Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017
immer noch unvergessen...
1943: Olt. Georgi, Chef 3. Kp.
zu dem von "Kameraden" denunziertem Benzinfahrer Becker:
"Ich gebe Ihnen einen guten Rat!
DENKEN SIE NICHT ZU LAUT!"

Damit rettete er ihm das Leben...
Dieser Satz hat zu jeder Zeit
eine tiefe Bedeutung...

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"
(1943 Lgov) Mit dem Teddy lebt das Regiment weiter und wird seiner historischen Verantwortung gerecht - Das Panzerregiment 35 mit seinen Stabskompanien, 8 Kompanien in 2 Abteilungen, der Ersatzabteilung in Bamberg mit 6 Kompanien

Geburtstagsliste - Panzerregiment 35 1940

Die "Bären" 1943

Die "Bären" 1943
Februar 1943 Llgov - Stabskompanie

Abteilungsbefehlspanzer März 1943

Abteilungsbefehlspanzer März 1943
Lt. Heinz Burkard (⚔ 8. Jan.1944) 1943 auf dem Befehlspanzer bei Kaljakorowsk

Montag, 4. Juli 2011

4.Juli 1941 - Die Brücken von Stary Bychow -

4. Juli 1941 - 
Lt. Hans Müller 1.Kompanie
Zugführer leichter Zug

Die Arbeiten des letzten Tages zogen sich bis in die Morgenstunden des 4.Juli hin und so liess sich Lt. Hans Müller um 3:oo "hundemüde" neben seinem Panzer, ohne Decke, ins Gras fallen und schlief.
5:oo
Aus bestem Schlaf geweckt, macht Bauer einen Kaffee der in normalen Zeiten "ein Pferd umgehauen hätte"
6:oo Abmarsch
Der Rollbahn entlang, wilde Schiessereien, geschlossene Luken. Pistole und Eierhandgranatenin der Hosentasche. "Es ist wahnsinnig, was unsere Motoren leisten müssen" - "Nachdem wir die Rollbahn verlassen hatten brach nach dem 6. Pz.III eine kleine Brücke ein.Ringsum alles Sumpf. Keine Umgehungsmöglichkeit. Also muss die Brücke wieder hergerichtet werden. Mit Hilfe herbeigeeilter Bauern wird die Brücke notdürftig repariert. Trotzdem wird eine halbe Stunde verloren. Olt. v. Cossel war inzwischen mit 5 Panzern weitergefahren". Ohne Funkverbindung fährt Lt. Müller mit dem Rest der Kompanie den Kettenspuren nach. In 4 km Entfernung erkennt er Stary Bychow liegen. Er hält kurz um "den Haufen" zusammenzuhalten. Da kracht ein Schuss, - sein Fahrer bricht zusammen. >Der blöde Ladeschütze sicherte seine Waffe nicht und "latschte" auf den Abzug<. Der Fahrer Berberich wird auf ein Krad verladen und zurückgebracht. Lt. Müller muss nun selbst seinen Panzer nach Stary Bychow fahren!
In der Zwischenzeit werden sie von der 4. Kompanie überholt.
Gleich dahinter fahren auch sie (1.Kp.) wieder los.
Kurz vor der Stadt ein breiter Panzergraben. Fw. Martin Schneider (zackzack), 6. Panzer welcher an der Brücke einbrach und mit einiger Mühe noch drüber kam, stand  mit zerschossenem Laufrad und Leitrad in der Nähe und wechselte mit grosser Ruhe und Flankenfeuers die Räder. Lt. Müller fuhr weiter und hielt nicht an, denn er wollte in die Stadt. Starkes Abwehrfeuer und nach dem Panzergraben eine starke "fabelhaft getarnte" Feldbefestigung, die noch im Bau war. In der Stadt war vom "Feind" nichts zu sehen. In einer Seitenstrasse stand ein brennender Pz.II vom Rgt. Stab. Er stiess zur 4.Kp. und dem Abteilungsstab ( v. Lauchert, Georgi, Esser etc.) Im selben Augenblick erkennt er am unteren Ende der Strasse Lt. Heinz Burkard - Von ihm erfährt er was Olt. v. Cossel und den Anderen in der Zwischenzeit passiert ist. Lt. Burkards Richtschütze Ebersberger läge mit Bauchschuss auf der Brücke... Lt. Müller fährt Lt. Burkard zum Abt. Kommandeur v. Lauchert.
Oberst Eberbach sagt zu ihm, dass man leider gar nichts unternehmen kann.
Die Kompanie sichert. Das russ. Artilleriefeuer wird immer stärker.
"Es hat den Anschein, als ob die Russen die Stadt zur Sau machen wollten" Lanndserjargon für totale Zerstörung... "Mit allen Kalibern knallten sie herüber... Die Strassen brannten lichterloh... Einschlag auf Einschlag... Es war ein Heulen und Bersten"... Lt. Hans Müller musste an seine Vorstellung vom I.Weltkrieg denken - sie wurde weit übertroffen! Er wundert sich über seine jungen Soldaten - sie waren sehr ruhig und gefasst. Zieht mit seinem Panzer und dem immer heisser werdenden Feuer von Hausecke zu Hausecke weiter... Er muss auf Befehl wieder einen Panzer zurückschicken an die gerade verlassene Ecke zur Sicherung. Plötzlich bekommt er die Meldung, dass Sigi Breu schwerverwundet an seinem Panzer liegt. Er rennt durch die heisse Glut der brennenden Häuser und glaubte zu ersticken. An den Panzer kommt er nicht sofort ran, denn ein wie wahnsinnig schiessendes MG schiesst auf und um den Panzer herum. In einer kurzen Feuerpause gelingt es Lt. Müller mit dem zu Hife geeilten Uffz.Kirchberg Sigi Breu zu bergen. Für Breu kommt jede Hilfe zu spät. Lt. Müller schickt den Panzer mit dem auf der Kettenabdeckung liegenden Breu zurück. Lt. Müller muss wieder zurück mit versengten Haaren am Arm zu seinem Panzer und das Artilleriefeuer wird immer heftiger. Er hätte das nicht gedacht, dass er diese Hitze aushalten kann. In der Zwischenzeit wurde die zweite Abteilung herangeführt und die Lage verbesserte sich. Er konnte konnte nach dem Begräbnis von Sigi Breu eine Stunde schlafen.
Gegen Abend zog der Rest der 1. Kompanie zur Abteilung
"Um das Unglück voll zu machen" kam abends noch Obelt und meldete, dass er ab sofort als Ordonnanzoffizier versetzt ist. ( Abt. Komm. Major Meinrad v. Lauchert )
"das haut mich vollends um!" danach legt er sich schlafen. Im selben Moment kommt die Meldung, dass Lt. Kämpfe bei einem Sonderunternehmen gefallen ist.
Er ist nun vollends erschüttert und legt sich in seinem Panzer schlafen.


Mittlerweilen ist die bebilderte Dokumentation der Ereignisse auf und um der Brücke von Stary Bychow fertig und dank Jürgen Achatz und unserer Mitarbeiter ein beachtliches historisches Dokument geworden. In dieser Dokumentation werden die Ereignisse haargenau beschrieben und mit den Aufzeichnungen und Tagebüchern der Beteiligten und Protagonisten zu einem dramatischen Werk vereinigt. Ich habe deshalb auf die Ereignisse auf der Brücke verzichtet.

Keine Kommentare: