Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017
immer noch unvergessen...
1943: Olt. Georgi, Chef 3. Kp.
zu dem von "Kameraden" denunziertem Benzinfahrer Becker:
"Ich gebe Ihnen einen guten Rat!
DENKEN SIE NICHT ZU LAUT!"

Damit rettete er ihm das Leben...
Dieser Satz hat zu jeder Zeit
eine tiefe Bedeutung...

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"
(1943 Lgov) Mit dem Teddy lebt das Regiment weiter und wird seiner historischen Verantwortung gerecht - Das Panzerregiment 35 mit seinen Stabskompanien, 8 Kompanien in 2 Abteilungen, der Ersatzabteilung in Bamberg mit 6 Kompanien

Geburtstagsliste - Panzerregiment 35 1940

Die "Bären" 1943

Die "Bären" 1943
Februar 1943 Llgov - Stabskompanie

Abteilungsbefehlspanzer März 1943

Abteilungsbefehlspanzer März 1943
Lt. Heinz Burkard (⚔ 8. Jan.1944) 1943 auf dem Befehlspanzer bei Kaljakorowsk

Montag, 26. Mai 2014

Oberfeldwebel Otto Eidloth (Bamberg) gestorben ...

Oberfeldwebel Otto Eidloth 30.11.1920 - 18.5.2014 - 1.Kp. I.Abt. Pz.Rgt.35
Otto - Einer der offenherzigsten Feldwebel, die von Anbeginn des Russlandfeldzuges in der I. Abteilung, in der 1. Kompanie, im Panzer von Hans Detloff v. Cossel sassen, neben "unserem" Hans Müller im Panzer sassen, als dieser in seinem letzten Gefecht fiel, ist nun am 18. Mai 2014 in Sassanfahrt verstorben. Neben Otto Eidloth fielen 4 Kompaniechefs des Pz.Rgt.35: v.Cossel, Königstein, Müller, Burkhard. Seine Erlebnisse werden lange weiterleben, denn seine "Geschichten" waren wohl nicht einmalig, aber er war der Einzige, welcher sie uns offen und ohne Scheu erzählte. Das war und ist uns in diesem Blog besonders wichtig. Wir wollen den Menschen sehen und erkennen, mag er noch so viele Eigenschaften gehabt haben, wie er mag, ob sie toleriert werden, wurden, oder wie auch immer. Wir erkennen uns nur dann wieder, wenn wir hinter die Kulissen schauen dürfen. Otto hat uns tiefe Einblicke in sein Leben gewährt. Er hat uns gezeigt, dass Tapferkeit alleine nicht den Menschen ausmacht. Seine Kraft, seine männlichen Eigenschaften haben ihn über die Massen der Durchschnittlichen, der Verklemmten hinausgehoben. Er war ein Urgestein, das nicht immer Beifall fand. Er hatte viele Neider, ob seiner Männlichkeit, seines Charmes bei Frauen, seiner Art durchs Leben zu gehen. In einem hat er mir nicht die Treue gehalten! - Er hatte mir versprochen 100 Jahre alt zu werden! Die Urne von Otto wurde am 27. Mai im Beisein seiner Familie und Ulrich Pohl in Pettstadt beigesetzt.
Ulrich Pohl: Eine kurze ergriffene Rede hat Werner gehalten. Als dann von einem der anwesenden Frauen  der Satz fiel: 'Ich werde 100 Jahre' Orginalton Otto, wurden von Ulrich Pohl noch einige Worte an die Trauernden gerichtet. Auf unsere Home-Page verwiesen und den dortigen Nachruf bekannt gemacht. Damit haben wir 35er dem Verstorbenen die letzte Ehre zuteil werden lassen.

Wir gedenken Otto an dieser Stelle und danken seinem Schwiegersohn Werner für alle Unterstützung!
An dieser Stelle sei nachgereicht: Ottos gefährlichster Auftrag während des Krieges...
Otto sagte einmal dass während seiner ganzen Zeit als Soldat im Panzerregiment sein gefährlichster  Auftrag gewesen sei, als er von Olt, oder Hptm. Gerhard Lange den Auftrag erhielt, alleine mit seinem Panzer in einer Nacht- und Nebelfahrt den Anschluss zu einer SS Division zu suchen. Lange erklärte ihm vage den Weg und Otto führte diesen gefährlichen Auftrag mit gutem Ende aus. Die nervliche Anspannung alleine mit dem Panzer sich auf einen langen Weg in unbekanntes feindliches Gebiet zu machen und auch durchzuhalten, war ungeheuerlich. Es gelang ihm tatsächlich die Divison (das Reich?) zu erreichen und seinen Auftrag vollkommen auszuführen. Es ist natürlich nicht mehr nachzuvollziehen, wie die Sinne und die eigene Verfassung so reagieren würden, aber Otto hatte schon viele Feindfahrten erlebt und überlebt, aber dieses Fahrt überstieg alles bisher dagewesene und erlebte. Übereinstimmend sagten alle Soldaten, dass Nachtfahrten mindestens mit der doppelt gerechneten  Zeit des Tages anzusetzen seien. Gefühlt kann man den Zeitbegriff nur ahnen. Für diesen Erfolg bekam Gerhard Lange unter anderem das Ritterkreuz. Für Otto war das "sein" Ritterkreuz.
16. Juni 2014 -  Wenn Otto erzählte, dann kam immer wieder vor, dass er sehr stolz von seiner "Hamburg-Reise" erzählte. Otto fuhr als 16 Jähriger mit dem Fahrrad, ohne Gangschaltung, oder modernen Sachen, mit einfachsten Mitteln und 50 Mark in der Tasche über die holprigen Straßen und Wege, über Berg und Tal nach Hamburg. Um Geld zu sparen übernachtete er in den damals noch zur Trocknung aufgestellten üblichen Kleeböcken und aufgestellten Getreidegarben. Auf freiem Feld unter freiem Himmel. Ganz alleine auf sich gestellt bewältigte er dieses einschneidende Abenteuer und zu seiner großen Freude wurden ihm von wohlhabenden Verwandten in Hamburg 50 Mark als Anerkennung und Zuschuss zu seiner Reisekasse geschenkt. Als er wieder nach dieser abenteuerlichen Reise in Bamberg ankam, hatte er genau wieder 50 Mark wie bei seiner Abfahrt in der Tasche, so wie er fortgefahren war, ein großes Abenteuer erlebt und sich für seine Entwicklung sicher einen wichtigen Baustein erarbeitet. Dass er wieder mit dem gleichen Betrag ankommen war, so wie er abfuhr erheiterte ihn ungemein. Diese Reise war unvergesslich für ihn, und als ich dieser Tage mit dem Rad von Dresden nach Hamburg, die Elbe entlang fuhr erinnerte ich mich wieder dieser Geschichte und dachte mir, dass dies ein wichtiger Teil meines Nachrufes auf Otto sein sollte. 


Cossels 100er Panzer mit Otto, stehend.. 1941

Was wären diese Bilder mit Kopierschutz? Was wären sie in irgendeinem Sammelalbum? So zeugen sie von Ottos Panzer und der 1. Kompanie und seinen Kameraden im Jahre 1941. Ross und Reiter sind benannt und das Bild hat eine Geschichte und lässt sich historisch einordnen.
Dem in vielen hundert Panzergefechten bewährten 
Feldwebel Otto Eidloth, 
dem treuen Vorstands-Mitglied 
unseres Traditions-Verbandes 
Panzer-Regiment 35 
in herzlicher Dankbarkeit und 
Verbundenheit zum 50.Geburtstag30.XI.1970
Eberbach 
General der Panzertruppen

Otto mit seinem General und den Offizieren des Regimentes in Bamberg nach dem Kriege...

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