Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017
immer noch unvergessen...
1943: Olt. Georgi, Chef 3. Kp.
zu dem von "Kameraden" denunziertem Benzinfahrer Becker:
"Ich gebe Ihnen einen guten Rat!
DENKEN SIE NICHT ZU LAUT!"

Damit rettete er ihm das Leben...
Dieser Satz hat zu jeder Zeit
eine tiefe Bedeutung...

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"
(1943 Lgov) Mit dem Teddy lebt das Regiment weiter und wird seiner historischen Verantwortung gerecht - Das Panzerregiment 35 mit seinen Stabskompanien, 8 Kompanien in 2 Abteilungen, der Ersatzabteilung in Bamberg mit 6 Kompanien

Geburtstagsliste - Panzerregiment 35 1940

Die "Bären" 1943

Die "Bären" 1943
Februar 1943 Llgov - Stabskompanie

Abteilungsbefehlspanzer März 1943

Abteilungsbefehlspanzer März 1943
Lt. Heinz Burkard (⚔ 8. Jan.1944) 1943 auf dem Befehlspanzer bei Kaljakorowsk

Freitag, 14. Dezember 2012

Genpool - Fw. Otto Eidloth 92 Jahre

Ottos Lieblingsbild
Niemand hatte diese Offenheit!

Otto wurde am 30. November 92 Jahre alt...  

Er ist wachen Geistes und hat einen erstaunlichen Humor.
Die Geburtstagsgrüße von "seinem" 35er Regiment wirkten wieder wie eine Vitaminspritze.
Die Zeit beim Regiment muss sich ganz tief in das Bewusstsein eingegraben haben, denn es liegen Jahrzehnte zwischen Krieg und Altenheim. Aber es ist immer, als wenn man ein Licht anknipst, wenn man vom Panzerregiment 35 spricht. Die Vereranen sind wie elektrisiert und es geht ein Ruck durch sie. Oft hängt als einziges großes Bild, das Bild des Panzermannes an der Wand. So auch bei Otto.
Niemend soll hier vorgeführt, entblättert und denunziert werden. Aber wenn jetzt nicht mit Wahrheit geschrieben wird, ist es für immer verloren. Vielleicht nimmt es den falschen Schein von falschen Götzen und dient der Wahrheit und der Erkenntnis und wirkt noch glaubhafter, als es onehin bereits ist.

Otto entstammt einer Familie mit sieben Kindern.
Er wuchs in Bamberg ganz nahe seiner späteren Panzer-Kaserne in ärmlichen Verhältnissen auf und hatte eine karge und harte Kindheit und er selbst harte Fäuste. Seine Schilderungen, seine erlittenen "schlagenden" Erziehungsmethoden, vom eigenen Vater bis zum brutal schlagenden Kaplan, den er noch nach dem Kriege "polieren" wollte, dies aber nach dem Kriege wieder verwarf, erschrecken noch heute und werfen ein bezeichnendes Licht auf diese I.WK Nachkriegs-Zeit.
Die Erfahrungen von familiärer Armut, körperliche Gewalt und sozialer Ausgrenzung, Perspektivlosigkeit einerseits, die Suche nach Ehre, Lob, Geborgenheit, Karriere, Schutz, Machtfülle, Sonderstellung andererseits, machen logische Schlüsse einfacher. Als sich der Lehrer bei seiner Mutter beschwerte, dass Otto oft in der Schule fehlte antwortete die Mutter: " Was glauben Sie wieviel Arbeit ich habe? Otto muss arbeiten, für die Schule hat er dann keine Zeit!"

Mit 16 will er Boxer werden - Er meldet sich beim Bamberger Boxverein. Der "Stadtmeister" schickt ihn mit blauem Auge und k.o. zu Boden. Als er nach Hause kommt und sein Vater erfährt davon, bekommt er das zweite "blaue Auge". ( Später schickt er den Stadtmeister zu Boden!)

Kurz vor seiner Einberufung war noch tanzen und da er ja wirklich ein schmucker "Aufreisser" war betanzte er zum großen Ärger der uniformierten Panzersoldaten, etliche Begleiterinnen der eifersüchtigen Panzermänner. Am nächsten Tag, als er sich beim "Spieß" meldete, sagte der; " Da ist er ja! unser Tango - Jüngling!"- Das machte die Ausbildung auch nicht einfacher für den "schönen" Otto.


Wie für so viele seiner Kameraden begann seine militärische Laufbahn mit dem Angriff der deutschen Truppen auf das Gebiet der Sowjetunion am 22.Juli 1941.
1942 machte er seinen Unteroffizierslehrgang im eroberten Orel gemeinsam mit Fritz Schneider. Aus dieser Zeit beschrieb er mir eindrucksvoll und haargenau eine an und für sich winzige Begebenheit der Kränkung mit Fritz Schneider, die noch nach Jahrzehnten die Beziehung dieser beiden Männer beleuchtete.
Das Erinnerungsvermögen der Veteranen erstaunt mich immer wieder - wenn man nur will!
Er blieb bis zum Ende Krieges in der gleichen Kompanie, der ursprünglich 1. Kompanie, unter von Cossel †  und seinem Panzerkommandanten Feldwebel Dreher † , welche nach der ungeliebten Umstellung 1944 zum großen Leidwesen die 5. Kp. wurde. Noch dazu wurde die versprochene Umstellung auf den Tiger Panzer nie ausgeführt.
Otto unterschied und unterscheidet sich grundsätzlich von anderen Veteranen durch seine schonungslose Offenheit zu allen Begebenheiten auch sehr intimer Erfahrungen in der Zeit des Krieges. Mag die Offenheit auch teilweise dem Alter zugeschrieben werden, so ist dies aber sonst nirgends zu finden gewesen und gerade darum so wichtig. Würde nur das geschrieben werden, was alle geschrieben haben, dann würde ein wesentlicher Bestandteil fehlen und die gleiche verzerrte Beweihräucherungsschrift entstehen, deren ich überdrüssig bin und von Heldentaten berichten, die nur dem eigenen Ego dienen. Wahrheit kann vulgär, ordinär, grausam sein - aber sie muss wahr sein! Ohne wenn und aber. In dieser Form der Offenheit habe ich solches  nur in der eigenen Familie gefunden, aber niemals von jemanden, zuvor nicht gesehenem Veteranen. Im Laufe der Jahre entwickelte sich ein Vertrauensverhältnis, aber das entwickelte sich zu anderen Veteranen auch, ohne wirklich an die "eingemachten" Dinge des Lebens zu stoßen. Auch Otto war anfangs sehr mistrauisch und fürchtete, ob seiner amourösen Abenteuer um seine Pension. Erschwerend kam bei mir hinzu, dass ich mich wie ein Ermittler im Falle des Todes von seinem Kp.Chef Hans-Georg Müller †  verhielt und selbst nach kleinsten und unbedeutendsten Spuren suchte, die sich am Vormittag des 14.November 1943 ereigneten, als Olt. Hans Müller † neben dem Panzer von Otto in einem desaströsen Unternehmen mit anderen Soldaten sein Leben verlor.
Auch bei meinem Geburtstagsanruf am 30.11.2012 kam er von selbst wieder auf diesen rabenschwarzen Tag in der Geschichte des Panzerregimentes 35 und der 1.Kp. zurück und beteuerte mir, dass der Nebel und die fehlende Bereitschaft von Olt. H.G.Müller  sich über die Art und Weise des geführten Angriffs mit seinen Feldwebeln auszutauschen, dieses große Unglück mit heraufbeschworen habe.
Ich beruhigte ihn, wiegelte ab und brachte das Thema auf erfreulichere Ereignisse zurück.
In meinen persönlichen Ermittlungen und Nachforschungen bin ich ungeahnt weit gekommen und lasse jetzt die Schatten des Krieges, Schuld und Sühne und ihre Beteiligten ruhen...
Die geführten Gespräche mit anderen Veteranen blieben immer in einem gewissen Maß reserviert und distanziert und geschönt. Niemand diffamiert sich selbst gerne und demontiert sich vorsätzlich. Otto dagegen vermittelte sehr nahe und plastisch, noch dazu mit viel Humor den wahren Menschen und Soldaten, ohne diesen besonderen, meist bewusst konstruierten  Schein der Ehre, der Reinheit und Ritterlichkeit zu pflegen.
Durch ihn erfuhr ich, was ich natürlich onehin vermutete und was in jedem gesunden jungen Menschen steckt. Die meisten jungen Soldaten hatten Sehnsucht nach Sex, Alkohohl und ausreichend gutem Essen. Kurzum nach all dem, was so gerne verdrängt und tabuisiert wird.
Es war nichts Neues und nichts Sensationelles. Aber es war das einzige Mal, dass es auch ohne jede Hemmungen offen ausgesprochen wurde und es war vor allem die Wahrheit. Aus der stummen Vermutung wurde nicht nur Gewissheit sondern authentischer Beweis menschlicher Verhaltensweise, ob für manchen tolerierbar oder nicht. Es waren die gleichen Menschen, mit den gleichen Bedürfnissen, mit den gleichen niedrigen Beweggründen wie zu jeder Zeit. Sie waren nicht besser, nicht schlechter wie wir, - sie lebten nur genau in diesem unseligen und fürchterlichen Zeitfenster in dem die höchste Führung das erste Mal in der Geschichte meisterhaft und diabolisch diese menschlichen Wünsche instumentalisierte, umdeutete und in furchtbarer Weise einsetzte.

Noch zu schreibende Episoden, ohne Auflagen zur Verschwiegenheit von Otto mir erzählt...
(Einmal in einem Biergarten mit höchst interessiertem Publikum!)

1943 - Die "Sauna" in Batagowo und die Stiefel mit "Einlage" für Werner Berlin aus Berlin ...
In Batagowo wurde eine Sauna betrieben und Otto hatte die Gelegnheit die jungen Russin körperlich zu lieben, die für die Sauna verantwortlich war und dort saubermachte. Sie woillte von Otto ein Kind, denn dann musste sie nicht zum Panzersperrenbau. Otto liebte sie mit Präservativ. Mitten im Liebesakt packte sie das Präservativ und schleuderte es zu Boden - sie wollte schwanger werden. Unglücklicherweise fiel das Präser... in Ottos Stiefel. Abends hatte sein Freund Werner Berlin aus Berlin (der Harmoniumspieler) Wache und nasse Stiefel... Er erbat sich von Otto leihweise dessen trockene Stiefel. Als er in die Stiefel einfuhr, spürte er ein kleines Hindernis, fuhr mit der Hand hinein und fühlte! - Er zog das Präservativ heraus und hob es fragend in die Höhe!

links sitzt Werner Berlin aus Berlin, er zog das Präservativ aus dem Stiefel - rechts Köhnlein und am Steuer Fahrer Brandl

 

1941 - Fliegerabschuss mit Kanone... Pistole und Finnendolch als Beute ...
Otto und Fritz saßen im  gleichen Panzer und schossen mit der KWK einen russischen Flieger ab. Der Flieger stürzte ab. Einer der Flieger war tot, der Überlebende musste seinen Kameraden begraben. Otto und Fritz machten ihre Kriegsbeute. Otto als Hauptakteur nahm den Finnendolch und Fritz musste mit der Pistole vorlieb nehmen. Den ganzen Krieg hindurch hatte Otto diesen Finnenolch und erst beim Einlaufen in den Hafen von Kiel zur Kriegsgefangenschaft versenkte er seine Pistole und den Finnendolch in der Ostsee... 

1942 - Brückenwache - in Batagowo -Ottos Hammerfaust im Einsatz ...
Brückenwache - schlimmer Dienst - Nachteinsatz - Otto kommt todmüde in die Baracke, will nur noch schlafen , es poltert ein Uffz. in der Baracke herum und Otto fordert ihn auf leise zu sein, denn er braucht Ruhe und will schlafen! "Halts Maul, blöde Sau!" schreit der Uffz. Otto springt auf und schlägt den Unteroffizier mit einem Fausthieb nieder! Der Vorfall bleibt ohne Folgen für Otto, denn er hatte recht!
1942 - O.E. Postbote an der Bahnlinie - Shisdra - Briansk - mit einem russischen Jungen und einer Draisine im Partisanenwald...
Otto musste immer die Feldpost in Briansk mit einem russischen Jungen holen. Man wusste genau, dass ein deutscher Soldat auf der Draisine sass und die Partisanen ließen ihn  gewähren und  griffen ihn nicht an - er wäre sowieso ohne eine Chance gewesen! Später haben die Partisanen jeden Postüberbringer getötet und Otto verdankte sein Überleben, wahrschenlich nur der Tatsache, dass dieser russische Junge dabei war.
1942 - Abrücken aus Orel ... mit Verspätung, wegen eines warmen Bettes ...
...wieder einmal lag Otto im warmen Bette einer Frau, als die Abteilung abrückte. Zur Strafe  durfte er mit nach Afrika, wie sein Vorgesetzter ihm mitteilte...("Ich wollte ja gar nicht nach Afrika und war froh, dass ich bei meiner Kompanie bleiben durfte!")

1944 - OSM. Küfner, die Schneewehe und die hundert HiWi ... Ottos bester und härtester k.o. Faustschlag ...
Otto muss in Eiseskälte einen LKW bergen, der in einer Schneewhe steckt. Keine Chance, der LKW steckt fest. In der Nähe führt ein riesiger Russe? eine ganze Gruppe von HiWi´´s (Hilfswillige) an. Otto geht zu ihm und bittet ihn auf russisch, ihm zu helfen, Antwort Njet! - Otto bittet noch inständiger, faltet die Hände und sinkt auf die Knie: пожалуйста пожалуйста! Antwort: Nijet schreit der Russe! Da springt Otto auf und haut ihm mit aller Wucht die Faust ans Kinn! Das war der Schlag meines Lebens! sagt Otto, der Russe fällt wie ein Baum zu Boden, die ganze Gruppe schreit begeistert und rennt zum LKW und schiebt das Fahrzeug aus der Schneewehe!
Wenn der Russe nicht umgefallen wäre, hätte er mich umgebracht! Meint Otto und reibt seine Faust, die auch noch mit über neunzig Jahren beachtlich aussieht!

1944 - 20.00 schlimmste Nachtfahrt - Kontakt mit ID Großdeutschland.  Befehl von Hptm. Lange 
Irgendwo schon aufgeschrieben...
 
1943? - Otto hat in Ausgehuniform Aufenthalt in Warschau und schlüpft durch ein Loch im Zaun. Die blonde Frau mit Torte "kümmert" sich um ihn intensiv... 
Otto fährt mit Paradeuniform nach Hause zu einer wichtigen Feier. In Warschau haben sie Aufenthalt. Niemand darf den Bahnhof veralssen! Otto schlüpft durch den Zaun und geht ins Bordell. Eine lange Schlange hat sich wartend vor dem Bordell gebildet un die Soldaten warten in Reih und Glied...Otto reiht sich ein und wartet ebenfalls... Eine blonde, hübsche Frau kommt mit einer Torte in der hand und geht zu ihrem "Arbeitsplatz" dem Bordell. Sie entdeckt den elegant uniformierten Otto, - nimmt ihn an der Hand, führt ihn aus der Reihe der wartenden Soldaten und bereitet ihm eine herrliches Abenteuer! 

1945 - Gauleiter Forsters Haus, die schwarze Panzerbluse und der Angora- Pullover ...
Otto erzählte mit bereits die Anekdote, doch als ich mich mit Otto und Oliver Lörscher in Kleinsendelbach beim "Gasthaus Schuh" traf schien so schön die Sonne, dass wir uns an einen Tischim Biergarten setzten  und uns bestens unterhileten... Die Hälse der Nachbarn wurden immer länger, die Köpfe drehten sich allmählich nur noch in unsere Richtung, denn Otto kam in Fahrt und wir vergassen den Rest unserer Umgebung, Otto:" Ich war im Hause des Gauleiters Forster einquartiert, dort war eine hübsche junge Frau. Ihr Verlobter war auf einem U-Boot stationiert und sie hatte schon lange nichts mehr von ihm gehört. Sie erlag Ottos Charme und ihr Angora Pullover verewigte sich auf Ottos schwarzer Panzerbluse, dass er langsa auch wie ein Angora Hase aussah! 

1945 - San. Fw. Hans Luther (Kopfschuss quer durch die Hr.Ουρήθρα) ...
Eines Tages sagte mir Otto, dass er sein Entkommen aus der Hölle von Danzig und Bohnsack eigentlich einer jungen Frau verdanke und der Hilfe von Sanitätsfeldwebel Hans Luther! Weisst Du, gestand er mir, ich war eigentlich nicht verwundet, - ich hatte den Tripper! Aber diesen holte ich mir bei dem Mädchen in der Ruine eines zerstörten Hauses. Ich war berührt von seiner Ehrlichkeit und seinem Mut, wurden doch sonst alle Erzählungen und Anekdoten gewaschen, gesiebt, gewogen, bis sich einmal ein Veteran zu etwas Wahrheit und Offenheit herabließ. Die Allermeisten aller Erzählungen wurden verschwiegen!
Auf der "Gangway" des Schiffes nach Kiel wird Otto kontrolliert: "Noch ein Feigling!" - Otto zeigt auf seine Orden: "Sieht so ein Feigling aus?"Er kommt mit dem Schiff nach Kiel und das amouröse Abenteuer mit Folgen, rettet sein Leben...
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Fronttheater mit Erektion - Otto tanzt die "La Jana"  
Russland - Sommer 43... 
Klamotten gab es zuhauf und irgendwie kam Otto zu einigen ganzen Koffern voll... Aus Spass und Gaudi verkleidete sich Otto als Tänzerin  La Jana und führte seinen erotischen Liebestanz auf! Es war der Brüller schlechthin! 
Die Landser waren begeistert und die nächst höheren Chefs sagten, dass diese Sensationsnummer den Soldaten in der vordersten Linie (HKL) gezeigt werden müsse. Also wurde "La Jana" mit Perücke und Kostümierung im PKW in die vordersten Linien gefahren und mit grandiosem Können als Sensation des eingetroffenen Front-Theaters aus Berlin vorgestellt! La Jana besucht den Frontabschnitt exclusiv für diese Soldaten und tanzt für die Landser!
Die armen Soldaten in vorderster Linie waren ganz aus dem Häuschen!
Otto: "Ich habe tatsächlich einen tollen Körper besessen! Kein Gramm Fett und tannenschlank! Dazu die blondePerücke - Ich hätte mich um eine Haar in mich selbst verliebt, so toll habe ich ausgesehen!
Otto tanzte als La Jana einen lasziven Tanz und machte die Landser so richt geil und heiss! Als Krönung und Höhepunkt des Programmes setzte er sich auf den Schoß einiger Landser und fühlte mit großem Erschrecken, dass diese ein voll erigiertes Glied in der Hose hatten!
Nun wurde es Otto heiß unter seiner Perücke! Als er so schnell wie möglich zurück ruderte und die Maskerade und Kommödie aufflog schlug die Begeisterung in Wut und Enttäuschung um! 
Otto musste mit seiner "Fronttheatergruppe schleunigst das Weite suchen, denn die Landser machten Anstalten die ganze Truppe ordentlich zu "vermöbeln!"
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Lt. Müller † (Hänschen Müller) : "Eidloth, wir sprechen uns noch! ...  
zu viel Cognak und russische Panzer ...
"Unser" Hans Müller war Kompaniechef in der 1. Kp. - 
Zum Regiment kommt ein Panzerfahrer aus der Ersatzabteilung, den Otto aus Bamberg lange und gut kannte! Sie fallen sich in die Arme und Otto "schlachtet" eine Flasche Cognac. Kurz darauf ist Alarm - russische Panzer sind eingebrochen. Hans Müller lässt in aller Eile antreten. Otto und der andere Kamerad aus Bamberg sind natürlich "per Du" was in der Deutschen Wehrmacht unter unterschiedlichen Dienstgraden gar nicht gerne gesehen war. Dazu fällt Hans Müller auf, dass Otto total besoffen ist! Voller Ärger sagt er scharf zu ihm den folgenreichen Satz: "Eidloth! Wir sprechen uns noch!". Zu mehr bleibt keine Zeit, denn es muss in den Kampfraum gefahren werden. Das Regiment hat zu wenig, oder keine  Panzer und in der Hauptsache nur Sturmgeschütze. Sie erreichen den Kampfraum und Hans Müller überlegt was zu tun ist, denn die russischen T34 sind viele und hoffnungslos überlegen. Sie halten auf einer Anhöhe, Müller zögert... Otto - in seinem Vollrausch ergreift die Initiative, schreit: - "Dann wollen wir mal!" und stürzt sich mit seinem (vollmundigem) Sturmgeschütz* in die Schlacht! 
* ( Bericht wahrscheinlich von Lt. Toni Müller (Müllerchen) 2.Kp.
Wir von der Zweiten erhielten Panzerjäger-Selbstfahrlafetten mit 7,5-cm-Pak auf Panzer-II-Fahrgestell. Allgemeine Heiterkeit — die Dinger waren hinten und oben offen, und an den Seiten hatten sie nur ein bißchen Blech als Schutz. Aber die Kanone war beachtlich! -- Was an Panzerung zu wenig war, gewann man an frischer Luft und guter Aussicht. Mk diesen Apparaten machen wir fürderhin Panzerkrieg, nach allen Regeln der überlieferten Kriegskunst, versteht sich. -Angriff auf Pak-Stellungen im überschlagenden Einsatz — und siehe da, die rus¬sischen Pak-Bedienungen rannten, was das Zeug hielt. Da nahmen wir sogar die viele Luft in Kauf und nannten unsere Hobel stolz »Sturmgeschütze«. Kurz vor dem Stoß auf Ssewsk kam dann für uns der große Tag. — Panzer IV lang in rauhen Mengen I — Die »rauhen Mengen« reichten gerade aus, jeder Kompanie 6 bis 8 Stück zuzuteilen. Wir fühlten uns aber trotzdem beachtlich. Kurz vor Ssewsk gelang es einem fixen jungen Mann, aus einem von einem Sturmgeschütz abgeschossenen Mark II russische Funkunterlagen sicherzustellen, die der Ic unserer Division prompt auswertete, so daß beim Hauptangriff der russische Funkverkehr mitgehört werden konnte. Als unsere Schinken anrollten, bat ein russischer Panzerkommandant um Hilfe: »Schwere deutsche Panzer greifen an!« — Über die »Schweren« freuten wir uns noch lange wie die Schneekönige. Man sieht, welche Wirkung manchmal ein bißchen Blech haben kann. Ich muß nachholen, daß unsere Kampfwagen damals »Panzerschürzen« trugen. Wir machten mit diesem Blechmantel tatsächlich einen bedrohlichen Eindruck.


Die russischen Panzer haben aber keine Munition mehr! Sie geben aber nicht auf, sondern versuchen die deutschen Sturmgeschütze zu rammen!

Otto schießt mit seiner beachtlichen Kanone in kurzer Zeit 4 Panzer ab!
Im Laufe des Gefechtes wird Otto wieder nüchtern und begreift, was er im Vollrausch leichtfertig aufs Spiel gesetzt hat! Der Kampf ist aber zu Ende und Hans Müller, sein Kompaniechef kann angesichts dieses Erfolges und dieses Mutes nichts mehr sagen...
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Lt. Burkard´s † Ende: Eidloth wir fahren Erkundung, Ich Kanone 12:oo - Sie Kanone 18:oo ...
Lt. Königstein † - Neben mir sind vier Kompaniechefs gefallen! (Otto Eidloth)

1944 - auf Anraten eines Vorgesetzten verpflichtete sich der gelernte Schreiner Otto und wurde aktiver Soldat und staatlicher Beamter. Aus diesem Grunden bekam er nach dem Kriege eine Anstellung bei der Deutschen Bundespost und wurde nach seinen eigenen Angaben der "schönste Briefträger in Fürth/Bay.) Viele der einsamen Hausfrauen und Witwen verdanktem ihm und seiner männlichen Standhaftigkeit unvergessliche Momente der Freude und des Glücks. Nebenbei konnte er die alten Kameraden mit seiner kostenlosen "Hotline" vernetzen und hatte auch General von Saucken und Eberbach öfters am Apparat, um Gespräche zu vermitteln und Kontakte zu vermitteln. In den Nachkriegsjahren wäre es sonst nicht möglich gewesen, ohne telefonische Kontakte diese enge Kameradschaft des Panzerregimentes so zu intensivieren.



Bester germanischer "Genpool" Otto - Die Liebe hat keine Uniform -

Die Hirnforschung liefert zu vielen ungelösten Fragen über wieso und warum, wir so sind, wie wir sind,verblüffende Erkenntnisse und löst viele Rätsel gerade jetzt, und in naher Zukunft mit modernsten Forschungen und Mitteln.

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