bamberg mit 6 Kompanien

Geburtstagsliste - Panzerregiment 35 1940

Panzernachrichten

Panzernachrichten
Speer: "Wir wussten, dass der T34 der bessere Panzer ist, aber wir durften ihn auf "seinen" Befehl nicht bauen! Er musste von Krupp und mit Mercedes Motor sein!" Foto: Erbeutete T34 mit dem Bären Logo des Pz.Rgt.35 nach der Eroberung in Orel 1942. Original Diapositiv! Keine Retusche, oder Kolorierung von Lt. (Olt. Hptm. Gerd Georgi, Chemnitz)!

Die "Bären" 1943

Die "Bären" 1943
Februar 1943 Llgov - Stabskompanie

Abteilungsbefehlspanzer März 1943

Abteilungsbefehlspanzer März 1943
Lt. Heinz Burkard (⚔ 8. Jan.1944) 1943 auf dem Befehlspanzer bei Kaljakorowsk

Samstag, 13. August 2011

Karl und das Panzerkampfabzeichen


Karl hätte auch so gerne das Panzerkampfabzeichen gehabt. Karl fragte deshalb seinen Kp. Chef Petrelli, ob er nicht Einsätze mitfahren könnte, bis zum Pz.Kampfabzeichen. Er hat die Schützenschnur mit dem Panzer geschossen, er kann alles fahren, bis 60 Tonnen!Antwort: "Nein! - Sie sind zu wertvoll!" - ( Diese Männer waren alle zu wertvoll! - sterben konnten die jungen Heissporne) Die Männer von den I-Staffeln mussten und konnten alles reparieren. Vom Funkgerät, bis zum Panzer - Alles! Fw. Hilpert aus der I-Staffel vom Karl war 3-facher Meister! Optikermeister, Elektromeister, Uhrmachermeister! Aus den Funkgeräten abgeschossener Panzer machten sie Radioempfänger und konnten viele Sender hören. Als das Fleckfieber grassierte, war der Impfstoff sehr rar. Karl Schneider war bei den ersten Impfungen dabei!( Nur 200 altgediente Feldwebel und Offiziere v. Rgt. bekamen die Fahrkarte auf der Goya)

Stefan Lobenev und Karl Schneider


In Hellmitzheim lebte nach dem 1. WK ein russischer Kriegsgefangener mit Namen Stefan Lobenev aus Samsonovskoje in der Ukraine. Ein guter Mann der auch deutsch lernte...
Er wollte wieder  zurück in sein Dorf nach Russland, verliess Hellmitzheim und jeder glaubte, dass Stefan Lobenev wieder in Russland leben würde....
In der Gefangenschaft kam auch Karl einmal nach Samsonovskoje! Auf seine Fragen wurde er an eine alte Frau verwiesen, die mit Stefan Lobenev in der Schule war. Er fand diese alte Frau und fragte sie nach Stefan Lobenev...  Sie ging mit Stefan Lobenev in die gleiche Klasse- Man hat nie etwas von Stefan Lobenev gehört , er ist nie angekommen - Karl erzählte ihr von Stefan und seiner Zeit in Hellmitzheim - Karl denkt, dass Stefan von den Stalinisten erschossen wurde...

Gesprächsnotiz - Karl Schneider


Die Einwohner in den Dörfern hängten halbe geschlachtete Rinder im Winter an die Bäume. Wenn sie Nahrung brauchten, hackten sie von den gefrorenen Rindern, Teile ab... So wurde Karl mit der Konservierung bekannt und baute zusammen mit Anderen, das erste Kühlhaus in Hellmitzheim, und keiner konnte glauben, dass dies möglich sei! Viele Besucher bestaunten dieses erste Kühlhaus im ganzen Landkreis!

Wenn sie in der Landwirtschaft eingesetzt wurden, dann wurden sie von einem alten russischem Mütterchen bewacht mit einem Gewehr, ohne Verschluss!  Das Gewehr war also vollkommen untauglich!
Eines Tages sollten Sie, die deutschen Gefangenen, mit Gewehren und Munition Kartoffeläcker bewachen, weil immer so viel gestohlen wurde! Sie weigerten sich, denn sie wollten nicht als bewaffnete Kriegsgefangene erschossen werden. 
Viele Häuser von Kulaken waren verschlossen und abgesprerrt. Nur die deutschen Kriegsgefangenen durften dort hinein und arbeiten, denn den Russen wurde misstraut. Deutsche Kriegsgefangene haben nichts gestohlen, denn  die dortigen Sachen, waren für sie ohne Wert.
Eine alte Frau hatte kein Brennholz, sie musste frieren - Karl hatte Erbarmen mit ihr und ging vors Dorf zusammen mit einigen Gefangenen  und schlug eine grosse Birke um, da diese auch brannte, wenn sie nass war. Der Staroste ( Bürgermeister" bekam einen halben Anfall und schrie ganz laut, dass er jetzt nach Sibirien kommen würde! Die Birke war Staatseigentum! Für Karl war das unverständlich, er sagte zu den Leuten, dass ganze Urwälder um das Dorf stehen! Niemand traute sich jedoch einen einzigen Baum umzuschlagen!

Josef Gassner aus Nürnberg war ein genialer Elektriker und reparierte das Stromnetz der nächsten kleinen Stadt! Schnell wurde das Netz überlastet und wieder gingen die Lichter aus! Nur gegen Zahlung von 500 Rubel der Stadt an die Lagerleitung durften Josef Gassner, Karl Schneider und die Männer wieder das Lager zur Reparatur verlassen!
Dort sah Karl Schneider auch das Nordlicht und ist immer noch sehr beeindruckt von der Erscheinung!
Die Posten hatten viel Arbeit mit den Frauen, denn es waren so viele Witwen und alleinstehende Frauen zu "versorgen". Sie hatten deshalb für die Gefangenen „Woinaplenni „  gar keine Zeit.

Sommerpause - Gelegenheit für Karl Schneider

Nachdem der Sommer allgemeine Ruhe verbreitet und nur an den Finanzmärkten Hektik ausgebrochen ist, nütze ich die Zeit, um Euch vom Karl Schneider einige Gesprächsnotizen lesen zu lassen...


Gefangenschaft: 1945 Oberhalb Moskaus liegt eine grosse Talsperre.
Am Fluss Suchowa - Wolga

Karl Schneider zur Arbeit im Sägewerk
 Losskarn aus seiner I-Staffel leitete eine ganze Metall-Fabrik über dem Fluss. Eines Tages brach der "Weiberrock" am Sägegatter, weil ein Stamm mit Ästen eingeschoben wurde. Der "Natschalnik" war verzweifelt. Karl sagte, dass in der Fabrik vielleicht der "Weiberrock" repariert werden könnte. Der "Natschalnik"besorgte ein Boot und der "Weiberrock" wurde hinübergerudert. Losskarn begutachtete das Stück. Weil es kein Guss war, konnte es geschweisst werden. Der "Natschalnik" war überglücklich - Karl durfte nicht heben und tragen, das besorgte der "Natschalnik" selbst. Er bekam auch Brot und wurde vom "Natschalnik" zuhause eingeladen. Dann bauten sie noch einen stärkeren Motor und breiteren Riemen ein und erhöhten die Sägeleistung von den geforderten 40 Kubikmetern auf 60 Kubikmeter Leistung! Oft wurden sie von den Russen nach ihrer Ernährung befragt. Es sei zu wenig antworteten sie immer. "Ihr bekommt mehr als wir!" antworteten die russischen Arbeiter. "Ihr bekommt noch einen Hirsebrei am Morgen!".Der  "Natschalnik" sagte einmal, dass die Zustände unter dem Zaren besser gewesen seien.
Es war auch ein Stahlwerk an der Suchowa...
Aus den Bessemerbirnen kratzte man Phosphor aus und kippte ihn die Suchowa...Karl sagte mir, dass dies "Thomasmehl" gewesen sei. Nur schwer konnte man die Russen überzeugen, dass die Fische in der Suchowa dadurch sterben. Endlich wurde das Thomasmehl auf einen Haufen gekippt und die Bauern konnten sich davon holen. Das war ein grosser Erfolg für die Landwirtschaft.
"Wir haben den Russen viel geholfen!" sagte Karl Schneider. "Unsere Leute waren sehr tüchtig!"



Samstag, 30. Juli 2011

Karl Schneider im Gespräch...

Im Angedenken an den "grossen" Karl Schneider, der uns so ein wichtiger Zeitzeuge war. Anstelle eines Besuches seines Grabes, hören wir ihm lieber zu, wenn er uns etwas erzählt. Es muss ja nicht immer Panzer sein... Seine Lücke wird keiner mehr schliessen können. Wir können uns nur im Respekt vor diesem einmaligen Mann erinnern ...

Werner und Gerhard Georgi im Panzerregiment 3

Zum Gedenken an Werner Georgi und seinen Bruder Hptm. Gerhard Georgi...
Dr. Gerd Georgi der Sohn von Hptm. Gerhard Georgi hat mir die Negative zum scanning überlassen. Zum Gedenken an diese beiden Soldaten... Die Bilder sind aus der Zeit, als das Pz.Rgt.3 in Kamenz stationiert war. Eine Abt. in der alten Kaserne, die andere Abteilung in der neuen Kaserne. Werner Georgi ( Fahrer v. Hptm. Merker) starb in Mödling an einer Blinddarmentzündung und wurde dort begraben. Gerhard Georgi kam wie so viele zum Pz.Rgt.35. Auch Ernst Volz, Karl Schneider ( bei Hptm.Post) etc... Namen zu den Bildern sind nicht überliefert. Vielleicht kann sich jemand daran orientieren und findet die passenden Bilder dazu in einem Album.

Freitag, 29. Juli 2011

Erkennungsmarke

Durch Zufall kam ich in den Besitz der Erkennungsmarke. Die Geschicht hierzu:
Ich wurde vom Finder angerufen, der wußte, daß ich mich für die Historie des Pz.Rgt.35 bzw Art. Rgt.103 interessiere.Gefunden wurde die Marke nahe Scheßlitz ( ca 20km östlich von Bamberg), auf dem Waldboden. Nach dem Erhaltungszustand zu urteilen, hat die Marke nicht lange im Freien gelegen.
Das der ehemalige Angehörige, des Pz. Rgt. 35 die Marke im Wald "entsorgt" hat glaube ich weniger. Möglicherweise habe Unwissende oder Personen die mit solchen Dingen nichts am Hut haben, die Marke dort abgelegt. Vielleicht sogar Verwandte. Man kann nur darüber Vermutungen anstellen. Ich denke aber, der ehemalige Besitzer muß aus der Gegend um Bamberg sein.
Bekanntlich haben keinerlei Kämpfe des Pz.Rgt. 35 in dieser Gegend stattgefunden. Gruß Peter103
 
Wenn das die Marke von Fw. Ernst Volz ist? Dann wird es spannend...
 

Donnerstag, 21. Juli 2011

Grosses Bildarchiv ist zugänglich ...

Noch ein paar Worte zu dem grossen Bildarchiv des Pz.Rgt.35. Arno Debus hat das Album erweitert, bewahrt und mit den Originalaufnahmen der Stadt Bamberg, als eigentliche Heimat des Panzeregimentes 35 trotzdem übergeben, nachdem sie das Angebot abgelehnt hatten, ein Museum in der Hofhaltung für das Pz.Rgt.35 einzurichten. Ein Urheberrecht an den Bildern war damit aber nicht verbunden. Es wurden weitere Kopien angefertigt die z. Bspl. nach Freiburg ins Archiv und nach Ingolstadt ins Armeemuseum kamen. Die vorliegende Loseblattsammlung konnte Herr Dr. Gerd Georgi ( Sohn von Olt. Gerhard Georgi) für 300 € von Arno Debus erwerben. Ihm gebürt ein ganz grosses Dankeschön für die Übergabe dieser und weiterer, wichtiger Unterlagen. Um dem Internetzeitalter und den Gefallenen und Vermissten etc. auf ganz besondere Weise gerecht zu werden, wurde das Archiv trotz manchen Einspruches und Sammlergedankens Ihnen zur kostenlosen Einsicht gereicht. Es existieren weitere persönliche Alben, die sich in Vielem mit dem vorliegenden Archiv decken und manche Aufnahme und Person lässt sich nun zeitlich und räumlich zuordnen, obwohl die Bilder nicht zeitlich geordnet werden konnten. Diese Aufgabe bleibt noch engagierten Historikern vorbehalten. Es war anfangs nicht absehbar, dass sich so viele Menschen aus allen Teilen der Welt an die Geschehnisse und an Personen erinnern und nachforschen. Es ist der klägliche Versuch und vielleicht ein Anfang, wenigstens ein "virtuelles Museum Pz. Rgt.35" zu gestalten. Es wurde viel geredet und geplant, aber der Berg kreiste wie so oft und gebar diese Maus. Wenn Sie diese Bilder sehen, dann denken Sie an das unendliche Leid, das sich hinter der Maske verbirgt. Vielleicht stellt sich Ihnen dann die Frage, was Sie persönlich tun können, um wenigstens einen kleinen Teil wieder gut zu machen... Wenn nicht dann werden Sie vielleicht demütiger...

Alles überstanden... aber ich schreib trotzdem nicht weiter!

Abbruch und Ende des Tagebuches Lt.Hans Müller ....

Habe keine Lust mehr, dieses Scheiss Tagebuch zu führen. 
Morgen kann einen schon der Teufel holen...
Der Russe greift an...
Was wird werden?
Verfluchte Scheisse...
Sollte ich getroffen werden, dann meine Lieben,
einen recht schönen Gruss...
Lebt das Leben noch so lange es geht,
Zum Sterben langt es noch immer...
                                                             Hans


Es wird nie mehr ein Tagebuch von Lt. Müller geben...

Lt.Müller wird zum "alten Mann" und verliert seine erste Haut, welche ihm von den Propagandisten gegerbt wurde. Nach dieser Häutung wird er als pflichtbewusster Offizier seinem Eid getreu folgen. Mit der Führung der 1. Kp. betraut werden, die er dann bis zu seinem Tode am 14. November 1943 vorbildlich führen wird. Es werden nur noch einige wenige Fotos und Feldpostbriefe erhalten bleiben. Und die Erinnerung an einen der jungen Menschen, die wie so viele in das Räderwerk der damaligen Zeit gerieten.


Was den radikalen Bruch auslöste, darüber kann man nur spekulieren.
Sicher dürfte die Versetzung von "Papa" Oberst Eberbach auch ein triftiger Grund dafür gewesen sein.
Dieses Verhältnis von "Papa" Eberbach, den seine Offiziere in der Tat wie einen "Papa" liebten und verehrten, wäre eine extra sehr persönliche Studie wert. Er war menschlich und militärisch ein Phänomen, noch nie vorher dagewesen und für diese Zeit als Vorgesetzter undenkbar. Lt. Müller fuhr als erstes, noch bevor er seine Familie besuchte, nach Bamberg und machte Frau Eberbach seine Aufwartung. Dieser alemanische, schwäbische Fuchs, der "Schnulch" wie sie ihn heimlich nannten, hatte ein ganz besonderes Händchen was Menschenführung anbetraf und man erzählte mir, dass er seine Offiziere bittete, ihm noch dieses, oder jenes "Dörfle" zu bringen, weil er es so dringend noch strategisch bräuchte! Er gab tatsächlich "seinen Jungs" das Gefühl wie ein Vater sich um sie zu sorgen, setzte sich aber auch den gleichen Bedingungen, Gefahren, Torturen aus, wie sie seine Soldaten erlebten. Schlief auf dem Boden, wusch sich mit kaltem Wasser, und weinte tatsächlich vor Rührung, als Cossel wieder zurück über die Brücke kam!


Ich fragte Fritz Schneider, wie die ganzen Erfolge zustande kamen, war doch der Gegner mit besseren Panzern unterwegs, zahlreicher, etc... " Wir waren hervorragend ausgebildet!" 
"Wir hatten ja Funk, als der Russe noch keinen Funk in den Panzern hatte, aber tatsächlich war unsere Ausbildung, unsere Disziplin, später unsere Kampferfahrung entscheidend."
"Schnulchen ist das gefechtsmässige heranpirschen mit dem Panzer an den Gegner unter Ausnützung selbst kleinster und scheinbar unbedeutender Geländevorteile!"
"Wir haben das im Sandkasten bis zur Erschöpfung geübt!"
"Als die zweite Abteilung mit den Panthern wieder zu uns kam, hatten sie sofort hohe Verluste! Sie hatten in Frankreich verlernt, den Instinkt zu schärfen, den feinen Spürsinn eines Kommandanten, sich mit seinem Panzer im Gefecht bestmöglich zu verhalten."
"Manche hatten einfach einen 6. Sinn - oft waren es ganz einfache Menschen, wie Gasterstädt, der Tannenzapfenzupfer in Thüringen war. Er montierte die Lüfter - Turbine  vom Motor seines Panzers im Winter ab, schlich sich nachts in die russischen Bereitstellungen - eröffnete im Morgengrauen das Feuer! - Und fuhr wieder zurück! - Erdmann Gabriel hatte die grössten Erfolge mit seinem Panzer II, den er artistisch beherrschte und selbst Minen durch gefallenen Schnee erkannte! Oder Abele "das Auge der Division" Eberbach hatte immer ihn und eine 10cm Kanone um und bei sich. Abele konnte mit bloßem Auge eine getarnte Pak auf 600m erkennen!"

19. (?) 7.1941 Tagebuch Lt. d.R. Hans Müller z.Zt. Ordonnanzoffizier I. Abt. Major v. Lauchert

( andere Schrift, anderer Stift ) Es wirkt alles ziemlich verändert, als wenn sich etwas sehr Schwerwiegendes ereignet hätte. Das Datum wird mit Fragzeichen versehen...

Der Tag beginnt nicht angenehm.
Es kommt ein neuer Regimentskommandeur.
Unser alter, guter Papa Eberbach kommt als Brigakommandeur zur 5. Panzerbrigade.
Nachmittags soll die Übergabe des Regimentes vor allen Offizieren des Regimentes im Wald stattfinden.
14:oo - Die Offiziere treten alles an.
Herr Oberst kommt, es wird gemeldet und nach kurzen herzlichen Abschiedsworten übergibt er das Regiment an Oberst Olbrich.

Fritz Schneider: " Der Neue war ein Arschloch!"

18.7.1941 Tagebuch Lt. d.R. Hans Müller z.Zt. Ordonnanzoffizier I. Abt. Major v. Lauchert

Der Tross folgte und alles ist wieder vergnügt. Wie lange wird das wohl dauern? So langsam arbeite ich mich in das Geschäft als Ordonnanzoffizier ein. Es gibt ja auch verdammt wenig zu tun. Aber ich stelle mir vor, dass es in Friedenszeiten ein sehr interessanter posten sein kann. Lt. Vogel, zur Zeit arbeitsloser Offizier, kommt als 2. Offizier noch zur Abteilung und ich muss ein "viehisches" Unternehmen starten.

17.7.1941 Tagebuch Lt. d.R. Hans Müller z.Zt. Ordonnanzoffizier I. Abt. Major v. Lauchert

Die Division marschiert ab gegen Mittag. Fahre schnell zur Abteilung und wälze diesen Posten auf  Lt. Vogel ab. Besteige wieder meinen Panzer. Es geht immer der Rollbahn in Richtung Kritschew. Kurz vor Kritschew halt. Ziehen in einen Wald unter. Die II. Abteilung liegt im heftigsten Kampf mit Artillerie in Kritschew. Wir haben Ruhe.

16.7.1941 Tagebuch Lt. d.R. Hans Müller z.Zt. Ordonnanzoffizier I. Abt. Major v. Lauchert

Ich muss zur Division als Befehlsempfänger.
Nehme ein herrliches Bad und fühle mich wie neu geboren.
Besuche meinen alten Kompanieschef ( Panzerstaffel Art. Rgt.103) der eine Verkehrskompanie führt. Bombenangriff, - die Hunde zielen verdammt genau.

15.7.1941 Tagebuch Lt. d.R. Hans Müller z.Zt. Ordonnanzoffizier I. Abt. Major v. Lauchert

Propoisk ( heute Slavgorod) erreicht.
Die II. Abteilung hat die Brücken erreicht, das sie als erstes Treffen führen.
Wir stellen uns im Süden als Sicherung auf. Überall ist Feind. Aus allen Winkeln schiessen sie, man muss höllisch aufpassen. Da die Stadt bereits hell brennt und ein Aufenthalt nicht mehr möglich ist, zieht die Abteilung weit auseinander zur Sicherung auf die umliegenden Höfe. Schön ist es, schauerlich schön, wenn so eine Stadt brennt. Bald wird nur noch Asche und Kamine vorhanden sein.

Fritz Schneider: " Die jenigen unserer Soldaten, welche bereits im I. Weltkrieg an der Front waren, sagten dass es ein "Stahlgewitter" wie in Verdun sei!"

Mittwoch, 20. Juli 2011

Archiv Pz.Rgt.35

Ich habe heute wieder unter Mühen unser Archiv digitalisiert und werde die Bilder wieder unentgeltlich der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Diese Arbeit wird noch lange weitergehen. Diese Bilder sind dazu da, um Angehörigen Orientierung und  Überblick zu verschaffen, wo sich was ereignet hat und vielleicht einen kleinen Hinweis auf einen Menschen und seine Identität zu geben. So wie im Falle des Uffz. Steguweit. Nur so erfüllen sie einen vernünftigen Zweck und darum verzichte ich bewusst darauf, irgendwelche Markierungen und Einkopierungen vorzunehmen. Jedes Bild, das vom Regiment 35 ist, oder von der 4. PD, oder einen Bären auf dem Turm zeigt, ist Gemeinschaftseigentum aller Veteranen, aller Nachkommen, aller Beteiligten auf allen Seiten dieses furchtbaren Krieges. Als legitim eingesetzter Beauftragter dieses Regimentes verweise ich auf unser alleiniges moralisches Verfügungsrecht. Bilder dieses schrecklichen Krieges zu verkaufen ist Leichenfledderei und dient nicht zu Frieden und Freundschaft zwischen den Völkern. Keiner in unserem Lande ist so arm, dass er dies zu seinem Brotwerwerb tun müsste. Diese Bilder sind Zeugen einer schrecklichen Vergangenheit. Ihr einziger Sinn und Zweck kann nur dazu dienen, historische Begebenheiten den Menschen zur Verfügung zu stellen. Wenn diese Bilder in irgendeinem Album verstauben und verrotten, herausgerissen verkauft und verschleudert werden, dann stehlen wir den Menschen ihre Historie, ihre Biographie, ihre Identidät. Es sind nicht nur Soldaten auf den Bildern, sondern auch Zivilpersonen, Kinder, die in irgendeiner Weise nur dann davon profitieren können, wenn wir sie der Öffentlichkeit ohne finanziellen Interessen zur Verfügung stellen.

14.7.1941 Tagebuch Lt. d.R. Hans Müller z.Zt. Ordonnanzoffizier I. Abt. Major v. Lauchert

3:oo Fahre an der Spitze des Schützenbatallions  (IR12).
Die Leute haben alle furchtbare Angst vor Minen.
Doch glücklich bringe ich sie alle vor. Die Schützen lösen uns ab, denn wir greifen weiter an.
Gegen Nachmittag greifen wir an, doch der Anmarsch zieht sich schon sehr in die Länge, sodass wir um Mitternacht erst auf Feind stossen.
Die Lage: Unsere Kradschützen haben die Stadt Propoisk und die drei Brücken im Handstreich genommen, können sie aber nicht mehr lange halten, denn die Russen greifen die Stadt von allen Seiten an. Das Panzerregiment 35 hat die Aufgabe so schnell wie möglich Propoisk zu erreichen und mit den Kradschützen sich zu vereinigen. Wir fahren wie der Teufel, trotz die russische Artillerie wie wild auf die Rollbahn knallt. Schuss auf Schuss - Es ist wie ein unheimlicher Donner der fern loskracht. Mit heulen und johlen kommen die Granaten heran. Ein Aufleuchten, ein Krachen, taghell - die Splitter knallen an den Panzerwänden, aber immer weiter geht es, nichts darf uns aufhalten.Und schon sieht man von vorne die Stadt brennen.

Fritz Schneider erinnert sich lebhaft an die schweren Kämpfe um Propoisk und die drei Pronja Brücken. (Bis 1945 hiess die Ansiedlung Propoisk, eine Stadt und Verwaltungszentrum der Slavgorod Region, Mogilev Oblast, Weißrussischen SSR. Slavgorod ist eine Ansiedlung auf der Landung des Zustroms des Pronia Flusses in den Sozh Fluss, 58 km vom Kritschew Eisenbahnknotenpunkt; Bahnlinien zu Mogilew, Orscha Vorozhba und Roslawl. ) Immer wieder gab es schwere Ausfälle durch die ungeheuer präzise schiessende russische Artillerie... Bis sie den Artilleriebeobachter enttarnen. es war der Kuhhirte in den Flussauen, der ein Funkgerät bediente. Dort verlor auch der Funker Hans Grempel ( Pz.114) seinen Finger, der so sehr klagte, dass er nun seinen Beruf nicht mehr ausüben könne! Er war gelernter Frisör. Fritz hat ihn verbunden.

13.7.1941 Tagebuch Lt. d.R. Hans Müller z.Zt. Ordonnanzoffizier I. Abt. Major v. Lauchert

Die Nacht war ruhig.
Ich musste früh am Morgen schon zum Regiment fahren.
Es war eine tolle Sache, die Artillerie schoss Scheibe auf meinen Wagen.
Ganz schlimm war es auf dem Rückweg... Ein Wunder, dass ich durchkam. Schon die nächsten Meldefahrer kamen nicht mehr durch, da die Russen das Dorf und das Waldstück besetzt haben. Die Russen versuchten nun durchzubrechen mit schweren Infanteriewaffen und PAK ( Panzerabwehrkanonen) beschossen sie unser sehr dünnes Wäldchen, es war schlimm. Man konnte den Kopf nicht hochhalten. Wir machten grosse Löcher über denen wir unsere Panzer fuhren um so wenigstens nicht von den umherfliegenden Splittern getroffen zu werden. Die 8,8 cm FLAK ( dt. effektive Flugabwehrkanone ) fährt nach wiederholtem Angriff zum direkten Schuss auf. Die 2. Kompanie ( Olt. Rachfalt, Lt. Hautmann m. Heinz Goller) machte einen Vorstoss in den von den Russen besetzten Wald. Ihr Kompaniechef Olt.Rachfalt fuhr dabei auf eine Mine. Beim Versuch ihn zu bergen, fuhren zwei weitere Panzer auf Minen und flogen in die Luft. Der Chef und sein Funker ( Funkmeister Kraut ) konnten nicht geborgen werden. Eine fürchterliche Stimmung herrscht bei uns hier. ( Heinz Goller erinnerte sich mit Grauen an diese Situationen. Sein Panzer war einer von den auf Minen gefahrene.) Man könnte alles zerschlagen. Nachmittag muss ich zur 10. Infantriedivision mot. und Meldung aufnehmen. Nach einer menschenunwürdigen Fahrt finde ich sie auf der alten Rollbahn. Bekomme die Lage und rausche wieder im Tempo ab. 4.oo komme ich wieder bei der Abteilung an und muss sofort zum Regiment mit meiner Meldung.
Gegen Abend muss ich etwas zurückfahren um mit den Schützen ( IR 12) Verbindung aufnehmen um sie im Morgengrauen zu führen.
Olt. Rachfall und Funkmeister Kraut, um die sich noch eine Geschichte rankt...

Dienstag, 19. Juli 2011

12.7.1941 Tagebuch Lt. d.R. Hans Müller z.Zt. Ordonnanzoffizier I. Abt. Major v. Lauchert

Morgens Abfahrt - lange Fahrt, unendlich viel Staub aber vom Feind nichts zu sehen.
Gegen Mittag plötzlich starker Feindwiderstand bei Ryskowska. Die Kompanie fährt als I. Treffen, ( Wie bei Ritterturnieren! Anm. Verf.) plötzlich bekommen wir Artilleriefeuer im direkten Schuss von links aus einem ungefähr 500 Meter entfernten Busch. Feldwebel Dreher fährt wie ein Wilder auf eine erkannte Artilleriestellung los, um sie zu überrennen. Dabei übersah er ein flankierendes Geschütz, das vom Kompanieführer beim Abfeuern erkannt wurde.
Er sah sofort die Gefahr für Fw. Dreher und rief ihn zurück. Aber er hörte nicht. Vielleicht ging der Funk nicht, vielleicht in der Hitze des Angriffs überhörte er den Befehl, der wie eine Warnung immer wieder kam. "Dreher zurück fertig!" Plötzlich knallte es vorne und um Dreher. Fw. Dreher bootete aus und sauste mit seiner Besatzung zurück. Darauf umfasste die Kompanie mit der inzwischen eingetroffenen 3. Kompanie ( Lt. Krause) die Artilleriestellung von rechts nach links weit ausholend und vernichtete viele Geschütze.
Kurz darauf wurde die Kompanie vom Abteilungsgefechtsstand zurückgerufen. Bei Fw. Dreher wurde der Fahrer und der Ladeschütze verwundet. Ausserdem wurde Uffz. Wieser durch Splitter am Bein verwundet. In einem Wäldchen zog die Abteilung unter, während die Kompanien eine Art Igelstellung einnahmen und sicherten.

Fw. Erwin Dreher †
Fw. Dreher hat einmal unseren Heinz Goller entsetzlich "geschliffen" weil der ihm ein Fräulein ausgespannt hatte. Er ist hoch dekoriert mit DK in Gold bei Teploje 1943 gefallen.