Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017
immer noch unvergessen...
1943: Olt. Georgi, Chef 3. Kp.
zu dem von "Kameraden" denunziertem Benzinfahrer Becker:
"Ich gebe Ihnen einen guten Rat!
DENKEN SIE NICHT ZU LAUT!"

Damit rettete er ihm das Leben...
Dieser Satz hat zu jeder Zeit
eine tiefe Bedeutung...

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"
(1943 Lgov) Mit dem Teddy lebt das Regiment weiter und wird seiner historischen Verantwortung gerecht - Das Panzerregiment 35 mit seinen Stabskompanien, 8 Kompanien in 2 Abteilungen, der Ersatzabteilung in Bamberg mit 6 Kompanien

Geburtstagsliste - Panzerregiment 35 1940

Die "Bären" 1943

Die "Bären" 1943
Februar 1943 Llgov - Stabskompanie

Abteilungsbefehlspanzer März 1943

Abteilungsbefehlspanzer März 1943
Lt. Heinz Burkard (⚔ 8. Jan.1944) 1943 auf dem Befehlspanzer bei Kaljakorowsk

Samstag, 21. Januar 2012

Robert Wern Story - Samstag 21.Januar - Mit Fritz Schneider bei Robert

16:12 Ich setze mich wieder an den PC und schreibe auf, was sich heute so zugetragen hat.
Fritz abgeholt und im Schneetreiben zu Robert Wern gefahren. Die Freude war riesengroß!
Robert, wie ich ihn ab heute nennen darf, hat mir den Brief von Wayne Gsell gezeigt, die Karte aus Moskau, Mzensk und von Axel Schröder berichtet, der ihn von Berlin aus anrief.
Ich habe ihm erklärt was Wayne Gsell in Portland macht und dass er als Pfarrer einen Gottesdienst für Ludwig Fritzmann abgehalten hat. Dann von Stanislav aus Moskau und Mzensk berichtet und von Axel, dem Sohn des "Waffenjodlers" mit der Gitarre. An ihn kann er sich sehr gut erinnern, denn mit der I- Staffel hat er öfters zu tun gehabt.
Zuerst allen hier genannten einen  herzlichen Gruss und Dankeschön von Robert Wern!
Es war ein ganz tolle Sache, die Ihr hier geleistet habt! Es ist das Beste was man zu dieser Zeit noch geben kann!
Ich habe ihn genau befragt, und er sagte mir, dass er bei Panzer 25 Erlangen als gesamte und komplette 4. Kompanie auf die Krim in den ersten Einsatz kam. Ohne tschechische Skoda Panzer, die kamen extra. Ich habe diverse Video mitgeschitten ...
Mal sehen, was ich verwenden kann.
Die Videos sind sehr gross und nicht in diesen Blog zu stellen.


Flugplatz Kertsch - Eli Ali? Sinfernopol - leider sehr schlechter Ton ( Ich habe das winzige Micro zugehalten)

nach Vernichtung der Deutschen Einheit zu Panzerverband 700 - nach dessen Vernichtung zu Werfer Einheit - Beschreibung der Werfer, Holzgestelle, mit Wasserwaage eingerichtet. Es kommen immer zwei Mann, zuletzt Robert und ein Offizier. Der Offizier sagt, wenn Robert zu zünden hat. Sie sind in einer Entfernung von ca. 30 m. Dann Stellungswechsel, denn die Russen sehen genau, wo sie sind. Dann Metall, dann auf KFZ ( Stuka zu Fuss) dann Story vom Klappenschrank bei der Artillerie,
Er bedient als Funker einen Klappenschrank mit 20 Anschlüssen, stöpselt die Verbindungen. Sein Spiess ist von sieben Tagen, fünf  Tage besoffen. Als ein Gefecht tobt, torkelt der Spiess ins Zimmer, findet die Türe nicht und will zum Fenster raus, dabei reisst er ihm alle Verbindungen raus! Die einzelnen Abteilungen haben keine Verbindung mehr! Eine Katastophe! Man schmeisst ihn wieder raus! Er kommt dann zu  Pz. 35 im Süden... Er steht an der Strasse und fragt einen vorbeifahrenden Panzer, ob er mit aufsitzen kann. So kommt er zu Panzer 35. Im Süden muss er einen Panzer mit defekter Kanone in die Werkstatt fahren. Er schlichtet den Panzer voll Melonen und sie fahren zu dritt zur Werkstattkompanie. Die Melonen werden schön auf Pyramide geschlichtet. Er bekommt als erstes einen Anschiss, weil er mit drei Mann zur Werkstatt gefahren ist. Auf die Melonen bekommt die ganze Werkstattkompanie den Dünnschiss, weil sie Melonen ohne Ende essen. Wegen Zersetzung der Wehrkraft bekommt er wieder 3 Tage Bau! Allerdings nur auf dem Papier, weil es wieder hektisch wird und alle weiterzieht.

Bei einem längeren Aufenthalt werden sie zur Ernte eingesetzt und Robert muss einen Erntewagen mit Getreidegarben beladen. Sie schlichten so hoch, dass trotz Stütze der wagen umfällt. Der Bauer meldet Robert wegen Zersetzung der Wehrkraft! Wieder 3 Tage Bau! Robert wird in die Scheune des Bauern eingesperrt. Neben der Scheune stehen drei Bienenkörbe. Robert kommt an die Körbe und frisst dem Bauern alle Bienenstöcke mit Honig leer!

Auch bei der Partisanenbekämpfung in den Pripjetsümpfen eingesetzt. Er bekommt Fleckfieber und Malaria. Er erzählt von den unglaublichen Tarnungen der Partisanen. Unterwasser Bunker unter Tümpeln. Die Partisanen tauchen aus dem Wasser im Schilf auf und schiessen. Er findet einen Verwundeten, den die Partisanen in einen Ameisenhaufen gesetzt haben. Er wäscht ihn ab und der Verwundete wird den Krieg überleben. Er winkt ab und will sich gar nicht mehr an diese Kämpfe erinnern.

Wasserholen und Gefangener der Russen - Es gibt kein sauberes Wasser, der Durst ist schlimmer als der Hunger! Robert Wern zieht mit seinem Kanister los um Wasser zu suchen. Er findet einen Brunnen, doch darin liegt ein Toter...
In der Welt der Grausamkeiten, der Barbarei sind kleine Wunder selten. Aus diesem Grunde lade ich dieses Video hoch und stelle es in diesen Blog. Es ist heute aufgenommen und Fritz Schneider war als Zeuge anwesend. Erbauen sie sich der Tatsache, dass es immer wieder Menschen gibt, welche der Bezeichnung auch gerecht werden. Hätte Fritz Schneider Robert Wern gemeldet, wie es eigentlich seine Pflicht gewesen wäre, so hätte man Robert Wern getötet. So haben sie sich gegenseitig das Leben gerettet und haben beide überlebt. Zum Abschied hat Fritz den Robert umarmt...




Der Panzer von Wern und Dürr beschiessen sich gegenseitig
Wenn die Verpflegung schlecht und ungeniessbar war dann kam alles in den "Rucksack". Das war der am Turm angebaute Kasten. ( Die guten Sachen waren in der "Broschürenkiste") Wern und Dürr besprachen, bei nächsten Angriff sich gegenseitig in den Rucksack zu schiessen mit dem MG. Dann erstatteten sie Meldung, dass durch Feindbeschuss die Rationen vernichtet wurden, So bekamen sie wieder frische Verpflegung, in der Hoffnung, dass geniessbare Verpflegung dabei wäre.

Der Einsatz bei Kowel - Bei Ludwig Fritzmann, dann zu Jupp Kessler. Er beschreibt Ludwig Fritzmann als äusserst besonnen Panzerkommandanten, bei dem man sich sicher fühlte. Ludwig Fritzmann führte die Befehle nicht immer aus, sondern änderte nach seinen Erfahrungen und Gefühlen die Anordnungen und blieb so auf seine Art Mensch und Christ. Widersprechen durfte man den Befehlen nicht, aber man musste ja nicht alles genauso machen. Auch ein Panzerkommandant hatte also eine gewissen Spielraum. Zu Jupp Kessler ging Robert Wern, wie auch andere Panzermänner nicht gerne in den Panzer, denn dieser war ein Draufgänger und "Unmensch".
Album von Fritz 4. Kp. Spiess Schuhmacher,Olt. Pfister, Lt. König (King), sowie einige noch nicht gesichtete Bilder. Ich werde bei Gelegenheit diese Bilder einscannen.


Behandlung neuer Panzer
Bei  neu gelieferten Panzer schlugen die Besatzungen als erstes alle Befestigungen und Haken hinter dem Turm ab, um ein Ruheplätzchen zu schaffen. Gasmaskenbüchsen wurden "umfunktioniert" und ausgeräumt. Alles was nicht brauchbar war, kam in den "Rucksack". Einmal schlief Robert Wern während der Panzerfahrt hinter dem Turm ( Ein begehrter Schlafplatz) und der Fahrer war Franz Weber. Franz Weber fuhr in einen Graben und Robert Wern fiel unter den Panzer. Glücklicherweise war in dem Graben kein Wasser und Wern blieb ohne Verletzungen am Leben. Robert war unverletzt konnte sich allerdings nicht mehr bewegen, denn er war eingeklemmt zwischen Panzer und dem kleinen Spalt zwischen Grabenboden und Panzer.  Die ganze Nacht musste er unter dem Panzer ausharren, bis am nächsten Tag der Bergezug ihn aus seiner Lage befreien konnte. Das war wieder so ein unwahrscheinlich großes Glück das mancher hatte, ein anderer wie Fw. Ludwig dagegen nicht. Er fällt vor Sseredina Buda vom Panzer und ist sofort tot.

Flucht von der Nehrung -in einem der Post beschrieben
Flucht aus russischer Gefangenschaf - in einem der Post beschrieben
Als "blinder Passagier" auf russischem Dampfer - in einem der Post beschrieben
Vom russischen Frachter an das Ufer - in einem der Post beschrieben
Im englischen Lager - in einem der Post beschrieben

Der letzte Teil seiner Flucht -
in einem der Post beschrieben
In englischer Gefangenschaft, die im Übrigen auch nicht besser, als die der russischen war, denn er lebte in einem Erdloch, (Offiziere im Stall mit etwas Stroh)  meldete er sich durch einen Aushang am Schwarzen Brett aufmerksam geworden nach Bayern, als Bergarbeiter in Penzberg. Das war die amrikanische Zone! Spannende Sache, wie er zu diesem "Ticket" kam! Jedenfalls sass er im Zug und sie bekamen ein US Einsatzpaket. Das gleiche Verpflegungspaket wie amerikanische Soldaten. Robert Wern fielen die Augen aus dem Kopf! Was da alles drin war! Alles was ein hungerndes Soldatenherz sich nur vorstellen und erträumen konnte und nie geglaubt hätte. Es war ALLES drin! Bis zum Büchsenöffner und Klopapier. Spannend waren die weissen Tafeln! Man probierte sie zu essen! Das war fürchterlich. Man tat es in die Suppe - ungeniessbar! So klopfte man es zu Pulver und mengte es unter das Essen, denn was da drin war, liess ein deutscher Soldat nach den entbehrungsreichen Jahren nicht verkommen! Es ist ihnen nicht gut bekommen. Magenschmerzen und Dünnpfiff ( Diarrhoe) quälten sie danach. Robert Wern wendet sich mir zu! Schaut mir ins Gesicht und fragt: "Weisst Du was das war?"
BRENNSPIRITUS! Auch ESBIT genannt. Das kannte noch kein deutscher Landser.
In Ochsenfurt ist der Robert vom Waggon gesprungen und der amerikanischen Gastlichkeit entkommen. Die Kohlen in Penzberg musste ein anderer aus dem berg holen. Er "trampte" nach Bamberg und Nürnberg. In Fürth meldete er sich bei der Bahnhofsmission, bekam eine Suppe und einen vorläufigen Ausweis. Das war seit langer Zeit dann das erste Mal, dass er wieder seinen Namen schrieb: Robert Wern - Nürnberg
Lammleber und Laufer Simon Bier mit Kartoffelsalat beim Adelmann in Tauchersreuth noch während ich esse, ruft mich der Grossneffe von Hans Wehner an. er wird sich mit uns in verbindung setzen, denn er arbeitet an einer Ahnentafel.

Ein Sechserpack mit Bier für Robert Wern ist besorgt. Fritz wird wieder bereits unter der Haustüre stehen, bewaffnet mit Regenschirm und Stofftasche, immer 15 Minuten vor der verabredeten Zeit
( 10:oo). Jedes Mal, wenn ich dies berücksichtige, steht er beim nächsten Termin wieder früher an der Haustüre ( Ich werde 9:3o da sein). Für ihn ein großer Moment, denn er nimmt diese Besuche sehr ernst. Er weiss genau, dass es ein Wettrennen mit der Zeit ist. Traurig dass in den Familien die Kinder und Enkelkinder so wenig Zeit finden, um das wirkliche Kapital, die Erinnerungen, die Efahrungen einzusammeln. Es zählt nur Bargeld und Immobilien. Man lernt zu wenig aus der Zeit und von den Alten. Sie sind unmodern, passen nicht mehr in die Zeit. Hinterher werden sie jammern und klagen, dass sie sich nicht genügend um sie gekümmert haben. Die Erinnerungen und die Erfahrungen aus den Jahrzehnten werden für immer verloren sein. Im Verifizieren mit den Ereignissen, die um uns ablaufen, liegt unser Gewinn. Man glaubt dann nicht mehr den Rattenfängern, den Scharlatanen, die nur mit dummen Menschen das machen können, was sie wollen....
Morgen gibt es wieder Bilder aus dem Grigat Archiv...

Beim Abschied sagt Robert Wern: "Wer weiss wann wir und ob wir uns wiedersehen!"
Wir werden wieder Robert Wern besuchen...
Euch allen nochmals einen schönen Gruss und ein herzliches Dankeschön!
Fritz sagt mir zuletzt noch, dass ihn unsere Arbeit und "sein" Regiment jung halten und seine einzige Freude ist!

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