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Über jeden Soldaten liesse sich ein Buch schreiben...

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Dienstag, 3. Februar 2026

Prof. Dr. Heinz Ludwig (Lt.)

 



Heute am zehnten Tage, nachdem ich in die Kaserne gezogen und
Soldat geworden bin, soll mein Tagebuch beginnen.
Es soll mich überall hin, in Not und Gefahr, aber auch 
in Freude und Frohsinn begleiten,
als ein Spiegel meiner Jugend.

Heinz Ludwig





Panzerschütze der 3. Kompanie Inf. Ers.Btl. 319 Coburg
vom 1.10.1940 - 10.11.40
Ab 10.11 Panzerschütze d. 2. Kompanie Pz.Rgt.35
bis....


 Um jeder Kriegsromantik vorzubeugen sei noch folgende Anekdote erwähnt
die sich im Tagebuch wiederfindet:
Einige der frisch eingezogenen Rekruten landeten 1940 in Frankreich 
als Besatzer beim Pz.Rgt.35, wurden ROA  und Fahnenjunker
und verloren sich nie aus den Augen. So auch Heinz Goller der mit Fritz Schneider, 
Sigi Breu, von Rosen und weiteren Kameraden später Offiziere und Feldwebel wurden.
Bei einem der letzten Treffen wurde ich Zeuge wie Heinz Goller (Fw.) zu Heinz Ludwig sprach: "Weisst Du noch Heinz, wie sie in Coburg gleich das Bauernbübchen, das Heimweh hatte,  
erschossen haben? So lange marschierten wir an der Blutlache vorbei!" 
Der erste aus der Gruppe war Sigi Breu der in Stary Bychow fiel.
Sein Tod hat alle sofort tief getroffen.

Nach all den Kriegsjahren war das das Erste, wovon sie sprachen! 
Das grausame Exempel, das statuiert wurde, um absoluten
Gehorsam mit aller Härte zu erreichen!










Mahnung zur Einsicht und zum Frieden!

Es war eines der letzten "Panzertreffen" wo ich Heinz Ludwig 
noch treffen konnte und mich mit ihm unterhalten durfte:

Wir sprachen über die letzten Kriegstage in Italien, wo noch zu Ostern 1945
eine italienische Militärparade stattfand. Ein italienischer General sagte zu ihm:
"Ich habe noch sechzehn Panzer IV, die nehmen sie und fahren von Venedig
nach Triest und immer hin- und her. Dann werden die Amerikaner dort 
keine Invasion versuchen!"
Lt. Ludwig wurde dann später weiter südlich abgeschossen und lag 
verbrannt neben seinem Panzer. Ein englischer Offizier trat neben 
den verbrannten Körper und stieß ihn mit dem Fuß an. Heinz Ludwig 
lebte noch und kam in ein Lazarett. Der Leibarzt von der Queen 
operierte ihn und rette sein Leben, sein Bein blieb in Italien.

Sein Vater verlor im ersten Weltkrieg das andere Bein! 


Der erste Kamerad aus der Gruppe
war Panzerschütze "Siggi" Sigmund Breu
am 4. 7.1941 Stary Bychow

Juli 1941
Der Spass ist vorbei, der Krieg zeigt sein wahres Gesicht!
Feuertaufe am Dnjepr in Stary Bychow, Der erste Orden.
Das Lachen ist vergangen, es folgen harte Zeiten.

Zuhause steht sein Bild am Schreibtisch und seine Mutter
und die Familie betet,wie alle Mütter und Familien
 um das Leben vom Heinz, dass er gesund wiederkehren dürfte...


Er muss noch vier Jahre im Panzer sitzen
und auch um sein Leben kämpfen,
bis auch er abgeschossen wird...