Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017
immer noch unvergessen...
1943: Olt. Georgi, Chef 3. Kp.
zu dem von "Kameraden" denunziertem Benzinfahrer Becker:
"Ich gebe Ihnen einen guten Rat!
DENKEN SIE NICHT ZU LAUT!"

Damit rettete er ihm das Leben...
Dieser Satz hat zu jeder Zeit
eine tiefe Bedeutung...

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"
(1943 Lgov) Mit dem Teddy lebt das Regiment weiter und wird seiner historischen Verantwortung gerecht - Das Panzerregiment 35 mit seinen Stabskompanien, 8 Kompanien in 2 Abteilungen, der Ersatzabteilung in Bamberg mit 6 Kompanien

Geburtstagsliste - Panzerregiment 35 1940

Die "Bären" 1943

Die "Bären" 1943
Februar 1943 Llgov - Stabskompanie

Abteilungsbefehlspanzer März 1943

Abteilungsbefehlspanzer März 1943
Lt. Heinz Burkard (⚔ 8. Jan.1944) 1943 auf dem Befehlspanzer bei Kaljakorowsk

Montag, 18. Juni 2012

Oberschirrmeister Gerhard Rockstroh....

e-Mail Korrespondenz: ... durch Recherche bin ich auf Ihre Seite gestoßen,
Mein Vater, Gerhard Rockstroh diente als Oberschirrmeister im Panzer Reg. 35. Über das DRK haben wir 1958* erfahren, dass er mit der Goya am 16.04.1945 untergegangen ist. Der letzte Feldpost Brief ist auf den 16.03.1945 datiert.
Sollten Sie in Ihrem Fundus Erinnerungen von Kameraden  KS ( Thora Rolle) haben, wäre ich Ihnen für Überstellung von Bildern oder Textkopien sehr dankbar.
* Hallo Herr Zeis,der Grund ist der Tatsache geschuldet, das wir bis 1990 in der ehemaligen DDR wohnten und offizielle Suchanfragen nicht erwünscht waren und abgeschmettert wurden.
Selbstverständlich werde ich Ihnen berichten was mir über meinen Vater bekannt ist.
Es sind diese besonderen Ereignisse, die das Regiment so lebendig erhalten...
Nicht die großen Ereignisse des furchtbaren Krieges müssen uns belasten, sondern die kleinen Freuden des Lebens bringen uns näher.
Deshalb möchte ich heute wieder etwas aus unserem täglichen, normalen Leben erzählen, das trotzdem so wundersam und wunderbar sein kann:
Heute morgen die "Cosselin" angerufen.
Es ist immer wieder aufbauend, zu erleben wie man mit einem einfachen Telefongespräch einem Menschen eine große Freude bereiten kann.
Zuerst ließ sie mich herzlich alle geneigten Leser mit "Ohren und Augen" grüßen!
Dann besonders Axel Schröder, dessen Buch sie sehr bewegt und an ihre eigene Kindheit erinnert hat.
Sie wollte so gerne Kornblumen zum Geburtstag ihres Bruders ( Ihres eigenen aber auch!) am 1. Juli suchen, fand aber keine mehr...
Ich erzählte ihr von Berlin, von der Spree, der Neisse mit den immer noch zerstörten Brücken, von Küstrin, von Schwedt, wohin der Hans-Detloff als "Blauer Dragoner" eingerückt war.
Ich erzählte ihr von einem Meer von Kornblumen, das wir an der Spree fanden und das "Cosselfeld" nannten. Sie weiss natürlich, dass der tote Major auf Kornblumen, seinen Lieblingsblumen gebettet wurde. Sie vergoss dann Tränen, aber es waren mehr Tränen der Rührung über unser aller Engagement, denn des Leides. Sie freute sich so über die vielen Anrufe von Fritz Schneider!

Das Feld zum Gedenken an Major Hans-Detloff von Cossel an der Spree vor einigen Tagen
Schickt doch bitte der "Cosselin" zum 1. Juli und 96. Geb. eine Kornblume!
Ingeborg Kaulbach (geb. v. Cossel)
61348 Bad Homburg
Castillostrasse 4a
-----------------------------------------------------------------------------------
Fritz Schneider rief mich dann an und gestand mir, die ganze Nacht nicht geschlafen zu haben, wegen Oberschirrmeister Rockstroh!


Seine 8.Kompanie! Er, der letzte Kompaniechef! Nach all den Jahren solche Überraschungen. Man kann nicht fassen, wie groß immer noch die Anteilnahme an solchen Meldungen ist. Ein Bild vom Oberschirrmeister wird folgen und auch Fritz hat schon danach gefragt. Wie sehr hatte sich all die Jahrzehnte die Gefallenenliste der Goya mit den besten und verdientesten Unteroffiziere in die Herzen der Veteranen und Überlebenden eingebrannt.




Hallo, herzlichen Dank für Ihre lieben Zeilen.
Ich bin sichtlich angerührt und muss das auch nach 67 Jahren erst mal emotional verarbeiten.Ich werde im August voraussichtlich in Danzig sein und dort symbolich der Ostsee ein Blumengebinde übergeben.
Anbei die versprochenen Bilder als jpg.
Noch einen schönen Abend!  Mit besten Grüßen Lutz-J. Rockstroh

Spieß Boumans -  v-Moltke? - Olt. Petrelli Lt. Gsell - Karl Schneider ( Das Bild wurde bereits mit den bekannten Namen  vorgestellt und ist nun um OSm. G. Rockstroh erweitert)


Sicher auch für unseren Wayne Gsell interessant, dass wieder eine persönliche Beziehung existiert.


Einen schönen guten Morgen,
hier die versprochenen Angaben zu meinem Vater OSm Gerhard Rockstroh.
Jahrgang 1915, geb. in Planitz, heute Stadtteil von Kreisstadt Zwickau / Sa.
Lehre als Anwaltsgehilfe mit sehr gutem Abschluss in einer Planitzer Anwaltskanzlei.
Er stammte aus bescheidenen Verhältnissen einer Kinderreichen Familie.
Da seine Eltern ein beabsichtigtes Jurastudium nicht finanziell stemmen konnten, entschied er sich um weiter zu kommen bei der Panzertruppe die Laufbahn als Berufssoldat mit entsprechenden Fortbildungsmaßnahmen einzuschlagen( Erzählung meiner Mutter, dass ein Krieg mit Fiasko und unsäglichem menschlichen Leid ins Haus stand konnte er nicht wissen.)
Aus seinen Feldpostbriefen konnte ich entnehmen, dass er an allen Einsätzen des 35. Panzer Reg.schadlos teilgenommen hat.
Ich bin nicht abergläubig, aber das heiligste einer Synagoge, die Thora Rolle zur Herstellung von Vergaserdichtungen für das Flottmachen von Panzern zu verwenden zeugt zwar von Einfallsreichtum in auswegloser Situation, war aber vieleicht doch nicht die beste Idee.
Anmerkung: Es sei ihm vergeben, aber dass die Reste der Thora Rolle, oder Rollen nicht wieder zurückgegeben werden konnten, ist eine sehr traurige Angelegenheit. Was hätten wir wenigstens für einen Anstand zeigen können! Das war und ist ein großes Versagen der Erben und der Nachkommen von Karl Schneider. Vielleicht überlegt es sich noch jemand und kann dem Ansehen des Regimentes helfen.


Hallo, hier die Fortsetzung.
was ist geschehen in all den Jahren bis 1958....
Wie bereits ausgeführt lebten wir, d.h. meine Mutter und ich in sehr bescheidenen Verhältnissen in der Ostzone bis 1949, nach dem Krieg immer fest im Glauben das unser Vater doch noch am Leben ist und in russischer Kriegsgefangenschaft irgend wo in Sibirien ist und eines Tages vor der Tür steht, wie vielfach geschehen, da wir nichts von der Goya wußten. Die Jahre vergingen ohne ein Lebenszeichen. Als jedoch Konrad Adenauer die letzten Gefangen aus der Sowjetunion 1955 nach Hause holte, verloren wir den letzten Funken Hoffnung.
Da eine Suche nach Vermissten aus dem 2. Weltkrieg in  der damaligen DDR ein Tabu war, liefen alle Bemühungen gegen die Wand.
1957 haben wir dann versucht, auf Hinweise von Verwandten über den Suchdienst des DRK in der BRD Auskunft zum Verbleib des Gerhard Rockstroh zu erhalten, indem meine Mutter seine Daten zum Panzer Regiments 35 ,sowie den letzen Aufenthalt im März 1945 auf der Halbinsel Hela übermittelt hat.
Im Sommer 1958 kam dann über  unsere Kontaktadresse in Steinbach a. Wald( Obf.) die langersehnte Nachricht, welche uns Klarheit brachte, daß mein Vater mit der Goya am 16.04.1945 untergegangen ist. Meine Mutter beantragte darauf hin  im August eine besuchsweise Ausreise, ohne den wahren Grund zu nennen, zu Verwandten in Hamm ( Westf.) Diesen Besuch nutze Sie um mit der vom DRK genanten Person persönlich zu sprechen und die Gewissheit zu haben und um seinen Tod betrauern zu können. Meine Mutter hat seinen Tod nie verwunden und hat nicht wieder geheiratet.Ihr Hochzeitsbild  im Großformat mit dem schneidigen Unteroffizier schmückte ihr Wohnzimmer bis zum Tod 1997.
Soweit die Geschichte was ich zur Sache weiss.
Ich würde mich riesig freuen, wenn es Publikationen über den Rußland-Feldzug gäbe wo vielleicht Episoden mit Gerhard Rockstroh festgehalten sind, wie im Blog an zwei Stellen erwähnt.
Mit besten Grüßen Lutz-J. Rockstroh


An Oberschirrmeister Gerhard Rockstroh wird wieder bewusst, wie wichtig unser Panzerblog auch noch nach Jahrzehnten ist. Wenn jemand Informationen, oder Bilder hat, dann lasst bitte diese Informationen Lutz-J. Rockstroh zukommen. 

OSM. Rockstroh bei der Arbeit

 Karl Schneider: Wir arbeiteten schon an den Panzern, da sassen die Besatzungen noch drin, oder im "Heldenkeller" 


Oberschirrmeister Gerhard Rockstroh

Der FW. Dietz aus Staffelstein wurde oft von Karl erwähnt - ob jemand schon nach ihm in Staffelstein gefragt hätte... Der Tolerenzo war aus Südtirol...

Der Fw. Dietz - gefallen

Jetzt kann man bereits etliche Männer aus der I-Staffel identifizieren...
Nun wurde aus einem "normalen" Post, ein OSm. Rockstroh Post - Gut so!

Keine Kommentare: